Beiträge von Kreidemeister

    Andersrum gefragt:


    Wenn es sowieso keine Beförderung gibt bzw nur für Tätigkeiten, die einen erheblichen zusätzlichen zeitlichen Aufwand erfordern (Erasmus Koordination, Leitung der Lehrbuchsammlung etc.): warum sollte man dann als 13er einen Handschlag mehr tun als nötig und insofern seine Freizeit gratis opfern?

    AGs anbieten, technische Dinge im Blick halten, mit auf Klassenfahrten gehen oder gar solche organisieren… Nö.

    Eigentlich ist die Wartung der Kopierer eine Aufgabe des Schulträgers. Die wird aber, in Grundzügen, auf das Kollegium übertragen. Papier bestellen, Toner wechseln, Konten einrichten.
    Die Person im Kollegium, die das macht, bekommt genau nichts dafür.

    Ich weiß aber, dass ein Kollege, der mit der Ausgabe und rudimentären Wartung der iPads betraut ist, dafür eine A14 bekommen hat.

    Hey zusammen,


    sagt mal, kann eine Schulleitung eigentlich in NRW frei darüber entscheiden, nach welchen Kriterien sie eine Beförderungsstelle ausschreibt?

    Kann man sagen, wie lange es im Schnitt dauert, bis mal jemand von 13 auf 14 kommt bzw ob eine Menge Kollegen lebenslang bei 13 stehen bleiben?

    Wären die Mitarbeit im Team Schulentwicklung oder die Wartung der Kopierer jeweils schon Tätigkeiten, die mit einer 14 bedacht werden können?

    Bei uns ist es so, dass die Ausfallstunden, die nicht mit einer Klausur belegt sind, also zB bei einer Konferenz, als eigenverantwortliches Lernen gekennzeichnet sind. Die Idee ist, den SuS dann Aufgaben zu geben, die sie selbständig lösen sollen. Diese werden dann in einer Folgestunde besprochen.

    So könnte man formal wohl auch eine Lösung sehen. Dass dann eine vertiefende Übung entfällt, ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

    In Englisch zB wird dann zur Auswahl ein fiktionaler Text (zB Romanauszug) gegeben, während die andere Auswahlmöglichkeit ein nichtfiktionaler Text ist (zB Sachtext/Zeitungsartikel).


    Wenn nun zu dem Thema, so liest es sich, zB nur eine Einführung und ein Zeitungsartikel gelesen wurde, aber kein Romanauszug, würde ich die Lektüre des Romanauszugs in die Ausfallstunden legen. Die Ergebnisse dann rasch in der Stunde besprechen, ggf. eine Musterlösung ausgeben.

    Dass dann eine Wiederholung des Hörverstehens etc entfällt ist bedauerlich, aber wohl auch zu verkraften.

    Du solltest in diesem Zusammenhang unbedingt den für Dich zuständigen Personalrat beteiligen und um Unterstützung des Antrags bitten. Einem ablehnenden Bescheid solltest Du auch widersprechen und dies auch dem Personalrat zur Kenntnis geben? Warum? Weil jede abgelehnte Vorlage zu diesem Thema bei uns auf dem Tisch landet und wir zustimmen müssen. Hat der Kollege nicht zugestimmt, dann haben wir zunächst einmal die Möglichkeit bei der Dienststelle Informationsbedarf anzumelden und dann muss die Dienststelle punktgenaue belegen, warum weshalb, wieso und falls uns das nicht reicht können wir unsere Zustimmung verweigern. Dann muss das auf Ministeriumsebene in Zusammenarbeit mit dem zuständigen HPR geklärt werden.

    Mir sind Schulformen bekannt, bei denen diese Vorgehensweise mehrfach zum Erfolg geführt hat.

    Betrifft das auch Fälle, wo bereits die SL den Antrag nicht befürwortet hat?

    Ich persönlich rechne, trotz der Einbringung des Themas in die politische Diskussion, nicht mit der Abschaffung der Teilzeit, da das Thema selbst in der CDU kontrovers diskutiert wird. Eine Einigung mit der SPD zur Abschaffung wird es nicht geben.

    Und warum konnte dann die TZ bei Beamten so schnell eingeschränkt werden?

    Als ich vor über 10 Jahren meinen Job begann konnte ich eintragen, wie viele Stunden ich machen wollte. Hatte dann 20 eingetragen und mit dem Chef ausgemacht, einen Randtag, Montag oder Freitag, frei zu bekommen. Hat ohne Probleme funktioniert. Es schien mir auch nicht ungewöhnlich.

