Beiträge von Quittengelee

    Der Deal klingt einfach seltsam. Wieso muss man anbieten, mittwochs 23 Uhr erreichbar zu sein, um samstags in Ruhe gelassen zu werden? Der Mann darf Mittwochnacht UND Samstag frei haben. Das war "verwirrend", denke ich.

    Obiter, censeo illam faciem risoriam perturbatam perturbantem esse.

    (Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Verwirrtsmiley verwirrend ist.)

    Hihi, Google translate übersetzt zurück: "Übrigens finde ich dieses spöttische Gesicht sowohl gestört als auch verstörend." ?(

    PS Samstag und Sonntag war er bei seiner Familie.

    Warum ist das verwirrend? Offenbar hat es geklappt :weissnicht:

    Er ist Schulleiter und nicht Notfallsanitäter, insofern wundert mich auch, dass er Rufbereitschaft unter der Woche anbietet, um am Wochenende nicht angerufen zu werden.

    Er könnte alternativ sein Handy ausschalten, falls es wirklich jemand für nötig halten sollte, ihn sonntags anzuschreiben.

    ...
    Es ist das Wesen der Mündlichkeit. Natürlich werden Fachbegriffe eingefordert, aber keine Lehrkraft spricht wie Fachtexte ...

    Was man weiß, wenn man schon mal ein Interview transkribiert hat. Erstaunlich, was man so unflüssig vor sich hin brabbelt, ohne dass es jemandem auffällt...

    ...oder rein in Operatoren (außer an meinem Studienseminar natürlich, aber ich bin froh, dass es woanders nicht so ist).

    Erläutere diese Aussage anhand von Beispielen und begründe deine Freude darüber :rofl:

    Wir beobachten das z.B. regelmäßig bei Nichtmuttersprachlern, die oftmals ein recht gutes Alltagsdeutsch sprechen, mit der Bildungssprache aber weniger Kontakt haben (das fällt btw. selbst Muttersprachlern schwer). Diese können dann dem Unterricht zwar noch gut folgen und auch sinnvolle Beiträge formulieren usw., scheitern aber nicht selten an den bildungssprachlich formulierten Aufgabenstellungen in schriftlichen Klausuren und wissen dann teils nicht, was genau zu tun ist.

    Wobei es aber am Ende um die Hochschulreife geht und wer komplexere Texte nicht erfassen kann, auch an der Uni Schwierigkeiten bekommen wird. Das mag bei DaZ aufholbar sein, bei Muttersprachler*innen kann man geringeren Wortschatz und Probleme, verschachtelte Sätze zu begreifen, unter dem Aspekt der kristallinen Intelligenz verbuchen. Selbige bleibt zwar grundsätzlich auch steigerungsfähig, sollte aber im Kontext des Abiturs eine aktuelle Bedeutung haben.

    War es nicht in NRW so, dass in manchen Fächern keine Tests geschrieben werden? Wenn man nur mündliche Noten gibt, insbesondere bei einer hohen Anzahl von unterrichteten SuS, kann es eigentlich nur zu Fehleinschätzungen kommen. Man wird im Unterricht immer ein paar Punkte dafür geben, dass jemand irgendwas halbwegs Sinnvolles beiträgt, wir mögen unsere SuS ja im Allgemeinen und wissen auch, was sie eigentlich sagen wollten und da war ja schon was Richtiges dabei... Ein Test lässt diesen Spielraum nicht zu.

    mein 5-jähriger Neffe malt Löschfahrzeuge, die gegen einen Waldbrand in "seinem" Wald kämpfen.
    Er weiß, dass es nie wieder so sein wird, dort zu wandern, zu klettern und zu picknicken. In diesem Wald, wo er mehrmals im Monat Tage verbringt. Dass tausende und tausende Tiere sterben. Dass die Luft der Pariser Gegend durch diesen Wald "sauberer" war.
    Ich weine.
    Ich kann in einer Welt nicht mehr leben, die so mit der Erde umgeht und der folgenden Generation nur den Tod hinterlässt. Mit Politikern, die im selben Moment alles gegen die Natur machen, sich einen Sch.. um Ökologie scheren und sich fürs Aufrüsten feiern und Feuerwerke noch höher, noch bunter, noch teurer abfeiern.

