Beiträge von Status_Quo

    Die von Karl-Dieter geschilderten Risiken sind durchaus vorhanden. Allerdings sind die Amtsärzte auch dem Prinzip "Rehabilitation vor zur Ruhesetzung" verpflichtet.

    Ist denn das Urteil des Amtsarztes bindend?

    Ich stelle mir das so vor: man geht zum Hausarzt, der schreibt einen 3-Zeiler: Um bestehende gesundheitliche Probleme nicht zu verstärken, empfiehlt er eine Tätigkeit im Umfang von nicht mehr als (z.B.) 20h.

    Das reicht man ein beim Antrag auf Teildienstfähigkeit. Dann geht man zum Amtsarzt und legt dort noch diverse Berichte mit Diagnosen vor (z.B. Blutdruck, Asthma, Skeletterkrankungen, Schilddrüse etc., was auch immer) und verweist auf das Schreiben des Hausarztes und bekräftigt, dass man sich selbst noch etwa 20h aktuell zutrauen würde.

    Wie wahrscheinlich ist es, dass der Amtsarzt einen sofort dienstunfähig schreibt? Und wenn.. ist das bindend bzw. wie lange?

    Hey,

    weiß jemand, ob es für NRW Grundsätze zur Stundenplangestaltung gibt, insbesondere mit Bezug auf Leerstunden?

    Hintergrund: seitdem die 13er weg sind, werden bei uns die entfallenen Stunden aufgefüllt, teils mit anderen Klassen (wo die Kollegen dauerkrank sind bzw. ehemalige Referendare, die bis Ende April noch einen Übergangsvertrag bekamen, nicht mehr da sind), teils mit Vertretungsbereitschaft.

    Nun hat man mir an einem Tag gelegt: 1-2. Stunde (bis 09:40 Uhr)... lange Pause dann 10.-11. Stunde (15:10-16.40 Uhr). Ist sowas zulässig, zumal ohne Absprache, einfach in den Plan gelegt? An einem anderen Tag sind mit Pausen auch fast 3h leer dazwischen.

    Das geht hier explizit nicht um Lernzeiten, das ist klar. Die sind voll anzurechnen.

    Ja, was gilt denn nun? In #62 wurde geschrieben, so wie ich es auch erleben, dass diese Lernzeiten nur zur Hälfte vergütet werden. Ist das nun zulässig oder nicht?

    Wie geschrieben, vor einiger Zeit wurden an der Schule, an der ich bin, die Lernzeiten immer komplett verrechnet. Dies wurde dann auch 50% geändert, als man Personalnot hatte.

    Sie können also auch voll angerechnet werden was meines Wissens die meisten Schulen machen.

    Wie ich hörte, war das bis vor einiger Zeit auch an der Schule, an der ich nun tätig bin, der Fall. Dann aber hatte man zu wenig Lehrpersonal und es wurde nur noch 1/2 der Zeit für die Lernzeiten angerechnet. Dies gleichzeitig bei Versagung von Teilzeiten ohne Grund.

    Klar führt das zu erhöhten Präsenzzeiten. Schon allein deshalb, weil dann Lehrer unter Umständen eine Pause bekommen müssen, um die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

    Ja, das meine ich eben. Beispiel:

    1./2. Stunde: Deutsch

    Pausenhofaufsicht

    3./4. Stunde: Englisch

    5. Stunde: Deutsch

    FREISTUNDE

    Mittagspausenaufsicht

    8. Stunde: Lernzeit I

    9. Stunde: Lernzeit II


    Hinweis: die Lernzeiten werden nur zur Hälfte auf das Deputat angerechnet, d.h. Stunde 8.-9. zählen wie eine Stunde. Wäre das eine "normale" Schule, gäbe es die Mittagspause nicht und die Lernzeiten auch nicht. Folge: man könnte aus der 5. Stunde zusammen mit dem Deputat, was hier für Stunde 8.-9. verbraucht wird, eine 6. Stunde machen und danach frei. Anders ausgedrückt: der Kollege an diesem gebundenen Ganztag wäre in diesem Beispiel 3h länger in der Schule, denn die Freistunde muss erfolgen, wenn man länger als 6 Zeitstunden in Anspruch genommen wird. Macht mit 5 - Minuten Pause rd. 140 Minuten mehr, fast 2,5 Stunden. Wo der Kollege an der "normalen" Schule um 13:00 Uhr gehen kann, muss der Kollege am gebundenen Ganztag bis 15:20 Uhr (als Beispiel) da hocken. Danach natürlich noch vorbereiten, korrigieren etc.