    Die Rechtslage gestaltet sich (derzeit noch) für Tarifbeschäftigte wesentlich günstiger. Zwar wird die Dienststelle auch hier zunächst versuchen es nicht zu genehmigen. Ein Verweis auf den Rechtsanspruch nach dem Teilzeit und Befristungsgesetz kann hier jedoch Wunder bewirken. Ich glaube einen Arbeitsgerichtsprozess in dieser Anglegenheit fürchtet die Dienststelle wie der Teufel das Weihwasser.

    Interessant.
    Die aktuelle Debatte über TZ in den Medien dürfte ja bekannt sein, Abschaffung des Rechts auf TZ etc.


    Frage: sind die Beamten hier tatsächlich schlechter gestellt, dh dreht sich die öffentliche Debatte um Tarifbeschäftigte, während Beamten das Recht auf Teilzeit einfach entzogen werden kann?

    Bei voraussetzungsloser TZ hat deine alte Schulleitung recht: Die Behörde wird sich bei der Schulleitung im Hinblick auf eine Lehrkraft, die ein von der Schule als Mangelfach deklariertes Fach unterrichtet, zunächst freundlich erkundigen, wie denn ein Mangel herrschen könne, wenn man gutheiße, dass Leute voraussetzungslos in die TZ gehen. Dann wird dieses Fach künftig nicht mehr als Mangelfach gewertet. Insofern hat die alte SL gut daran getan, dich zu ermutigen (ich formuliere es mal positiv), weiter VZ zu arbeiten.

    Und was hat die SL davon, deprimierte Kollegen zu haben?


    Ich verstehe nie die Hörigkeit der SL: die könnten sich doch über Wünsche der Bezreg hinwegsetzen. Argumentieren, dass die TZ befürwortet wird.

    Im Zweifel gibt es dann eben mal keine neue Stelle, dafür aber zufriedenere Kollegen. Und bevor Pflichtunterricht ausfällt, wird sicher irgendeine Vertretungsstelle geschaffen.
    Wo ist dann das Problem, außer, dass der Chef ggf. zu seiner Personalplanung befragt wird?

    Hallo,


    von mir auch eine Nachfrage und zwar zu den Kriterien.

    Folgender Hintergrund: vor einem Jahr wollte ich, Gym NRW, schon mal einen Antrag stellen. Das wurde mir von der damaligen SL ausgeredet. Angeblich könnte die SL dann keine neuen Leute einstellen und er wollte aber noch jemanden für Fach XY haben. Ich hatte dann keinen Antrag gestellt.
    Nun gibt es eine neue SL. Dort erklärte ich vor kurzem mein Ansinnen, ohne das Gespräch vom letzten Jahr zu erwähnen.
    Zur Begründung gab ich einige gesundheitliche Probleme an und einfach eine bessere Work-/life balance haben zu wollen. Auf das gesamte Geld, die rd 4 1/2 t€ jeden Monat, bin ich nicht angewiesen, weniger genügt auch.

    Die SL hörte sich das alles an, verstand auch, aber wirkte nicht so ganz überzeugt. So nach der Devise: Ich muss auch viel arbeiten und Blutdruckmittel nimmt sowieso jeder Zweite.
    Im übrigen würde bei voraussetzungsloser TZ nun nachgefragt seitens der Bezreg und wenn die SL jeden Antrag befürworten würde, würde sie sich unglaubwürdig machen und ggf. irgendwann gar keine Genehmigungen mehr bekommen.
    Der politische Kurs sei: im Zweifel ablehnen. Und das täte dann „irgendeine A9 Kraft“ in der Bezreg nach Vorgabe.

    Ich solle den Antrag stellen, aber wenn nachgefragt würde, könne die SL mir nicht garantieren, dass sie für mich sprechen würde.

    Frage 1: welche Argumentation ist richtig, die von der aktuellen SL oder die von der vergangenen SL?


    Frage 2: was könnte man, außer Teildienstfähigkeit erreichen, noch machen, wenn die Genehmigung versagt wird?

    Eine Verlagerung in Richtung Oberstufe ist schon gemacht worden, aber angesichts teils großer Kurse mit Korrektur sowie der Vorbereitung (Romananalyse etc.) und zahlreichen Nachprüfungen, Erstellung von Feststellungsprüfungen, Prüfungen unter Abiturbedingungen etc. ist der Vorteil, nicht mehr das Geschrei der kleinen Kinder an den Ohren zu haben, einer Ermattung gewichen. Ich habe das Gefühl, teils 6 Tage die Woche nur für die Schule zu leben, mal abgesehen von etwas einkaufen und wenn’s gut läuft mal 1/2h spazieren gehen. Von 8-15:30 Uhr in der Schule, dann vorbereiten, Prüfungen erstellen, korrigieren etc. Irgendwann dann um 21:30 Uhr oder so Schluss zu machen und auf dem Sofa einzunicken. Und das als alleinstehende Person.

    Das kann doch nicht der Inhalt des Lebens sein.

