Beiträge von Finnegans Wake

    sei beruhigt, ich kenne das auch nicht. Wäre aber lustig, wenn alle wie Helmut Kohl verkleidet wären und auch so reden würden dabei.

    Sowie ich mich erinnern kann (haha, ich oute mich als alt), hat Kohl keinen Dialekt gesprochen (also halt so, wie man es in RLP als Standard-Deutsch sprechen kennt). Richtiges Pfälzisch klingt da ganz anders und ist oft kein Genuss für die Ohren (btw.: Pfälzisch wird in der Pfalz gesprochen, nicht in ganz Rheinland-PFALZ. Pfalz ist nur eine Teilmenge. Und da gibt es dann noch die Teilmenge Vorderpfalz (die mit dem Wein und nah am Rhein) und die Westpfalz (strukturschwach und viel Wald). Damit sei es aber genug mit der Geographie.)

    ich stelle es mir so vor: Man fährt mit dem mit Bier beladenen Bollerwagen los und tauscht unterwegs das Bier gegen Grünkohl aus. (ob das die Bauern gut finden?).

    Zu Grünkohlwanderungen kann ich inhaltlich nichts beitragen. Bei Weinwanderungen tauscht man unterwegs aber Geld gegen Traubensaft/Wein/Sekt und kleine Snacks. Grünkohl als Tauschobjekt spielt da keine Rolle.

    Nein, ich kenne die Einstellung vieler alter (weißer und ehemaligen) Kollegen zu Genüge. Ich bin eine "ältere" weiße Dame und habe an denselben Schulen andere Erfahrungen gesammelt. Komisch, oder? :zoepfe:

    Das kenne ich :D Auch in den selben Klassen ;) Ich: Die sind zwar chaotisch aber doch nett. Kollege: Katastrophe! Dumm! Unverschämt!...

    Sage ich jetzt als älterer Herr.

    Antrisch haben hrute ihre zweite Single (Hidalgo infernal - der baskische Wolf) ihres neuen Albums Expedition III: Renitenzpfad (Release ist am 27. März) eröffentlicht - nettes Brett. Nicht so gut wie die erste Single Conquista - Prolog, aber dennoch ein Ohrenschmaus (für das Gros hier aber wahrscheinl. ein Kulturschock).

    Außerrdem kommen morgen wohl ein paar langersehnte Lieferungen an (Brettspielnachschub).

    Das erinnert mich musikalisch so bisschen an Ministry (was musikalisch nicht das Zentrum dessen ist, was ich höre, aber zumindest ein Teil).

    Was ist denn eine Fachlehrkraft für dich? Bei uns gibt es den Begriff nicht.

    Wieder die exotischen Winkel der Schulsysteme in den BL:

    In RLP gibt es schon seit ewig sogenannte Fachlehrer/innen, die an BBSen mit einem beruflichen Fach quereinsteigen. Sie bekommen aus ihrem Studium (früher: FH-Studium, heute bei Bachelor/Master weiß ich es nicht genau) nur ein berufliches und eben kein allgemeinbildendes Fach anerkannt. Daher werden sie niedriger eingestuft (A11 mit der Chance auf Beförderung auf A12). Diese Fach-LK sind Fachtheorie-Lehrkräfte und keine Fachpraxis-LK. (Fachpraxis-LK sind Meister/innen oder Techniker/innen, die fachpraktisch in Werkstätten oder Küchen etc. unterrichten.)

    Da viele von uns normalen Quereinsteigern unser zweites allgemeinbildendes Fach nicht mehr unterrichten, weil das berufliche so wichtig ist, machen wir das selbe wie die Fachlehrer/innen, aber für höhere Bezüge.

    edit: Da es diese Fachlehrer/innen nur in RLP gibt, sind sie in Bezug auf den BL-Wechsel gefangen.

    Nein, du interpretierst das nach wie vor falsch. Keine der Aufgaben ist fest an die Beförderung gebunden. Andersherum wird ein Schuh daraus: Lehrkräfte können befördert werden, im Sinne der Bestenauslese kommen dafür regelmäßig besonders leistungsfähige Lehrkräfte in Frage. Insbesondere von beförderten Lehrkräften wird die Übernahme bestimmter Aufgaben erwartet und dass sie dafür leistungsfähig genug sind, um diese auch ohne besondere Entlastung übernehmen zu können, haben sie vorher gerade nachgewiesen.

    Damit beschreibst du das Konzept und den Ablauf ganz exakt.

