Beiträge von Quittengelee

    "Wippend in der Ecke zu sitzen" lese ich als Ausdruck von Langeweile. Auch "Regeln, Rituale, Spielchen, Hausaufgaben, Eltern" hört sich herablassend nach "Kinderkram" an. Genauso wie der mangelnde "Spaß", der sich als intelektuelle Unterforderung liest.
    Vielleicht kann man den Post auch anders lesen - mir fällt es schwer. Aber vielleicht liegt es ja doch daran, dass ich intelektuell überfordert und geistig eingeschränkt bin.:autsch:

    Damit war "schaukelnd in der Ecke sitzen" gemeint, wie ein völlig überforderter Mensch, kann man sich doch super vorstellen und ist m.E. witzig in dem Kontext. Zumal s3g4 nur von sich gesprochen und niemanden angegriffen hat.

    Unpassend unfreundlich bist eigentlich nur du selbst geworden, der Link zum Dunning-Kruger-Effekt kam von dir. Also damals, im Mai 2025.

    Bei uns ist die analoge Uhr auch noch im Plan, man kann sich denken, wie es für Förderschüler*innen ist, wenn Grundschulkinder schon nicht klarkommen. Zumal heute jeder ein Handy hat...

    Ich behandle es trotzdem, weil man an den Uhren besser sehen kann, dass die Stunde in 60 Minuten unterteilt ist. Ein bisschen Denkarbeit tut den Kids gut, außerdem passt die 5er-Reihe thematisch dazu.

    Tests schreibe ich allerdings keine mehr...

    ... Kurz danach ist es maßgeblich die SPD, die auf kommunaler Ebene eine Grundsteuererhöhung von eh schon hohen +800% auf fast 1200% durchsetzt. Mir ist schon klar, dass da Sachzwänge hinter stecken, es braucht sich aber wirklich niemand wundern, wenn es angesichts einer solchen Politik zu Wählerwanderungen kommt.

    Interessant, betrifft mich nicht, was bedeutet das? Dass Eigentum unerschwinglich ist?

    In jedem Falle: es betrifft sicher nicht den beispielhaften Marxloher, der immer herhalten muss und schon gar nicht ist der Syrer oder die Roma-Familie dran Schuld. Es geht ums Narrativ.

    Auf die SPD sauer sein kann man allemal trotzdem, wenn man eintritt, kann man sogar mitmischen und sich wählen lassen.

    Schwierig wird es, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, nicht mehr ausreichend handlungsfähig sind. Weiter vorne wurde angemerkt, die AfD kümmere sich nicht um Regeln und Gesetze, ganz nach dem Vorbild Trump, Putin, Orban... das ist korrekt und sehe ich auch so. Genau das stört viele AfD Wähler aber nicht, wenn ein Trump gleichzeitig fragwürdig oder gar nicht legitimiert medienwirksam Abschiebungen realisiert, während unsere Regeln und Gesetze es nichtmals erlauben, Intensivstraftäter des Landes zu verweisen oder offensichtliche und gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden.

    Wie geht man mit dieser Diskrepanz aus legitimen Interessen und gesetzlichen Grenzen des Handlungsspielraums um? Das muss irgendwie gelöst werden, wenn man einen weiteren Rechtsruck verhindern möchte.

    Wo werden Intensivstraftäter nicht abgeschoben und inwiefern beeinträchtigt das die Mietproblematik, den Lebensmittelpreis oder Anbindung an ÖPNV und W-LAN, oder was für die Menschen wirklich problematisch ist?

    Da die AfD Anfragen nach Straftätern regelmäßig einreicht, kann man konkret nachlesen, wie viele abgeschoben werden und wenn nicht warum nicht.

    Bsp. HH:

    https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokume…ngen_in_hamburg


    Du machst halt immer wieder die Migration zum Sündenbock und erteilst m.E. der AfD-Wahl damit Absolution.

    ...

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.

    Sag ich ja, was alles angeblich der AfD in die Hände spielt, das sagen immer die Verfechter derselben.

    ... Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam...

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Dass die Partei nach und nach als verfassungsfeindlich, gesichert rechtsextrem usw. eingestuft wurde ist dir auch entgangen?

    ...

    Die AFD kann nur durch die Lösung der Probleme, von denen die AFD profitiert, beseitigt werden oder durch Politikteilhabe, wodurch sie ebenfalls entzaubert wird.

    Und das ist eben leider nicht lächerlich und peinlich sondern gefährlich.

    Übrigens sehe ich das ganz anders als Maylin85. Ich halte es nicht für nachvollziehbar und voll okay, dass so viele Menschen diese Partei wählen, sondern finde es umso schlimmer, dass sie es tun, gerade weil wir heute wissen, was wir wissen.

    Es macht das Ergebnis doch noch viel erschreckender, wenn man keine beruhigenden Erklärungen finden will, lasst den Leuten ihre Verantwortung.

    So wie anno '33 Menschen die volle Verantwortung übernommen haben. Da gibt's doch auch keine Entschuldigungen, wie (un)gebildet die Bürger waren und dass die Arbeitslosigkeit halt so hoch war und ach der Versailler Vertrag und die Bevölkerungsgruppe, die an allem Schuld sei... Äh nee, genau so nicht.

    Wo habe ich sie denn als ungebildet bezeichnet? Bitte lese meinen Text und unterstelle mir nichts. Ich habe geschrieben: "je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler". Das ist eine reine Beschreibung.

    Zweitens sind es von 18% auf 24% 1/3 mehr. Also 33% von 18. Der Unterschied zwischen 4 und 2 ist auch nicht viel, aber trotzdem ist eine Verdopplung .... Du kannst auch einfach mal vergleichen, dass nur 10% der Hochschulabsolventen die AfD wählen aber 26% der Menschen mit Hauptschulabschluss. Das hat aber sicherlich nicht nur was mit Bildung sondern auch mit der Lebenssituation zu tun. Aber nichtsdestotrotz höhere Bildung => bessere Lebenssituation => weniger AfD.

