PaPo Ich teile deine Antipathie gegenüber der Redaktion dieser Seite vollumfänglich und auch meine Beiträge (u.a. zum Blumen-Bob) wurden gelegentlich nicht freigeschaltet. Sei's drum. Aber mir wäre das den ganzen Aufwand nicht wert, mich mehr als zwei Minuten darüber aufzuregen. Bestenfalls.
Beiträge von Ragnar Danneskjoeld
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Um auf die Ausgangsfrage zu antworten:
1) Die SL muss mit gutem Beispiel vorangehen. Meine SL interessiert sich erschreckend wenig für unser Kerngeschäft (Unterricht), den ihrigen sitzt sie gerne in zwei parallelen Mittelstufenklassen eines Nebenfaches ab, wo sie eine Stunde vorab mit den Schülern eine enorm ähnliche "Übungsklassenarbeit" macht und dann keine Note südlich der 3 vergibt. Oberstufe? Gibt's nicht - jedenfalls in ihrem Deputat. Unser stellvertretender Chef hat hingegen jedes Jahr Oberstufe - den nehmen wir im Kollegium auch ernst.
2) Akzeptieren, dass Kollegen unterschiedliche schulinternen Prioritäten haben. Ich war früher lockerlässig im oberen Drittel, mittlerweile segle ich ganz bequem im untersten Drittel. Dabei habe ich mein Engagement nur begrenzt reduziert, aber Schulentwicklung ist für mich zu 90% Gedöns, da nehme ich mich raus. Wer auf einer GLK gegen einen Vorschlag stimmt, ist deswegen kein Querulant. Und es macht aber nicht zu einem schlechten Lehrer, aber so wird es immer wieder wahrgenommen. Mich kümmert's minder.
3) Offensichtliche Manipulation beenden. Unser Kollegium hat den Kollegenausflug ausfallen lassen um stattdessen einen pädagogischen Tag zu machen. Ziel: dringend nötige Fachschaftsarbeit für das wiederkehrende G9. Das fand die SL natürlich toll. Nur dann dehnte sie den Tag von 9-15 zu 8-17 Uhr aus und drückte ihre eigenen Themen durch. Also wieder mal Ringelpietz mit Anfassen ohne greifbare Ergebnisse.
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gutes Beispiel: Projekttage. 5 Leute möchten die, 100 Leute müssen mitmachen.
Bei uns sind Projekttage von der GLK genehmigungspflichtig, es muss sich also die Mehrheit dafür ausgesprochen haben.
Was sind denn das eigentlich für Projekte, die andere an Land ziehen, sie dann aber nicht betreiben wollen?
An meiner Schule ist es die zahlreichen mehrtägigen Fahrten. Mittlerweile schreibt unsere SL Bettelmails, man möge doch mitfahren.
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Ich wiederhole mich ungern, aber:
Was denn noch?
Nichts, alles gut. Ihr dürft natürlich weiter darüber sprechen, wenn ihr wollt, ich habe keinen Bedarf.
Das ist nett. Danke. Dafür dass du keinen Bedarf hast, sprichst du aber relativ viel.
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Für den Termin der Ersatzleistung liegt keine Entschuldigung vor und nach dem Elterngespräch heute wird auch keine mehr kommen. Meine SL stützt das Vorgehen, ich kann mit 6 bewerten.
Damit ist doch alles in Butter und zudem die Signalwirkung an andere Schüler gegeben. Schicht im Schacht. Was denn noch?
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Das zu erfassen und zu verarbeiten sollte keine Lehreraufgabe sein, sondern über das Sekretariat laufen. Dort sollten alle Krankmeldungen eingehen, erfasst werden, regelmäßig an die Klassenlehrer berichtet werden, Fertig.
Die Sekretärinnen haben aber Arbeitszeiterfassung, wir Lehrer nicht. Also drückt man es uns eben aufs Auge.
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Bei Schulbuchverlagen kommt man sowieso nur als "Klinkenputzer" (Verlagsvertreter/in) unter und wandert dann mit den Angeboten des Verlages von Schule zu Schule - falls diese überhaupt Einlass gewähren.
Ich kenne zwei Kolleginnen, die mittlerweile und ausschließlich bei Schulbuchverlagen im "Innenbereich" arbeiten.
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Die Väter in meinem Kollegium waren auf jedenfall allesamt immer in Vollzeit.
In meinem Kollegium jedenfalls nicht. Überwiegend - ja. Aber nicht wenige in Vollzeit würden lieber gestern als heute Teilzeit arbeiten.
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Theoretisch gibt es dann die Möglichkeit, einen Aufstiegslehrgang zu machen, der dauert je nach Dienstzeit 2 oder 3 Jahre und dann könnte man in den hD aufsteigen und auch Klassen oberhalb der Fachschulreife unterrichten.
Wie wichtig ist es dir denn, oberhalb der Fachschulreife zu unterrichten bzw. der Aufstieg in den hD? Als RS-Kollege verdienst du ja jetzt auch schon A13 und die Landesregierung geizt zunehmend mit A14-Stellen. Zumal sich die Frage stellt, ob es den ganzen Aufwand dann wert wäre, denn so groß ist die die finanzielle Differenz nicht.
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Da ich weder Auto noch Führerschein habe, frage ich mich: Wie groß ist dieses Problem in der Praxis wirklich? Bei der Bewerbung kann man doch bestimmte Landkreise angeben, oder? Und es gibt ja auch einige größere Städte. Am liebsten würde ich mein Referendariat in einer Stadt wie Schwerin oder Brandenburg an der Havel absolvieren. Weiß jemand, wie groß die Chancen sind, Ortswünsche tatsächlich berücksichtigt zu bekommen?