    Nun kommt ein solcher Plan mit den Lernzeiten nicht jeden Tag vor, aber dafür liegt dann am anderen Tag eine Vertretungsreserve/Präsenzstunde. Dazu dann irgendeine andere längere Aufsicht.

    Oder übersehe ich im Schulvergleich da etwas, wenn ich behaupte, dass derjenige, der am gebundenen Ganztag landet, mehr Zeit in der Schule zubringt als jemand, der an einer anderen Schulform arbeitet?

    Das heißt, mit 25,5 Stunden die Woche (VZ Gym NRW) kann ich einen Stundenplan von 27 Stundenslots haben (24 Unterrichts plus 3 Lernzeiten haben), plus 2-4 Freistunden plus 3-4 Vertretungsbereitschaften außerhalb dieser Freistunden. (plus Hofaufsichten vor / zwischen / nach dem Unterricht)
    In einer Halbtagsschule wäre es schon kaum möglich, weil es schon mehr als die mögliche Sek-1-Slots-Anzahl ist.

    Ja, das ist mein Punkt: liege ich dann richtig mit meiner Vermutung, dass an den gebundenen Ganztagsschulen, egal ob Gesamtschule oder Gymnasium, die zeitliche Anwesenheit definitiv höher ist als bei normalen Gymnasien?

    Ich frage auch deshalb, weil ich es von anderen Schulen, besonders Berufsbildenden Schulen und Weiterbildungskollegs kenne, dass dort eben keine oder wenig Aufsichten vorhanden sind und bei Abwesenheit der Schüler die Stunden einfach ausfallen, Vertretung eher selten. Bei Berufsschulen kommt hinzu, dass bei weniger als 6h am Tag die Klasse gerne abbestellt wird (weil z.B. ein Fachkollege mit 3 und mehr Stunden an dem Tag nicht da ist), was bedeutet, dass die anderen Kollegen an dem Tag in der Klasse dann auch frei haben.

    Insofern habe ich das Gefühl, dass die Arbeit an einer Schule mit gebundenem Ganztag von der zeitlichen Belastung doch höher liegt als an den anderen genannten Schulformen - oder übersehe ich da etwas?

    Liebe Community,


    seit einiger Zeit arbeite ich an einer Ganztagsschule in NRW, Sek. I und II. Konkret hat man den Eltern wohl das Versprechen gegeben, dass ihre Kinder, Sek. I, in der Zeit von 8-15 Uhr schulisch beaufsichtigt werden. Das führt dazu, dass meiner Ansicht nach die Tage "gestreckt" werden mit einer langen Mittagspause, Hausaufgabenstunden und Förderstunden.

    Vor allem aber fällt nie Unterricht aus, im genannten Zeitraum wird alles vertreten, was mir und auch vielen SuS unsinnig erscheint. Beispiel: nach der Mittagspause sind von 13:30-15:00 noch 2h Sport. Der Sportkollege ist krank. Eine Aufgabe gibt es für die Zeit nicht. Nun werden für die beiden Stunden Kollegen zur Vertretung rangezogen. Müssen entweder länger bleiben oder extra (früher) kommen. Die SuS sitzen da und spielen Karten oder unterhalten sich. Aber heimschicken darf man sie nicht. Genauso morgens: auch wenn schon tagelang bekannt ist, dass die Stunde 1-2 nicht unterrichtet werden kann, weil der entsprechende Kollege nicht da ist.. wird vertreten, dafür muss dann ein anderer eher kommen oder die Vertretungsreserve ran. Dementsprechend gibt es auch kein "Vorziehen" von Stunden, z.B. von der letzten auf die vorletzte Stunde mit Unterricht, der dafür dann an der planmäßigen Stelle (z.B. am nächsten Morgen) entfällt.

    Ich kenne es von anderen Schulen so, dass solche Randstunden ausfallen, Unterricht vorgezogen/umgelegt wird etc. Die Regelung an dieser Schule führt meiner Meinung nach dazu, dass man als Lehrer wesentlich mehr Präsenzzeiten hat und auch durchweg länger in der Schule ist. Zumal diese Hausaufgabenstunden, Mittagspausenaufsichten etc. nur zur Hälfte auf das Stundenkontingent angerechnet werden (Begründung: keine Vor-/Nacharbeit notwendig).

    Frage 1: ist das mittlerweile "normal" an Schulen, dass die Randstunden nicht ausfallen oder ist das ein Spezifikum von Ganztagsschulen? Wäre hier eine andere Lösung denkbar? So könnte ich mir vorstellen, einen Studenten für die Zeit der Randstunden da zu haben, wenn Eltern absolut nicht wollen, dass ihre Kinder in solchen Situationen später losgehen oder früher heimkommen, der diese Kinder beaufsichtigt.

