Bei Klassenfahrten nach UK sollten engagierte Ersthelfer präsent (gewesen) sein.
Ja und?
Die Tatsache (?) der Anwesenheit eines Ersthelfes ändert genau NICHTS an der Notwendigkeit, ärztliche Hilfe herbeizurufen.
Bei Klassenfahrten nach UK sollten engagierte Ersthelfer präsent (gewesen) sein.
Ja und?
Die Tatsache (?) der Anwesenheit eines Ersthelfes ändert genau NICHTS an der Notwendigkeit, ärztliche Hilfe herbeizurufen.
Entschuldigt, aber was hat das 1. Hilfe mit der Thematik dieses Fadens zu tun?
Wenn man von der Krankheit weiß.
Natürlich ist es wichtig zu wissen, dass eine Vorerkrankung vorliegt - um sicherzustellen, dass im Falles eines Falles der Arzt davon erfährt.
Das bei starkem Unwohlsein ein Arzt einzubeziehen ist, sollte IMHO bei allen Kindern selbstverständlich sein. Ich vestehe nicht, weshalb dies viele immer nur auf vorerkrankte Kinder beziehen. Auch ein bis dato kerngesundes Kind kann plötzlich ernsthaft erkranken. Traust du dir zu, als Laie sicher eine kurz vor der Perforation stehende Appendizitis von einer meist hamlosen, aber schmerzhaften Kolik zu unterscheiden?
Insofern verstehe ich auch die Urteilsbegründung in dem Prozess gegen die beiden Lehrerinnen nicht.
Da bin ich grundsätzlich bei dir. Die Vorabfrage von Erkrankungen und eine kurze Auseinandersetzung mit typischen Symptomen kann aber dennoch sinnvoll sein, insbesondere bei der Beurteilung, ob bereits leichte Symptome abklärungsbedürftig sind oder eben auch nicht. Das gilt gerade für allgemeine Symptome wie Übelkeit o.ä., die normalerweise unkritisch sind.
Ich habe es vielleicht etwas einfacher, da ich Grundschullehrer bin, und die Ziele unser Klassenfahrten sich im unmittelbaren Umland befinden. Bei mutmaßlich belanglosen Erkrankungen informiere ich die jeweiligen Eltern über die Schul-App. Die können dann selbst entscheiden, wie es weitergehen soll. Auch eine Abholung ist ohne weiteres und kurzfristig möglich. Die Verantwortung trage ich auf keinen Fall selbst.
Man muss auch keine Medizinerin sein, um eine Dreizehnjährige, die in einer besonderen Situation vielleicht etwas abgelenkt ist, an des Messen des Blutzuckerspiegels zu erinnern.
Ich bezog mich auf Deine Äußerung, dass man bei Kenntnis einer Vorerkrankung ja mit dem Thema "auseinandersetzen" könne.
Wozu genau, mit welchem Ziel? Wenn ein gesundheitliches Problem jenseits von ein bisschen Schnupfen auftritt, ist ein Arzt hinzuziehen und fertig - gleich ob das Kind bekanntermaßen vorerkrankt ist oder nicht.
Ein klar definiertes To-Do von den Eltern (z.B. "3 mal am Tag unter Aufsicht messen") wäre für mich auch kein Problem, ist aber etwas völlig anderes, als inhaltliche Auseinandersetzung mit der konkreten Krankheit.
Wenn man vorher weiß, dass eine Diabetikerin mitfährt, kann man sich damit „auseinandersetzen“.
Das sehe ich anders.
Ich bin Lehrer, kein Mediziner. Natürlich könnte ich mich in die Thematik etwas einlesen, wenn ich weiß, dass jemand mit der Krankheit xy auf der Klassenfahrt mit dabei ist. Aber wo ist die Grenze? Ich halte die Kenntnis von Vorerkrankungen nur deshalb für relevant, um im Notfall dem Arzt einen entsprechenden Hinweis geben zu können.
