Beiträge von Finnegans Wake

    Ich möchte eine Sache ergänzen zu dem Startbeitrag bzgl. Aufstiegsstudium:

    Das Studium einer Ingenieurswissenschaft gilt gemeinhin als Aufstiegsstudium, in dem Mitglieder aus nichtakademischen Haushalten den Aufstieg schaffen. Anekdotische Evidenz: Im KuK-Kreis kenne ich viele Lehrkräfte, die den Weg: Ausbildung, FH-Reife, Studium, QE gegangen sind. So führt dieses Studium auch manchmal zum Aufstieg zur Lehrkraft.

    Das klassische Lehramtsstudium hatte ich in dieser Kategorie bisher so nicht gesehen (gelesen) bzw. eingeordnet.

    Nicht-anekdotische Evidenz: Ein interessanter Beitrag aus der Zeit (zwar aus 2010, aber die Strukturen sind heute noch ähnlich):

    https://www.zeit.de/studium/hochsc…iale-aufsteiger

    Zitat

    Nagl: Die Ingenieure zählen nicht zum klassischen Bildungsbürgertum. In den Ingenieurwissenschaften braucht man Mathematik und Naturwissenschaften. Deren Inhalte zählen nicht zu dem, womit ein Bildungsbürger protzt. Außerdem studieren Abkömmlinge kleiner Leute gerne etwas Handfestes, und die Ingenieurwissenschaften bieten das.

    Gerhard Müller: Unsere Untersuchung hat ergeben, dass überdurchschnittlich viele der Professoren aus handwerklich geprägten Familien stammen. Die Verankerung der Inhalte der Ingenieurwissenschaften im täglichen Leben ist ganz unmittelbar. Ein Kind aus einer Handwerkerfamilie findet in technische Studiengänge leichter Einstieg als in geisteswissenschaftliche.

    Gibt`s an einer Beruflichen Schule Doppelbesetzungen, Therapie- und Förderstunden?

    Therapiestunden haben ja nicht mal wir und in meiner alten Schule (SFZ) hatte ich nie auch nur eine Stunde Doppelbesetzung.

    Ja, aber nur in bestimmten Schulformen der BBS. Zumindest in RLP ist das der Fall.

    edit: Das sind sogenannte Teilungsstunden, in denen wir z.B. zu zweit in der Klasse sein können oder diese auf zwei Räume aufteilen.

    Vor ein paar Tagen wurde in der Spieleecke des Forums gefragt, welche Jahreszeit einem die "liebste" wäre. Da wurde mir wieder klar, dass der Herbst bei mir an vierter Stelle ist. Auch wenn er natürlich optisch einiges zu bieten hat:

    Bei den fünf Jahreszeiten gibt es bei mir zwei, die klar auf dem ersten Platz stehen, zwei auf dem zweiten Platz und eine auf dem letzten Platz. Wobei das Konzept in sich nicht 100% konsistent ist :D

    Bei uns scheint die Sonne und die Bäume kleiden sich rot und golden. Aber vielleicht liegt es ja an unserer Gegend hier.

    Aber auch auf den goldensten Herbst folgt unweigerlich der Winter :eisig:

    Auch wenn der Herbst meist so mild ist wie der Frühling, verspricht der Frühling doch den Sommer. Insofern kann ich Pepe verstehen. Der Herbst sagt halt: Leider ist der Sommer vorbei :(

    Das Grundproblem ist: Ohne technische Bildung kommt man in der Regel weder zu einer Bildungsstätte der HWK/IHK, noch in die technische Dokumentation/Schulung, Ausbildung etc. Das zusammengefasst, weil der TE ja Richtung (industrielle) Ausbildung will. An der Stelle könnte man aber mit entsprechender Quali auf ein gutes Gehalt und an einen interessanten Job kommen.

    Was immer realistisch ist: Bildungsträger am freien Markt. Aber da gerät man vom Regen in die Traufe. Das Publikum ist da nicht wirklich motivierter und die Bezahlung etc. deutlich schlechter.

    Schulbuchverlage sind immer eine Option, da wird aber viel mit Lehrkräften gearbeitet, die das für schmales Geld nebenher machen sollen und weniger mit VZ-Angestellten. Die gibt es aber auch. Ob da der Arbeitsmarkt so groß ist?

    (Ich wurde schon zwei Mal angefragt, an Büchern mitzuarbeiten, die Bedingungen waren aber eher was für Idealisten.)

    Da der TE noch nicht zum Antworten kam, stochern wir im trüben Wasser...

    Ohne Info bzgl. der Fächer ist die Antwort schwierig.