    Frage 2: täusche ich mich oder ist es so, dass die zeitliche Anwesenheit und Länge der Schultage an solchen Schulen bei gleicher Bezahlung erheblich höher liegt? Denn das andere übliche Arbeitspensum (Konferenzen, Klausuren, Korrekturen etc.) ist damit ja nicht erledigt.

    gost_klp_e_2023_06_07_0.pdf

    Seite 44

    Eine konkrete Wortzahl findet sich dort nicht. Meiner Einschätzung nach sollte der Ausgangstext bestenfalls ein Drittel der Wortzahl eines Abiturtextes Teil C (Lesen/Schreiben) umfassen, damit das Ganze in einer Vorbereitungszeit von 30 Minuten gelesen und bearbeitet werden kann.

    Die Seiten der Standardsicherung sollten eigentlich IMMER Dein erster Anlaufpunkt sein, wenn Du diesbezüglich Fragen hast.

    Ja, danke, aber da stand eben auch keine Wortzahl.

    Wenn man nun von einem GK-Text von z.B. 700 Wörtern ausgeht, blieben ja hier nur rd 250 Wörter übrig? Aus dem Kollegium kam der Hinweis, sich an ca. 300-350 Wörtern zu orientieren. Aber da sprachliche Mittel etc. rauszuholen... da steht ja nicht viel drin.

    Hallo,

    gibt es irgendwo eine verbindliche Information, wie der Ausgangstext im Abitur 4. Fach Grundkurs Englisch NRW beschaffen sein muss hinsichtlich der Wortzahl? Ich finde nichts.

    Darauf aufbauend soll eine 3-stufige Aufgabenstellung erfolgen (z.B.: outline, analyse, evalute), woraus der Prüfling dann einen Vortrag (10-max 15 min?) erarbeitet in 30 min Vorbereitungszeit, oder?

    Dazu dann ein Prüfungsgespräch in der gleichen Länge mit Aufgaben aus unterschiedlichen Semestern, wobei auch der AFB III erreicht werden müsste (z.B: Eine Bewertung oder begründete Einschätzung abgeben, Übertragung von Wissen zu z.B. dem American Dream auf die eigene Lebenswirklichkeit etc.)?.


    Danke.

    Als Personalrat würde ich hier mal mit dem Schulleiter im Sinne der vertrauensvollen Zusammenarbeit darüber reden, wie das wirkt und wie es sich auf das Schulklima auswirkt, dass er seine Rolle als Dienstaufsicht in dieser Art und Weise umsetzt.

    Ja, das ist der interessante Punkt: wie könnte das anders geschehen? Ich glaube auch nicht, dass die Tatsache angezweifelt wird, aber so wie mit Kollegen umgegangen wird, geht es nicht. Ständig kontrolliert, ständig wird was angemeckert (zu spät, zu wenig vorbereitet, vergessen etc.), aber die ganze Arbeit, die die Leute leisten, wird nicht erwähnt.

    Ich möchte nochmal nachfragen:

    Welche Möglichkeiten hat die Schulleitung konkret? Sie könnte eine Meldung an die Schulaufsichtsbehörde (Landesschulbehörde, Senatsverwaltung, Bezirksregierung etc.) machen... und dann?

    Im Zweifel würde sich doch ein so gegängelt und überwachter Kollege einfach krank melden, ggf. auch lange, denn die Kohle kommt erstmal lange, lange weiter.. dann ggf. Wiedereingliederung, dann wieder krank etc.

    Kann das im Sinne der Schulleitung sein?

    Das hast du falsch verstanden: anrufen ja, aber nicht zum krank melden, sondern um zu informieren, dass man aus dem und dem Grund später kommt.

    Wenn das dann aber öfter vorkommt, 1x pro Woche oder zumindest alle 2 Wochen, könnte es vom Vertretungsbüro auch zur Schulleitung gehen. Das Problem ist, dass man dann aus der 1. Stunde ausgeplant wird und ein Kollege oder Kollegin aus der Vertretungsbereitschaft aktiviert wird, in die Stunde zu gehen. Auch dann, wenn es sich nur um wenige Minuten handelt. Sowas könnte der Schulleitung dann auch zu Ohren kommen.

    Bislang, unter der alten Schulleitung, war das nie ein Problem. Die hat maximal geflunkert: jetzt aber flink. Unter der neuen Schulleitung wird gleich mit Dienstgespräch gedroht und jeden Morgen geschaut wann wer kommt. Das ist doch das Problem.

    Danke für die Antworten.

