Ist mit Sicherheit nicht erlaubt und bei IT auf gar keinen Fall.😉
Beiträge von Andreas231
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Wie sähe das konkret am Gymi aus bei SuS, die durch eine massive Einschränkung keinerlei Chance auf den gymnasialen Abschluss haben? Wie könnte das dann in der Oberstufe konkret weitergehen? Könnte das überhaupt? Wie würde das konkret im Gym-Setting stattfinden können? Inwieweit hätte ein(e) andere(r) SoS mit HS-Empfehlung nicht auch das gleiche Recht für den Besuch des Gym unter diesen Bedingungen?
Ich bin überhaupt nicht im Gym-System drin, wir sind aber an der BBS in verschiedensten Schulformen mit einer extrem herterogenen Schülerschaft unterwegs. Da ist es für mich bspw. ein Erfolg, wenn ein(e) SoS einer Fachabi-Schulform nach 1/2 Jahren anstelle eines Abschlusses dann mit voller Überzeugung und Eignung in eine Ausbildung findet.
Was meinst du mit: Die SuS haben durch die massiven Einschränkungen keine Chance auf einen Abschluss?
Auf einem Gymnasium sieht es genauso so aus wie auf allen anderen Schulen. Die SuS haben die Möglichkeit, in der Klasse dabei zu sein - in der Klassengemeinschaft zu bleiben. Es ist egal, ob G8 oder G9: Die SuS bleiben so lange in der Klasse, bis die Schulpflicht endet. -
Aber der Staat denkt sich doch etwas bei Lehrplänen, die es ja auch für Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung. Eltern, besonders solche ohne pädagogisches Vorwissen, müssen sich doch darauf verlassen können, dass bei aller Individualität bestimmte Mindeststandards erfüllt werden. Ich fände es problematisch, wenn rein hypothetisch eine Lehrkraft arithmetische Inhalte ausblenden und primär Geometrie im Mathematikunterricht vermitteln würde, weil sie aus welchem Grund auch immer der Meinung ist, dass dies besser sei.
Und wenn ich Inhalte, die für 2 Monate gedacht waren, auf ein halbes Jahr strecke, lasse ich ja auch indirekt andere Inhalte weg, was zu einem Konflikt mit der inhaltlichen Breite, die der Lehrplan (berechtigterweise?) vorsieht, führen kann.
Es kann keinen Unterricht nach Lehrplan geben, da jedes Kind auf einem anderen Stand ist. Das eine Kind ist in der 9. Klasse in Mathematik auf dem Stand des 3. Schuljahres, das andere vielleicht auf dem Stand des 5. Und wenn man bei einem Kind merkt, dass es mithalten kann, kann der Förderschwerpunkt aufgehoben werden und es wird ganz „normal“ beschult.
Da sollten die Eltern dem Lehrpersonal doch vertrauen können.
Gibt es hier keine Sonderpädagog*innen?
Ich brauche Unterstützung!😉😊 -
Nur weil ein Schüler irgendwann einmal "zieldifferent" unterrichtet wird, bedeutet das nicht automatisch, dass er niemals einen Schulabschluss erreichen wird. Da gibt es glücklicherweise vielfältige Möglichkeiten.
Das habe ich auch nicht geschrieben oder gemeint. Solange der Förderschwerpunkt nicht aufgehoben ist, kann das Kind keinen Abschluss machen. Das heißt aber nicht, dass es niemals die Möglichkeit hat, einen Abschluss zu erreichen.
Das habe ich in dem Zusammenhang aufgeführt, da betont wurde, Kinder mit einem Asperger-Syndrom könnten das Gymnasium besuchen, da die oftmals auch Inselbegabungen haben. Aber bitte keine anderen Kinder mit einer anderen Behinderung - denn die bekommen ja eh keinen Abschluss. -
Was meinst du mit "Kinder grundsätzlich nicht dabei sein können"? Was wird denn diesen Kindern verwehrt? Und vor allem, geht es nicht darum, die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen zu berücksichtigen, statt alle über einen Kamm zu scheren?
Was ist, wenn, außerhalb des Inklusionskontextes, Eltern wollen, dass ihr Kind auf einer Privatschule oder, wenn sie in Grenznähe wohnen, im Nachbarbundesland unterrichtet werden soll? Sind diese Kinder dann auch "nicht dabei"?
