Sie wird sich gedacht haben "Gott sei Dank" ist der wichtige Religionsunterricht wieder gesichert, den darf ja auf keinen Fall jeder dahergelaufene Lehrkörper vertreten. Da hat die Lehrerinnengesundheit eben keine Priorität. Solche SL gibt es durchaus.
Dem ersten stimme ich zu.
Dem zweiten ... nicht. Denn ich frage mich, wo genau das Problem ist. Sicherlich mag es schöner sein, wenn sie mit den 10 Stunden in ihrer Klasse wäre.
Aber
a) hätte sie dann dort mit Sicherheit auch eine Team-Klassenleitung an der Backe. Evtl. sogar die komplette. (Ob das sinnvoll ist, sei dahin gestellt, aber je nach Stellenbesetzung geht es nicht anders. Leider.)
b) muss (wie du schreibst) der Reli-Unterricht abgedeckt sein.
c) frage ich mich generell, was "nicht gesundheitsfördernd" daran ist, wenn man mit 9 Stunden Reli (wahrscheinlich 10, denn die 1 Stunde in der Klasse ist wahrscheinlich auch Reli) eingesetzt wird. Das ist doch - mit Verlaub gesagt - dann ein super entspanntes Arbeiten. Keine Klassenarbeiten, keine Elternsprechtage, keine Elternabende, keine Elterngespräche, ... nur Reli, am besten auch noch in Parallelklassen.
d) ist es wahrscheinlich eher eine Sache der inneren Einstellung, die nun "nicht gesundheitsfördernd" ist. Wenn man die Situation realistisch betrachtet, sollte man merken, dass es nicht die schlechteste Lösung ist.
kl. gr. frosch
Nachtrag: den Beitrag vom Germanist hatte ich noch nicht gelesen. Stimme ihm aber zu. Die Situation in der Klasse ist mit Sicherheit auch ruhiger. Weniger Hin-und-her. Das wiederum schont dann auch die Wiedereingegliederte Kollegin. Wäre sie dort mit 10 Stunden drin, setzt schnell der "Aber ich muss doch zur Schule, die Kinder brauchen mich" - Effekt ein. Folge: mehr Stress, kein Ausruhen, wenn es einem nicht gut geht. Bei Reli ist die Gefahr einer solchen Denke geringer.
Und: auch wenn die Kollegin das selbst vielleicht nicht so sieht, möchte ich nicht ausschließen, dass der Schulleiter auch diesen "Stress-Vermeidungs-Effekt" im Hinterkopf hat, weil er seine Kollegin kennt.