Beiträge von Kairos

    Geht mir genauso und ich finde es frustrierend!! Letztes Jahr hatte ich drei Frz-Klassen und eine Englisch, nächstes Jahr ist es umgekehrt und ich bin ehrlich gesagt heilfroh drum. Französisch wird ja auch leider immer unbeliebter und wird seltener als 2. Fremdsprache gewählt (Spanisch hat dafür Zuwachs).

    Aus Interesse: Empfindest du das auch so, dass das Niveau in Französisch immer weiter abnimmt? Und wie ist es in Englisch im Vergleich dazu?

    Zivile Infrastrastruktur, die systematisch von Terroristen genutzt wird, ist ein legitimes und für die Terrorbekämpfung vielleicht auch notwendiges Angriffsziel.

    Ich verstehe das Argument und ich habe selbst sehr lange ähnlich argumentiert. Aber irgendwann rechtfertigt der Zweck die Mittel nicht mehr. Für viele, selbst für viele israelische Bürgerinnen und Bürger, ist dieser Wendepunkt bereits erreicht. Das festzustellen und auch auszusprechen, ist nicht verwerflich.


    Zu den anderen Posts, die hier getätigt wurden:

    Ich finde, dass Mitforisten, die hier länger posten, ein wenig mehr Vertrauen verdient haben, bevor sie gleich als antisemitisch bezeichnet werden. Wir kennen uns nicht persönlich und kennen unsere Hintergründe nicht. Ich habe persönliche Verbindungen zu Israel (mehr möchte ich nicht sagen) und wer mich kennt, weiß, dass ich Israels Existenzrecht immer verteidigt habe. Aber (oder vielleicht gerade deshalb) kann ich sagen, dass ich die aktuelle Politik kaum aushalte. Und nein, das ist keine Täter-Opfer-Umkehrung. Ich kann durchaus differenzieren.

    Edit: Und nach längerem Nachdenken merke ich auch, dass es zum Teil am Fach Geschichte liegt. Ist eigentlich mein stärkeres der beiden Fächer, aber so unkonkret und diskursiv, dass eine Stunde quasi für mich nie "zu Ende" vorbereitet sein kann. Und man dazu im Studium auch nicht wirklich einen deep dive in alle Epochen der Sek1 macht. Man muss quasi noch oft viel Zeit in das Einlesen investieren.

    Ja, es ist super spannend und ich will dich auf gar keinen Fall bremsen. Aber stell dich darauf ein, dass du in der Schule vor allem absolute Basics vermitteln wirst, selbst in der Oberstufe. Außerdem hat jede Schulstunde nur einige wenige Stundenziele, auf die du dich konzentrieren musst. Viele Aspekte wirst du weglassen, da du sehr stark didaktisch reduzieren wirst, um jungen Menschen die Inhalte näherzubringen, die sie oftmals bereits in der nächsten Stunde nur noch ansatzweise wissen. Viele werden sich für dein Fach überhaupt nicht interessieren.

    Darüber hinaus wirst du deinen Perfektionismus ablegen und routiniert arbeiten müssen. Brot-und-Butter-Stunden werden deinen Alltag prägen. Hin und wieder wird es aber natürlich auch Highlights geben.

    Der von dir genannte fachliche Deep Dive ist sicherlich nützlich und deshalb studierst du auch, aber im Schulalltag reicht Grundwissen meist aus. Die Inhalte der Schule sind zumeist banal und du wirst mit deinem Wissen den Schülern meilenweit voraus sein.

    Ich vermute, im Islam gibt es auch Engel. Zumindest waren vor Jahren, als wir an Weihnachten noch Grippenspiele machten, die muslimischen Kinder mit Vorliebe Engel und ihre Eltern haben sie dementsprechend gekleidet.

    Nehmen wir doch einfach den Erzengel Gabriel. Der hat in allen drei abrahamitischen Religionen ordentlich zu tun. ;)
    Bei den Juden bring er dem Propheten Daniel Visionen vorbei. Für die Christen ist er der Engel mit der vielleicht bekanntesten Botschaft überhaupt: "Maria, du wirst ein Kind bekommen – und was für eins!" Und im Islam? Da ist Gabriel der himmlische Bote, der dem Propheten Stück für Stück den Koran übermittelt. Ganz schön beschäftigt, der Gute. Er hat doch gar keine Zeit, um katholisch zu sein.

    Wohin darf ich meine Korrekturen künftig senden? Ich mag dich soooooooooo gerne, dass ich dir mindestens 60 Ethikarbeiten aus der Mittelstufe (mit ganz doll vielen Rechtschreib- und Syntaxfehlern, und/ oder nur in Großbuchstaben, und/oder ohne jedwede Interpunktion, und/ oder ausschließlich in Kleinschreibung…) senden möchte. :zahnluecke:

    korrigiermirdas@kommasamurai.de

    Ich sagte "um die Weihnachtszeit herum". Das meint mehr als nur die Feiertage selbst. Mensch, diese Wortklauberei und Semantikreiterei. Man könnte meinen, wir wären hier in einem Lehrerforum. ;)

    Ich übernehme die Zahl und meine sie bierernst für den Zeitraum ca. 3 Wochen vor Weihnachten bis Anfang Januar.

