Gängelungen durch die Schulleitung

  • Die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis wäre natürlich schon die Höchstmaßnahme, aber auch niedrigschwelligere Maßnahmen wie eine Kürzung der Dienstbezüge könnte schon motivierend wirken, pünktlich zu kommen.

  • Kürzung der Dienstbezüge könnte schon motivierend wirken, pünktlich zu kommen

    Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

  • Das ist doch lächerlich. Wer sich als Schulleitung von der diffusen Angst, jemand könne sich krank melden, darin behindern lässt dafür zu sorgen, dass sein Laden korrekt läuft, ist wohl falsch auf dem Posten.

  • Es könnte doch auch sein, dass er zB krank ist, morgens manchmal einfach länger braucht, Schlafstörungen hat oder einfach psychisch nicht gut drauf ist. Offenbar ist das hier nicht erfragt worden

    Im Ausgangsbeitrag ist davon nicht die Rede, also muss man erst einmal davon ausgehen, dass es

    • Rumtrödeln
    • Unorganisiertheit
    • Oder Absicht

    Ist.

    Also geht man dem als Schulleiter nach.

    Wenn der Kollege dann wiederholt erwischt wird, kann er entweder sein Verhalten ändern oder er begründet es - DANN findet man bestimmt eine Lösung, um dem Kollegen zu helfen (wenn deine Überlegungen zutreffen. )

    Aber dafür muss er wissen, dass sein Verhalten auffällt und Fragen aufwirft.

    Und warum sollte der Schulleiter dem nachgehen und im schlimmsten Fall kontrollieren und Maßnahmen einleiten? Zum Schutz des Kollegen. Es hieß, der Schulleiter kontrolliert zum Unterrichtsbeginn. Ein Lehrer, der erst mit dem Schellen (oder später) das Gebäude betritt kann gar nicht pünktlich in der Klasse sein ... und die Aufsicht gewährleisten. Wenn das was passiert, wäre das rechtlich schwierig für den Kollegen.

    Und: wenn der Schulleiter davon weiß und ihn gewähren lässt, dann auch ggf. Für ihn.


    Also: ein Eingreifen ist ein Muss.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Also, ich finde mich hier ja selten in der Position, Schulleitungshandeln zu verteidigen, aber dass wir das hier seit acht Seiten immer noch diskutieren, finde ich schon verwunderlich.
    Ja, man kann darüber reden, ob die Art und Weise der Kontrolle und der Kommunikation geglückt ist. Als Personalrat würde ich hier mal mit dem Schulleiter im Sinne der vertrauensvollen Zusammenarbeit darüber reden, wie das wirkt und wie es sich auf das Schulklima auswirkt, dass er seine Rolle als Dienstaufsicht in dieser Art und Weise umsetzt.
    Dass es aber selbstverständlich seine Aufgabe ist, die Einhaltung der Unterrichtszeiten, die Einhaltung der Aufsichtspflicht und das dienstliche Verhalten zu überwachen, kann doch nicht ernsthaft in Frage gestellt werden?

    Das wurde übrigens alles bereits auf der ersten Seite gesagt.

  • Als Personalrat würde ich hier mal mit dem Schulleiter im Sinne der vertrauensvollen Zusammenarbeit darüber reden, wie das wirkt und wie es sich auf das Schulklima auswirkt, dass er seine Rolle als Dienstaufsicht in dieser Art und Weise umsetzt.

    Ja, das ist der interessante Punkt: wie könnte das anders geschehen? Ich glaube auch nicht, dass die Tatsache angezweifelt wird, aber so wie mit Kollegen umgegangen wird, geht es nicht. Ständig kontrolliert, ständig wird was angemeckert (zu spät, zu wenig vorbereitet, vergessen etc.), aber die ganze Arbeit, die die Leute leisten, wird nicht erwähnt.

  • Ich frag mich immer, wie das geht, eine Krankenschein für 4 Wochen ohne Krankheit zu bekommen. Ich bin wohl bei den falschen Ärzten, denn ich muss meistens fragen, ob ich eine Krankschreibung bekomme und die geht dann 3 Tage oder so.
    Bei meiner letzten fiesen Erkrankung wurde ich tatsächlich auch noch erstaunt angeschaut, als ich nach einer Krankschreibung gefragt hab. Ich will nicht ins Detail gehen, aber damit konnte man wirklich nicht arbeiten. Schon gar nicht in der Schule.

    Wie schafft man das dann, nur weil man vom Schulleiter gerechtfertigterweise eine Ansage bekommen hat?

  • Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

    Wenn sich jemand quasi angekündigt 4 Wochen krank meldet, begibt sich ausschließlich der betreffende Kollege auf dünnes Eis.

  • Warum sollte das passieren? Eine verbeamtete Lehrkraft zu entfernen dürfte wohl mehr nötig machen als etwas „Du, du“ weil sie hin und wieder einige Minuten nach dem Gong morgens in die Schule kam.

    Weil die Aufsichtspflicht verletzt wird.

    Und dir geht es ja gerade nicht ums "Dudu" wegen eines Ausnahmefehlers sondern was passiert, wenn das so weiterläuft.

