Beiträge von Einer

    Passt vielleicht nicht ganz hierhin, aber trotzdem.

    In der Nähe von Delbrück bei Paderborn gibt es ein Bibeldorf. Betrieben von einer christlichen Freikirchen. Zu Ostern und Weihnachten findet dort eine Vorstellung statt. Ostern wird der Kreuzweg dargestellt und Weihnachten natürlich die Weihnachtsgeschichte. Das Publikum wird mit eingebunden und spielt mit. Wird also bei der Volkszählung mitgezählt und in Stämme sortiert.

    Besonders für Grundschüler sehr eindrucksvoll.

    Es ist sehr schwer am BK ohne praktische Erfahrung. Ich war bis gerade auch der Überzeugung, dass es überhaupt nicht möglich ist. Bisher dachte ich, eine Berufsausbildung oder wenigstens 12 Monate Praktikum in dem jeweiligen Berufsfeld, zusätzlich zum Studium, sind Einstellungsvoraussetzung.

    Es macht auf jeden Fall Sinn ein solches Praktikum zu absolvieren. Auch wenn es erstmal nur 5 Wochen in den ersten Sommerferien sind. Ansonsten erkennt jeder Azubi spätestens Ende August, dass du vom echten Job keine Ahnung hast. Dann bleibst du der Theoriefutzi, der nicht weiß wie es richtig geht.

    Die Sommerferien kommen ja Recht zuverlässig jedes Jahr wieder. Ich würde das Praktikum allerdings nicht in der Region machen. Sonst hast du früher oder später Azubis vor dir sitzen, die Geschichten erzählen wie du dich auf der Baustelle angestellt hast.

    Sie sind nicht zu dumm dafür. Zu dumm hieße ja, dass die Intelligenz abgenommen hat.

    @Quitengelee: Abgesehen davon fühle ich mich von deinem Post etwas angegriffen. Natürlich ist es meine subjektive Empfindungen aus dem Unterricht der letzten 20 Jahre. Wir haben bei uns am BK ca 150 Kollegen in über 30 verschiedene Teilzeit- und Vollzeitbuldungsgänge und auch Bildungsgänge, die zum staatlich geprüften Irgendwas führen und jeder Kollege bemerkt diese Veränderung. Und genauso wenn ich mit Kollegen von anderen BKs spreche.

    Subjektiv ja, aber von sehr vielen Kollegen im ganzen Land.


    Konsequenz daraus? Leider keine, außer: Die Bezirksregierung hat uns nun gedrängt den Notenschlüssel zu erleichtern.

    Wie sind diese Satz gemeint? Die Curricula unterscheiden nicht zwischen Schülern (m/w/d) mit und ohne Migrationshintergrund. Schüler (m/w/d) eurer Bildungsgänge müssen ja bestimmte formale Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und die sollten dieselben sein - egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

    Die Curricula mögen gleich sein, aber wenn ein Mensch 6 Jahre lang eine Schule irgendwo auf der Welt besucht hat und dann ein Jahr ( oder länger) auf der Flucht war um dann nochmal bei uns 3 Jahre zur Schule zu gehen, dann erwarte ich von diesem Menschen nicht den gleichen Wissensstand, wie von jemandem der Kita, Grundschule und dann eine weiterführende, vielleicht sogar ein Gym, besucht hat. Ich freue mich, wenn die Kenntnisse vorliegen, aber ich erwarte sie nicht! Bei den Schülern mit 10 Jahre deutschem Schulsystem erwarte ich die Inhalte, die unterrichtet worden sind. Und sehr häufig liegen diese Kenntnisse und Fähigkeiten nicht vor.

    Die LK kann den Endgeräten üblicherweise per Knopfdruck den Internetzugang sperren.

    Und sie kann jederzeit sehen, was SuS gerade machen, indem sie sich am Lehrer-PC z.b. die Bildschirme aller aktiven Laptops der Klasse anzeigen lässt.

    Dies geht nicht auf den Privatgeräten der Schüler und darf auch rein rechtlich nicht auf Schülereigentum gemacht werden. Du kannst euer WLAN unterbinden, aber nicht die privaten Hotspots der Schüler.

