Auch die Tagesschau hat sich vor kurzem dazu geäußert, so klar ist es noch nicht (und wird es wohl nie sein, weil es verschiedene Aussagen gibt und alles ganz anders gemeint war)
https://www.tagesschau.de/inland/gesells…rectiv-100.html
Ich habe oben bewusst zitiert, weil Correctiv schon früh festgestellt hat, dass es für Behauptung einzelner Teilnehmer keine Beweise hat. Medien wie z. B. ZDF gingen weiter, das kann aber nicht Correctiv angehängt werden, auch dazu gibt es ein Gerichtsbeschluss.
Mich nervt hier wieder das Geraune.
[...]
Ich kenne den Artikel. Wo vermeinst du, dort einen Widerspruch zur Feststellung des LG Berlin II resp. irgendetwas gelesen zu haben, das dich rechtfertigt?
Es gibt keine "verschiedene Aussagen", dass "alles ganz anders gemeint war", es gab beim Treffen (I) die (alleine bereits, weil M. Sellner sie vor- und nachher ebenso präsentierte) recht transparenten Aussagen zum entsprechenden Konzept der Remigration gem. M. Sellner, (II) den ursprgl. Correctiv-Artikel, der gerichtlicherseits bestätigt einen "'Masterplan' zur Ausweisung deutscher Staatsbürger" als dort diskutiert in einer Art und Weise behauptete, die eine Faktenbehauprung darstellt, die seitens des LG Berlin II "nicht nur im Wesentlichen unwahr, sondern gleichzeitig als unklar, ungenau und unvollständig" untersagt wird, zudem (III) die Rechtfertigungsversuche eines Justus von Daniels, der einfach behauptet, das literale und so immer artikulierte Konzept von Remigration beim Worte zu nehmen sei "absolut haltlos"...
Man darf ja gerne begründet und bestenfalls mittels Belegen oder wenigstens Indizien über die Glaubwürdigkeit, evtl. hidden agendas u.ä. hinsichtlich des Remigrationskonzepts (exegetisch) spekulieren, wenn dies kenntlich gemacht ist. Aber eben dies ist nicht passiert, sondern, ich wiederhole es, es wurden Behauptungen derart formuliert, dass sie dem Durchschnittsrezipienten wie Faktendarstellungen vorkommen mussten - Fakten, die in dem Fall erfunden sind.
Die Kritik an Correctiv ist damit übrigens auch eine Kritik daran, dass sie dem der AfD-Entgegentreten damit einen Bärendienst erwiesen haben.
Und es ist unsäglich, diese notwendige Kritik an Correctiv sachfremd diskreditieren zu wollen. Es sollte nicht erläuterungsbedürftig sein, warum man insistiert, Kritik habe sachlich-inhaltlich korrekt zu sein, gerade auch seitens Lehrern. Von meinen Schülern verlange ich auch erst sachliche, inhaltlich korrekte Textanalysen, bevor sie intersubjektivierbar bis objektiv kriterienorientiert interpretieren und abschließend ebenso werten/urteilen. Kann ich als Lehrer nur, wenn ich es vorlebe.
Du solltest dir auch dringend angucken, was eigtl. in Hamburg verhandelt wurde und warum das Urteil dort nicht in gleicher Sache zu einem anderen Urteil als das LG Berlin II gekommen ist - beide Gericjte verhandelten komplett andere Probleme, da kann man kein cherry picking betreiben.
ZitatZu Remigration, der Begriff wird bewusst ständig anders gebraucht, je nach Adressat und Gegenwind. Aber auch das ist nicht neu. Ich habe es zuerst 2018? im Buch gelesen, der Begriff war mir also nicht neu als Correctiv es nannte. Höcke ist ja nicht nur ein Hinterbänkler, auch Sellner war mir bekannt (und ich wundere mich, dass die Klägerin ihn nicht gekannt haben will).
Könntest du mir konkret nennen, welchen unterschiedlichen AfD-Remigrationskonzepten du da begegnet bist? Ich kenne den von M. Sellner und die Schwammigkeiten aus B. Höckes Buch, Äußerungen von A. Weidel und auch aus dem polit. Vorfeld der AfD etc. - ist relativ homogen, Höcke ist da mit seiner Schwammigkeit der (u.U. nicht so weit davon wegpendelnde) Ausreißer.