Beiträge von PaPo

    Nein,

    du stellst es nicht fest, du behauptest es.

    Du betrachtest aber die Umstände gar nicht, bedenkst nicht, dass andere Personen schlicht genervt sind oder sich auf deine Spielchen nicht einlassen wollen oder etwas anderes im Forum suchen oder oder ... Das alles ist keine Überforderung, sondern eine andere Art, mit einem Forum und mit Beiträgen umzugehen.

    Du versuchst, damit Leute zu generieren, die sich auf deine Diskussionen in deinem bevorzugten Stil einlassen, und weist von dir, wenn jemand dies nicht möchte und bezichtigst dann andere als "überfordert mit deinen Beiträgen".

    Nein. Ich stelle fest. Und jetzt? "Nein! Doch! Ohh!"? Sind ja schöne (psychologisierende) ex post facto-Rationalisierungsversuche deinerseits, meine Feststellung ist hier aber empirisch (vergangenes Verhalten) bedingt und benennt die Tatsache, dass es Quittengelee wohl misslang zu realisieren, dass unerheblich ist, ob es um ihre "Schwiegerverwandtschaft" geht oder nicht.

    Ist aber auch alles dazu geschrieben (s.o.), warum auch immer du ein Interesse daran hast, dass hier jetzt durchexerzieren zu wollen (bleib doch beim Thema). :)

    Muss doch nicht sein. Klar muss man nicht so einfach schreiben wie ich. Aber viele lange Worte verbessern den Inhalt eben nicht.

    Was sind "lange Worte"?

    Aber ja, verbesserungswürdig ist da so oder so nichts an meinem Beitrag, dem Quittengelee ostentativ und unter Beifall der üblichen Verdächtigen hier mal wieder inhaltlich nichts entgegnen will,. Ihre Antwort ist bezeichnend und mir hinreichend, musste man lediglich einordnen, aber nicht vertiefen. :)

    Ist dir bewusst, dass du diesen Satz wie ein Mantra vor dir her trägst?

    Muss dir ja sehr wichtig sein, dir selbst den Eindruck zu vermitteln und zu bestärken, du würdest andere überfordern.

    Ich stelle lediglich fest. :)

    Und Profitipp: Erkundige dich mal, was ein Mantra ist...

    PaPo hast du eigentlich noch nie im Unterricht einen move gebracht, von dem du nachher dachtest: naja, war nicht so schlau. ?


    Also, ich bin schon das ein oder andere Mal überrascht worden von den originellen Ideen meiner SuS. Sicher hab ich da nicht immer perfekt nach Lehrbuch reagiert. Ja, RosaLaune hätte das unterbinden müssen oder Arbeiten abnehmen oder oder oder. Aber wer sich davon freisprechen kann und immer situationsangemessen reagiert, darf sich selbst auf die Schulter klopfen.

    Nichts, was auch nur annähernd damit vergleichbar gewesen wäre. Die Reaktion von Rosalaune ist nicht lediglich "nicht [...] perfekt nach Lehrbuch reagiert", sondern komplett... naja.........

    In der Hoffnung, dass man daraus gelernt hat.

    Blablubb, es ging um Schwurbelgespräche mit der Schwiegerverwandtschaft, wenn du das nicht kennst, spar dir schlaue Sprüche.

    Tut mir leid, wenn ich dich überfordere. Die Aussage bleibt dieselbe: Du solltest bei kontemporären sozio-kulturellen, -politischen und -ökonomischen Themen als Lehrkraft (und eigtl. auch insg. als mündiger Bürger, wenn du einer sein willst) fachunabhängig versiert sein, egal ob im 'Austausch' mit "Schwiegerverwandtschaft" oder sonst wem, sonst bist du m.E. falsch im Job (wenn du das da nicht schaffst, schaffst du das auch nicht in der Schule).

    ¯\_(ツ)_/¯

    Wer ist schon so informiert, dass er zu jeder Zeit zu jedem Thema eine wasserdicht recherchierte Diskussion führen kann?

    Das solltest du bei kontemporären sozio-kulturellen, -politischen und -ökonomischen Themen als Lehrkraft (und insb. deinen Schülern ggü.) fachunabhängig aber sein... oder zumindest die Integrität haben, eine evtl. Diskussion auf einen 'zeitnahen' Zeitpunkt zu verschieben, nachdem du dich entsprechend informiert hast.