    Ich entnehme den Beitragen, dass die von mir eingangs geschilderten Situationen (gelegentlich je nach Verkehr 3-4 Minuten zu spät kommen oder die Sache mit technischen Mängeln im Vorabi) an anderen Schulen nicht vorkommen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

    Eine Kollegin, mit der ich über dieses Verhalten sprach, meinte übrigens: das muss die SL so machen, denn von den SuS wird pünktliches Erscheinen gefordert aus pädagogischen Gründen. Wenn dann KuK regelmäßig einige Minuten zu spät kommen macht sie sich unglaubwürdig den SuS gegenüber.

    Wenn dann wieder ein Zuspätkommen droht, weil wieder der Müllwagen die Straße blockiert wäre die Folge: Anruf und krank melden, um das unangenehme Abfangen zu vermeiden. Ob die SL damit so viel gewonnen hätte?

    Kommen bei euch auch Kollegen zu spät, führen die Aufsicht nachlässig und müssen bei Prüfungen nachkopieren? Dann ist es ein Saustall. Immerhin hat man im Gymnasium auch noch eine Vorbildfunktion. In der GS müssen wir täglich 15 min VOR Unterrichtsbeginn in der Klasse Aufsicht führen, die wir in der ersten Stunde unterrichten. Wenn nicht, wird man auch einbestellt. Niemand würde deswegen zum Personalrat rennen, lächerlich.

    Es geht eher um die Fremdbestimmung und vor allem darum, dass die viele gute Arbeit gar nicht gesehen wird, sondern sich die Schulleitung an solchen Kleinigkeiten aufhängt.

    Vorher ging es auch gut, Kollegen waren zufrieden. Nun stockt doch schon der Atem, wenn wieder Stau ist und man bei Ankunft an der Schule die Schulleitung im Gang sieht.

    Frage: hat ein "dienstliches Gespräch" überhaupt irgendwelche Auswirkungen? Sollen doch so viele Gespräche wie gewünscht geführt werden, was solls.

    Wie gehst du mit Schülerinnen und Schülern um, die wiederholt zu spät kommen?

    Ehrlich gesagt ist mir das persönlich ganz egal. Ich hänge mein Ego nicht so hoch. Wenn sie zu spät kommen, verpassen sie was - müssen sie mit den Konsequenzen leben.

    Es ging mir darum, so sehr getrieben zu sein - wenn alle es etwas lockerer sehen würden, denke ich, könnte man sich viel Stress sparen.

    Liebes Forum,


    ich habe mich registriert, um eine Einschätzung zu erhalten.

    An unserer Schule, Gym, gibt es seit einigen Monaten eine neue Schulleitung. Diese steht bei Unterrichtsbeginn am Eingang und protokolliert das Zuspätkommen, von Schülern wie von Lehrern. Nun kommen einige Kollegen schon mal wenige Minuten nach dem Gong, nicht absichtlich, aber wenn viel Verkehr ist, der Müllwagen im Weg steht, ein Auto liegengeblieben ist etc., wie es nun mal so ist.

    Von dieser neuen Schulleitung werden Kollegen angefahren, dass es nun schon innerhalb von xx das zweite Mal sei, dass Kollege XY um 3 Minuten zu spät sei. Wenn das nochmal vorkomme, werde ein dienstliches Gespräch angeordnet.

    Ähnlich spioniert die Schulleitung in den Gängen, ob die Aufsichten durchgeführt werden. Neulich beim Vorabitur fehlten einige Wörterbücher bzw. Material war zu wenig da und musste nachkopiert werden. Da wurde die entsprechende Lehrkraft auch zum Gespräch gebeten, dass es die Dienstpflicht sei, am Vortag sicherzustellen, dass die Technik funktioniere, genügend Wörterbücher da seien etc. Es könnte nicht sein, dass man sich darauf verlasse und dann morgens Kollegen einspanne, den Kurs zu beaufsichtigen, um Klausuren nachzukopieren oder Wörterbücher herbeizuschaffen, weil man sich verzählt habe.

    Jedenfalls fühlt man sich zunehmend gegängelt, denn die ganze Arbeit, die z.B. in der Vorbereitung des Unterrichts, der Klausuren etc. steckt, wird nicht gelobt. Es wird gefühlt nur angetrieben und nicht mit Augenmaß aufgetreten. Wie ein kleiner Schuljunge oder Schulmädchen.

    Wie sehen die anderen das.. kommt euch das bekannt vor? Sollte da mal der Lehrerrat oder Personalrat ein Gespräch mit der Schulleitung führen?

    Und: was soll schon bei einem angekündigten dienstlichen Gespräch passieren.. entlassen wird man ja wohl kaum?!

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