    Lehrkräfte von BBSen sind mit technischen Fächern durchaus für Jobs in der Wirtschaft geeignet bspw. in Lehrwerkstätten, in der betrieblichen Ausbildung (eingeschränkt), als technische Redakteure oder technische Trainer... Mit technisch-naturwissenschaftlichen Fächern/Informatik an der RS könntest du eventuell auch eine solche Nische in der Wirtschaft besetzen können. Da muss die Not aber schon etwas größer sein, ist aber nicht unmöglich. Aufgrund der nicht passenden Fächer(?), des Alters (sorry) und der reinen Erfahrung im ÖD/der Schule fehlt da eben doch auch fachlicher Hintergrund und Erfahrung. Diese Jobs macht man nicht nebenher, weil man gut reden und schreiben sowie pädagogisch denken kann, sondern weil man gleichzeitig eine solide technische Ausbildung hat. In unserer Firma kannte ich das so, dass dort Techniker/Ingenieure (m/w/d) gearbeitet haben, die gut kommunizieren konnten.

    Was du mitbringst (möglicherweise)... darauf würde ich mich eher fokussieren: Kommunikative und didaktische Fähigkeiten. Analytische Vorgehensweisen(?) etc. Über deine Kompetenzen müsstest du dir erst mal klar werden und dann, in welchen Jobs das passen würde.

    Es gibt in großen Konzernen auch Abteilungen, die sich mit betrieblicher Fortbildung beschäftigen. In meinem früheren Konzern war da der Leiter - dem ich auf einer Fortbildung begegnet bin - allgemeinbildender Lehrer, der aber wegen der Lehrerschwemme (zu seiner Zeit) sich was anders suchen musste und dann am Ende zur Leitung der betrieblichen Fortbildung aufstieg.

    btw: Der letzte Satz mit dem ÖD und dem Verblöden ist daneben.

    Ist doch wurscht. Mit StKl 4 mit Faktoren kann man fast das gleiche Ergebnis erzielen. Das ist nur Augenwischerei und ergibt gar keine Vereinfachung des Steuerrechts.

    Es hat ja nur das Ziel, der Erwerbsperson mit geringerem Einkommen/StKl V eine größere Überweisung zu generieren. Nach der Steuererklärung ändert sich nix.

    Die Abschaffung des Splittings ist (die für bestehende Ehen nicht mehr relevante) größere Sache. Aber auch da wird irgendeine andere Form des Ausgleichs geschaffen werden müssen. Aufgrund der Unterhaltspflichten etc., die mit der Ehe verknüpft sind, wird es dann zu einer anderen Entlastung kommen müssen. Ob die dann daraus besteht, dass man Freibeträge zwischen beiden verschieben kann etc., wird sich zeigen. Ich erwarte nicht, dass da eine komplette Abschaffung ohne Kompensation durchkommen würde.

    Mein Kollege dreht das sogar um. Er hat mit A14 StKl. 5 und seine Frau mit A13 die StKl. 3. Finde ich auch eine gute Lösung, wenn man es monatlich fairer gestalten will.

    Mal schauen, wie lange die Möglichkeit besteht. Klingbeil will ja das Splitting für neue Ehen abschaffen und bei bestehenden III/V streichen und dann nur noch IV/IV zulassen. Letzteres müsste aber sauber faktorisiert werden, damit keine zu große Vorauszahlung entsteht.

    Ich denke, dass im Grundschul-Bereich der Dienstherr sogar Teilzeit bevorzugt. Stell dir mal vor ein Kollege verlangt Vollzeit. Dann müsste er ja 28 Stunden (???) pro Woche eingesetzt werden. Dieser Kollege ist jetzt Klassenlehrer in der 1. Klasse. Die Klasse hat aber maximal nur 20 Stunden, fünf Tage a vier Stunden. Und selbst in der 4. Klasse si d es maximal 30 Stunden, fünf Tage a sechs Stunden, in denen der Kollege eingesetzt werden kann. Da bekommt der Stundenplaner Spaß. Zwei Teilzeitkräfte sind für den Dienstherren viel bequemer, denn die kann er gleichzeitig einsetzen.

    Ja das ist ja das unfaire am Deputatssystem: Man kann den TZ-Lehrerinnen/Lehrern die Klassenleitung aufdrücken und der ganze Mehraufwand wird (weil keine Entlastung erfolgt) nicht bezahlt. Elterngespräche, Förderpläne, Dokumentationspflichten, Kommunikation und der ganze andere Krempel, der immer mehr zugenommen hat, wird weder in der Arbeitszeit noch in der Bezahlung berücksichtigt. Und nein: Das Runterfahren der anderen Aufgaben zum Ausgleich funktioniert eben nicht.

    Da ist der Ersatz einer VZ-Person durch zwei TZ doch wunderbar: Da hat man da ja zwei statt einer Peron, die KL und die damit verbundene Arbeit machen kann :(

    Ganz schlimm ist das an Grundschulen und da dann noch im Brennpunkt...

