Woher sol jemand zu Beginn des ersten Lehrjahrs selber etwaige Fehler erkennen, dem Kunden Reparaturvorschläge vorlegen und den Arbeitsumfang sowie Kostenrahmen der Reparatur abschätzen können, um den Kunden dann beraten zu können, ob sich eine Reparatur lohnt oder doch besser ein Ersatzgerät angeschafft werden sollte?
Das ist ist m.E. Absicht. Der so Ausgebildete rät eher zum Ersatzgerät. Ist gut für die Wirtschaft und so...
Ein Computer ist doch keine Schreibtischlampe, wo man anhand von "brennt nicht" mal spontan untersuchen könnte, ob die Glühbirne durchgebrannt ist.
Doch, so ist das heutige Verständnis vom Binärsystem. Das führt offensichtlich auch zu einem binären Weltbild.
Wenn da der Kunde kommt und sagt: "Der Rechner stürzt beim Hochfahren fortlaufend ab und bootet neu", ... dann sucht mal, woran das liegen könnte und erstellt vorher noch einen verbindlichen Kostenvoranschlag.
Als ich noch in der Industrie tätig war (Anfang 2000er) galt bei uns folgende Strategie: In allen Fällen, in denen Fehlersuche und Behebung länger als 20 Minuten dauern (Server oder Workstations arbeiten nicht richtig) wird komplett neu installiert. Und das war in einer Firma, in der nur Ingenieure tätig waren.
Hab' mir grade mal das erste PDF reingezogen. Einen derart unstrukturierten, konfusen und unkonkreten Text würde ich selbst einem 8-Klässler um die Ohren schlagen (symbolisch gesprochen natürlich nur). Auf Seite 24 z.B. folgt auf Handlungsfeld 1 unmittelbar Handlungsfeld 3.
Interessant auch die Tabelle auf Seite 21. Einfach mal in die Spalten "Katholische Religionslehre" und "Evangelische Religionslehre" schauen und sich die Unterschiedlichen Anknüpfungspunkte (inhaltliche Verbindungen zu den Handlungsfeldern der ersten Spalte) anschauen.
Ein derartig unterirdisches Niveau schafft man nicht mal, wenn man die Bild-Zeitung mehrmals täglich liest.
Grüße
Steffen