Beiträge von Lukas94

    Der Fehler lag darin, dass du telefonisch Kontakt gesucht hast.

    Ein Schriftvorgang ist belegbar und führt in der Regel dazu, dass Beteiligte sich eher so verhalten, dass sie nicht für Unterlassungen belangt werden können.

    Ich habe meine Belangen sowohl schriftlich als auch telefonisch durchgesetzt. Per Mail bekam ich mehrfach nur Standardmails zurück mit der Info, dass die Mitarbeiterin nicht im Dienst ist. Daraufhin versuchte ich die Vertretung zu erreichen, was erst nach mehrfachen Versuchen funktioniere.

    Im Verlauf kam tatsächlich jemand an unsere Einrichtung. Zusammenfassendes Ergebnis: Es ist nicht schlimm genug. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Auffälligkeiten.

    Bei uns werden alle SuS eines Jahrgangs geladen, auch die, bei denen es nur zur Fachhochschulreife gelangt hat, nicht für das Abitur. Von denen wirken auch schon mal welche irgendwie an der Feier mit.

    Der Ton ist zumindest in den Fragmenten, die durch die Presse gingen, ganz sicher fragwürdig. Inhaltlich möchte ich mir kein Urteil anmaßen. Es gibt Schulen, in denen katastrophale Zustände herrschen und Kritik an den Verantwortlichen absolut berechtigt ist, genau so gibt es Schüler, die völlig falsche Vorstellungen haben und die Schuld für eigene Versäumnisse bei anderen suchen.

    Für berechtigt halte ich die Forderung, an dieser Schule mal mit externer Hilfe genauer hin zu gucken.
    Die genannte Durchfallquote im Abitur ist in der Tat viel zu hoch. Und für ich ist das absolut kein Zeichen dafür, dass das Abitur dort "nicht verschenkt wird", denn dann hätte viele dieser SuS gar nicht zu Zulassung zur Prüfung erhalten. Ich halte es für deutlich wahrscheinlicher, dass es sich um eine der Schulen handelt, in der über viele Jahrgänge nur die Noten 1-4 verteilt und alle SuS durchgewunken werden, weil man ja die Schülerzahlen für Lehrerstunden und Zahl an Funktiosstellen hoch halten möchte und im Abitur mit externen Aufgaben und Korrekturvorgaben fällt dann auf, dass viele nie was gelernt haben.

    Hin schauen? Was können Lehrkräfte dafür, wenn die Schüler es nicht auf die Reihe kriegen? Ich würde ja soweit mitgehen, dass sie viel zu lange durchgewunken worden sind. Aber externe Hilfe? Mir ist nicht bekannt, dass es eine Prüfung bei zu hoher Durchfallquote gibt.

    Möglich wäre natürlich eine zu gute Benotung, aber auch damit bin ich sehr vorsichtig.

    Ich wurde im vergangenen Jahr an einer GS eingesetzt und habe gleich eine 3. Klasse übernommen. Auch nächstes Jahr werde ich die Klasse weiterführen. Da ich eigentlich Gymnasiallehrer bin war vieles Neuland für mich. Meine Kollegen haben mir bisher super Unterstützung geleistet, aber es gibt ein Problem, das ich wohl mit in die Ferien nehme.
    In meine Klasse geht ein Mädchen, das aus schwierigen Verhältnissen kommt und sie ist knapp einer Inobhutnahme durchs JA entgangen.
    Sie lebt mit der Mutter und dem Stiefvater zusammen. Die Mutter ist durch die Arbeit häufig abwesend, sodass der Stiefvater oft auf sie aufpasst.
    Nun zu den Auffälligkeiten: Sie wirkt im Unterricht dauerhaft übermüdet und verwahrlost. Sie ist nicht den Jahreszeiten angemessen gekleidet und ist abends noch ewig auf der Straße. Laut ihrer eigenen Auskunft schläft sie im Wohnzimmer, wo der Stiefvater abends noch bis Mitternacht fern schaut.

