Da wird einem echt beim Lesen schwindelig. ![]()
Für mich findet hier eine Vermischung zwischen Sachgründen und Wahrnehmungen statt.
Ohrringe im Sport können gefährlich sein, also aus.
Kappe ist weder gefährlich, noch müssen sie respektlos sein. Sie KÖNNEN es sicher sein, aber das sind Ausnahmen, die kommuniziert werden können.
Jogginghosen sind ne Geschmacksfrage. Gefährlich oder anstößig sind sie sicher nicht.
Dass das Kleiderthema die innere Haltung bei Älteren tangieren könnte, ist schon eher für mich denkbar, aber das kann man kommunizieren. Schule ist für viele wie "daheim". Viele gehen gerne, treffen dort ihre Freunde und ich habe schon oft gehört: "Meine Klasse ist wie meine zweite Familie".
In meiner Klasse früher saß ein Schüler, der nur in Jogginghosen kam. Durchschnitt im Abi 15 Punkte, also quasi unter 1,0.
Für mich geht Selbstverwirklichung und Selbstausdruck so lange vor, solange sie nicht die Freiheiten der anderen oder sich selbst einschränken, den Unterricht stören oder andere Belästigungen stattfinden, wie intensiver Geruch oder sowas. Letztens saß ein sehr gepflegter Anzugträger am Nachbartisch unserer Lokalität (draußen). Wir genossen die Sonne und unser Essen, er packte seine Kippen aus, zündete sich eine an und es war ihm völlig egal, dass er uns das Essen verrauchte. Was brachte uns da seine tolle Kleidung? Nix.
Hier geht es ja NUR um die Klamottenfrage. Es geht nur darum, ob es ok ist, dass Kinder Kappen tragen oder Klamotten, die wir vielleicht nicht als die hübschesten erachten. Und darum, ob die Schule sich da einmischen sollte/darf. Ich empfinde das als übergriffig, da allgemeine Regeln zu setzen. Das mögen andere anders sehen, das ist ok, aber ich finde es nicht gut, wenn es so wirkt, als dürfe man nicht anderer Meinung sein als andere hier.