Beiträge von SteffenW

    Privatgeräte dienstlich nutzen? Nein.

    Bei mir ist es eher so:

    ich lasse alle dienstlichen Geräte (Computer, Laptop, iPad) bewusst in der Schule; bin froh diese nicht mit nach Hause nehmen zu müssen, weil ich hier zu Hause keine Schul-Geräte haben möchte. Erinnert mich zu sehr an einen Feuerwehrmann der jeden Abend einen dienstlichen Feuerwehrschlauch mit nach Hause nimmt, falls es in der Nacht brennt.

    Hier zu Hause habe ich dann mein eigenes Büro, mit meinen eigenen Geräten, die ich für Schule, für meine Nebentätigkeiten und für private Dinge nutze.

    Nicht mit der Steuer sondern mit dem Einkommen. Tatsächlich ein Punkt, den manche Lehrkraft nicht verstanden hat. Wenn ich für 100 € etwas für die Schule kaufe und es dann von der Steuer absetze bekomme ich nur meinen persönlichen Steuersatz wieder. Mein Einkommen reduziert sich um 100 € und entsprechend muss ich auf 100 € Steuern bezahlen. Effektiv zahle ich dann um die 38 € weniger Steuern. 60 € hat mich die Ausgabe trotzdem gekostet.

    Ja, natürlich. Da hast du absolut Recht!

    Das lohnt sich dann, wenn man viel privat für die Arbeit zahlt. Das mache ich aber nicht.
    Das einzige, was ich mir an privaten Ausgaben gönne, ist Tinte und die kann ich zu Fuß einkaufen.

    Handy? Internetanschluss? Telefon? Computer? Arbeitszimmer? ...

    Eigentlich genügt für die Steuererklärung das Wissen um einen einzigen Grundgedanken:
    Arbeitnehmer und Unternehmer werden gleich behandelt. Man hat Einnahmen und Ausgaben um den "Betrieb am Laufen" zu halten.
    In der Bilanz muss nur der Gewinn versteuert werden. Und dieser muss so genau wie möglich berechnet werden. Dabei summiert sich das "Kleinvieh". Das wird oft unterschätzt.

    Oder etwas vereinfacht:

    (Fast) alle Kosten, die mir aufgrund meines Berufes entstehen, können vollständig oder anteilig mit meiner Steuer verrechnet werden.

    Im Alltag muss man bei den Ausgaben immer daran denken, ob es beruflich relevant ist oder nicht. Bzw. wenn man einen guten Steuerberater hat, wird man von ihm noch gefragt, ob man Ausgaben XYZ hatte.

    Ob man das immer tagesaktuell abheftet und kategorisiert oder zum Halbjahr oder alle 12 Monate, bleibt jedem selbst überlassen - ärgerlich ist nur, wenn man sich Steuerrückzahlung entgehen lässt, weil man gar keine Steuererklärung abgibt.

    Und ja - ab und an fordert das Finanzamt die Belege an.

    Das ist bei mir noch nie vorgekommen. Vielleicht ein Vorteil eines Steuerberaters. :)


    Ja, ein Steuerberater kostet Geld. Dafür weiß ich, dass er alles ordentlich macht, sich in der Materie deutlich besser auskennt als ich und stets versucht, das Beste für mich (finanziell) herauszuholen.

    Ich wüsste nicht, weshalb ein Steuerberater nicht alles Tricks der "Lehrer-Steuererklärung" kennen sollte. Ich bin in den letzten Jahren noch nie auf einen Kollegen (oder in diversen Foren) gestoßen, der etwas bei der Steuer angibt, das ich nicht auf dem Schirm hatte. Im Gegenteil: meist heißt es eher "Ah, ich wusste nicht, dass das für die Steuer relevant ist".


    Es ist ähnlich wie ein Maler (oder sonst ein Handwerker):
    Ja, natürlich kann ich hier zu Hause das Treppengeländer selbst streichen. Aber ich bin in einer finanziellen Situation, wo ich es mir leisten kann, hierfür einen Maler ins Haus zu holen. Ich bräuchte dafür zwei Tage am Wochenende. Der Maler braucht 4 Stunden und danach sieht es deutlich besser aus.

    Ja, ich kann die Steuerklärung auch selbst machen. Aber ich weiß, der Steuerberater wird es immer besser machen als ich. Er warnt mich vor irgendwelchen Grenzen/Summen, die ich überschreiten könnte. Ich weiß nicht, ob das eine Software vorausschauend macht.
    Er übernimmt die komplette Kommunikation mit dem Finanzamt. Ich weiß nicht, ob das eine Software auch für mich machen würde.