    Nachdem wir die Mutter ewig nicht ans Telefon bekamen, habe ich das Jugendamt kontaktiert.
    Ich musste mehrmals anrufen, bis ich jemanden erreicht habe (Das zum Thema das Jugendamt nimmt immer die Kinder weg).
    Es gab dann ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin vom JA, wobei ich nicht das Gefühl hatte, dass man uns als Kollegium sonderlich ernst nimmt.
    Es endete damit, dass das Mädchen gefragt wurde ob es Frühstück dabei hat. Als es einen Marsschokoriegel vorzeigen konnte, war das Thema fürs Jugendamt erledigt und man verblieb mit uns so, dass wir uns melden können, wenn es wieder Auffälligkeiten gibt.
    Es hieß sie wäre doch gekleidet und das würde für eine Kindeswohlgefährdung nicht ausreichen.

    Ich habe kein gutes Gefühl, weil die Mutter auch kaum Kommunikationsbereitschaft zeigt.
    Das Mädchen trägt im Winter kurze Sachen. Sie riecht, hat selten bis nie etwas zu essen mit und wird das Klassenziel im nächsten Jahr nicht schaffen, wenn sie so weiter macht.
    Hinzu kommt, dass ich die Mutter einfach nicht zum Gespräch kriege. Das Geld für die Klassenfahrt wurde immer noch nicht abgegeben und meine Kollegin sagte mir, dass bei der Mutter wohl auch Drogen ein Thema wären. Bei einem Besuch hätte die ganze Wohnung nach THC gerochen. Kein Zustand für eine 9-Jährige.

    Nun kommen wir als Schule und Kollegium aber an unsere Grenzen.
    Wie viele Meldungen müssen denn raus gehen, bis das Jugendamt endlich nachhaltig handelt und aktiv wird?
    Meines Erachtens wird das Mädchen dort nicht adäquat versorgt und wenn jemand im Winter in kurzen Sachen bis 22 Uhr auf der Straße herum tollt, immer Hunger hat, völlig übermüdet ist und ich die Erziehungsberechtigten nicht kontaktieren kann, dann ist das Kindeswohl in meinen Augen mehr als gefährdet.
    Nur weil die Schülerin einen Schokoriegel dabei hat, ist das auch kein Beweis dafür, dass sie gut versorgt wird.

    Ich will hier jetzt nicht aufs Jugendamt schimpfen, aber ein Zustand ist das nicht.
    Hatte jemand einen ähnlichen Fall von Kindeswohlgefährdung?
    Müssen wir wirklich warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist?
    Es kann doch nicht sein, dass gesagt wird, es sei noch nicht so schlimm. Wann ist es denn schlimm? Wenn sie gar nicht mehr kommt?

    Es ist zwar bedenklich, wie viele Schüler:innen an dieser Schule ihr Abi nicht bestanden haben ( ca 33%), aber sie waren halt einfach nicht gut genug und vielleicht wurden die Schüler:innen zu lange einfach "durchgewunken" und/ oder die Schüler:innen haben sich selbst zu schlecht aufs Abi vorbereitet. Als Lehkraft kann ich meine Schüler:innen zwar bestmöglich aufs Abi vorbereiten, aber lernen z.B. anhand von alten Abiaufgaben müsssen sie selbst.

    So oder so: So etwas gehört nicht in eine Abirede und ob sie sich selbst einen Gefallen damit tut, bleibt abzuwarten (künftige Arbeitgeber sehen sowas auch ...)

    Warum wurde die Ex-Schülerin nicht von der Bühne geholt? Strafanzeige wäre das mindeste gewesen.

    Zur Ausgangsfrage: Ja. Ich war so oft krank, dass ich fast das Referendariat hätte verlängern müssen. Stand teilweise auf der Kippe, habe es dann aber gut geschafft. Ich hab mir die erste Zeit im Schuldienst alles aufgerissen was ging. Anfangs ging es an der GS auch so los. Dann habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und seitdem ich Sport mache geht es aufwärts.

    Ich hab's während des Studiums, einiger Praktika und im Zivildienst schnell gemerkt. Pubertiere sind für mich (als Lehrer) nicht geeignet - und umgekehrt. Sek II - da hatte ich sowieso keine Lust, denn ich war selbst froh, da raus zu sein. Grundschule: Vol okay. :top:

    Ich fand mein Referendariat am Gymnasium sehr anspruchsvoll. Hatte ebenfalls ständig mit Verhaltensauffälligkeiten zu tun. Da ich nur der doofe Refi war, wollten die Kollegen nicht . Jetzt bin ich an der GS. Ich hab zum Schuljahresende sogar Geschenke bekommen. Ich würde am liebsten direkt da bleiben, aber so wie ich die Sache sehe, bin ich spätestens übernächstes Jahr woanders, weil irgendwer in Pension geht. Mal sehen.