    (…) hinterher kurzer Abgleich und ggf. auf dem Bogen, der rausgegeben wird, nochmal "umkreuzen", daher mit radierbarem Stift schreiben. Prallel protokollieren beide auf Schmierzetteln und ich als Fachlehrer picke mir in der Nachbereitung ggf. aus beiden Schmierzetteln prägnante Punkte raus, die ich zur Nachvollziehbarkeit des Zustandekommens der Note auf den Schülerbogen übertrage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Beim Inhalt hilft es, zumindest in Teil A die antizipierten Antworten bereits auf den Bogen zu drucken und überwiegend nur abzuhaken.

    Das macht aber Arbeit. Die Ausgabe der bereits fertig angekreuzten Bögen spart die Arbeit.
    Das Hauptproblem ist hier eben auch, dass der Kollege unzufrieden ist, weil seine als intern gedachten Notizen an die SuS gehen, ggf auch mit internen Kommentaren wie „oberflächliches Gerede“ oder dgl oder Rechtschreibfehlern, die in der Eile entstanden.

    Na ja, dann wohl besser abhaken und beim nächsten Mal so machen, wie von ihm und der Mehrheit hier empfohlen wird. Evtl könnte man auch versuchen, die Bögen wieder zu bekommen unter dem Vorwand, sie archivieren zu müssen. Aber wie es so ist: dann gibt es 3/4 der Bögen zurück, und bei 1/4 sind sie verschwunden, dauerhaft vergessen etc. :/

    Ich würde an der Stelle nicht die Originalbögen herausgeben, sondern die Version nach Abgleich zwischen den beiden Kollegen (m/w/d). Bedeutet: Wenn Kollege A 4 Teilpunkte gibt, Kollegin B 2 Teilpunkte, ihr euch in der Mitte bei 3 Teilpunkten trefft, sollten diese 3 Teilpunkte auf der Version stehen, die dem Schüler (m/w/d) nach Bedarf ausgehändigt wird.

    Hier wurden beide Bögen ausgegeben mit dem Ziel, dem Schüler transparent zu zeigen, dass man seine Leistungen diskutiert hat und sich geeinigt hat.

    Allerdings wurde dies von einigen S nicht honoriert, im Gegenteil wurde gemeckert: „Ja, auf dem einen Bogen stehen schon 4 Punkte und dann ist das wieder abgewertet worden. Sie sind doch mein Lehrer, warum haben Sie sich nicht für mich eingesetzt..?“

    Schon irre, da will man Transparenz zeigen und dann gibts von allen Seiten wieder was zu meckern.

    Also wieder ein Beispiel im Sinne von:

    Gut gemeint (= Transparenz herstellen), geht aber nach hinten los (SuS meckern warum Noten von einem K abgewertet, anderer K unzufrieden dass seine persönlichen Notizen rausgegeben werden).

    Tja… habt ihr das denn auf der Fachkonferenz besprochen? Es scheint hier doch ein Problem von mangelnder Absprachr zu sein. Kollege 1 macht es so wie er meint, Kollege 2 hat eine ganz andere Vorstellung und fühlt sich persönlich düpiert.

    Hallo,


    es geht um Kommunikationsprüfungen in der Oberstufe.
    Situation: 2 KuK lauschen den SuS, wie sie ein Bild/Werbung/Karikatur beschreiben und später diskutieren.
    Dazu werden Notizen angefertigt zu Äußerungen der SuS und in einem Bewertungsbogen Kreuze gemacht. Später überlegt man gemeinsam, auf welche Punkte man sich einigt.

    Frage: seht ihr ein Problem darin, die beiden Originalbögen an die SuS herauszugeben?

    Hier wurde das im Sinne der Transparenz gemacht, allerdings war die andere prüfende Person unzufrieden, weil sie nicht wollte, dass ihre persönlichen Notizen an die SuS gehen, ggf sogar in sozialen Medien eingestellt etc.

    Der anderen prüfenden Person war das nicht bewusst und dachte: ja gut, sollen die SuS doch sehen, was geschrieben wurde und wie die Note zustande kommt.
    Natürlich kamen dann Nachfragen/Beschwerden wie: „Wieso habe ich bei dem einen Lehrer 2 Punkte in der Kategorie bekommen, bei dem anderen 5 Punkte und insgesamt nur 3 Punkte?“


    Ergebnis: ein Kollege unzufrieden über die Herausgabe seiner Mitschrift, die SuS versuchen zu diskutieren.

    Wie handhabt ihr das? Einen ins reine geschriebenen Bogen mit Note und Unterschrift rausgeben?

    Ist bekannt, ob eine aktuelle Teildienstfähigkeit Nachteile bei Beförderungen hat oder Bewerbungen auf Abordnungsstellen außerhalb der Schule?