    Ich will auf Folgendes hinaus: In absoluten Zahlen haben allein in Ba-Wü und RLP aktuell rund 1,5 Mio Menschen blau gewählt. Zu sagen, das sind ja überwiegend Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss, die sind halt leider nicht so gebildet wie ich, verkennt das Problem: Die meisten Menschen haben keinen Hochschulabschluss sondern gehen nichtakademischen Berufen nach. Das ist ganz normal und macht sie nicht zu Nazis.

    Bei den letzten Wahlen vor wenigen Jahren hat die AfD wesentlich weniger stimmen geholt. Es haben aber nicht plötzlich wesentlich weniger Leute Abi gemacht.

    Du machst es dir einfach, indem du dich erhebst über die ungebildeten Millionen, die aber ganz offensichtlich ziemlich durchschnittliche Menschen sind, sein MÜSSEN bei 20%.

    Bundesweit ist es dasselbe.

    Wir haben ein Problem und zwar ein Komplexes. Nichts davon ist leicht und schnell zu beheben. Es sind nicht alle außer dir ein bisschen blöd und müssen nur mal ordentlich informiert werden. Alle Leute besuchen eine Schule und lernen etwas über Fake News, Grundrechte und das 3. Reich. Du musst davon ausgehen, dass Wähler*innen ihre Entscheidungen aus bestimmten Gründen und Überlegungen heraus treffen, so wie du auch.

    Oder anders: Ich weiß auch nicht, warum Leute CDU wählen, insbesondere Frauen, würde ich niemals tun. Trotzdem halte ich nicht alle CDU-Wählerinnen für ungebildet.

    Hm, ich frage mich, was ist relevanter und ernst zu nehmender. Was ein Martin Sellner darunter versteht ... oder wie ein führender afd-Politiker wie Herr Höcke es auslegt. Logisch, dass man sich bei der Kritik auf die Aussagen von Herrn Höcke bezieht. Ohne da irgendwas hineininterpretieren zu müssen.

    Es stimmt auch nicht, Sellner hat verkündet, auch Staatsbürger*innen "remigrieren" zu wollen, was menschenunwürdig ist, wie das Bundesverwaltungsgericht feststellte.

    Da werden wieder mal Rechtsextremisten in Schutz genommen, um die Mär zu verbreiten, mit Kritik spiele man ihnen bloß in die Hände.

    Naja, wir können es mal mit Fakten versuchen. Erstmal habe ich nicht geschrieben "Alle" sondern "in der Regel". Es gibt in der AfD sicherlich einige Strippenzieher, die mit voller Absicht agieren und es gibt sicherlich genug Menschen, die einfach rechtsextrem sind.
    Aber wenn wir uns die Wählerschaft der AfD ansehen, dann sehen wir direkt dass die AfD insbesondere von Menschen gewählt wird, die eigentlich unter einem Wahlsieg der AfD leiden würden. Also die vom Programm der AfD negativ betroffen sind.
    Zweitens sehen wir je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler. 26% aller Menschen mit Hauptschulabschluss haben in Baden-Württemberg die AfD gewählt, 24 % aller Realschüler aber nur 18% aller Abiturienten. Unter den Menschen mit Hochschulabschluss sind es nur noch 10%. Ergo bessere Bildung = weniger AfD. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass der Lebensstandard höher ist. Aber das ist letztlich auch egal. Wichtig ist doch nur, dass eine höhere Bildung zu weniger Stimmen für die AfD führt.

    Dass die Differenz zwischen 24 und 18 nicht so groß ist, ist dir beim Schreiben gar nicht aufgefallen? Und dass du damit alle Realschüler als ungebildet bezeichnest auch nicht?

    Davon abgesehen: die Wählerinnen und Wähler haben das gewählt, was sie für richtig halten. Das kannst du noch so dumm finden, 19-20% in beiden Landtagswahlen ist ein großer Anteil der Bevölkerung, es reicht nicht mehr, auf den Osten zu schimpfen. Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus, nicht "die anderen".

    Hier würde mal "wir" passen.

    Spannend ist die Frage, in weit das Afd-Problem eine Bildungsproblem ist. Sind wir mal ehrlich, wer AfD wählt ist in der Regel nicht in der Lage zu verstehen, was die da fordern und warum das nicht geht.

    Wer ist "wir"? Sprich bitte für dich. Ich halte es für naiv zu glauben, dass 20% der Wählenden einfach nur zu doof und ungebildet seien nur man selbst wäre ja schlau genug, das Richtige zu wählen.

    Und diese Abgrenzerei "wir" und "die" "in meinem Wahlkreis aber war es nicht so schlimm", "es sind ja bloß die Russlanddeutschen/ Arbeiter/ Geringverdiener/ Ostdeutschen/ Männer/ unter 45/über 45/im Nachbarort..." ist Augenwischerei. Es sind 1/5 der Wähler*innen.

    Engagiert euch, wenn ihr wirklich was bewegen wollt. Nur nicht blau zu wählen reicht nicht mehr.

    Na mit 5-10 Minuten pro Unterrichtsstunde kommst du in der Grundschule niemals hin, wenn du differenziert arbeiten willst.

    Naja im Schnitt... Mal sitzt man lange daran oder bei fachfremdem U. Aber wenn Ein Thema steht, dann arbeitet man soundsolange daran. Deine häufig abgehaltenen Schwimmstunden wirst du wahrscheinlich auch nicht jede Woche stundenlang schriftlich ausarbeiten?

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