Beiträge von Status_Quo

    Bei dem anderen würde ich tatsächlich mal in mich gehen und überlegen, was an meinem Unterricht ggf. nicht passen würde

    Aber ehrlicherweise, jetzt, mit einer Woche Abstand, finde ich es immer noch belastend bzw. zunehmend. Denn wenn man zum Schluss kommt, dass es nicht nur verleumderisches Gequatsche ist, wäre der ganz harsche Umkehrschluss (Stichwort: Zuspätkommen, Abrechnung von Zeiten, Verbitterheit etc.), dass es vielleicht doch nicht der richtige Job ist und die SuS das spüren. Nicht, weil man unfreundlich ist, aber weil sie spüren, dass man eigentlich keinen Bock auf sie hat. Ich glaube mittlerweile tatsächlich, dass SuS sowas spüren. Dass da eine Art Barriere ist.

    selbstkritisch darüber nach zu denken, was an der mit der Platzierung geäußerten Kritik dran ist

    Ja, andererseits, wenn dann solche Dinge behauptet werden wie: "Hätte besser einen anderen Beruf ergriffen" oder "Weiß selbst nicht, was er/sie redet"... was soll man denn dazu noch sagen bzw. überlegen, ob da was dran ist?

    Das ist nichts Ungewöhnliches in Abizeitungen. Kann man wohl nur mit Humor nehmen.

    Wenn das in der Privatwirtschaft wäre und dgl. in einer Betriebszeitung stehen würde: müsste man sich das dann auch gefallen lassen? Muss man als Lehrer alles hinnehmen, nur, weil es heißt: sind ja Schüler, die wissen es nicht besser? Finde ich unverschämt.

    Viele deiner Beiträge zeigen eine Bitterkeit.

    Ja, ich bin auch sehr unzufrieden. Versuche, mir Mühe zu geben und ständig werde ich wegen Kleinigkeiten gemaßregelt, gelobt nie, immer nur draufgehauen. Hab vor Arbeit kaum Freizeit und dann ließt man auch noch so einen Müll wie in der Abizeitung. Ich frage mich, wie viele Kollegen alles so entspannt sehen und trotzdem nicht ständig anecken.

    Hallo zusammen,


    nachdem mir die Abi-Zeitung des diesjährigen Jahrgangs in die Finger gefallen war und ich sie las, traute ich meinen Augen nicht. Enthalten ist unter anderem ein Lehrerranking mit diversen Kategorien zur Kleidung, Zuspätkommen, Lustigkeit, tollstes Auto etc.

    Ich fand mich dann auf vorderen Plätzen bei den Kategorien " Weiß selbst nicht was er/sie redet", "Hat immer dasselbe an", "Kommt ständig zu spät", "Kann man am besten bei spicken", "Versteht man gar nichts" und "Hätte lieber einen anderen Beruf wählen sollen."

    Zuvor gab es keine Hinweise aus der Schülerschaft.. keinen Stress um Noten. Niemand, der kam und sagte: "Ich verstehe das nicht, können Sie das nochmal anders erklären?" oder sich anderweitig beschwert hätte.

    Vor allem las diese Abi-Zeitung auch das Kollegium und die Schulleitung und wie es so ist, bleibt immer etwas hängen. Mir geht es ganz schlecht dabei, hab schon gar keine Lust mehr, in die Schule zu gehen nächste Woche. Ist das nicht schon Verleumdung? Es gibt ja auch gar keine Möglichkeit, diese Aussagen richtig zu stellen oder eine Begründung dafür zu lesen

    Hallo,


    folgende Situation: mündliche Abiprüfungen bzw. Nachprüfungen, eine Kommission hat die erste Prüfung um 8 Uhr, die letzte um 17:30 Uhr. Danach Anfertigen der Begründungen etc., fertig um 20 Uhr. Am nächsten Tag ab 8 Uhr 6 Stunden Unterricht, dann wieder Prüfungen bis 17 Uhr zzgl. Begründungen etc. Anfertigen einer Begründung inkl. Durchgehen des Protokolls, Vorschreiben etc. ca. 45-60 Minuten.

    Ist das zulässig (oder gar üblich)? Können diese Zeiten abgerechnet werden? Bin neu an der Schule, hab das aber vorher noch nie so erlebt... da sieht man ja keine Sonne mehr. Beamter, NRW.

    Auch ungerecht: manche Kollegen haben nicht, freier Tag.. anderer einen 12 Stunden Plus Tag.

    Also: ICH (und ich bin sicher, 90% meiner KuK, also alle im Lande) mache es nicht aus Angst vor Widersprüchen.
    Nein, ich mache es, weil ich professionell arbeite.