    Warum?

    Weil es unsere Hauptaufgabe ist, unsere Schüler mittels erzieherischer Bildung, dem Werben und Vorleben unserer fdGO, zu eigenverantwortlichen (d.h. mündigen, selbstreflexiven, integren etc.) und gemeinschaftsfähigen (d.h. kooperations- und partizipationsfähigen etc.), demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die (nach Maßgabe ihrer individuellen Fähigkeiten) sozio-ökonomisch, -politisch und -kulturell an einer pluralistischen, liberalen Gesellschaft partizipieren, sich in dieser möglichst frei entfalten, diese perpetuieren und optimieren können sollen. Das ist Mündigkeit i.e.S., nämlich auch die Fähigkeit der Horizonterweiterung, das Prinzip des lebenslangen Lernens und in diesen Dingen 'up to date' zu sein.

    Klar, du kannst jetzt darauf abstellen, dass ich naiv oder inkompetent bin oder dass mir die basalsten Weisheiten fehlen, die selbst ein Quereinsteiger mitbringt.

    Das ist (mit Abstand) der schrägste und extremste Fall von - sorry, not sorry - Lehrerverarsche, von dem ich je hörte... dasss deine Schüler das überhaupt bei dir versuchen, erfolgreich(!) auch noch, sollte zu denken geben. Dem Reputationsverlust einen Integritätsverlust draufzusetzen, indem man ex post facto sanktionieren will, andere (z.B. die Fachleitung) die Kohlen aus dem Feuer holen lässt o.ä., wird die Situation nicht verbessern. Konsequenz kann eigtl. nur das Überdenken des eigenen Verhaltens und Auftretens, der Inszenierung der eigenen Lehrerpersönlichkeit (auch über den konkreten Fall hinaus) und eine künftige Anpassung all dessen an die Schulrealität sein.

    Es gibt bei uns am Gymnasium keinen Lehrermangel zum Gegenteil.

    ... bei uns schon. Erheblichen.

    Zitat

    Referendariat ist bei uns absolut notwendig. Quereinsteiger müssen es genauso ableisten und bestehen und sind dann wirklich gleichwertig.

    Sofern das normativ gemeint ist, sehe ich das komplett anders, insb. am Gymnasium. Quereinsteiger mit Diplom-, Magister- oder Masterabschluss dürften fachlich nicht nur gleich-, sondern i.d.R. besser qualifiziert sein, insb. wenn sie zudem über Arbeitserfahrung außerhalb der Schule verfügen.

    Was an Arbeitsabläufen in der Schule 'speziell' ist, sollte man nicht überbewerten, dass hat man bspw. in der Wirtschaft auch, da arbeitet man sich 'nebenbei' ein. Was Pädagogik u.ä. betrifft: Ein pädagogischer Schnellkurs ist auch komplett hinreichend - praktische Pädagogik ist keine Raketenwissenschaft, pädagogischen Theorien fehlt zudem oftmals die empirische Fundierung und sie sind im Gros eher Fragen des allg. Zeitgeists u./o. des Gustos, der Menschenbilder u.ä. der Pädagogikvermittler (resp. derjenigen, die seitens der Ministerien entsprechende Leitlinien u.ä. festlegen) u./o. sie sind im Rahmen realer Unterrichtsbegebenheiten nicht realisierbar, außerdem ist das 'Händchen' für Kinder und Jugendliche im Gros auch eine Typfrage und schwerlich erlernbar. Alles diesbzgl. Erlernbare und Notwendige (z.B. entwicklungspsychologische Grundlagen) erlernt man auch ohne intensivste Begleitkurse, nämlich auch on the fly in der Praxis (dazu braucht es auch kein Referendariat) und etwas Lektüre nebenbei.

    Ich weiß, Standesdünkel sind in Teilen meiner Zunft leider populär, aber die rudimentäre, unpraktikable Pädagogik in Studium und Ref siind wahrlich keine strapazierbare Grundlage dafür.

    Zitat

    Ich gebe aber zu, dass mir ein junger Kollege von der Uni im Referendariat lieber ist, als irgendein Quereinsteiger, dessen Unizeit lange her ist, fachlich also nicht mehr auf dem laufenden und ohne Referendariat, Pädagogik und Didaktik auch nicht gelernt hat, aber von sich so überzeugt ist und glaubt, unersetzbar zu sein.