    Keine Brennpunkteschule. Eher ländlich zwischen OWL und Sauerland. Es ist auch nicht nur unser BK. Egal mit welchem Kollegen von anderen BKs ich spreche. Überall das gleiche Bild

    Da ist dann wohl irgendwas zwischen VERA und ZP10 nicht mehr in Ordnung. Wir im BK können heute nicht mehr die Dinge voraussetzen, die wir noch vor 8-10 Jahren als Grundvoraussetzung annehmen könnten. Jeden Tag sehen wir in allen Fächern, dass den Schülern absolute Basics fehlen. Prozentrechnung, Dreisatz, Mengenlehre, Entstehung eines Regenbogens, Bundesländer, Hautstädte ganz normale Dinge. Das was vor 8-10 Jahren noch Grundlagen der Allgemeinbildung war ist heute ein großes Geheimnis. Die Degeneration begann auch schon vor Corona. C19 hat damit nichts zu tun.

    Und ich betone nochmal: ich meine keine Migranten! Da könnte ich es ja verstehen.

    Ich Stelle nur fest, dass 80 - 90 % der Schüler, die vor mir sitzen, nicht wirklich rechnen, kaum sinnentnehmend lesen und keine vier Sätze ordentlich schreiben können. Und ich meine damit keine Migranten, sondern Schüler die nach 10 Jahren in unserem Schulsystem die mittlere Reife erhalten haben. Bei den allermeisten Schülern ist da irgendwas schief gelaufen. Sie haben nicht die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie hätten haben sollen. Können aber rechts und links wischen auf ihrem Handy.

    Ich bekomme Stehhaare, wenn ich lese, dass an der Grundschule Tablet genutzt werden. Ich bin ITler durch und durch, aber bis zur 8. Klasse ist ein digitales Gerät quatsch. Dis sollen lesen, schreiben und rechnen lernen. Und zwar analog. Im Sachunterricht Dinge begreifen im wahrsten Sinne des Wortes. Und am Tablet hin und her wischen bringt gar nichts.

    Bin in NRW am BK und wir habe eine Tabletklasse in der HÖH und natürlich auch die Fachinformatiker mit Laptops.

    Wenn ein Schüler ein digitales Endgerät (Laptop oder Tablet) nutzt kannst du davon ausgehen, dass er vorrangig andere Dinge im Unterricht macht und die gestellten Aufgaben nebenbei erledigt. Andere Dinge sind z. B. surfen, Shopping, YouTube schauen, asoziale Medien durchforsten und manchmal sogar eBook lesen.

    Dann bekommen Schüler kein WLan? Handy-Hotspot an und dann kann das Handy auch abgeben werden.

    Ich unterrichte IT-Fächer und meine erste Anweisung ist immer "Laptopdeckel schließen, Tablet umdrehen/wegpacken und Kopf bitte wieder einschalten"

    Das Problem ist, dass unsere Gesellschaft sich nun mal so entwickelt hat. Die Eltern stellen fest, dass es günstiger ist früher zu fliegen. Jeder kennt einen Arzt, der schnell eine AU aufschreibt. Und mit der AU wird keine Bezirksregierung oder wer auch immer dafür zuständig ist ein Bußgeld ausstellen. Vielleicht sollte man die Regelungen ändern. Man bekommt das Zeugnis nur persönlich und nur an diesem Tag. Wer nicht da ist erhält kein Zeugnis. Und zwar ohne Ausnahme. Wir denken viel zu viel von den Ausnahmen her. Ja, dann ist ein Schüler wirklich mal krank oder sogar im Krankenhaus. Das sind dann aber wenn überhaupt ein Schüler pro Schule und nicht teilweise mehrere pro Klasse. Das würde bestimmt helfen in den Klassen, die sich mit diesem Zeugnis bewerben müssen. Dann sollen sie sich halt ohne Zeugnis bewerben. Das muss die natürliche Konsequenz sein.

    Wegen normalen Fehlzeiten stellt unsere BR zum Beispiel ab Anfang März eine Bescheide mehr aus bzw. leitet diese an das Ordnungsamt weiter, weil diese Bescheide nicht mehr vor den Sommerferien bearbeitet werden. Das da gerade erst das 2. Halbjahr begonnen hat ist nicht von Belang.

    Schule und Bildung hat nun mal nicht mehr den Stellenwert wie vor 20 oder 30 Jahren. Ist halt unsere Gesellschaft.