    Da sind die Menschen natürlich unterschiedlich: die einen so, die anderen sind froh, wenn das Schulzeug irgendwie möglichst rasch vom Tisch ist mit so wenig Aufwand wie möglich, denn es zahlt einem kein Mensch den Mehraufwand, wenn es auch einfacher ginge.

    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass viele KuK eine Heidenangst vor Widersprüchen haben, die scheint einige Leute fast aufzufressen. Da wird in den Konzepten für die 4.-Fach Prüfung noch jeder kleine Rechtschreibfehler geändert, 5x überlegt, ob Operator a oder b besser wäre, auf die Minute alles genau eingetragen bei der Prüfung.

    Hier nun auf jede Paraphe geachtet, ob die Nummerierung stimmt... ich frage mich: wie groß ist denn überhaupt das Risiko eines Widerspruchs, der durchgeht im Vergleich zur Arbeitszeit, die von vielen KuK verwandt wird (und blöderweise auch anderen KuK, die es etwas lockerer sehen, aufgebürdet wird)? Kommt doch so gut wie nie vor.

    Hallo zusammen,


    ich habe an einer neuen Schule nun das erste Mal Abi-Klausuren. Von der Schulleitung wird verlangt, dass

    a) die Arbeiten auseinander genommen werden pro Schüler und sortiert (Aufgabenpapier, Schülerlösungen, Schmierpapier etc.) werden

    b) alle Seiten vor Rückgabe der zweifach korrigierten Arbeit durchnummeriert werden (Vorder- und Rückseite) und

    c) die Arbeiten alphabetisch sortiert in eine Sammelmappe eingelegt werden und in diese

    d) die Namen der Schüler, Note und Seitenzahl der durchnummerierten Arbeit, auf der sich die Note befindet, in der Mappe eingetragen wird.

    e) Zudem soll nicht beschriebenes Papier entnommen werden für die nächste Klausur, dies aber auch vermerkt werden (wie viele Seiten liniert, wie viele Seiten Schmierpapier etc.)


    Zusätzlich soll noch eine excel Tabelle erstellt und eingereicht werden mit der Berechnung der Noten.

    Ein Heidenaufwand. Gym in NRW. Ist das bei euch auch so? Ich kannte das gar nicht... zuvor an der alten Schule mussten nur die Noten digital mitgeteilt werden und die Arbeiten gebündelt in einer Sammelmappe zurück gegeben werden. Mir ist der Hintergrund dieses Verfahrens auch nicht klar.

    Ich würde Hausaufgaben sowieso nicht (oder mit sehr geringer Gewichtung, falls im Bundesland überhaupt erlaubt) in die Note einfließen lassen. Wenn ich den Verdacht habe, dass da jemand KI nutzt, dann überhaupt nicht mehr. Ich kann nicht nachvollziehen, dass das hier offenbar ewig so laufen gelassen wird. Da kocht man sich doch diese zusätzlichen Prüfungen auch irgendwie selbst...

    Gefühlt sind das aber dann auch die einzigen Äußerungen außer denen des Lehrers, denn für andere Teilnahmen im Unterricht (Diskussion, Rollenspiele etc., wobei auch hier der individuelle Anteil schwer ohne großen Aufwand sicher zu belege ist) fehlt bei vielen unserer SuS das Vermögen (fachlich oder sprachlich).

    Ich kenne es auch eher so, dass es nicht so viele Bestehensprüfungen gibt und die waren i.d.R. absehbar (gerade so eben zugelassen z.B.).

    Also, bei uns treten regelmäßig etwa 20% der SuS zur Bestehensprüfung an, teilweise mit so wenigen Punkten (z.B. nur 70 Punkten), dass es eigentlich aussichtslos ist. Aber trotz Beratung wollen sie den letzten Strohhalm dann doch noch greifen.

    Übel ist es für die Lehrer auch, wenn diese SuS sich zu den Prüfungen anmelden, dann aber im letzten Moment, am Tag vor oder am Tag der Prüfung, einen Rückzieher machen. Viel Arbeit investiert, der FPA ist zusammengekommen und alles für nichts.

    Nur tun sich die meisten Lehrkräfte (ich nehme mich nicht raus) schwer, jemandem, der viel redet, die 5 zu geben, auch wenn es nur die Hälfte der Zeit ausreichend ist. Und dann wird aus der mangelhaften schriftlichen Note (aber auch DAS muss man schaffe) und einer schwachen 4 doch noch eine Note überm Strich.

    Ich nehme aus der Diskussion 2 wesentliche Aspekte mit:


    a) die mündlichen Prüfungen schon rechtzeitig vorbereiten, wenn möglich, z.B. in Zeiten ohne Korrekturen z.B. zum Halbjahresende Ende Januar.

    b) strenger bei der Bewertung sein bzw. sich die Mühe machen, außer der Bewertung des Unterrichtsgesprächs auch mal Tests zu schreiben bzw. deutlich zu machen, dass nicht allein das Vortragen von Hausaufgaben zu einer befriedigenden Leistung führt.