    Was im Lehramtstudium an basaler Pädagogik vermittelt wird, ist qualitativ und quantitativ nicht sooo besonders, wie manche Kollegen oft glauben, und wahrlich nichts, das geeignet wäre, sich über Quereinsteiger zu erheben.

    Oftmals ist entsprechendes Theoriewissen auch nicht wirklich praktisch extrapolierbar.
    Und öfter noch mangelt diesem die empirische Fundierung:
    Qualitative Forschung ('[...] wir haben eine Lehrerin nach ihrer Einschätzung befragt [...]') als vermeintl. Fundament dominiert nach wie vor, quantitative Forschung leidet im Gros an (deshalb) endemischen Problemen in Methodik und Technik (insb. der Auswahl der Sample, der Operationalisierung der Variablen und der Drittvariablenkontrolle).

    Gleiches gilt btw für Didaktik.
    Vom hohen Ross kann man tief fallen... tiefer noch, wenn man alle Quereinsteiger vergrault hat, die einen auffangen könnten.

    Darüber lässt sich streiten

    Nicht wirklich.

    Zitat

    Was schriebst du nicht? Ich habe dich gefragt, ob du 9 bis 12 Lerngruppen in der Oberstufe oder insgesamt - also in Sek I und Sek II - hast. Die Antwort bleibst du schuldig.

    Was du in deiner meinerseits zitierten Frage deinerseits geschrieben hast.

    Aber i.O.: 9 bis 12 Lerngruppen über Sek I und II verteilt (warum auch immer das von Belang ist).

    Zitat

    Nein, das ist überhaupt kein Problem, weder für mich noch für meine BBS-Kolleg:innen. An den Berufsbildenden Schulen war es schon immer so, dass in fast allen Bildungsgängen die Fächer und Lernfelder/Profil- und Qualifikationsbausteine nur zweistündig unterrichtet werden. Also ist es für uns sehr wohl "normaler" Unterrichtsalltag.

    Ich halte die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts für z.T. deutlich (hinsichtlich ihrer Zusannensetzungen und zu vermittelnden Lerninhalte) unterschiedliche Lerngruppen (je mehr desto höher der Aufwand, mehr Konferenzen, Veranstaltungen u.ä. kommen hinzu), die auch noch zudem i.d.R. randvoll sind, so dass der Aufwand noch weiter steigt (mehr Tests, Klassenarbeiten, Klausuren, Elternsprexhtagstermine, Beratungsgespröche etc. etc. etc.), die damit verbundene, auszehrende Arbeitszeitbelastung und Erosion der Förderung von Schülerpotenzialen (wenn man sich nicht komplett aufopfert) schon für problematisch (darum ging es mir), lese guer auch zum ersten Mal überhaupt Gegenteiliges... man lernt nicht aus. Glaube aber nicht, dass dad für unsere Profession attraktivitätssteigernd wirkt.

    Tja, das war bei mir in den Englisch-GK vor 10 oder 15 Jahren leider auch schon der Fall.

    [...]

    Bei mir hat sich in den letzten 10 Jahren nichts an der Korrekturzeit geändert - siehe oben: Ich habe nicht den Eindruck, dass unsere SuS im BG in Englisch schlechter geworden sind (mehr Fehler machen usw.) als noch vor 10 oder 15 Jahren.

    Es sind im Gros mittlerweile halt immer mehr Schüler auf dem Gymnasium, die dort definitiv nicht hingehören.

    Zitat

    Ah ja...

    Ja. Hat u.a. schlichtweg was mit dem Arbeitspensum, dem Erhalt der Arbeitskraft, dem Aufwand zur Gestaltung einer effizienten Lernumgebung, und der Zeit und Zuwendung, die man pro Sch0ler aufbringen kann, zu tun.

    Zitat

    Du hast 9 bis 12 Kurse in der Oberstufe?!? [...] 9 bis 12 Lerngruppen oder unterschiedliche Fächer/Lernfelder/Profilbausteine/Qualifikationsbausteine in verschiedenen Bildungsgängen im Unterricht zu haben, ist für uns Lehrkräfte an BBS normal,

    Schrieb ich nicht. Und dass das "normal" ist, ist ja das Problem.