  • Was ich vermisse ist zu fragen, wie es dem betroffenen Kollegen geht.

    Es wird hier zumeist nur gesagt: er muss, er muss…

    Es könnte doch auch sein, dass er zB krank ist, morgens manchmal einfach länger braucht, Schlafstörungen hat oder einfach psychisch nicht gut drauf ist. Offenbar ist das hier nicht erfragt worden.
    Übrigens alles Aspekte, die durch die Schule noch gefördert werden. Wenn dann noch ein Schulleiter um die Ecke kommt und sagt: „Schon wieder 4 Minuten zu spät, jetzt werde ich mal eine Meldung an die Schulbehörde machen.“… wie soll sich der Kollege dann fühlen?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, war die Schulleitungsreaktion keine Meldung an die übergeordnete Behörde, sondern eine Einladung zum Dienstgespräch.

    Das wäre dann doch spätestens der Moment, in dem mit der Schulleitung auch daüber gesprochen werden kann, wenn es tatsächlich gesundheitliche Ursachen dafür gibt.

    Niemand kann erwarten, dass Schulleitungen krankheitsbedingte Einschränkungen bei Kollegen, die soch dazu nicht äußern, erraten müssen.

  • Ja, das ist der interessante Punkt: wie könnte das anders geschehen? Ich glaube auch nicht, dass die Tatsache angezweifelt wird, aber so wie mit Kollegen umgegangen wird, geht es nicht. Ständig kontrolliert, ständig wird was angemeckert (zu spät, zu wenig vorbereitet, vergessen etc.), aber die ganze Arbeit, die die Leute leisten, wird nicht erwähnt.

    Ich glaube, du hast mich falsch verstanden.
    Ich bin durchaus der Meinung, dass die Einaldung zu einem Gespräch hier die richtige Reaktion ist. Warum so viele Kollegen (nicht unbedingt hier, ich erlebe das auch real) sich hier am Begriff "Dienstgespräch" so aufhängen, erschließt sich mir nicht. Mir ist keine formaljuristische Definition des Begriffs bekannt, die ein Dienstgespräch eng als Disziplinarmaßnahme definiert. Es ist halt ein Gespräch, das dienstlichen Rahmen hat, und durchaus auch disziplinarisch sein kann. Und ja, wenn jemand alle zwei Wochen zu spät kommt, dann ist das angebracht.

    Was ich meinte: Bei mir ist das Bild eines Wilhelm-Busch-artig karikaturhaften "Schulstubenmeister" (8)) entstanden, der mit einer überdimensionierten Taschenuhr an einer Kette in der Eingangshalle wartet, wer zu spät kommt und die Kollegen an Ort und Stelle zur Rede stellt. Das wäre etwas, was ich im Sinne des Schulfriedens anmerken würde - nämlich, ob das auch diskreter geht. Aber, eben, nicht in der Sache an sich, nur in der Art und Weise.

  • Ja, das ist der interessante Punkt: wie könnte das anders geschehen? Ich glaube auch nicht, dass die Tatsache angezweifelt wird, aber so wie mit Kollegen umgegangen wird, geht es nicht. Ständig kontrolliert, ständig wird was angemeckert (zu spät, zu wenig vorbereitet, vergessen etc.), aber die ganze Arbeit, die die Leute leisten, wird nicht erwähnt.

    Das steht aber auf einem ganz anderen Tablett als das schuldhafte Zuspätkommen von KollegInnen.

    Da geht es dann um professionelles und in diesem Fall strategisch kluges Verhalten. Ich habe verschiedenste Schulleitungstypen erleben dürfen. Der beste Typ war eine Person, die mich nicht für meine tägliche Arbeit gelobt hat, aber dennoch um meine Stärken wusste und ein Gespür dafür hatte, dies in den passenden Situationen so wohldosiert zu wertschätzen, dass ich es als authentisch, aufrichtig und wohltuend empfunden habe.

    In unserem System haben bestimmte Fehler mitunter spürbare Konsequenzen für unsere SchülerInnen. Sei es beispielsweise bei der Aufsicht, sei es bei der Notengebung oder der Schullaufbahnberatung. Das gilt für alle Zwischenebenen bis ganz nach oben. Dass dann Fehlverhalten bzw. Fehler stärker moniert werden, dürfte nachvollziehbar sein. Dennoch ist man als Schulleitung oder sonstige Führungskraft gut beraten, eben auch seinem Kollegium oder seinen Untergebenen Wertschätzung entgegenzubringen.

    Ich bin kein Fan von übermäßiger Kontrolle, weder als Kontrollierender noch als Kontrollierter. Aber wie hier schon angeklungen ist, tut es möglicherweise Not, den Schlendrian auszutreiben. Und natürlich wird jemand, der sich vorher ohne Konsequenzen falsch verhält, plötzlich verschnupft reagieren, wenn die Schulleitung ankommt und das moniert. Dann wird es Zeit, dass man erkennt, wo das Problem liegt (ungeachtet dessen, dass sich die Schulleitung der Wirkung ihres Handelns auf das Gesamtkollegium im Klaren sein muss.)