    Am meisten bekommst du heraus, wenn du dich in die Materie einarbeitest. Ich hatte ein paar Jahre lang die SteuerSparErklärung plus (für Lehrer) von WoltersKluwer (Akademische) verwendet und das Buch "Steuertricks" von Konz durchgelesen. Danach weiß man eigentlich sehr genau, was man als Lehrkraft steuerlich absetzen kann - und braucht nur noch Elster.

    ... oder einen guten Steuerberater, der genau das für einen macht und einen daran erinnert, was man noch alles bei der Steuer angeben kann. Sollte sich mal etwas an den Gesetzen ändern, ist der Steuerberater sicherlich einer der ersten der das auf dem Schirm hat. Deutlich schneller als das Buch Steuertricks von Konz aus dem Jahr 2005.

    Wenn an einer Schule aber kaum junge Leute sind, dann ist das schon sehr seltsam. Entweder hat man verpennt Nachwuchs zu gewinnen oder alle die da waren haben lieber das Weite ergriffen.

    Nein. Das ist für mich ein Zeichen, dass die Schule überversorgt ist.
    Bei uns hier in der Region gibt es einige Schulen, die seit Jahren keine jungen KollegInnen bekommen, da sie überversorgt sind. Im Gegenteil: viele müssen sogar Jahr für Jahr KollegInnen abgeben.

    Oft sieht man das bei aussterbenden Hauptschulen oder SBBZ.

    Ich habe für die einzelnen Bereiche Exceltabellen.

    Wenn ich alles zusammengetragen habe, drucke ich die Exceltabellen aus, hinten dran hefte ich alle Belege/Nachweise, das ganze kommt in einen (oder manchmal zwei) große Ordner und ab zur Steuerberaterin.

    Ca. 6-12 Wochen später erhalte ich dann die fertige Steuererklärung.
    Ein paar Wochen später kommt der Steuerbescheid zur Steuerberaterin, sie prüft, legt ggf. Einspruch ein - und fertig.

    Frage: Bin ich verpflichtet im Krankenstand Materialien zur Verfügung zu stellen und den Schülern Aufgaben hochzuladen und Arbeiten zu korrigieren?

    Muss der Handwerker morgens beim Richten der Werkzeuge und abends beim Aufräumen der Baustelle helfen, wenn er krank ist?
    Nein. Krank ist krank.

    Muss man bei einem gebrochenen Bein Aufgaben schicken? Nein.
    Muss man bei Husten Aufgaben schicken? Nein.
    Muss man auf der Intensivstation Aufgaben schicken? Nein.
    Muss man, wenn man gerade vom Auto überrollt wurde, Aufgaben schicken? Nein.


    Natürlich ist es schön und kollegial, wenn man Vertretungsaufgaben schickt. Deine Vertretung ist da sicherlich sehr dankbar. Auch ich frage immer bei KollegInnen, die sich krankmelden, nach Vertretungsmaterial, habe aber auch absolut Verständnis dafür, wenn man nichts schicken kann/will.

    Ich habe vor der Wahl allen ernstzunehmende Spitzenkandidaten (okay, ich gebe zu: es waren nur CDU und Grüne) eine Mail geschrieben und nach A13 für alle in BW gefragt.
    Von beiden habe ich Antwort erhalten (bzw. von ihren Teams). Beide gleiches Wischiwaschi ... "gerechte Bezahlung / Aufstiegsmöglichkeiten / HoLa/".

    Ich hätte mir gewünscht, dass eine der beiden Parteien sich klar für A13 für alle ausgesprochen hätte.

    Ich weiß nicht wo du lebst, aber ich habe keine 12 Wochen Ferien. Weihnachten sind 2 Wochen. Dann Winterferien meistens eine, je nachdem, meist korrigiere ich da. Im April nochmal 2, wovon ich auch meist Arbeiten mit in die Ferien nehme. Es sind auch nicht 6 Wochen Sommerferien. An allen Schulen an denen ich war wird die letzte Woche für Fortbildungen und Erste Hilfekurse oder anderes genutzt. Dann noch die Herbstferien. Ich hatte bis auf den Sommer nie Ferien, in denen ich nicht gearbeitet habe. Und nie Wochen in denen ich weniger als 40 Wochen arbeitre.

    Seit wie vielen Jahren bist du im Beruf?
    Bist du nicht noch in der Ausbildung?

    Dass es in der Ausbildung (egal in welchem Beruf!) immer deutlicher stressiger als später im "normalen Alltag" ist, sollte klar sein. Egal, ob Lehrkraft, Bänker, Rechtsanwalt oder Tischler.

    Gartenfreundin-H20

    Bist du sicher, dass der Beruf der richtige für dich ist? Ich lese seit Tagen von dir nur Negatives über den Lehrerberuf, Schule, KollegInnen, Schulleitungen, ...

    Warum quälst du dich so? Schaue doch nach einem anderen Beruf. Nach einem familienfreundlichen Beruf, ohne nervige KollegInnen, ohne Betreuungsprobleme, ...

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