Um auf die Ausgangsfrage zu antworten:
1) Die SL muss mit gutem Beispiel vorangehen. Meine SL interessiert sich erschreckend wenig für unser Kerngeschäft (Unterricht), den ihrigen sitzt sie gerne in zwei parallelen Mittelstufenklassen eines Nebenfaches ab, wo sie eine Stunde vorab mit den Schülern eine enorm ähnliche "Übungsklassenarbeit" macht und dann keine Note südlich der 3 vergibt. Oberstufe? Gibt's nicht - jedenfalls in ihrem Deputat. Unser stellvertretender Chef hat hingegen jedes Jahr Oberstufe - den nehmen wir im Kollegium auch ernst.
2) Akzeptieren, dass Kollegen unterschiedliche schulinternen Prioritäten haben. Ich war früher lockerlässig im oberen Drittel, mittlerweile segle ich ganz bequem im untersten Drittel. Dabei habe ich mein Engagement nur begrenzt reduziert, aber Schulentwicklung ist für mich zu 90% Gedöns, da nehme ich mich raus. Wer auf einer GLK gegen einen Vorschlag stimmt, ist deswegen kein Querulant. Und es macht aber nicht zu einem schlechten Lehrer, aber so wird es immer wieder wahrgenommen. Mich kümmert's minder.
3) Offensichtliche Manipulation beenden. Unser Kollegium hat den Kollegenausflug ausfallen lassen um stattdessen einen pädagogischen Tag zu machen. Ziel: dringend nötige Fachschaftsarbeit für das wiederkehrende G9. Das fand die SL natürlich toll. Nur dann dehnte sie den Tag von 9-15 zu 8-17 Uhr aus und drückte ihre eigenen Themen durch. Also wieder mal Ringelpietz mit Anfassen ohne greifbare Ergebnisse.