    Je älter man wird, desto weniger kann man das verstehen. Es gibt nichts, was diese Ignoranz rechtfertigt, wir leben doch alle nur 70, 80 Jahre hier auf diesem Planeten. Warum werden Staatschefs immer egozentrischer, je älter sie werden und verlieren das, was Bedeutung hat komplett aus dem Fokus?

    Wenn Mobbing traumatisiert, dann triggern bestimmte Verhaltensweisen anderer Kollegen sofort diese Erinnerungen/Gefühle/diesen Zustand. Man kann sich dann nicht völlig unbefangen und normal verhalten. Insofern halte ich erneute problematische Erfahrungen für wahrscheinlicher als bei einer unbelasteten Person.

    Außerdem halte ich die Frage, ob bestimmte Personen oder -gruppen häufiger von Mobbing betroffen sind, für sehr relevant.

    Und zwar ausdrücklich nicht, um Victimblaming zu betreiben, sondern um sich zu schützen. Zum Beispiel beginnen Mobbinghandlungen oft nach unbewältigten Konflikten und mangelnder Kommunikation. Seine eigenen Mobbingerfahrungen zu verarbeiten und an seiner Kommunikation zu arbeiten ist also definitiv gesünder als darin verhaftet zu bleiben, dass die anderen alle doof sind. Und die anderen sind doof, denn Mobbinghandlungen sind und bleiben scheiße. Das Phänomen existiert deswegen aber trotzdem weiter.

    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-ps…ktoren/mobbing/

    Ich höre nicht mehr so gut und brauche, wenn es schlechter wird, eine Hörhilfe auf beiden Seiten. Ich habe es zwar schon geahnt, aber nun kam es bei einer Untersuchung bei der HNO Ärztin heraus. Nun haben schon Bekannte gemeint, das sei so was wie eine Berufskrankheit, denn viele Erzieher und Lehrer würden schwerhörig. Stimmt das denn?

    Dauerhafter Lärm kann durchaus zu Schwerhörigkeit führen. Lehrkräfte sind davon wohl auch häufiger betroffen als Menschen in anderen Berufsgruppen. Das liegt daran, dass Lärm ein Stressor ist, an den man sich nicht gewöhnen/ besser handeln kann, sondern der im Gegenteil im Alter noch schlimmer wird.

    Als Berufskrankheit wird es aber in der Regel erst anerkannt, wenn dauerhaft eine bestimmte dB-Zahl überschritten wird, was in Klassenzimmern gerade so nicht mehr der Fall ist.

    Eine Lehrkraft hat aber mal Recht bekommen, als ein plötzliches, sehr lautes Ereignis Tinnitus ausgelöst hatte. Rumkreischende Kinder in einem Gang zur Turnhalle, man kann es sich leider vorstellen. Der Kollege musste aber selbst da erst in Berufung gehen, weil das Gericht meinte, der Tinnitus hätte ja auch zu jeder anderen Tageszeit ohne Auslöser beginnen können...

    https://www.bghm-magazin.de/ausgaben/03-20…aut-fuer-lehrer

    ... Aber nicht immer liegt alles an der Lehrkraft.

    Natürlich nicht, das sagt auch niemand. Die Erklärungen sind aber alle für den Einzelfall relevant, es geht hier aber um den hohen Anteil derer, die durchgefallen sind.

    Die Erklärung der Schülerin, dass der Matheunterricht schlecht war, halte ich auch nicht für relevant, sondern ich halte es für wahrscheinlicher, dass es Probleme gab, leistungs- oder verhaltensbezogen ("...wer uns das Durchfallen gewünscht hat...") und vorher niemand bereit war, die angemessenen Noten zu erteilen. Der Schnitt ist ja offenbar auch nicht im ganzen Bundesland so schlecht sondern nur an einer Schule.

    Ist aber natürlich nur Spekulation von mir, aufgrund dessen, was man im Netz findet.

    Ist ja alles richtig, am Ende wirst du aber keine Gerechtigkeit erfahren, die Mobber werden keine Therapie aufsuchen und es wird auch nicht in Forschung investiert werden.

    ... Da wurde jeder die letzten Jahre der irgendwie gerade sitzen kann in die Oberstufe geschoben um die notwendigen Schülerzahlen zu erreichen. Wenn da dann hohe Durchfallquoten entstehen ist es absolut nicht verwunderlich und liegt sicher nicht an den Lehrkräften.

    Das klingt so passiv, "wurde geschoben". Irgendwer muss ja geschoben haben, wer, wenn nicht die Lehrkräfte soll das gewesen sein?

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