Beiträge von kleiner gruener frosch

    Angeblich reichte der über den Rücken gereichte Salzstreuer für die Ansteckung aus.

    Angeblich. Faktisch gesehen saßen sie aber längere Zeit (>15 Minuten ?) nah beieinander. Sollte reichen. Auch ohne Salzstreuer. Egal was der erkrankte da behauptet.

    Und ich frage mich, woher man wissen will, dass irgendjemanden jemanden nur im Vorbeigehen angesteckt hat.

    Man hat die Infektionsketten nachvollzogen und dabei Aufnahmen aus einem Einkaufszentrum gefunden, in dem die Betroffenen sich kurz im Gang begegnet waren. Das würde natürlich nicht ausschließen, dass sie auch in der gleichen Umkleidekabine gestanden haben. Aber wenn man die Infektionsketten nachvollzieht, geht man möglichst minutiös die letzten Tage durch. Da wäre auch bei beiden "Und dann war ich bei H&M und habe in der Umkleidekabine eine Hose anprobiert" gefallen. Wenn das passiert wäre.

    Genau der Ansatz ist aus wissenschaftlicher Sicht komplett falsch. Ist ja egal was Newton sich so gedacht hat, kann man für die Forschung in der Physik heutzutage komplett ignorieren. Ist viel zu lange her. Ich hoffe an der Stelle fällt's auf, dass Wissenschaft so nicht funktioniert.

    Ich rede von der Verbreitung des Wildtyps, die aktuell nicht mehr wirklich relevant ist. Aktuell ist es egal, ob man 5 oder 15 Minuten in einem Raum ist.

    Ich rede nicht davon, dass man mal eben wie "Q" die Naturgesetze ändert. wenn sie einem nicht passen oder sie keine Rolle mehr spielen sollen. ;)

    Webasto: ich kannte die Geschichte nicht. Habe mal nachgelesen. Von "kurzen" Begegnungen (a la Aufzug) ist da nicht die Rede. Auch der "Salzstreuer" war keine kurze Begegnung. Es ist die Rede davon, dass die Infizierten und später Infizierten immer eine Zeit lang zusammen im Büro / bei einer Besprechung gearbeitet haben oder nah beieinander in der Kantine saßen. Ohne Maske reichte das beim Wildtyp.

    Mir sind bzgl. der "Aussetzungsdauer" folgende Aussagen bekannt.

    Wildtyp: Pi mal Daumen 15 Minuten ... ein kurzer Aufenthalt nacheinander im gleichen Aufzug oder im gleichen Büro dürfte da nicht reichen.

    Alpha: 10 - 15-mal schneller. Ein kurzer Aufenthalt nacheinander im Aufzug reicht.

    Es kann natürlich auch sein, dass bei die Alpha-Infektionen im Aufzug alle von den 20% hochinfektiösen erzeugt wurden. ich denke, dass lässt sich im Nachhinein aber nicht mehr auswerten.

    kl. gr. frosch

    Edit: was damals war spielt aber eigentlich auch nicht mehr wirklich eine Rolle.

    Ja, die Anzahl der Infektionen steigt in Australien, Großbritannien und Israel, aber sowohl die Todes- und Hospitalierungsfälle steigen nur sehr moderat absolut, sinken sogar relativ gesehen. Delta sollte auch nicht überschätzt werden.

    Und auch nicht unterschätzt

    Covid in Scotland: Raigmore Hospital at capacity amid rising cases

    Und Johnson so: "Hey, lasst uns lockern".

    Es ist wie immer in den letzten anderthalb Jahren eine vorsichtige Abwägung um einen guten Mittelweg zu finden.

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    Es heißt in der Presse, dass die Corona-Fälle in Schottland nach den Vorrundenspielen angestiegen wären. Das wäre 16 bis 22 Tage her. Könnte (!) die Konsequenz sein. Auf jeden Fall ist in Inverness gerade "Land unter" im Krankenhaus.

    Und du meinst, daß ein Referendar wesentlich weniger macht?

    Grundschule NRW: 14 Stunden insgesamt, davon 9 Stunden BDU.

    Jeder vernünftige Schulleiter wird keinem Schattenplan mit mehr Stunden Unterricht für dem Referendaren basteln.

    Eher ist es so, dass (bei genug Luft) Stunden aus dem BDU im Team stattfinden.