    Zweitkorrekturen bei uns völlig neu zu korrigieren

    Wie sieht das denn aus? Die Klausuren sind doch bereits korrigiert. Alles abmalen mit anderer Farbe und ggf. zusätzlich noch Ergänzungen anbringen?

    lege ich keine Klassenarbeiten in diesen Zeitraum, keine privaten Termine. Sie kommen danach. Leider liegt die Klausur meines LKs Termin festgelegt durch Oberstufenleitung dazwischen. Auch habe ich zum Glück für jede Abikorrektur einen Korrekturtag und Pfingstferien fahre ich nicht weg

    Aber so gesehen kann man außer in den Sommerferien praktisch nie wegfahren, weil da immer Klausuren liegen, vor allem natürlich jetzt die langen Wochenenden im Mai/Juni.. früher haben sich da immer Freunde (und ich) getroffen.. seitdem ich 4 Oberstufenkurse an einem normalen Gymnasium habe, geht das gefühlt nicht (oder doch mehr vorarbeiten?)..

    Am Berufskolleg erscheint mir das nicht so heftig mit den Prüfungen im Vergleich.

    Ja, das ist in dieser Jahreszeit für einige "normal".

    Falls dies dein erster Durchgang ist: Was hilft, ist: Schon im Laufe der zwei Jahre Texte für die mündliche / Bestehensprüfung (warum machen so viele mit? Sie sind mittlerweile freiwillig. Wer vorher nicht gelernt hat, wird doch kaum in die mündliche gehen, mit dem Risiko sich zu verschlechtern?! und wenn ein Jahrgang "schwach" ist, warum nicht schon vorher schwach bewertet?) zur Seite zu legen und nach und nach vorzubereiten.
    Über die Jahre hat man auch einen Fundus, die eine oder andere Prüfung lässt sich durchaus wieder nutzen, man hat auch KuK aus anderen Schulen, mit denen sich tauschen lässt, usw..

    Ansonsten herzlichen Glückwunsch zum echt großen Abiturjahrgang! (oder wart ihr schon vorher G9?). Das ist bei uns ein so kleiner Jahrgang, dass ich trotz meiner weiten Polyvalenz in gar keiner einzigen Prüfung drin bin.

    Meinst du, dass man im Laufe der 12/13 auch durchaus strenger bewerten soll, wenn man den Eindruck hat, dass da AI-Pfuscher am Werk sind, um sich (und den Schülern) diese Bestehensprüfungen (teilweise 3 Stück pro Schüler weil so wenig Punkte im Abi erreicht werden) zu ersparen?

    Ich habe da konkret jemanden vor Augen: in jeder 2. Stunde kam "Darf ich meine Hausaufgabe vorstellen?", aber die Lösung war zwar sehr ordentlich, nur auf Nachfragen konnte die Person nichts zu Wörtern/Lösungswegen beantworten. Auch konnte die Person sich nicht spontan am Unterrichtsgespräch beteiligen oder sinnvoll eigenständig Aufgaben im Unterricht lösen, wenn das iPad mal leer war (angeblich Kopfschmerzen). Eine Klausur war dann mal recht gut, eine andere totaler Unsinn. Dann mal ein Referat gehalten auf eigenen Wunsch. Ich vermute, dass bei der guten Klausur gepfuscht wurde. Kurzum: die Person hatte eine Vorberatung von 7 Punkten, Abiklausur: 1 Punkt. Und in der Art gibt es einige Schülerinnen und Schüler. Was hätte man tun können? Feststellungsprüfungen, weil man die Leistung der ungewöhnlich guten Klausuren anzweifelte? Auch Arbeit... der Person statt einer 3 eine 4 (-) für die sonstige Mitarbeit geben, mit der Begründung, dass nur das Vorstellen der HA keine 3 bewirkt? Aber dann hätte ich der "schweigenden Mehrheit" auch allesamt eine 5 geben müssen.

    Ja, vielleicht hilft es, wenn es wirklich zu vielen Bestehensprüfungen kommt, nochmal bei Kollegen zu fragen. Blöderweise können sich die SuS die Reihenfolge der Prüfungen aussuchen, d.h. wenn man 6 SuS hätte, können trotzdem 3 statt 2 Blöcke nötig werden.

    @Größe: bei uns hat der Jahrgang mit ca. 80 SuS begonnen, es sind immer noch rd. 50 SuS dabei.. so klein ist der eigentlich nicht, dafür viele SuS sehr schwach, viele haben sich grade so zur Zulassung gerettet.

    Hallo in die Runde,


    ich würde gerne mal eine Einschätzung hören, weil ich glaube, dass ich einfach überlastet werde in der Schule. Gym NRW, was dieses Jahr Abi hat.

