Nur dir nicht.
Zum zweiten Mal in Folge.
Das war die Erstellerin des threads, nicht ich. 😉
Nur dir nicht.
Zum zweiten Mal in Folge.
Das war die Erstellerin des threads, nicht ich. 😉
Genau. Auf erfundene Aussagen und persönliche Abwertungen gehe ich nämlich nicht ein.
Früher hatte man auch eine falsche Vorstellung von der Form der Erde und da waren viele der gleichen Meinung. Das ist aber kein Garant dafür, dass etwas tatsächlich richtig ist. 😉
Du lieferst auch keine neuen Gedanken, sondern wiederholst immer nur alte Aspekte, auf die ich längst eingegangen bin. Auch das wirkt wie ein funktionales Missverstehen auf mich. 😉
Manche Kämpfe muss man nicht persönlich führen, da sind dann andere in ihrer Expertise gefragt. Zumindest bezüglich dieser Aussage. Über die kognitiven Fähigkeiten der Nachbarin fälle ich kein Urteil, steht mir ebenfalls nicht zu.
Das ändert nichts daran, dass man als Lehrer ein Vorbild sein sollte. Viele Dinge sind in erster Linie Aufgaben der Eltern. Oder wären es. Dies ist aber nicht immer möglich. Meine Nachbarin meinte mal zu mir, nachdem sie mehrfach in die Schule bestellt worden war: „Warum sollte ich meine Kinder erziehen, das ist doch die Aufgabe der Lehrer!?“. So unterschiedlich können Ansichten verteilt sein.
"Ich bin Profi, ich arbeite für Geld!"
Auch sehr pauschal. Ja, ich bin Lehrkraft und ich bekomme mein Geld für meine Arbeitsleistung. Dennoch arbeite ich mit jungen Menschen zusammen und sollte diesen etwas mitgeben für ihr weiteres Leben. Dazu gehört auch der Gedanke an Wertschätzung und Dankbarkeit. Als Mensch und Lehrer freue ich mich über Dank und Wertschätzung. Der Wunsch nach Anerkennung ist nicht gleichzusetzen mit einer Abhängigkeit von Anerkennung. Professionalität bedeutet nicht Beziehungslosigkeit und eine Bezahlung ersetzt nicht normale menschliche Umgangsformen. Wie gesagt, man ist auch Vorbild und die Schüler möchten schließlich auch Wertschätzung erfahren und nicht einfach abgehandelt werden. Das sind auch Menschen.
Ist denn den Eltern klar, dass es sich um einen schwierigen Schüler handelt und Du da mehr Energie als üblich reingesteckt hast? Ich glaube nicht, dass Eltern immer so genau wissen, was wir da so insgesamt an Arbeit haben und wo es viel und wo es wenig ist. Die haben auch manchmal echte Pakete zu tragen. Von Päckchen mag ich da gar nicht reden.
Wie gesagt, ich stehe in sehr engem Kontakt zu den Eltern und ja, ihnen ist das bewusst.
Ich erwarte keinen Dank in meinem Job Von niemandem. Das ist für meine mentale Gesundheit das Beste. Ich werde für meine Arbeit ganz gut bezahlt, das reicht mir persönlich erstmal aus. Es gibt manchmal was zum Abschluss oder am Schuljahresende. Das ist ausreichend für mich.
Es geht nicht um ein Geschenk. Es geht mir persönlich um sowas wie Danke. Ganz einfach und doch so schwer. Tom123 hat es sehr gut auf den Punkt gebracht.
Du denkst über die Elternschaft und ihre Beweggründe und Hintergründe nach, für deren Expertin du dich hältst. Das habe ich also nicht interpretiert.
Stimmt, weil ich eng mit den Eltern zusammenarbeite und deshalb Zeitgründe als zu pauschal ablehnen kann. Dies gilt für mich persönlich.