    Ich möchte mich mal, ohne es zu kontrollieren, soweit aus dem Fenster lehnen, dass ein Schattenplan mit zusätzlichen Stunden ein formaler Verstoß ist und dadurch die Ausbildung ggf. bei Nichtbestehen rechtlich angreifbar ist.

    Vielleicht war es bei dir so. Das ist aber nicht der Normalfall.

    Kl. Gr. Frosch

    P.S.: natürlich muss der Referendar zu Konferenzen etc und ambderbSchulentwicklung mitmachen. Aber das betrifft auch die Quereinsteiger.

    sondern mitunter muß es in manchen Fächern und Schulformen schon eine 1,x sein.

    Siehe dazu:

    * Schlimmstenfalls kommst du nach der Uni auf eine Warteliste (gab es mal), aber sollte das der Fall sein, muss man davon ausgehen, dass in dem Moment auch Quereinsteiger für die "Warteliste-Fachkombi" nur wenig Chance auf Einstellung in die Ausbildung haben. Dann ist die Kombi nämlich etwas überlaufen.

    Wenn der reguläre Student da eine entsprechende Aufnahmebedingung hat, ohne die er nicht ins Ref kommt, kommt ein Quereinsteiger dort praktisch nicht rein.

    plattyplus, ich kann mich erinnern, dass wir das Thema schon einmal hatten.

    Der Unterschied ist:

    als Quereinsteiger

    • bewirbst du dich für die Ausbildung an der Schule
    • musst VOR der Ausbildung in der Schule mit Noten glänzen
    • und dich gegen Mitbewerber durchsetzen
    • Dafür brauchst du die Ausbildung in der Schule nur mit 4,0 bestehen.

    Als studierter Lehrer

    • rutscht du zumindest aktuell in NRW automatisch ins Referendariat*
    • solange du die Uni mit 4,0 abgeschlossen hast
    • du musst dich also nicht in einem Bewerbungsverfahren durchsetzen
    • und beginnst deine Ausbildung in der Schule nahezu garantiert.
    • Am Ende der Ausbildung entscheidet dann bei dir für eine Einstellung die Note, die beim Quereinsteiger VOR der Ausbildung schon entscheidend war


    * Schlimmstenfalls kommst du nach der Uni auf eine Warteliste (gab es mal), aber sollte das der Fall sein, muss man davon ausgehen, dass in dem Moment auch Quereinsteiger für die "Warteliste-Fachkombi" nur wenig Chance auf Einstellung in die Ausbildung haben. Dann ist die Kombi nämlich etwas überlaufen.

    Es ist klar, dass du aufgrund deiner Vita enttäuscht bist - aber das Verfahren ist nicht unfair.

    kl. gr. frosch

    Nein, Lindbergh. Es sind jetzt zu wenige, da kann man die Cluster nicht mehr nachvollziehen. Man braucht dafür eine bestimmte Fallmenge. #Fake-News, keine Ahnung, ob das stimmt. ;)


    Aber bzgl. Nachverfolgung und Delta habe ich gestern einen Artikel über Australien gelesen. Da soll eine Flugzeugbesatzung durch die Quarantäne geschlüpft sein. Weiter hieß es, dass Delta so ansteckend sei, dass die erkrankte Person mal eben im vorbeigehen im Einkaufszentrum andere Leute hätte anstecken können. Wenn dem so ist, ist eine Nachvervollgung bei Delta ja praktisch unmöglich. Oder?

    Okay, mag an der Abendschule liegen.

    Vielleicht ist es auch an weiterführenden Schulen so.

    Ich sehe das wohl nur aus "Grundschul-Perspektive". Wenn keine dringenden Termine anliegen, bin ich selbstverständlich während der Unterrichts- und Kern-OGS-Zeiten (1. - 8. Stunde, ca. 7 Uhr bis ca. 15 Uhr) im Haus. Und ich hoffe, dass Corona mit sich bringt, dass der ein oder andere Außentermin auch in Zukunft online stattfinden wird.

    Wenn es also ganz hart kommt, muß der kleine a13er in seiner Probezeit die Schule leiten.

    Das was du da beschreibst, würde ich jetzt nicht unbedingt als "Schule leiten" beschreiben.

    Aber natürlich hat bei Nicht-Anwesenheit der Schulleitung in einem solchen Fall der nächst"rangige" die Verantwortung per Delegation. Kann wie bei dir mit der Abendschule sein oder weil man zur Schulleiterdienstbesprechung ist. Oder weil die Schulleitung andere Termine hat. Oder weil der Schulleiter auch mal mit auf einen Ausflug geht.