Wenn ich mitbekomme, dass es einem Kind nicht gut geht, informiere ich - je nach Erscheinungsbild - sehr niederschwellig einen Arzt oder die Eltern oder beide. Dabei ist es erstmal egal, ob ich von einer Vorerkrankung Kenntnis habe oder nicht. Auch Kinder ohne bekannte Vorerkrankung können plötzlich ernsthafte Probleme bekommen (- Blinddarmentzündung z.B.). Die Verantwortung, korrekt einzusschätzen, ob die Bauchmerzen harmlos sind oder nicht, übernehme ich auf keinen Fall.
Wie sieht es momentan an euren Schule aus? Gibt es mehr Corona-Fälle oder doch mehr Grippe-Fälle?
Weder noch.
Grippale Infekte aka Schnupfen/Husten mit kürzeren Ausfällen hier und da ja - mehr nicht. Corona gab es in 2 größeren Wellen, die erste direkt nach den Sommerferien, die 2. vor den Weihnachtsferien.
Nein, drei Jahre vor Dienstende nicht. Du brauchst dich nicht angesprochen fühlen.
Hier im Forum zeigt sich bei einigen Lehrern (immer dieselben Personen) extreme Unzufriedenheit mit dem Beruf. Natürlich ist das erschreckend. Merkwürdig ist nur, dass diese viel Freizeit hier im Lehrerforum verbringen, wo es ja auch nur um Schule geht. Wie traurig!
Ich hatte mich mit den "3 Jahren vor Rente" auf den TS bezogen, und stelle grad fest, dass ich das die im Ausgangspost enthaltende Negierung überlesen habe, dass er also ausgedrückt hat, dass er wesentlich jünger ist - Asche über mein Haupt.
Wenn man so unglücklich mit seinem Beruf ist und das scheinen einige Personen hier zu sein, dann sollte man den Lehrerberuf an den Nagel hängen. Es muss doch auch andere Möglichkeiten geben...
Na ja, 3 Jahre vor der Rente hängt wohl niemand einen ordentlich bezahlten Job an den Nagel, wenn es nicht unbedingt sein muß.
Aber vom Grundsatz her hast Du natürlich Recht: Das Ausmaß an Unzufriedenheit, das sich hier zeigt, ist erschreckend.
Die Betreuung ist Privatvergnügen. Haben wir jetzt immer wieder gehört. Leider gehört der Lehrerberuf zu den Berufen, wo es sehr sehr schwierig ist, spontan mal einen Tag frei zu bekommen. Das war eines der ersten Dinge, die ich im Lehrerberuf nicht so prickelnd fand.
Augen auf bei der Berufswahl!
Aber glaube bitte nicht, dass Handwerker, Landwirte oder Polizisten es einfacher haben. Die müssen das auch alle irgendwie hinbekommen. Und üblicherweise mit 25-30 Tagen Urlaub im Jahr auskommen.
Mir geht es persönlich ähnlich. Ich war aber immer schon mehr introvertiert und und zudem noch "Early Bird", ein ausgeprägter Frühaufsteher, und abends entsprechend früh müde.
Ich bin froh, wenn ich einfach mal allein sein kann. Kann ich aber so gut wie nie (- arbeiten beide in Vollzeit, haben ein 5jähriges Kind, pflegebedürftiger Schwiegervater in der Nachbarschaft).
Ich gebe dir mal einen guten Tipp. Gehe mal in das nächste Pflegeheim und in das nächste Krankenhaus. Und dann gucke mal, wie viele ehemals unqualifizierte Flüchtlinge aus Afrika und co da rumlaufen. Und ich rede noch nicht mal von den Ärzten. Wir können es ganz einfach machen. Ohne diese Leute würde momentan das Gesundheitssystem zusammenbrechen.
Genau diese Haltung - die Verharmlosung des Problems faktisch unbegrenzter, unqualifizierter Wirtschaftsmigration - ist einer der Treiber, die die AFD stark macht
ja und? deine bessere Hälfte darf sich aber ins Bett legen, wenn schief angesehen zu werden sie auszuhalten in der Lage ist. Ich kann mich nicht ins Bett legen, wenn ein Kind kotzt, eines seine Sachen packt und heimlaufen will und ein drittes ankündigt, wegen des Liebeskummers nun aus dem Leben scheiden zu wollen.
