Nein. Wenn ich mein Kerngeschäft (Unterricht, ggf. Klassenleitung) effizient abgearbeitet habe, schreibe ich garantiert nicht noch an irgendwelchen "Konzepten" weiter. Dann ist auch mal gut.
Würde man de infolge eigener Effizienzoptimierung freigewordene Zeit mit "[s]ich anderweitig in der Schule ein[bringen]"-Tätigkeiten (bis zur Marke von 41 Wochenstunden... nein, m.E. überhaupt um irgendeine Zeit) füllen, täte man m.E. das, was wir Lehrer ggü. effizienten Schülern ja (i.S.e. falschverstandenen 'Förderung' derselben) eigtl. vermeiden sollen, also diesen mehr Arbeit zuordnen, weil sie früher als andere fertig sind - so wie das diese Schüler als Strafe empfinden könnten, wäre zumindest mir dies ebenfalls Selbstgeißelung...
Ich sehe das also wie du, FrozenYoghurt: Mal ungeachtet dessen, dass ich ein Gros der außerhalb meines Kerngeschäfts (Qualifikation, Selektion und Allokation durch Unterricht und Leistungsüberpürfung) vermeintl.(!) 'anfallenden' Tätigkeiten (die oftmals lediglich Resultat autotelischer 'Reförmchen', antiquiert-ineffizienter Strukturen, Neigungsprojekte von Ministerium, SL u./o. Kollegen u.ä. sind) als nicht nur nicht sonderlich sinnstiftend, sondern durchweg (euphemistisch formuliert) demotivierend erlebe, ist das der 'Mechanismus', mit dem ich die Profession und meinen Arbeitsalltag bewältige - ich bin effizient, d.h. dass mich bspw. die Vor- und Nachbereitung von Unterricht (mit Ausnahmen, wenn ich bpsw. mal einen Thema unterrichten muss, in das ich mich erst einarbeiten muss) nicht wirklich Zeit kostet (es hilft auch, dass ich meinen privaten Perfektionismus nicht auf den Unterricht übertrage - ich habe gelernt, dass mein Unterricht auch entsprechend funktioniert, ohne eine wie ein schweizer Uhrwerk arbeitende Stundenplanung).
Mithin: Bei dem Übermaß an Springstunden, (m.E. unnötigen) Präsenzkonferenzen u.ä., zzgl. zur rapide ansteigenden Arbeitsbelastung in den regelmäßigen Prüfungsphasen (mit der ubiquitären Erosion der Leistungsfähigkeit unserer Schüler steigt die Belastung beim Korrekturaufwand), ist das, was ich im 'regulären' Arbeitsalltag an Zeit spare, Kompensation für die dort verlorene Lebenszeit (ich sehe es hier in den Ferien: 16 Tage frei, davon 5 krank, ohne dass ich die später nachholen kann, wie in der freien Wirtschaft, und 4 Tage Klassenarbeits-/Klausurkorrekturen, -planungen und Co.).
Und bevor da jmd. mutmaßt, unterstellt o.ä. - nein, ich mache meinen Kollegen damit keine Arbeit, die sie irgendwie irgendwo 'auffangen' müssten und qualifiziere meine Schüler (sofern diese entsprechende Leistungsfähigkeit und -bereitschaft mitbringen) im geforderten Maße.
Ein verlorenes Schaf bin ich damit nicht, aber ich würde den Teufel tun, mehr zu machen (es sei denn, das wäre mal ein Projekt, das tatsächlich sinnvoll wäre).