Ja, schon. Französisch wurde meiner Erfahrung nach schon immer schwerer von die meisten SuS empfunden und die Noten waren immer schon etwas schlechter als in Englisch. Es ist einfach ein Pauk-Fach und die Grammatik nunmal komplexer als in Englisch (witzigerweise gibt es aber SuS, die das umgekehrt empfinden, so auch mein Kind, 10. Klasse, das drei Fremdsprachen lernt). Viele scheitern ja schon am Konjugieren der regelmäßigen Verben! Was mir in beiden Fächern seit einigen Jahren auffällt, ist, dass von immer weniger SuS tatsächlich die Vokabeln, unregelmäßigen Verben usw. gründlich gelernt werden (auch nicht, wenn ein angekündigter Test oder Schulaufgabe ansteht), das ist total "out". Das ist zwar teils in Englisch auch so, aber da gibt es meiner Erfahrung nach mehr SuS, die schon Vorkenntnisse haben, auf die sie aufbauen können und die Motivation ist oft höher, daher bleiben die Leistungen da eigentlich ungefähr ähnlich gut.
Vielleicht kommt das auch daher, dass man heute Texte übersetzen oder von ChatGPT erstellen lassen kann, dass viele das nicht mehr als nötig erachten. Das müsste dann aber auch für andere Fächer gelten...
Ja, der Fokus geht immer stärker auf die Kompetenzen, aber ich bin der Meinung, auch die kann man nur dann richtig ausbilden, wenn man die Grundlagen beherrscht, angefangen bei den Vokabeln. Wie soll man sonst Texte verstehen oder sich ausdrücken können?