    Der Unterschied beträgt jedoch nicht 50%. Konferenzen, Elterngespräche, Klassenfahrten etc. fallen im selben Maß an wie bei Vollzeitkräften.
    Oft genug wird auch mehr Vertretung eingefordert - denn die Teilzeitkraft hat ja nix zu tun und ist sowieso schon in der Schule...

    Das ist doch nur fair! Die armen VZ-Lehrkräfte haben doch so viel zu arbeiten im Gegensatz zu den arbeitsfaulen TZlern! Da kann man doch wirklich die VZler mal entlasten!

    Ja, die Polizist*innen wünschen sich immer mehr Verbrecher*innen.

    Es ist ein JOB!
    Ich bin in der Lage, den Unterschied zwischen meinen "Adressat*innen / Kund*innen" und der Einschätzung der Arbeitsbedingungen.

    Zumindest werben wir beim Tag der offenen Tür dafür, dass wir mehr SuS bekommen. Wenn die Polizei sich irgendwo vorstellt, dann geht die Werbung nicht in Richtung "Kundschaft werben" :D

    Hier: Excel und ein Serienbrief.

    (Wenn wir uns das nächste Mal Bzgl. Der Zeugnis-Erstellung weiterentwickeln, schaffe ich eine Druckmaschine von Gutenberg an. 😉)

    ... und an der Stelle könnte das System besonders die Lehrkräfte an den GSen etwas entlasten, wenn man besonders für die Wortzeugnisse mal gescheite Programme anschaffen und entwickeln würde, die (mal ganz banal) schon die Worte er/sie sein/ihr ... im Zeugnis automatisch einsetzen, den einmal eingegebenen Vornahmen verwenden und für die typischen Kompetenzen Formulierungen auf verschiedenen Niveaus enthalten, die per Klick ausgewählt und danach sogar noch umformuliert werden können. Und dann mit einer einfachen Schnittstelle, über die eigene Formulierungen auf verschiedenen Niveaus ergänzt werden könnten. Prinzipiell nicht schwierig, man müsste halt wollen.

    Geht man dann nicht auf 1:1 bzw. 4:4 bei den Lohnsteuerkarten? (Ich weiß es nicht, mein Mann und ich verdienen nicht wesentlich unterschiedlich (obwohl ich jetzt mit Teilzeit überlegen sollte) und haben eh getrennte Konten und ein gemeinsames Konto (und viele Excel-Tabellen :D )

    Man könnte auf IV/IV mit Faktor gehen. Aber wie gesagt: Wir haben das mal durchgespielt und wir würden in der Summe monatlich etwas weniger raus haben und dann über Steuererklärung etwas mehr zurückbekommen.

    Außerdem würde eine Umstellung keinen Sinn ergeben, da wir die Konten sauber austariert haben: Die Raten, Nebenkosten und Umbauten für's Haus, die Versicherungen, die Arztrechnungen, die Urlaube (also alle großen Ausgabenblöcke) laufen über "mein" Konto. Den Alltag zahlen wir über beide mal so, mal so. Eine Umstellung auf IV/IV würde erfordern, dass wir die großen laufenden Ausgaben neu austarieren müssten. So bewegen sich die Konten fast im Gleichklang.

    Ja klar, dann hätte man ja auch keinen Grund über den knappen Ertrag in Steuerklasse 5 zu klagen.

    Naja, ich habe schon Leute klagen hören, die am Ende eine gemeinsame Kasse hatten. Da war die Klage: "Ich bekomme ja nix raus für's Arbeiten!" Da lag das Missverständnis aber daran, dass die Steuerklassen falsch verstanden wurden und ein Teil des eigenen Nettos einfach eben über ein andere Überweisung rein kam (was so nicht gesehen wurde).

    Denn so muss das eben fairerweise behandelt werden: Auf diese Weise wird ja nur eine unnötige Steuervorauszahlung gesenkt. Alternativ ginge es ja auch mit IV mit Faktor. Da ist aber meist das gemeinsame(!) monatliche Netto etwas geringer, so dass man eine etwas höhere Steuervorauszahlung über die Steuererklärung erst verspätet zurück erhält.

    Wenn denn im Haushalt auch wirklich gerecht aufgeteilt wird. Soll ja z.B. durchaus vorkommen, dass Frau in Klasse 5 eine hohe Steuerlast hat und Mann in Klasse 3 von der Steuerersparnis ein Motorrad kauft.

    Und es soll durchaus sehr häufig vorkommen, dass das Szenario deines ersten Satzes vorkommt. Denn das ist die partnerschaftliche und faire Variante.

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