    Das sind aber immer nur zeitlich sehr befristete Zeiträume und keine "Schulleitungslose Schule", wie Cherry es wahrscheinlich meint.

    Ja. Wobei im Grunde ist das Möglichkeit c. Das läuft ja irgendwie darauf hinaus.

    Aber wenigstens waren wir zu zweit. Da ging das. Wenn man alleine ist, ist es .... schwierig.

    Tommi: ich gehörte zur ersten Generation, die in OWL als Grundschulkonrektoren an einer SLQ-Fortbildung teilnehmen konnte. (Sehr gut.) Und ich gehörte zur letzten Generation, die das Eignungsfeststellungs-Verfahren (EFV) noch nicht machen musste. (Noch besser. ;) )

    Heute ist beides Pflicht. Ausnahme: SLQ-Teilnahme, siehe oben.

    Bei mir war es "nur" eine Revision. Eine Stunde halten, eine Stunde hospitieren und beraten, eine Konferenz leiten, ein Kolloquium. Ging alles.

    Was passiert, wenn sich kein Schulleiter findet:

    a) es gibt einen Konrektor, dann übernimmt der das kommissarisch. Fürs Konrektor-Gehalt. Ich hatte das für gut 13 Monate an meiner alten Schule. Bewerben wollte ich mich da aber trotzdem nicht als Schulleiter.

    Ich kenne aber Schulleiter, für die das der letzte Anstoß war. "Wenn ich eh kommissarisch die Arbeit habe, kann ich dafür auch mehr Geld bekommen.

    Was hat man von der kommissarischen Schulleitung? Erst einmal nichts - außer

    • Erfahrung
    • Schulamt hat einen guten Eindruck (deswegen bin ich wahrscheinlich eines Morgens aufgewacht und war plötzlich Schulleiter im Paradies*
    • Ab einer kommissarischen Tätigkeit von einem Jahr braucht man die SLQ-Fortbildung nicht machen. (Wobei ich die jedem empfehlen würde.)
    • Entlastungsstunden hat man natürlich auch.

    b) es gibt keinen Konrektor, dann übernimmt in der Regel der/die Dienstälteste die Aufgabe. Was hat man davon? Siehe a)

    c) Ich wurde als Konrektor auch schon einmal (freiwillig) mit einer halben Stelle für einige Monate an eine andere Grundschule abgeordnet, der Schulleiterposten unbesetzt war. Was hat man davon? Man kann sich die Schule anschauen und überlegen, ob man sich bewerben möchte. Außerdem siehe a)

    Ich glaube, viele andere Möglichkeiten gibt es nicht.

    kl. gr. frosch

    * Nein, ich bin natürlich nicht morgens aufgewacht und war Schulleiter. Aber der Schulrat ist bei einer Veranstaltung auf mich zugekommen und hat mich explizit gebeten, dass ich mich doch im "Paradies" bewerben möge.

    Ne. ;) Aber ich kann aus beruflichen aus dem Verein nicht raus.

    Ich glaube aber nicht, dass das so große Auswirkungen auf die Besetzung von Schulleiterposten hat. Es gibt genug nicht-konfessionelle Schulen, da ist es auch nicht viel leichter.

    Ich glaube auch nicht, dass es generell das "nicht lockende Geld" ist. A14 statt A12 in NRW würde schon locken - aber wahrscheinlich die falschen.

    Ich denke speziell für die Grundschule: man wird nicht Grundschullehrer, weil man einen "Verwaltungsjob" haben möchte. Als Grundschullehrer möchte man mit den Kindern arbeiten. Das steht im Fokus. Nicht das "systemisch" arbeiten. (Das Wort habe ich auch noch nie gemocht, klingt so aufgesetzt. ;) )

    Bei Grundschulschulleitern muss also entweder ein gewisser Fokus-Wechsel stattgefunden haben. Z.B. weil man sein Faible für die Schulentwicklung entdeckt hat, oder es war eher Zufall und man ist plötzlich da, wo man ist.

    Bei weiterführenden Schulen ist es wahrscheinlich ähnlich. Die meisten Lehrer werden nicht Lehrer, weil sie "systemisch" arbeiten wollen.

    kl. gr. frosch

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