Ich denke, ich weiß schon, was du sagen willst: du wünschst dir ein aufmerksames Miteinander, in dem man miteinander spricht und sich zuhört und Rückmeldungen gibt. Und ich denke: das funktioniert nur, wenn man sich im real life begegnet und miteinander spricht, auch über Erwartungen, wenn man denn welche hat. Oder einfach nur selbst anderen diese Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, ohne aufgeregt 100 parfümierte Badezusätze verpacken zu müssen , weil man denkt, andere erwarten Geschenke und dann wiederum Dankbarkeit zu erwarten
Wirkt weiterhin wie funktionales Missverstehen auf mich, gerade weil ich ausschließlich von Dank und Wertschätzung sprach, nicht von Geschenken, erst recht nicht von Badezusätzen. 🤣
Erwartungen sind einfach schwierig, wenn sie enttäuscht werden. Weil jeder, der etwas erwartet natürlich davon ausgeht, dass er im Recht ist. Wenn man sich dann pikiert abwendet (oder frustriert zurückzieht, den Verfall der Gesellschaft wittert... was auch immer) macht man sich und anderen das Leben unnötig schwer.
Schwierig. Da wären wir bei Recht wieder bei einem einklagbaren Anspruch und den habe ich jetzt mehrfach abgegrenzt von einer Erwartung.
Ich wünsche euch in jedem Falle schöne Ferien und bedanke mich für das anregende Gespräch
Das ist wirklich eine ganz wundervolle Idee, einfach mal entspannen, runterkommen und die Welt bereisen. Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit und bedanke mich ebenfalls für diesen interessanten Austausch und den Feriengruss.
Interessant. 🧐
Weißt du, ich habe mehrfach dargelegt, was eine gesellschaftliche Erwartung ist, die sich von einem einklagbaren Anspruch unterscheidet. Ich mag mich nicht im Kreis drehen. Danke für dein Verständnis.
Kluge Frage 😉 Ich sehe mich als Lehrerin als Vorbild und so wie ich mich in der Gesellschaft bewege, lebe ich auch Dankbarkeit vor und lege auch im alltäglichen Umgang Wert darauf. Das hat was mit den Werten zu tun, hinter denen ich stehe. Ich stelle mich nicht hin und sage: seid mir dankbar, dass ich meine Arbeit mache, seid dankbar für meine bloße Anwesenheit 🤣
Ich hatte ja schon dargelegt, wann eine Danke wünschenswert wäre.
Krass, merkst du eigentlich selbst, wie viel und was du in das Verhalten anderer hineininterpretierst? Was kontrollierst du überhaupt die Uhrzeit, wann andere Menschen Mails verfassen?
Steht neben den Mails? Ich kontrolliere das nicht, ich sehe das. Aber ja, krass, wie du mich jetzt als kontrollierend interpretierst. 😅.
Das ist doch gerade der Vorteil an asynchroner Kommunikation z.B. via Mail. Man schreibt, wenn man Zeit hat/daran denkt und man liest, wenn man Zeit hat, daran denkt bzw. in selbst festgelegten Zeitfenstern. Wenn du Antwortzeiten klar kommunizierst, ist das in der Regel unproblematisch.
Danke für den Tipp ☺️ wie gesagt, ich kenne meine Elternschaft und die oftmals auch die Hintergründe und habe dort meine Expertise. Ihr anderen seht das aufgrund einer anderen Konstellation natürlich anders. Das ist normal und ok.
Diese Dankbarkeitserwartungen nehmen manchmal sehr unsoziale Ausmaße an, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. Leute, die irgendwas machen, ob darum gebeten oder nicht und dann Dankbarkeit erwarten. Und zwar bis ans Ende aller Tage hat man dann eine Rechnung offen und bei einem davon unabhängigen Konflikt 3 Jahre später wird die mangelnde Dankbarkeit rausgekramt. "Du hast uns so viel zu verdanken, wir sind ganz enttäuscht von dir" zum Brechen.
