Beiträge von kleiner gruener frosch

    <Mod-Modus>

    Aber hast dir schön Mathe in deinem Profil gegönnt. Aha. Mehr muss ich nicht wissen. Lachhaft

    Abgesehen davon, dass raindrop ja scheinbar ein Mathestudium hat (wie er schreibt) ...

    steht "Mathe" bei den Fächern und bei der Schulform steht "Grundschule".

    Ich (und wahrscheinlich einige andere werden sich daher fragen, worauf du hinaus willst.

    Aber vielleicht solltest du einfach mal einen Gang zurückschalten und bei der Sache bleiben anstatt andere User hier ad hominem ans Bein zu pinkeln.

    kl. gr. frosch, Moderator

    Hier in NRW an mehreren Praktikumsschulen (auch Primarbereich) ganz genau so erlebt. Man spricht natürlich nur nicht offen drüber, weil Selektion = böse. Kannst du natürlich als anekdotische Evidenz abtun. Ich drehe es herum und denke, dass man ganz schön naiv sein muss, um zu glauben, dass nicht doch bei Klassenzuordnungen selektiert wird.

    Eben, du denkst dir irgendwas zusammen und stellst es als Realität hin, natürlich nicht ohne vorher andere zu beleidigen.

    Nett von dir, dass du sie in deinem Post schon angefunkt hast. Können sie gerne schreiben, das wird dann natürlich die offizielle Version sein.

    Ja, hier ist die offizielle und richtige Version.

    Wie geschieht (hier) die Klasseneinteilung:

    • Nach Kindergärten
    • Nach Freundeswünschen
    • Nach Wohnorten

    Im Blick behalten wird:

    • das Jungen -/ Mädchenverhältnis (wobei das auch nicht ausschlaggebend ist)

    Und ja, ich gebe zu, wenn man schon bei der Schulanmeldung merkt, dass einige Kinder eine besondere Aufmerksamkeit / Förderung benötigen, ein AO-SF vor Schulbeginn aber nicht in Frage kommt, dann hat man die Kinder bei der Verteilung natürlich auch im Blick ...

    ... und versucht, sie gleichmäßig auf die Klassen zu verteilen, um so die Lehrerinnen und Klassen zu entlasten und den Kindern trotzdem die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen.


    Alles andere wäre auch nicht sinnvoll.

    Können wir. Es ist aber problematisch, wenn die Arbeitsweise an Grundschulen die übergeordneten Systeme zwingt ähnliche Ansätze zu adaptieren, weil unpassende Schüler angeliefert werden. Ihr werkelt ja nicht im luftleeren Raum, sondern mit Konsequenzen.

    a) wie ich schon schrieb - wir sind keine Zulieferbetriebe.

    b) die "übergeordneten Systeme" (Anführungsstriche, weil ich den Begriff komisch finde - ich würde eher "weiterführende Schulen" sagen) haben ja die Chance, die Kinder auszuschulen und zu anderen Schulen zu schicken, wenn sie "unpassend" sind.. Es wurde hier ja schon mehrmals von der Durchlässigkeit des Systems geschrieben.

    c) wobei ich mich frage: warum solltet ihr euch nicht an die schülergerechten Ansätze anpassen.

    Vielleicht wäre es aber an der Zeit, angesichts der immer weiter auseinander klaffenden Eingangsvoraussetzungen?

    Abgesehen mal davon, dass deine Antwort die falsche Aussage von FrozenYogurt nicht korrekter macht: Nein.

    a) Grundschule ist ganz massive Beziehungsarbeit. Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Aber auch Beziehung zwischen den Schüler. Grundschule ist Struktur. Grundschule ist zusammen leben und zusammen lernen. Da wäre ein Kurssystem nicht sonderlich hilfreich.

    b) Grundschule ist differenzierte Förderung. Wie ich oben schon schrieb: jeder Stunde in der Grundschule ist eine Förderstunde, bei der die Kinder nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden. Mit innerer Differenzierung.

    c) wie Magellan schreibt: wann soll man aufteilen? Gleich zum ersten Schultag? Denn wir haben ja schon Einschätzungen durch die Schulanmeldung? Oder zum 3. Schuljahr? Wäre das dann (im Sinne deiner Argumentation) nicht schon zu spät?

    d) ich halte die Grundschule nicht für einen Zulieferer-Betrieb für die weiterführenden Schulen, ebenso wie ich die KiTas nicht für einen Zulieferungsbetrieb für die Grundschulen halte. Die Kinder kommen so, wie sie kommen, und bekommen in der Grundschule die bestmögliche Förderung im Rahmen der angestrebten Kompetenzen.

    e) ich denke mal, dass man aus der weiterführenden Schule nicht nach früherer äußerer Differenzierung rufen sollte - sondern sich in den weiterführenden Schule Gedanke nach intensiverer innerer Differenzierung machen sollte. (Und ich kenne viele Sek1/2-Lehrer, die das auch schon machen. Auch am Gymnasium.)

    Ich hatte hier schon sehr früh dank Duktus und Auftreten das Gefühl mit BaldPension in der nächsten Interaktion des regelmäßig neu angemeldeten Users zu sein,

    Naja,

    BaldPension ist hier seit über 5 Jahren angemeldet. Ihm zu unterstellen, dass er einer der User ist, die sich speziell seit letzten Jahr zum Trollen hier angemeldet haben, ist vielleicht ein wenig weit hergeholt.

    Aber falls du den Eindruck hast, kannst du ihn ja gerne melden.

    Ich glaube nicht, dass wir das richtige Mindset haben. Hätten wir es, würden wir wie in der DDR bei den Bundesjugendspielen den Schlagballwurf mit Handgranaten-Attrappen machen. Dann würden wir mit allen Schülern üben wie man ein G3 bedient. Es gäbe die Wehrpflicht für wirklich alle und jeden. Nach dem Wehrdienst würde jeder das G3 samt 50 Schuß Munition mit nach Hause nehmen, wie es über Jahrzehnte in der Schweiz üblich war. Im Chemie-Unterricht würde geübt Molotow-Cocktails zu bauen.

    Da bin ich ja mal froh, dass wir nicht das richtige Mindset haben.

    Das wir nicht bereit sind für sowas habe ich vor einigen Monaten erfahren, als uns die Polizei erklärt hat, wie wir uns bei einem Amok-Fall verhalten sollen. Bei der Bundeswehr hat man gelernt: Wenn wir durch ein feindliches Schußfeld laufen müssen, laufen wir alle gleichzeitig. Gewiß wird der Feind einige Treffer erzielen, aber dann muss er nachladen und in dem Moment kann der Rest der Gruppe entkommen. Die Verluste sind so jedenfalls am geringsten. Sollten alle einzeln rennen, sind die Verluste am größten.

    Aber sag das, was du damals als Wehrpflichtiger gelernt hast, heute mal. Verluste wissentlich in Kauf zu nehmen, um mehr Leute zu retten, ist nicht en vogue. Entsprechend stießen der Einwände der Kollegen, die ihre Wehrdiensterfahrung auf den Amokfall projeziert haben, auf komplettes Unverständnis bei Polizei und Kreisverwaltung.

    Was war denn die Alternative der Polizei und Kreisverwaltung? Wie haben sie das "einzeln geschützt in Sicherheit bringen" begründet? (Und: jedes Opfer unter den Schülern wäre ein Opfer zu viel. )

    Ziehe die Frage zurück - das polizeiliche Vorgehen im Amokfall ist immer noch kein Thema für ein öffentliches Forum. Mein Unverständnis für dein "Opfer bewusst in Kauf nehmen" lasse ich aber bestehen.

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