Wenn das so schlimm für dich ist, Dich einige wenige Tage im Jahr "open End" um die SuS kümmern zu müssen, dann wird es für alle Beteilgten das Beste sein, wenn Du dem aus Weg gehst.
Na was denn nun. Ich dachte, du arbeitest regelmäßig weniger als 41 Stubddb. Dafür bekommst du in normalen Berufen keine fürstlichen Nachschläge sondern eine Kündigung.
Ja, IMHO schon seehr aufschlußreich, dass meine Arbeitsrealität mit geregelten Arbeitszeiten INNERHALB der Schule hier einerseits als eine Art Horrorvision begriffen wird, man sich andererseits aber übervertraglicher Arbeitszeiten rühmt (- die ich definitiv nicht habe, besagte Klassenfahrten ausgenommen).
Gymshark - Entschuldige bitte, aber die AFD setzt sich für Menschen in prekären Verhältnissen ein? Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?
Die AFD übernimmt sehr gekonnt den Habitus von Menschen in prekären Verhältnissen. AFD-Politiker werden entsprechend von einer bestimmten Klientel als "Leute von unten", die es denen "da oben" zeigen wollen, begriffen.
Tatsächlich handelt es sich um ein extrem wirtschaftsliberale Partei, die auf maximale Eigenverantwortung des Individuums, auf eine weitgehende Entsolidarisierung der Gesellschaft setzt.
"Migration" ist ein Begriff, der auf Vertreibung fußt, jedoch letztlich eine selbstständige Entscheidung der Migranten beinhaltet.
Das ist IMHO nicht korrekt, weder ethymologisch noch bezüglich der Verwendung des Begriffes. Näheres dazu zum Beispiel hier. Der Begriff an sich ist ein neutraler Oberbegriff.
Und nein, nicht alle Migranten migrieren auf Basis selbstbestimmter Entscheidungen - gerade die Deutschen sollten das doch sehr genau wissen.
.
Klingt total nach belastbaren Daten, die den Nutzen von Klassenfahrten belegen.
Mir fällt durchaus die eine oder andere pädagogische Reform ein, die in den letzten Jahrzehnten ohne vorherige mustergültige Evaluierung umgesetzt wurde.
Mein Beispiel sollte zeigen, dass ich "Teambuilding" auf Klassenfahrten nur bedingt für einen steuerbaren Prozess halte. Schon gar nicht verstehe ich als Lehrer mich als Teil des Teams. Sondern als zuständig dafür, Anregungen zu geben, Auswüchse zu verhindern und im Rahmen meiner Aufsichtspflicht dafür zu sorgen, dass keine SuS zu Schaden kommen. Meine eigene Historie hilft dabei vielleicht ein bisschen. Mit den diesbezüglich herausfordernden Altersstufen habe ich allerdings nichts zu tun - insofern habe ich es natürlich leichter als die Mehrheit hier.
Das bedeutet aber nicht, dass es einer langwierigen Anpassung bedürfe oder sie erst in 2. oder 3. Generation einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten würden.
Natürlich gilt das nicht für alle. Aber leider für zu viele.
Und objektiv kommt es eben doch oft zu einem unnötig langen Anpassungsprozess. Das fängt schon damit an, dass Migranten ungleichmäßig verteilt unterkommen und bestimmte Stadtquartiere stark frequentiert werden, während es gleichzeitig in weiten Teilen des ländlichen Raumes so gut wie keine Zuwanderer gibt.
Und das bringst Du nun als Beispiel, um uns von der Nachhaltigkeit von Klassenfahrten zu überzeugen? Das bewirkt eher das Gegenteil.
Ich bin nicht du und du bist nicht ich - so ist das eben. Menschen empfinden verschieden.
Ich respektiere gerne, dass Du das anders siehst und nicht nachvollziehen kannst.
Einzig die Erfahrung, mal länger von der eigenen Familie getrennt klarkommen zu müssen, könnte man eventuell anführen und würde mir einleuchten. Aber das kann man ja auch im Ferienlager, wenn die Eltern es als wichtig empfinden.
Genau daran - am jeweiligen Hintergrund der Eltern - hängt m M. n. hierzulande schon viel zu viel.
Werbung