    Viele von euch haben sicher von der Abschlussrede an einem Gymnasium (Robert Stock) gehört, die viral ging und bei der eine Schülerin direkte Worte an die Lehrerschaft hatte. An der Schule fiel jeder dritte durch die Abiturprüfung. Es wurden die Arbeitsblätter und die Unterrichtsmittel kritisiert und mal wieder Lehrkräfte an den Pranger gestellt.

    Zum Abschluss trat eine Schülerin ans Pult, die die Lehrer massiv kritisierte und verbal um sich biss. Mich betrifft es nicht direkt, da ich an der Schule nicht tätig bin, allerdings habe ich einen Bekannten, der an der Schule tätig ist.

    Der Instagrambeitrag hat 12 000 Likes erhalten und wieder einmal ist das Bashing in Richtung Lehrkräfte groß. Ich selbst bin erstaunt, dass offenbar niemand der dortigen Lehrkräfte Strafanzeige gestellt hat. Kommentare wie "Fi*** euch doch alle" sind unterstes Niveau und ich bin sehr erstaunt wie man der Schülerin überhaupt das Abitur geben konnte. Wenn die meisten so ticken haben es ja anscheinend noch viel zu viele dieses Jahrgangs geschafft. Ich persönlich fand die Rede mehr als niveaulos, aber der Pöbel zieht sich natürlich wieder einmal daran hoch. Von "Viele Lehrer sind so überheblich" bis Beleidigungen ist alles dabei. Bei solchen Szenen bin ich dann doch froh, gerade an einer Grundschule tätig zu sein. Dennoch merke auch ich, dass die Stimmung in Hinblick auf meinen Beruf immer aggressiver wird. Das Thema Ferien ist ja sehr geladen. Ich überlege mittlerweile gut, wem ich überhaupt anvertraue als was ich arbeite.

    Die Rede war jedenfalls beleidigend, niveaulos und sehr unsachlich. Es ging teilweise soweit, dass Lehrern fragwürdige Neigungen unterstellt wurden. Es ist sehr arm, dass die Zopfdame den Lehrkräften die Schuld unterjubelt, anstatt es als gesamtgesellschaftliches Problem zu betrachten.

    Was denkt ihr über das Video? Was ging euch durch den Kopf?

    Ich weiß nicht, ob ich hier Links posten darf, daher habe ich ihn entfernt.

    Man kann auch umgekehrt für die GS besser geeignet sein und das dann erst merken, wenn man abgeordnet wird. So geht es mir gerade. Leider ist meine Abordnung von begrenzter Dauer. An meiner Schulart war nämlich nichts frei und ich hatte keine Lust extra wegzuziehen. Dann kam der Anruf vom Schulamt, ob ich mir vorstellen könnte an eine Grundschule zu gehen. Anfangs skeptisch, mittlerweile denke ich mir, ich hätte wohl eher Grundschullehramt studieren sollen.

    ich bin 5 Jahre jeden Tag mit dem Zug zur Uni gependelt und wieder zurück (140 km täglich), so habe ich das auch im Abitur und bei meinem ersten Studium gemacht

    Hier würde ich mal ansetzen. Klingt nicht gesund. Ich habe das zwei Jahre im Studium gemacht und ich würde es nie wieder tun, da es ein Lebensenergie und Zeitfresser ist.


    Warum bewirbst du dich nicht für den Quereinstieg auf Lehramt? Immerhin hast du einige Semester, die du anrechnen lassen kannst.

    Ich würde erstmal wegen Björn Höcke das Bundesland wechseln. Das hebt deine Stimmung wahrscheinlich beträchtlich!

    Was für ein Unsinn.

    Unis sind auch in diesem Bundesland weltoffen.