    42 berweißt auf 40 und dort steht

    (2) 1Der Lehrer trägt die unmittelbare pädagogische Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler im Rahmen der im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in der jeweils geltenden Fassung, in der Verfassung des Freistaates Sachsen in der jeweils geltenden Fassung und der in diesem Gesetz niedergelegten Erziehungs- und Bildungsziele, ländergemeinsamen Bildungsstandards, Lehrpläne sowie der übrigen für ihn geltenden Vorschriften und Anordnungen.


    Der Lehrer und nicht der Schulleiter

    Da geht doch so einiges nicht:

    - Die Änderung der Arbeit durch den Schüler

    - Das Verhalten der Eltern

    - die Änderung der Note scheinbar durch einen Kollegen oder sogar Schulleitung

    - Das Verhalten der Klassenleitung

    Dies sind alles Punkte die meiner Meinung nach nicht zu dulden sind. Ich als Fachlehrer gebe die Note. Wenn Schüler/Eltern damit nicht einverstanden sind, erkläre und Begründe meine Entscheidung. Sind sie damit nicht einverstanden können sie sich bei der Schulleitung beschweren. Dann erkläre ich der Schulleitung meine Entscheidung und wir kommen gemeinsam zu einer Entscheidung. Wobei die Schulleitung auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben achtet und ich die Note gebe. Gefällt den Eltern die Begründung immer noch nicht, dann können sie sich gerne bei der Bezirksregierung beschweren und ich begründe meine Note dem Dezernenten. An keiner Stelle ist irgendwo die Meinung eines Kollegen gefragt/eingebunden. So sollte es doch eigentlich überall sein.


    Ich verstehe einige Kollegen nicht, die sich dermassen in andere Angelegenheiten einmischen

    Als Vater sowie als Kollege (und jemand, der im Schuldienst aktiv mit dem Thema zu tun hat, wie man an meinen Beiträgen hier im Forum lesen kann), würde ich einen solchen Vorfall direkt bei dem zuständigen bDSB melden und ein sofortiges Einwirken verlangen.

    Und dann später über mit dem Seminarleiter über deine Beurteilung diskutieren? Da steckt man als Refi mal wieder schön in der Klemme.

    Aussage der Seminarleitung im Ausgangspost:

    "Ich habe dann kurz bei der Seminarleitung angefragt, was man dann machen würde. Antwort: Das ist Ihr Problem und man soll ja nicht päpstlicher sein als der Pabst und würde die Aufnahmen später eh löschen."

    Es wäre die Aufgabe der Seminarleitung gewesen, darauf einzugehen und rechtlich einwandfreie Alternativen zu nennen. Aber diese Aussage ist absolut indiskutable. Da wird ein Referendar angestiftet Gesetze zu brechen. Frei nach dem Motto: Als Seminarleitung will ich das so haben und mit etwaigen Konsequenzen hast du dich zu beschäftigen und auch zu tragen; die interessieren mich nicht.

    Was, wenn sich ein Elternteil bei der Schulleitung oder direkt beim Schulamt beschwert? Muss ja gar keine Anzeige sein. Es ist auch völlig egal zu welchem Zweck die Aufnahmen erstellt worden sind oder ob sie für 6 Monate oder 3 Minuten gespeichert werden. Spielt überhaupt keine Rolle. Aufnahmen ohne schriftliche Einverständniserklärung und bei Minderjährigen das Einverständnis der Eltern, sind Tabu.

    Wenn die schriftliche Einverständnisklärung nicht vorliegt müssen die entsprechenden Schüler halt den Raum verlassen.

    So viele Nachrichten zu einem Thema zu dem es eigentlich nicht zu sagen gibt.

    So lange ich mich an die Vorgaben der Prüfungsordnung und des Bildungsganges halte, geht es meine Kollegen einen feuchten Kehrricht an ob ich die gleiche Anzahl an Noten von allen Schülern habe oder ungleiche Anzahl und wie ich zu meiner Note komme. Da verbitte ich mir jegliche Einmischung von Kollegen oder Eltern. Können sich gerne beim zuständigen Schulamt beschweren. Dann setze ich mich ein Stündchen an den Schreibtisch und schreibe alles zusammen und dann kann sich der zuständige Dezernent damit beschäftigen.

Werbung