Ich hatte mir schon gedacht, dass da in meinem Text Trigger sind, weil Sunshine genau das Gleiche schrieb wie ich, nur weniger allgemein und verbindlich. Dennoch war ich diejenige, die sie mehrfach vor euch beiden erklären musste und deren Beispiele nicht so klar aufgenommen wurden, wie ich sie eigentlich dargelegt hatte. Das hatte schon seinen Grund. Aber es hatte auch einen Grund, weshalb ich es so geschrieben habe. Ich schreibe das bewusst so, weil ich verbindlich hinter meinen Werten stehe. Aber das, was du beschreibst, empfinde ich auch als unnötig, übergriffig und eklig. Lass dir versichert sein, dass ich zwar ziemlich deutlich hinter meinen Werten stehe, aber oben genanntes Spiel ziemlich verabscheue.
Nächtliche Mails zeigen, dass Eltern dann gerade Zeit haben, vorher hatten sie diese nicht. Sie denken an etwas, wollen es im Alltag nicht wieder vergessen und schreiben dann die Mail.
Na, das würde ich pauschal nicht sagen. Es gibt sehr viele verschiedene Gründe dafür, weshalb sie nachts schreiben. Und das sind nicht ausschließlich Zeitgründe. 🙃
Wenn dein Kind Bronchitis hat und der Kinderarzt verschreibt Hustensaft, dann gehst du nach einer Woche noch mal hin und bedankst dich? Oder beim nächsten Mal, wenn du 3 Monate später zum Impfen gehst, sagst du "Danke, dass Sie Hustensaft verschrieben haben, der hat gut geholfen."? Das kannst du sarkastisch oder ironisch nennen und trotzdem darüber nachdenken.
Nein, bei einer Erkrankung, die mit Hustensaft behandelbar ist, würde ich das nicht in diesem Ausmaß machen, wie du es gerade darstellst. Wenn es aber eine schwerwiegende Krankheit ist, der Arzt sich sehr gekümmert hat und mein Kind geheilt hat, was eventuell nicht vollständig absehbar war, dann würde ich mich bedanken.
Deine Frage zeigt, was du augenscheinlich an meinen Beiträgen nicht verstanden hast. Ich erwarte keinen Dank, wenn ich Kinder durch das Schuljahr begleite. Das ist meine Aufgabe wie eine Behandlung mit Hustensaft. Wenn ich aber einen schwierigen Schüler „an die Hand nehme“, unterstütze, damit er das Schuljahr trotz seiner Belastungen schafft, dann wäre ein Dank angemessen. Nicht, weil es nicht meine Aufgabe wäre, sondern weil dazu noch mehr Zeit, Energie und meine persönliche Kraft einsetze, um diesen Schüler zu unterstützen. Gerade, wenn man im engen Austausch mit den Eltern steht.
Man arbeitet im besten Fall gemeinsam am Erfolg der Kinder und da bekommen die Eltern und die Kinder durchaus mit, was Lehrer leisten (können). Und gerade wenn man eng zusammenarbeitet, ist ein „Danke gleichfalls“, auf Feriengrüsse wünschenswert.
Dankbarkeit von anderen zu erwarten und darauf, dass sie auf bestimmte Weise ausgedrückt wird, halte ich insgesamt für ungesund und übrigens auch für wenig wertschätzend.
Bestimmte Erwartungen an das Gegenüber darf man haben. Eine Verkäuferin darf von mir erwarten, dass ich beim Bezahlen nicht mit dem Handy beschäftigt bin, bitte und danke sage und ihr Aufmerksamkeit schenke, auch wenn ich ihm Stress bin. Eine Putzkraft darf erwarten, dass ich sie freundlich grüße. Wenn man Erwartungen abstellt, dann können wir davon ausgehen, dass solche Dinge, die in der Gesellschaft einen wertschätzenden Umgang fördern, wegfallen. Das wäre gerade heutzutage ziemlich fatal, weil wir schon einiges an Wertschätzung, Höflichkeit und Miteinander eingebüßt haben.