    Und ich kritisiere an der Stelle - nicht dich, sondern das System! - dass die Aufgaben von bspw. Abteilungsleitungen trotz allerhöchster Leistungsfähigkeit eigentlich nicht im Rahmen der definierten Arbeitszeit geleistet werden können. Und damit wird bewusst in Kauf genommen bzw. vorausgesetzt, dass Funktionsträger und -innen in der Regel unbezahlte Mehrarbeit leisten.

    Und das kritisiere ich an dem System und erhoffe mir für die Funktionsträger/innen, dass dies durch eine AZ-Erfassung verbessert wird.

    Verstehe. Ich habe vermutlich das verklärte Bild, dass ich in der Pension nur noch Dinge mache die Spaß machen. Trotzdem muss Altglas weggebracht und Unkraut gezupft werden.
    Das könnte bei mir, genauso wie putzen, ebenfalls Prokrastination (gibts das Wort?) auslösen.

    Mein Vater bekam nach der Pensionierung dann von seiner Vorgesetzten (also meiner Mutter) genügend neue Aufgaben und Aufträge.

    Aber, ich denke, dass Du meinen Beitrag einfach nicht verstanden hast. Ich wollte keineswegs die Perspektive eines Pensionärs beleuchten, der sich über die Lehrer, die noch den anstrengenden Schulstubendienst vollbringen müssen, vom bequemen Sofa aus lustig macht.

    Wenn ein Pensionär komplett ohne weitere Kontextuierung diesen einen Satz schreibt und mit Sonnenbrillen-Smiley garniert, tja, dann ist er auch irgendwie selbst für das Missverständnis mitverantwortlich.

    In einem textbasierten Medium wie einem Forum sollte man seine Texte eben möglichst klar verfassen. Du hast ja selbst gemerkt, wie viel Text von dir nötig war, um den Kontext zu klären.

    Das war nicht pöbelnd, sondern eine Mitleidsäußerung. Zudem bezweifle ich, dass es in eurem BL keine derartigen Zeugnisprogramme gibt. Erkundige dich bei jemand aus einer GS. Als BBS-ler bist du da vermutlich nicht hinreichend informiert.

    Als BBSler kenne ich einen Haufen GS-Lehrerinnen, die mir ihr Leid klagen. Da bin ich mehr als hinreichend informiert. Da du aber wohl wirklich jedes Mal Spitzen unterbringen willst: Das brauch ich nicht. *plonk*

    Keine Ahnung, wo dein Problem liegt. An den GS in Ba-Wü gibt es das bereits seit Jahrzehnten. Wir hatten 1plus5plus (für Klassen 1-10) im Einsatz, es gab/ gibt jedoch auch andere Anbieter. Schülerdaten übernommen aus der Schulverwaltung, Anreden richtig, eigene Floskelspeicher ergänzbar. Testversion (incl. Floskelspeicher) hier zum Download: https://www.1plus5plus.de/

    Ergänzung: Der SPV (Süddeutscher Pädagogischer Verlag) ist der "Hausverlag" der GEW - der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in BaWü.

    Musst du gleich in einen pöbelnden Ton verfallen? Es gibt eben BL, in denen es das nicht gibt, was ich als wünschenswert beschrieb. Schön, dass ihr so was habt. Das habe ich eben für die gewünscht, die es nicht haben. Kein Grund, in so einem Ton zu schreiben.

    An meiner Schule ist es bislang zum Glück so, dass niemand unfreiwillig in pädagogisch herausfordernde Klassen "gesetzt" wird. Meine Arbeitszufriedenheit ist seit fast 25 Jahren ebenfalls meist hoch, obwohl ich viel - aber freiwillig! - in diesen Klassen unterrichte. Für mich macht aber gerade der Einsatz in den unterschiedlichsten Bildungsgängen (Berufseinstiegsklassen, ein- und mehrjährige Berufsfachschulen, Berufsschule, Fachoberschule, Fachschulen, Berufliches Gymnasium) den besonderen Reiz meiner Arbeit an einer BBS aus.

    Inwieweit der Einsatz gegen den Willen der Leute geschieht, kann ich nicht einschätzen. Es werden dort aber eben (bedingt durch ihre Aufgaben und Ausbildung) besonders viele Fachpraxiskräfte eingesetzt. Dort sind einige - besonders in der Berufsvorbereitung - schon sehr gestresst. Bei den Fachtheorie-Lehrkräften scheint es so zu sein, dass man mit der Bereitschaft, sich an anspruchsvolle Themen und Klassen zu wagen, dann eher raus kommt.

    Generell stimme ich dir auch in dem Punkt voll zu, dass die Vielfalt an der BBS eine große Stärke ist, die die Arbeit reizvoll macht.

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