Wir haben seit etwa 15 Jahren Lehrkräftemangel und immer wieder Situationen, in denen wir Vertretungen einstellen.
Das ist vom Bundesland geregelt, wann es dazu kommt und welche Möglichkeiten man hat.
Abordnungen gab es in den letzten Jahren sehr selten, weil alle umliegenden Schulen unterversorgt sind und nichts mehr abgeben können.
In NDS muss man zunächst, wie schon genannt, mit den schuleigenen pädagogischen Mitarbeiter:innen überbrücken, das ist offiziell "Betreuung", ähnelt aber an vielen Schulen einer Unterrichtssituation. Die Planung übernimmt eine Lehrkraft, die Durchführung die Mitarbeiterin, die aber keine Noten erteilt. Meistens wird es über mehrere Klassen und Fächer gestreut. Erstunterricht, der länger ausfällt, wird von einer Lehrkraft übernommen und die pädagogische Mitarbeiterin übernimmt etwas in anderen Klassen (also Stundentausch/ Stundenplanänderung).
Wenn es dazu kommt, dass eine Vertretung genehmigt wird, kann man aus einer ellenlangen (da ungepflegten) Liste jemanden auswählen, der/die den LA-Bachelor absolviert hat, das ist noch vor dem Praxis-Semester), ggf. auch schon den Master und aufs Ref wartet.
Man erhält als Schule nur einen Bruchteil der ausfallenden Stunden ersetzt, entsprechend wird die Vertretung in den wichtigsten Stunden eingesetzt, meist in einer Klasse. Dort übernimmt sie den Unterricht. Punkt. Die Klassenleitung wird meist innerhalb des Kollegiums verteilt.