    Es wäre ja auch denkbar:

    1) Kollege ist bereits seit längerer Zeit in ärztlicher Behandlung (zB wie hier genannt: Blutdruck/Herz, Psyche etc.)


    2) Er stellt selbst einen Antrag auf Teildienstfähigkeit und bringt Gutachten vom Kardiologen, Hausarzt, Psychiater etc. bei.

    3) Beim Amtsarzt wird ihm zB 70% Dienstfähigkeit bescheinigt.

    4) Dann will er sich auf eine entsprechende Beförderungsstelle bewerben… gibt es da Probleme?

    Das würde ich übrigens nicht so äußern. Da kommen bei mir sowohl aus Leitungssicht als auch als ehemaliger IK-Lehrer sehr deutliche Fragezeichen auf.

    Na ja, die SuS arbeiten in Arbeitsheften, die man hin und wieder kontrolliert, sonst mit der Anton App selbständig.
    Weil ja ständig welche dazu kommen und andere dann stundenweise wieder im Fachunterricht sind, ist ein üblicher Unterricht gar nicht möglich.

    Liebe Community,


    die Schulleitung trat an mich heran mit der Frage (eigentlich eine Aufforderung), die Fachstunden einer längerfristig erkrankten Lehrkraft mit 3 Stunden zu übernehmen.

    Dafür würde man mich dann aus anderen Klassen, konkret der internationalen Klasse, rausnehmen.

    Unter der Hand ist es immer so gewesen an der Schule, dass die Arbeit in der IK etwas als Ausgleich für stark mit Korrekturen belastete KuK war, weil kaum Vorbereitung und keine Nachbereitung nötig ist. Hier werden nun 2 IKs zusammengelegt, was faktisch nur einer Betreuung der SuS dort gleich kommt. Eine sinnvolle Unterstützung, individuelle Korrekturen und Feedback gehen dann kaum mehr, zumal einige SuS psychisch auch nicht stabil wirken, vorsichtig gesagt.

    Da ich noch teils große Oberstufenkurse habe (auch einer in einem Korrekturfach mit 31 SuS) habe ich das Gefühl, dass immer mehr Arbeit aufgehalst wird.

    Weiterer Nachteil: die nun zu übernehmenden Stunden liegen so, dass Leerstunden in meinem Plan entstehen.

    Wenn nun alle 25h komplett mit Unterricht in großen Klassen, zzgl der Korrekturen, ohne etwas „Ausgleich“ in etwas weniger arbeitsintensiven Klassen graut es mir sehr. Da lebt man von morgens bis zum schlafen ja praktisch nur für die Schule, ein untragbarer Zustand.

    Wenn ich sehe, wie an anderen Schulen Kollegen Abordnungen haben mit recht freier Zeiteinteilung, Entlastungsstunden… an den Abendgymnasien oder Berufskollegs in manchen Klassen nur wenige SuS sitzen….


    Kann ich mich nicht gegen diese grausliche belastende Arbeitsverdichtung wehren… Pech gehabt, zur falschen Zeit an der falschen Schule?

    7 Stunden inklusive Auf- und Abbau.

    Soweit ich es jetzt verstanden hab:


    Ein schulfreier Ausgleichstag darf streng genommen nur gewährt werden, wenn alle Beteiligten am Tag der offenen Tür weitgehend in Unterricht eingebunden werden und zB Grundschuleltern sich den Unterricht ansehen, zzgl zB kleinere Präsentationen, die sich aus dem Unterricht ergeben (Experimente, Stellwandpräsentationen etc.).


    Ist an dem Tag kein Unterricht, sondern stellen die SuS die Schule vor, verkaufen Kuchen, präsentieren ihre AGs, erläutern den Eltern den Stundenplan etc., darf dafür kein Ausgleichstag gegeben werden.
    Auch nicht, wenn zwar etwas Unterricht stattfindet, aber nur in einzelnen Klassen.

    Die Tatsache, dass trotzdem alle KuK anwesend sein müssen, bedeutet nicht, dass diese Zeit irgendwie vergütet wird.

    Soweit richtig?
    Klingt aber sehr unfair, zumal es an manchen Schulen anders praktiziert wird.

    Was ist denn mit „Erhebungszeitraum“ in der Statistik oben im Link gemeint?

    Genau genommen scheint das Problem auch zu sein, dass an meiner Schule an diesem Tag kein Unterricht im eigentlichen curricularen Sinn statt findet, sondern die SuS der Sek I Projekte und ihre Schule vorstellen.

    Natürlich hat das zur Folge, dass auch alle (!) KuK anwesend sein müssen und zudem diese Ausstellungen vorbereiten und abbauen müssen.
    Im Kern also ein zusätzlicher Arbeitstag. Das wird als ungerecht empfunden.

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