Echt? Wie oft machst du das? Und mit Geschenken oder nur mit Mails, in denen du ihm schönen Urlaub wünschst?
Wenn ich mich bei einem Arzt herzlich bedanke, dann hat es auch einen besonderen Grund.
Wann ich das machen würde, habe ich doch geschrieben, das wie auch. Wie auch bei Lehrern und Eltern gibt es auch in der Gesellschaft unterschiedliche Vorstellungen von Danke und Wertschätzung. Du musst dich meiner Vorstellung nicht anschließen, kannst dir aber den Sarkasmus, den ich hier herauslese und den du bestimmt abstreiten wirst, sparen.
tzt verlangst du auch noch, dass sich Eltern bei dir bedanken? Merkwürdige Einstellung. Bei mir muss sich niemand bedanken. Wenn Abschlusskurse das machen, ist es schön, aber weder von SuS noch von Eltern erwarte ich in dieser Hinsicht irgendetwas.
Meine Einstellung muss nicht vereitelt werden. Ich hatte auch hier aufgeschrieben, wann dies erwartbar ist und wann nicht. Wenn du keinen Wert darauf legst, dann lass es. Aber auch hier: andere Menschen machen dies in bestimmten Momenten und da geht es um Wertschätzung.
Wertschätzung und Danke sind Teil des menschlichen Zusammenlebens und sowas lebt man nun mal auch in der Schule vor. Das nur am Rande.
Wenn ein Arzt jemanden aus meiner Familie behandelt, ihn sogar heilt, bedanke ich mich für seine Arbeit. Wenn er es nicht schafft, bedanke ich mich für sein Bemühen. Ziemlich plastisch ausgedrückt jetzt.
Wir arbeiten am Menschen, wir arbeiten individuell und im besten Fall unter Einsatz unserer Energie und unserer Zeit, weil das eben kein „Bürojob“ ist. Auch das überspitzt ausgedrückt. Das Wort Danke ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung, das ist nicht zu viel verlangt.
Vermutlich ist hier eher Wertschätzung gemeint?!
Das eine wäre ein „Danke, gleichfalls.“ bei dem Gruß zu den Ferien. Das andere eine Wertschätzung der Arbeit für das Kind und eventuell sogar Dankbarkeit, wenn man über seine „Pflichten“ hinaus arbeitet.
Oder gehen Eltern grußlos an dir vorbei, wenn du sie persönlich ansprichst und fragst, wie es ihnen geht und ob sie in Urlaub fahren können? Das fänd ich dann unhöflich.
Nein, das tun sie nicht. Aber der Vergleich hinkt etwas.
Jetzt, wo du fragst: bei der Anzahl an sinnfreien E-Mails, die ich tagtäglich bekomme, hätte ich tatsächlich gedacht, dass sich entsprechende Eltern mit "Danke, Ihnen auch" keinen Zacken aus der Krone brechen. Und bis vor einigen Jahren habe ich es auch so erlebt.
Genau das.
Wieso ist das ein anderes Thema? Es geht doch gerade um Erwartungen und was man als höflich empfindet.
Weil es ursprünglich um Dank ging.
Auf eine "Schöne-Ferien-Mail" erwarte ich keine Antwort und hätte wirklich nicht gedacht, dass eine Kollegin darauf wartet. Das müsste dann schon eine persönliche Nachricht an mich sein.
Da werde ich auch nicht die Einzige sein. Aber man lernt ja (leider) mit den Jahren, dass Dank, Lob und Wertschätzung anders wahrgenommen werden. Dadurch bekommt die eigene Höflichkeit keinen Abbruch, aber der Lernprozess war für mich persönlich nicht der sanfteste. 🙃
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