    Du hast es nicht verstanden oder willst es nicht verstehen. Wenn jemand hier so klingt, als würde er jemanden "fertig machen, bis sie hyperventiliert" ... bist Du das.
    Wenn Du weißt, dass das Mädchen Probleme hat, drohe so einen Verweis vor versammelter Klasse gar nicht erst an. WENN Du ihn androhst (bzw. die Verweisandrohung), dann schon unter Berücksichtigung der besonderen Lage. Aber nochmal: WENN ich vor der Klasse einen Verweis / eine Verweisandrohung ausspreche und im Vieraugengespräch wieder zurück nehme, obwohl in diesem Gespräch nichts Neues aufgetaucht ist, das ich nicht schon vorher gewusst habe, mache ich mich unglaubwürdig. So ein Vieraugengespräch führt man vorher mit dem Hinweis "letzte Chance", BEVOR man vor der Klasse eine Sanktion verkündet. Sie kam ja nicht zum ersten Mal zu spät.

    Hörst du bitte mal auf mit diesem Referendar Bashing?

    Erstens bin ich fast fertig. Zweitens sind auch Referendare keine Menschen zweiter Klasse.

    Warst du nicht derjenige, der mir vorgehalten hat, dass ich mein Gesicht verliere, wenn ich anschließend nochmals mit ihr rede? Ich habe dir lediglich erklärt, warum ich handle wie ich tue.

    Ich würde als Klassenlehrerin auch ablehnen, wenn ich vorher nicht gefragt wurde (und es nur um Verspätung geht).


    Bei wiederholter Verspätung lasse ich jüngere nacharbeiten (du warst jetzt neunmal 5 Minuten zu spät, das ist jetzt eine Stunde am Nachmittag). Bei den älteren und wenn mehrere fehlen, "sammle" ich sie vor der Tür und lasse alle auf einmal nach 5 Minuten hinein. (Ich müsste in manchen Klassen, Kurse sonst jede Minute die Tür öffnen, von außen kommen sie nicht in Experimentierräume hinein.) Das funktioniert hervorragend, bei mir ist selten jemand zu spät (ich bin aber auch immer pünktlich).

    Ich habe heute ein langes Gespräch mit der Schulleitung geführt.

    Ich bin nicht von der Entscheidung der Klassenlehrerin abhängig und kann selbst auch Verweise androhen oder aussprechen.

    Natürlich ist das nicht mein Ziel, aber es ist jetzt klar, dass ich diese Befugnisse habe.

    Die SL hat mir volle Rückendeckung zugesichert und auch meine Mentorin, der ich mir anvertraut habe, fand das Verhalten unmöglich.

    Ich hatte das Verhalten auch meinem Fachleiter geschildert, der mir klar kommuniziert hat, dass das Verhalten der Kollegin nicht zu tolerieren ist und ich das dringend bei der SL ansprechen muss.

    Es kann nicht sein, dass die Klassenleitung ihren Kindern mehr glaubt als den Fachlehrern und Fehlverhalten toleriert und billigt.

    Ich werde nun abwarten, wie es sich entwickelt.

    Vielleicht fängt sich das Mädchen ja auch und die Diskussion ist umsonst, weil sie es schnallt.

    Zusätzlich schreibe ich einen Brief an die Eltern, damit diese wissen, dass ihr Goldstück regelmäßig zu spät kommt. Vielleicht wissen die das ja gar nicht und sie schläft beim Freund.

    Durch Mitarbeitsnoten kann ich zumindest das Mitbringen von Arbeitsmitteln und Hausaufgaben erreichen.

    Ich habe Kollegen, die lassen die SuS nicht mehr rein, wenn sie immer wieder zu spät kommen

    Die Option kann ich vergessen.

    Ich habe für die SuS die Aufsichtspflicht, da minderjährig.

    Das hat mir die SL klar untersagt.

    Du kannst Kindern nichts androhen, dass du nicht selbstständig(!) durchsetzen kannst. Ich verstehe die Kollegin insofern, dass sie sich nicht von einem Anfänger instrumentalisieren lassen möchte.

    Ich instrumentalisiere niemanden und verbitte mir solche Vorhaltungen.

    Dass man nach dem dritten Mal den Kanal voll hat, wenn jemand immer wieder zu spät kommt und sich die Klasse benimmt wie eine Axt im Wald ist doch normal. Oder teilst du die Ansicht, dass jeder kommen kann wann er möchte, wenn er sagt es ist Stau und das Verkehrsaufkommen ist hoch?