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Schlau du bist!

    Erbärmlicher Versuch, um von der eigenen Eskalationsspirale und dem eigenen Textunverständnis abzulenken. Beschämend.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

    Was für eine ekelhafte Arbeitseinstellung ist es eigentlich, zu spät zu kommen und dann bei einer Ansprache dazu sich krankschreiben zu lassen? Als Kollege würde ich da wenig Verständnis für aufbringen.

  • Was für eine ekelhafte Arbeitseinstellung ist es eigentlich, zu spät zu kommen und dann bei einer Ansprache dazu sich krankschreiben zu lassen? Als Kollege würde ich da wenig Verständnis für aufbringen.

    Das sieht der/die KollegIn, der/die so handelt ja nicht so. Aus seiner/ihrer Sicht gibt es eine Rechtfertigung für die Verspätung (äußere Umstände, berechtigte Renitenz aufgrund von Frustration etc.). Wenn dann die böse Schulleitung ankommt und einem auf die Füße tritt, wird eben trotzig reagiert. Das sind KollegInnen, die schon vor einiger Zeit "verlorengegangen" sind.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Das sieht der/die KollegIn, der/die so handelt ja nicht so. Aus seiner/ihrer Sicht gibt es eine Rechtfertigung für die Verspätung (äußere Umstände, berechtigte Renitenz aufgrund von Frustration etc.). Wenn dann die böse Schulleitung ankommt und einem auf die Füße tritt, wird eben trotzig reagiert. Das sind KollegInnen, die schon vor einiger Zeit "verlorengegangen" sind.

    Nur wenige Menschen handeln prinzipiell böse, da stimme ich dir absolut zu. Mein Beitrag war auch mehr meine Außensicht als Kollege. Ich bin da auch nicht neutral: Ich durfte schon sehr viele Karren aus dem Dreck ziehen, weil ich fachlich von einem Kollegen abhängig war, der aus "Verteidigung" gegen die gefühlte Arbeitsbelastung prinzipiell 20 Minuten zu spät kam und 20 Minuten zu früh ging und bei Ansprache durch die SL nen Krankenschein zückte. Ich musste dann in meinem Fach die von ihm aus zeitlichen Gründen nicht thematisierten Inhalte nachholen und hatte sogar einen Termin beim SL, weil die in seinem Fach zu erlernenden Grundlagen derart lückenhaft waren, dass ich Gefahren für den Abschluss in meinem Fach sah. (Mathe -> Physik)

  • Beitrag von Kreidemeister (4. März 2026 22:41)

    Dieser Beitrag wurde von kleiner gruener frosch aus folgendem Grund gelöscht: Das war jetzt nicht das erste Mal, dass du sowas schreibst. Aber das erste Mal explizit als Tipp. Daher: entfernt, da keine Beiträge erlaubt sind, die gegen geltendes deutsches Recht verstoßen. (Rückfragen gerne per PN. Nicht hier.) (4. März 2026 22:46).
  • ...Mein Beitrag war auch mehr meine Außensicht als Kollege. Ich bin da auch nicht neutral: Ich durfte schon sehr viele Karren aus dem Dreck ziehen, ...

    Das fühle ich auch, wenn ich sowas lese.

    Wenn einer zu spät kommt, muss sich jemand anders um die Klasse kümmern. Wenn einer alles larifari sieht, müssen immer die anderen den Mist ausbaden, die verlegten Wörterbücher suchen und Erziehungsmaßnahmen aussprechen.

    Das nervt einfach nur alle anderen, das hat auch nichts mit "Korrektsein" zu tun, sondern damit, dass alle anderen mit ihren eignen Aufgaben genug zu tun haben.

  • Das fühle ich auch, wenn ich sowas lese.

    Wenn einer zu spät kommt, muss sich jemand anders um die Klasse kümmern. Wenn einer alles larifari sieht, müssen immer die anderen den Mist ausbaden, die verlegten Wörterbücher suchen und Erziehungsmaßnahmen aussprechen.

    Das nervt einfach nur alle anderen, das hat auch nichts mit "Korrektsein" zu tun, sondern damit, dass alle anderen mit ihren eignen Aufgaben genug zu tun haben.

    Eben und auch die Kollegen sind oft überlastet Kreidemeister. Deshalb habe ich auch null Verständnis für solche asozialen (gemeint im griechischen Ursprung) Kollegen.

    Und ich schrieb bereits, alle sind froh, wenn dieser Kollege weiter gereicht wird und zum Wanderpokal wird.

    Ergänzung

    Das ist nämlich dein Irrglaube. Du denkst, dass man nichts sagen darf, sonst fehlt der Kollege noch öfter. Aber warum soll er etwas ändern, wenn es keine Konsequenzen hat? Dafür sind alle anderen Kollegen, die es auffangen müssen, verärgert. Wenn der Kollege Hilfe benötigt, soll er sie holen und nicht nichts tun und den anderen zu Last fallen. Die haben vielleicht viel mehr Last bereits zu tragen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

    Einmal editiert, zuletzt von Kris24 (5. März 2026 00:16)

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