Verwehrt wird ihnen die Möglichkeit, die Gesellschaft mit Ihren Fähigkeiten zu bereichern. Dabei sollen genau die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Es geht halt nicht darum, diese Kinder einheitlich zu einem bestimmten Ziel zu bringen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten Ziele zu setzen.
Ein Vorteil ist zum Beispiel, dass man sich nicht an bestimmte Lehrpläne halten muss und ganz individuell arbeiten kann. -
Vor allem ist es auch völlige Ressourcenverschwendung, 5 Kinder mit Förderbedarf Hören auf 5 verschiedene Schulen zu verteilen, statt diese an einer Schule zu bündeln, an der die von dir beschriebene Ausstattung und Lehrkräfte mit Expertise in Sachen Gebärdensprache vorzufinden sind. Und das in Zeiten knapper Kassen...
Mir ist bewusst, dass die Rahmenbedingungen nicht gut sind – oder eher katastrophal. Aber wenn wir Ressourcen sparen, um damit zu begründen, dass diese Kinder grundsätzlich nicht dabei sein können, dann gehen wir damit Schritte zurück.
Lasst uns doch gemeinsam überlegen, wie man es möglich machen könnte!
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Es geht nicht darum einen Abschluss zu machen. Es geht um die Möglichkeit der Teilhabe.
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Ein wichtiger Punkt sind auch die kognitiven Fähigkeiten. Autisten, die manchmal sehr intelligent sind, gehören schon aufs Gymnasium, aber was soll da z.B. ein Kind mit Downsyndrom? Da könnten ja auch Eltern, deren Kind eine Hauptschulempfehlung hat, den Besuch des Gymnasiums einklagen...
Was sollen die denn einklagen können? Die Kinder, die zieldifferent unterrichtet werden, können doch keinen Abschluss machen. Es gibt doch keinen Unterschied zu Haup-, Real- und Gesamtschulen. Die könnten das auch nicht leisten. Und Eltern könnten jetzt auch nicht einklagen, dass ihre Kinder auf die Gesamtschule oder Realschule kommen.
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Bei der Diskussion kommt jedes mal der Reflex, die Gymnasien wären außen vor oder wollten sich drücken. Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass wir mehr Inklusionsschüler haben, als die meisten anderen Schulen vor Ort und dass das für mich auch kein Problem ist. Kriterium muss für mich aber sein, dass die Beschulung an einer bestimmten Schulform für den jeweiligen Schüler Sinn machen muss. Ich habe in diesem Jahr je einmal körperliche Entwicklung und Hören. Beide sind hier absolut an der richtigen Schule, sie bekommen gezielte Unterstützung bei ihren Defiziten, sind dann aber im Unterricht "ganz normale" gymnasiale Schüler.
Sorry, das ist natürlich Quatsch, was ich vorher geschrieben habe. Ich weiß nicht, wie es in ganz Deutschland geregelt ist. Ich weiß nur, dass es für die Gymnasien in NRW freiwillig ist.
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In NRW entscheidet zunächst die Zeugniskonferenz über die Verlängerung. Die Schulleitung hat anschließend ein Vetorecht. Die erste Verlängerung muss schon gut begründet abgelehnt werden. Bei anschließender Schulaufsichts-Beschwerde würde ich für NRW einschätzen, dass es nur mit der Begründung der Fremdgefährdung funktioniert.
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Wieso ist der Besuch einer Schule, die den eigenen kogitiven Fähigkeiten entspricht, eine Ausgrenzung? Nach der Logik werden Schüler aller Schuformen irgendwo ausgegrenzt (je nachdem, wo man halt die Bezugsnorm setzt). Vielleicht ist es ja gar keine Ausgrenzung. sondern lediglich eine schnöde Abgrenzung.
Weil die Gesellschaft auf alle Schulformen verteilt ist. Die Schüller*innen, die zieldifferent Beschult werden, würden nach dem ursprünglichen System, alle zusammen nur die Förderschule besuchen können. Das ist keine gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler*innen in allen Bereichen der Schule, unabhängig von der Behinderung.
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Ich bin Förderschullehrerin und ich habe noch niemanden sagen hören, dass die Inklusion (so, wie sie jetzt ist) Sinn macht.
