Dafür dass du nicht vorverurteilen möchtest spekulierst du allerdings selber relativ viel über die möglichen Hintergründe. Ich kann nicht erkennen, wo die Kollegin mit dem Kopf durch die Wand wollte oder ähnliches.
Oh, nein. Das war eigentlich nur eine generelle Antwort an Kris bzgl. des Schulfriedens und wie das in Bezug auf die Stadt und den OGS-Träger als Partner funktionieren kann bzw. nicht funktionieren kann. War nicht als "Vorverurteilung" im konkreten Fall gedacht. Das hätte ich vielleicht deutlich sagen sollen.
Bzgl. Abordnung / Mitleitung:
Es gibt beides. Ich wurde als Konrektor vor Jahren mal für ein halbes Jahr mit 20 Stunden als komm. Schulleiter an eine andere Schule abgeordnet, deren Schulleitung vakant war. Mit 8 Stunden war ich noch an meiner eigenen Schule.
Das fand ich persönlich besser als eine "Mitbetreuung", wobei es im Endeffekt wohl aufs gleiche hinauslief. (Noch besser hätte ich es gefunden, wenn man mich komplett abgeordnet hätte. Ging aber auch so.)
Sachlogische Gründe für die Abordnung kann man daher schon finden - man kann sie aber auch hinterfragen.
Ich finde es auch schwierig, von Kompromissbereitschaft zu sprechen. Es gibt Dinge, die sind "nice to have". Neue Möbel müssen oft nicht sein, wären aber nett. Und es gibt Dinge, die sind nicht in Ordnung. Hier muss aus meiner Sicht eine Schulleitung auch klar Stellung beziehen. Wenn es im konkreten Fall um den Kellerraum gehen soll, würde ich erwarten, dass die Schulbehörde als erstes Verständnis für die Forderung der Schule äußert. Als zweites würde ich erwarten, dass man sich zu einem gemeinsamen Treffen in der Schule verabredet. Entweder kommt die Schulbehörde in dem Gespräch zu der Auffassung, dass die Schulleitung Recht hat, dann sollte die Schulbehörde alles tun, um sie unterstützen. Oder man stellt fest, dass die Forderungen zwar gut gemeint aber übertrieben ist, dann weist man die Schulleitung entsprechend an, die Wünsche der Stadt umzusetzen. Alles aber kein Grund eine Schulleitung zu entfernen.
Es ist richtig, man soll dann Stellung beziehen. (Habe ich bzgl. der Küche und des hinausgeschobenen Anbaus bei uns auch gemacht.) Ungeachtet dessen gibt es ggf. Gründe dafür - z.B. die fehlenden Finanzmittel. Da kann ich gerne Stellung beziehen, muss aber trotzdem damit leben, dass ich als Schulleiter einen Kompromiss eingehen muss. Auch wenn es eigentlich um "must have"-Wünsche geht.
Zu den Gesprächen gebe ich dir auch recht. Um auf den konkreten Fall zu gucken: es gab ja wohl vorab einige Gespräche zu dem Thema, aber ohne Schulbehörde. Als die BezReg eingeschaltet wurde, fanden die nicht mehr statt. Ein geplantes Schlichtungsgespräch wurde ja wohl abgesagt. Leider. Über die Gründe müsste ich jetzt spekulieren. Will ich aber nicht. 
Ob mit oder ohne Gespräch hätte es auf jeden Fall dann eine Anweisung von oben geben müssen. Das wäre für eine Schulleitung auch doof, wäre aber konsequent.