    Wenn wir das anfangen, sitze ich bald mit 5 Schülern allein in der ersten Stunde. Auch in Hinblick auf die Kollegen, die die Klasse nächstes Jahr haben ist es nur fair klare Konsequenzen aufzuzeigen.

    Wenn die Kinder das jetzt nicht lernen, dann haben sie in Lehre oder Studium ein großes Problem.

    Übrigens ist es auch ein Zeichen für den Rest der Klasse.

    Und ich rede nicht von einem Verweis, sondern einer Androhung.

    Ein Problem bei Dir: Du drohst mit Dingen, die Du evtl. gar nicht durchsetzen kannst (und eigentlich wenn Du bald fertig bist, solltest Du wissen, was Du darfst und was nicht).

    Zweites Problem: Du bist inkonsequent. Du drohst vor versammelter Klasse, um dann in einen "4 Augengespräch" das Ganze wieder zurück zu nehmen. Die Klasse wird das erfahren und es ist nicht die Klassleiterin (in diesem Fall), die dafür sorgt, dass sie Dich nicht mehr ernst nehmen. Bereits damit hast Du Dich selbst unglaubwürdigt gemacht.

    Stopp mal eben. Die Verweisidee kam ursprünglich nicht von mir, sondern von der Kollegin.

    In einer der Mails mit ihr hieß es noch, ich könne ja Verweise geben.

    Jetzt tritt der Ernstfall ein und sie will von nichts gewusst haben und wirft sich (wie so oft) vor die Kinder wie eine Mutter vor ihre Welpen.

    Ich hab kein Problem wenn sich jemand für seine Klasse einsetzt, aber das hat ein Ausmaß, das nicht mehr normal ist.

    Was ist dein Vorschlag? Das Mädchen fertig zu machen, bis sie hyperventiliert? Natürlich führe ich ein Vieraugengespräch, wenn die Stunde bereits um ist und meine Schulleitung mir abgesegnet hat, dass es klar geht. Es ist doch fair die Schülerin darauf hinzuweisen, dass sie in Hinsicht auf ihre psychische Lage eine letzte Chance bekommt. Das musste ich sogar machen.

    Von der Klasse weiß niemand, dass sie psychisch krank ist.

    Hätte ich das vor der Klasse gesagt, wenn ihre Eltern um Diskretion bitten, hätte ich mir das nächste Problem eingehandelt.

    Wer würde mir die Frage denn per Nachricht beantworten?

    Ich habe hier so viel von mir Preis gegeben, dass ich befürchte, dass man mich einordnen könnte.

    Ich habe die Klasse im Nebenfach.

    Ich schreibe noch 2 LKs.

    Das Problem, das ich sehe. Wenn ich die Sache schon angekündigt habe, bei nochmaligem Vergehen, dann verliere ich doch mein Gesicht, wenn das nicht eintritt, oder nicht?

    Hol dir die Unterstützung der SL und ziehe diese Verweisandrohung durch. Dann kann die SL ja entscheiden, ob sie von einer solchen Androhung absieht oder sie für richtig hält.

    Angeblich nicht.

    Mir wurde von meiner Mentorin gesagt, dass der Klassenlehrer das letzte Wort hat und wenn sich der sperrt, kann ich alles vergessen.

    Gibts da Ausnahmeregelungen?

    Mich treibt die Antwort der Klassenleitung jedes Mal auf 180.

    Wo soll das denn enden?
    Der eine kommt angeblich zu spät, wenn jedes Mal Stau ist. Der nächste Schüler verschläft einfach direkt und der übernächste Schüler hat länger gefrühstückt. Wo bitte kommen wir denn da hin, wenn jeder kommt wann er will?
    Die gleiche Person wollte mir erklären, dass es an mir liegt, wenn die Schüler zu spät kommen oder ihre Sachen vergessen.

    Und wenn ich um 20 Uhr eine Rundmail schicke, dass alle für den nächsten Tag ihre Bücher mitbringen sollen, werde ich von der Klassenleitung angesprochen, warum ich so spät schreibe und ich sei Schuld, wenn es die Hälfte nicht lies.

    Dabei war das ein nett gemeinter Hinweis.

    Ich setze normalerweise voraus, dass es alle mitbringen.

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