...von verantwortlichen Politikern hört, die betonen, 3/4 der Ostdeutschen hätten eben nicht AfD gewählt. Leiden die auch an einer Wahrnehmungsstörung?
Nein, das ist Realitätsverweigerung. Das hat m.E. schon eine pathologische Komponente.
Dieses Appeasement hat super funktioniert bisher.
Es würde reichen die Menschen im Osten endlich mal ernst zu nehmen. Und wenn Westpolitiker dann sagen (sinngemäß): "Wir müssen unsere Politk besser erklären" heißt das doch als erstes: "Ihr seid zu blöd das zu verstehen." und als zweites "Wir werden unsere Politik nicht ändern".
Was für Reaktionen werden da erwartet?!?!
...wenn nach den Wahlen die Politiker in den Gesprächsrunden im Fernsehen erklären, woran es gelegen hat.
Das kann ich denen sagen:
Die AfD wird nicht gewählt, weil die so gut sind, die werden gewählt weil die anderen, die etablierten Parteien so schlecht sind.
Alles weitere könnten die beim alten Lenin nachlesen. In "Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück" und in "Der 'linke Radikalismus', die Kinderkrankheit des Kommunismus" finden sich interessante Parallelen zum Zustand der etablierten Parteien, diverser NGOs und der deutschen Gesellschaft insgesamt.
Ich bin jetzt seit 1992 ausschließlich in alten Bundesländern unterwegs aber wenn mir Westdeutsche erklären, wie mein Leben war, wenn Westpolitiker den Ostdeutschen erklären, wie deren Leben war, könnte ich jedesmal das Kotzen kriegen.
Angesichts des industriellen und auch kulturellen Kahlschlages, der nach der Wende im Osten veranstaltet wurde und der o.a. Arroganz und Borniertheit der westdeutschen Politik kann ich sagen.. auch wenn ich mir alle Mühe gegeben habe... auch nach fast 30 Jahren... der Stachel sitzt noch.
Sorry fürs auskotzen, aber das musste mal sein.