    Jup, bei mir war es für den gleichen Zeitraum sogar das dreifache, ergo 120 Arbeiten. Ich hatte also für 40 Arbeiten circa eine Woche Zeit. Um da unter 41 Stunden zu bleiben, blieb die Unterrichtsvorbereitung erst einmal auf der Strecke. Stattdessen habe ich mit alten Materialien und Schulbüchern gearbeitet und improvisiert. Eine Weile lang geht das ganz gut.

    Mit Erläuterung, natürlich. Ohne klang das wirklich für mich so, dass da jemand am 24. statt bei der Bescherung oder den Haselnüssen für Aschenbrödel (oder sonst welcher Familientradition) am Korrigieren sitzt. Und ich mag nicht ausschließen, dass das wiederum bei einigen wenigen Kollegen auch der Fall sein könnte.

    Ja, ich bin super hardcore und korrigiere am 24./25./26. jeweils 40 Aufsätze. Geschenke? Brauch ich nicht. Gebt mir Korrekturen!!!

    November bis Mitte Januar war an jeder Schule, an der ich bisher tätig war, absolute "crunch time". Alle Klassen schreiben Klausuren und ich muss im Dezember sehr intensiv korrigieren und meistens auch während der Weihnachtsferien. An den Feiertagen selbst arbeite ich aber nicht.

    Ich kenne nur Kolleg:innen, die absolut unglücklich sind, wenn sie krank fehlen müssen.

    Einige haben Migräne und niemand möchte mit ihnen tauschen.
    Es geschieht häufiger, dass wir Kolleg:innen krank nach Hause schicken, weil sie wirklich nicht fehlen wollen.

    Wenn man das WE oder Wochen durchkorrigiert, ist es kein Wunder, wenn man krank ausfällt. Gleiches gilt für Wochen mit Beratungsgesprächen oder Berichtszeugnissen und anderen zeitintensiven Aufgaben, die zusätzlich zum Unterricht und Schulalltag zu bewältigen sind. Gerade deshalb wäre eine Arbeitszeiterfassung gut.

    Naja, Korrekturen kenne ich besser als kaum ein anderer. Leider. Ich unterrichte ausschließlich in der Oberstufe und habe z.B. um die Weinachtszeit herum 120 Aufsätze korrigiert. Ich habe trotzdem keine Mehrarbeit geleistet. Indem ich 2-3 Wochen völlig unvorbereitet unterrichtet habe, konnte ich mir viel Zeit für die Korrektur freischaufeln. Und die Schüler haben trotzdem etwas gelernt. Man muss sich die Zeit eben so einteilen, dass es passt. Nichts anderes würde uns die Arbeitszeiterfassung lehren. Ich zweifle stark, dass dadurch Aufgaben entfallen oder Deputate reduziert werden würden. Wir würden aber definitiv stärker kontrolliert werden und weniger autonom sein.

    Konkret wird das dazu führen, dass z.B. den Deutsch und Englischlehrkräften gesagt werden wird "deine Korrektur darf nur X Minuten dauern".... wobei X sicher nicht der erhofften Zeit der Lehrkräfte entsprechen wird.

    Dann passt man eben die Qualität der Korrektur an. Wenig Zeit = oberflächliche Korrektur. Ich verwende jetzt schon eine Stoppuhr, damit ich nicht versehentlich zu viel Zeit mit einer Arbeit verbringe.

    (Ich bin trotzdem gegen eine Zeiterfassung)

    Nein, die Fragestellerin hat klar gesagt, dass sie für diese Dinge kein Geld ausgeben möchte. Ob sie das für Materialien nach ihren Vorstellungen tun würde, ist offen, denn sie behauptete ja, das ginge nicht, weil es einheitlich sein soll.

    Sie könnte sich dabei aber auch auf alternatives Material beziehen, welches sie bereits besitzt oder selbst erstellt hat und glaubt, nicht einsetzen zu können, da es einheitlich sein soll. Aber dann deute ich auch etwas in ihren Text hinein, das nicht explizit gesagt wurde, so wie du jetzt.

    In ihrem ersten Satz wurde klar gesagt, dass es darum geht, dass sie sich gezwungen fühlt, Geld auszugeben und darauf haben sich alle Posts bezogen.

    Doch, auch, weil bisher gar nicht klar ist, womit die Fragestellerin arbeiten will. Die Begründung mit anderem Materialien geht es nicht, weil es einheitlich sein soll, kann nämlich keine sein.
    Hat also durchaus auch Vorteile, wenn die Schule nicht kaufen will, dann kann man selber entscheiden, was es gibt.

    Die Fragestellerin hat klar gesagt, dass sie kein Geld ausgeben möchte und nur darum ging es.

    Zu dem Argument der Arbeitszeit möchte ich noch etwas ergänzen: Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich mir Schulmaterialien auf eigene Kosten anschaffe, um mir im Alltag Zeit zu sparen, was gelegentlich dazu führen kann, dass ich unter 41 Wochenstunden bleibe, oder ob ich gezwungen bin, eigenes Geld auszugeben, um nicht dauerhaft über dieser Grenze zu liegen.

    Ersteres kann unter Umständen sogar ökonomisch sinnvoll sein, weil es den eigenen Stundenlohn verbessert. Letzteres hingegen würde ich strikt vermeiden. Es ist nicht akzeptabel, dass Lehrkräfte privat für die Einhaltung arbeitszeitrechtlicher Grenzen zahlen sollen.

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