Magst du mal schreiben, wo genau du deine Erfahrungen sammeln konntest?
Ich habe an mehreren Haupt- und Realschulen gearbeitet. Ich habe nie gesagt, dass die momentane Umsetzung Sinn macht oder die Rahmenbedingungen gut sind. Das ist absolut eine Katastrophe. Aber eine Schulform aus der Verantwortung zu nehmen oder zu sagen, dass geht doch gar nicht, wenn man in diesem Bereich noch nie gearbeitet hat, finde ich nicht richtig.
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Funktioniert heißt, dass sie teilhaben können an Bereichen der Gesellschaft. Die meisten Kinder bekommen auf keiner Schule einen Abschluss und zwar nicht auf der Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder wuf welcher Schule auch immer. Aber darum geht es nicht. Es geht darum nicht ausgegrenzt zu werden. Überall dabei sein zu dürfen. Davon profitieren beide Seiten. Auch bei uns war es ein langer Prozess bis die Einsicht bei den Lehrpersonal dazu kam. Vor 10 Jahren, als das mit der Inklusion, bei uns angefangen war der Widerstand groß. Jetzt sieht das anders aus.
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Es wird in Zukunft an jeder Schulform Inklusion geben.
Es geht nicht anders und ist richtig.
Ohne Ausnahmen. Und auch zieldifferent.
Bitte kommt mir nicht wieder mit Begründungen, warum es am Gymnasium nicht geht.
Ich finde für jeden Schulform Gründe, die es nicht ermöglichen sollten.
Aber es geht und funktioniert! -
Irgendwie funktioniert das System immer noch. Es ist eigentlich unglaublich. Ich kann den Unmut der Lehrkräfte an den Realschulen gut nachvollziehen – und auch, dass Lehrkräfte der Gymnasien lieber am dreigliedrigen Schulsystem festhalten. 😉
Ich arbeite an einer Hauptschule in NRW, und wir differenzieren bis zum Abwinken. Viele Inklusionsschülerinnen, Seiteneinsteigerinnen, ein paar übrig gebliebene Hauptschülerinnen – und ab Stufe 7 dann die Schülerinnen von den Realschulen, die natürlich nur den MSA machen wollen. Und natürlich mit Quali. 🙈😂
Ich glaube, ich bin vom Thema abgewichen. Sorry.
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Du kannst deine Wiedereingliederung immer ändern, anpassen oder aussetzen. Zu den Konsequenzen: Bei Beamten müsstest du eigentlich (in NRW) nach 6 Monaten zum Amtsarzt. Meiner Erfahrung nach klappt das nie, da die irgendwie immer überlastet sind. Dort könnte drohen, du wirst im schlimmsten Falle (ok, einige sind wohl froh) ausgemustert und bekommst deine Mindestpension. Bei Angestellten hast du 78 Wochen Zeit bevor du ausgesteuert werden kannst. Ich würde mich aber nicht unter Druck setzen lassen. In NRW kann die Schule mit einer Vertretungslehrperson planen. Die Stunden hat man auf jeden Fall.
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Soll doch die Schulkonferenz beschließen, dass die Schüler 1 oder 2 Bier während der Fahrt trinken dürfen. Ist doch rechtlich überhaupt kein Problem das festzulegen. Ich würde wetten, dass so ein Beschluss sofort durch käme. Das schöne mit dem Beschluss ist dann, dass man dem Lehrer später schwerer bzw. gar nicht mehr an den Karren fahren kann. Jetzt einfach nur die Augen zuzudrücken ist aus Sicht des Lehrers eigentlich dumm. Das einzige was man als Lehrer dann macht, ist die Verantwortung unnötigerweise auf sich zu nehmen.
Ich glaube man kann nicht alles hundertprozentig festlegen oder sich absichern und das ist auch gut so. Ab dem dritten Bier trägst du dann die Verantwortung?
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Die KI ist auch neutral.😊
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Bitte nicht falsch verstehen. Ich appelliere nicht dazu, die Sachen einfach blindlings zu übernehmen.
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Deswegen sollten es Lehrpersonen machen. Bei uns benutzen das mittlerweile die meisten Lehrpersonen. Man muss sich halt ein bisschen damit auskennen und ChatGPT richtig füttern, dann entstehen auch richtig gute Ergebnisse.
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