    Über das vergangene Wochenende durfte ich 4 Prüfungen für das 4. Fach ausarbeiten, wobei man bei uns da sehr genaue Entwürfe (mit recht genauem Horizont zu allen Aufgaben/Fragen) verlangt. Das Treffen der FPAs führt bei mir nächste Woche 2x zu 8,5 Zeitstunden Tagen ohne Pause (8-ca. 16:30 Uhr), weil die Freistunden bzw. die Zeit nach dem Unterricht von den FPAs blockiert wird.

    Zuvor 15 Abiklausuren in der Erstkorrektur, nun noch 12 Stück in der Zweitkorrektur. Dazu bis nächste Woche 2 Klassenarbeiten (bzw. eine Klausur) erstellen. Dann der Prüfungstag mit den 4 Blöcken 4.-Fach Prüfungen (auch von 8 - 17:30 Uhr), danach wieder gleich am Morgen um 8 Uhr weiter mit 7 h Unterricht. Dann die Klassenarbeiten korrigieren und - meine größte Angst - ggf. nochmal der Erstellungsmarathon von mündlichen Prüfungen, wenn sich (wie bei diesem schwachen Abi-Jahrgang zu vermuten) Schüler zu Bestehensprüfungen melden.

    Da sich die Schüler die Reihenfolge der Prüfungen aussuchen dürfen, kann es durchaus sein, auch hier nochmal 3 Blöcke vorbereiten zu müssen (jeder Block kostete mich etwa 6-7h Zeit).

    Ich weiß kaum noch, wie ich das schaffen soll.... in den nächsten Wochen dürften etwa 110 Klassenarbeiten/Klausuren auf dem Tisch liegen, zzgl. Unterricht volle Stelle (einige Stunden Q2 fallen weg, dafür ggf. Vertretung zum Teil) und die Erstellung der Bestehensprüfungen (wenn sich Leute melden, was wahrscheinlich ist).

    Ist das "normal" oder außergewöhnlich viel? Ich habe das Gefühl, von morgens bis abends (außer essen und vllt mal eine halbe Stunde spazieren gehen) nur zu arbeiten. An den langen Wochenenden mal wegfahren.. unmöglich.

    Die von Karl-Dieter geschilderten Risiken sind durchaus vorhanden. Allerdings sind die Amtsärzte auch dem Prinzip "Rehabilitation vor zur Ruhesetzung" verpflichtet.

    Ist denn das Urteil des Amtsarztes bindend?

    Ich stelle mir das so vor: man geht zum Hausarzt, der schreibt einen 3-Zeiler: Um bestehende gesundheitliche Probleme nicht zu verstärken, empfiehlt er eine Tätigkeit im Umfang von nicht mehr als (z.B.) 20h.

    Das reicht man ein beim Antrag auf Teildienstfähigkeit. Dann geht man zum Amtsarzt und legt dort noch diverse Berichte mit Diagnosen vor (z.B. Blutdruck, Asthma, Skeletterkrankungen, Schilddrüse etc., was auch immer) und verweist auf das Schreiben des Hausarztes und bekräftigt, dass man sich selbst noch etwa 20h aktuell zutrauen würde.

    Wie wahrscheinlich ist es, dass der Amtsarzt einen sofort dienstunfähig schreibt? Und wenn.. ist das bindend bzw. wie lange?

    Hey,

    weiß jemand, ob es für NRW Grundsätze zur Stundenplangestaltung gibt, insbesondere mit Bezug auf Leerstunden?

    Hintergrund: seitdem die 13er weg sind, werden bei uns die entfallenen Stunden aufgefüllt, teils mit anderen Klassen (wo die Kollegen dauerkrank sind bzw. ehemalige Referendare, die bis Ende April noch einen Übergangsvertrag bekamen, nicht mehr da sind), teils mit Vertretungsbereitschaft.

    Nun hat man mir an einem Tag gelegt: 1-2. Stunde (bis 09:40 Uhr)... lange Pause dann 10.-11. Stunde (15:10-16.40 Uhr). Ist sowas zulässig, zumal ohne Absprache, einfach in den Plan gelegt? An einem anderen Tag sind mit Pausen auch fast 3h leer dazwischen.

    Das geht hier explizit nicht um Lernzeiten, das ist klar. Die sind voll anzurechnen.

    Ja, was gilt denn nun? In #62 wurde geschrieben, so wie ich es auch erleben, dass diese Lernzeiten nur zur Hälfte vergütet werden. Ist das nun zulässig oder nicht?

    Wie geschrieben, vor einiger Zeit wurden an der Schule, an der ich bin, die Lernzeiten immer komplett verrechnet. Dies wurde dann auch 50% geändert, als man Personalnot hatte.

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