Liebe KollegInnen SchulleiterInnen,
mich würde mal interessieren, wie Ihr diese Problematik seht. Ihr seid ja direkte Vorgesetzte aber auch "Befehlsempfänger" vom Ministerium. Ihr müsstet dann auf der einen Seite an der Schraube der Belastung zu Ungunsten der KollegInnen schrauben aber gleichzeitig Entlastungsmöglichkeiten suchen.
Als "einfacher" Kollege würde mich eure Gefühlslage in dieser Position mal interessieren.
Zur Gefühlslage kann ich nichts beitragen, aber ich sehe nicht, wo die SL Gewissensbisse haben müsste. Wenn Teilzeit untersagt wird, muss die nicht die Schulleitung versagen. Auch wenn sie pensionierte Kolleg*innen wieder reinholen oder was sonst noch ausgedacht wird, um den akuten Mangel zu beheben, muss sich kein Schulleiter vor den Karren spannen lassen, oder was meinst du genau?
Was meiner Erfahrung nach schon der Fall ist, unabhängig vom Lehrkräftemangel, ist der Umstand, dass Menschen ihren Blickwinkel verändern, sobald sie die Position wechseln. Schulleiter*innen wissen irgendwann nicht mehr, was es bedeutet, vor schwierigen Klassen zu stehen, viel zu vertreten, ständig zu korrigieren oder was immer das belastendste Problem der gemeinen Lehrperson ist. Liegt in der Natur der Sache.