Ich kann nur über BW sprechen, aber dort hat das Seminar der Mitreferendarin zwei Schulen mit quasi direktem Bahnanschluss zum Ausbildungsseminar zugewiesen.
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Kann unser Kind sofort und ohne „2. Chance“ der Schule gänzlich verwiesen werden, auch wenn wir als Eltern alles tun, damit es nie wieder zu solch einer Situation kommen wird?
Ja, kann es.
Allerdings halte ich es für ausgeschlossen, dass es in diesem Fall zum endgültigen Ausschluss kommt - sofern hier keine relevanten Informationen fehlen.
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Wobei Teilzeit ja ein echtes Minusgeschäft ist im Lehrerberuf, daher verstehe ich es umso weniger, wieso so viele reduzieren statt sinnvoll zu priorisieren.
Ich kann deine Argumentation absolut nach vollziehen. Natürlich muss man priorisieren. Dennoch arbeite ich Teilzeit. Warum?
1. Gesundheitliche Gründe. Ich hatte vor zwei Jahren mit Mitte 40 einen Schlaganfall. Verlief glimpflich, Gott sei Dank. Aber riskieren will ich nichts.
2. Das Ganze drumherum wurde immer mehr. Was mir aber im Beruf Spaß macht, ist Vorbereitung und Unterricht. Für ersteres bleibt wegen des Ganzen drumherum immer weniger Zeit. Irgendwann hab ich nur noch in den Ordner gegriffen und Arbeitsblätter rausgezogen und kopiert, weil sie funktionieren. Aber ich habe mich - um mal marxistisch zu argumentieren - von meiner Arbeit immer mehr entfremdet.
3. Ich kann es mir leisten. Ich weiß eh nicht, was ich mit dem ganzen Geld anfangen soll. Es ergibt keinen Sinn, noch mehr zu haben und dann am Wochenende und in den Ferien so kaputt zu sein, dass ich nicht einmal mehr Kraft und Lust habe, es auszugeben.
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Und meine Kritik ist, dass gerade Lehrerinnen zu 99% nach "oben" heiraten [...]
Da hätte ich mal gern 'ne Quelle. Gefühlt in meiner Blase wären es ca. 60%.
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Wisst ihr zufällig, ob das in den anderen Bundesländern auch erst so war und dann doch auf alle ausgeweitet wurde?
In BW konnten auch Bestandsbeamte wechseln, obgleich das Zeitfenster damals (ein halbes Jahr in etwa) relativ knapp bemessen war, wie ich fand.
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Ich hatte die Schulleiterin mal gefragt, ob sie so aufwendige Stunden wie im Ref sehen möchte. Sie sagte darauf, sie möchte guten Unterricht sehen. Mehr hat sie nicht gesagt.
Wenn sie das so sagt, dann wird sie es ziemlich sicher auch so meinen.
Ich habe die sinnvollsten Rückmeldungen (bisher jedenfalls) von meinen Schulleitern erhalten. Die schauen im Regelfall aufs große Ganze und verheddern sich nicht im didaktisch-methodischen Klein-Klein.
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Kannst du mir mal eine Stelle nennen an der das steht? Das habe ich noch nie gehört, dass man bei Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit 2/3 der ausstehenden Dienstjahre angerechnet bekommt.
Den Paragraphen habe ich nicht vorrätig, aber lass es dir mal ausrechnen. Genau so steht es auf meiner Versorgungsauskunft. Und auf der jedes anderen Kollegen.
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An einer offenen Personenwahl wollte ich mich nicht beteiligen, meine Stimme wurde als Enthaltung gewertet.
Diese Wertung halte ich für rechtswidrig. Wenn von zehn Leuten neun abstimmen, dann muss die Summe Dafür/Dagegen/Enthaltung am Ende neun sein. Und nicht zehn.
Ich stimme übrigens schon seit Jahren nicht mehr auf Konferenzen ab.
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Wie kommst du darauf?
Weil nach aktuellem Versorgungsrecht die verbleibende Zeit zwischen Frühpensionierung und vorgezogener Regelpensionierung (aktuell: 63 Jahre) mit pauschal zwei Drittel gewertet wird. Wenn du also noch 15 Jahre hättest, würde man die zehn volle Dienstjahre anrechnen - unabhängig davon, wie hoch deine bisherige Arbeitsbelastung war. Wer also aktuell nur ein halbes oder gar unterhälftiges Deputat hat, der "profitiert" von zwei Dritteln. Umkehrschluss: wer darüber liegt, profitiert nicht. Daher werden hier Frühpensionierungen so gut als irgend möglich hinausgezögert.
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Hängt es nicht davon ab, wie lange man arbeitet?
Doch, tut es. Ich wollte lediglich darlegen, dass es für Kollegen mit einem Deputat unter 2/3 sinnvoller ist, möglichst schnell die Frühpensionierung anzuerkennen, während es für Kollegen mit höherem Deputat Sinn ergibt, die Frühpensionierung möglichst lange zu "verschleppen" (vorausgesetzt, man möchte das).
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Ich finde den Artikel eines Juristen leider nicht mehr. aber er beschrieb, dass man sich so lange wie möglich gegen die amtsärztliche Untersuchung wehren solle, eben weil man in der Zeit weitere Pensionsansprüche ansammelt, sollte es dann aufgrund der amtsärztlichen Untersuchung zu einer Frühpensionierung kommen.
Das trifft dann zu, wenn das Deputat über 2/3 liegt. Liegt es darunter, ist eine schnelle Frühpensionierung eher sinnvoll.
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