    Klar machen die mehr Arbeit als Korrekturen von Unterstufen-Klassenarbeiten (oder in meinem Fall: von anderen Bildungsgängen), aber das ist m. E. auch Gewöhnungssache. Mit der Zeit wird man schneller und arbeitet effizienter.

    Mittlerweile wird quasi alles an routine-/effizienzbedingter Zeitersparnis von der exorbitanten Erosion von Textrezeptions- und -produktionskompetenzen der Schüler resp. der entsprechenden Zunahme an Fehlern in deren Texten komplett 'aufgefressen' - bei einem GK mit 26 Schülern ist es inzwischen Glück, wenn ein oder max. zwei Schüler mir Arbeiten einreichen, die ein paar aufeinanderfolgende Sätze ohne Fehler beinhalten, i.d.R. sind nämlich (weit) über 50 % eines jeden(!) Satzes falsch.

    Hinzu kommt einerseits, dass die Prüfungszeiten hier 'explodiert' sind, die Schüler das Mehr an Prüfungszeit aber nicht bspw. zur Fehlerkorrektur o.ä. nutzen, sondern trotz entsprechender Hinweise und Bemängelungen einfach mehr und immer mehr (an Fehlerhaftem) schreiben, und andererseits, dass das Schriftbild flächendeckend das Lesen der Arbeiten auch zum Versuch degenerieren lässt, Hieroglyphen eines außerirdischen Schriftsystem dekodieren zu wollen (in den letzten Jahren bemerke ich insb. eine Abnahme der Fähigkeit Groß- von Kleinbuchstaben zu distinguieren, die Zunahme der 'Eigenart', dass Buchstaben wie 'n' und 'h', 'a' und 'd' etc. homograph geschrieben werden u.ä.). Habe ich vor ca. 10 Jahren mit entsprechender Routine/Effizienz noch mehrere Klausuren in einer Korrekturstunde korrigiert bekommen, sind es heute i.d.R. nur noch 1 1/2 (ein entsprechender Klausurstapel eines Kurses braucht also gerne mal zwei volle Arbeitstage zur Korrektur... in meiner Anfangszeit habe ich sowas noch nach der Arbeit bis in die Nacht korrigieren und am nächsten Tag zurückgeben können).

    Und dennoch sind die Schüler auf dem Papier nicht schlechter als frühere Schüler, die erheblich leistungsfähiger waren, weil die 'von oben' vorgegebenen Bepunktungen das so wollen - war früher die Hälfte falsch, war das allenfalls eine mangelhafte Leistung, heute ist das ausreichend; frustrierend.

    Zitat

    Öhm, 26 SuS im Englisch-Grundkurs finde ich nicht viel, muss ich sagen [...]

    Durchhalten! Du packst das! Schön finde ich im Übrigen, dass du dem Ganzen auch Positives abgewinnen kannst.

    Es ist immer zu viel, i.S.d. Schüler, i.S.d. Kollegen, im Sinne dessen, was Schule eigtl. leisten soll.

    Da bringen auch Durchhalteparolen nichts, es saugt einen mit der Zeit einfach aus (ich habe i.d.R. 9 bis 12 Lerngruppen... das ist schon eine Zumutung, wenn die dann aber auch - wie das hier der Fall ist - alle bei über zwei Dutzend Schülern sind, ist das ein Armutszeugnis für das System... mein LK hat gerade die Hälfte, ist 'ne ganz andere Welt des Unterrichtens).

    Wenn ich dann mit Lehrern anderer Fächer spreche, sagen die zum Beispiel, "in Physik unterrichten wir jedes Jahr dasselbe in der Oberstufe. Wir unterrichten das Curriculum - die Themen ändern sich nicht." Äh... Ja. Haben wir den gleichen Beruf? 😅

    Ich habe k.A., wie das in Nds. ist, aber hier in NRW ist Englisch tatsächlich das einzige meiner drei Fächer, in dem gefühlt jedes Jahr seitdem ich unterrichte landesseitig - ohne jede Not - Veränderungen an den Unterrichtsinhalten, dem Prüfungsaufbau (alleine das bzgl. zeitlichem und formattechnischem Umfang komplett eskalierte Abitur) u.ä. bestimmt werden: Implementationsveranstaltungen über Implementationsveranstaltungen, auch innerhalb laufender Jahre dauerhaftes 'tuning' was wie geprüft werden soll, ständig wechselnde Inhalte (bspw. Indien > Nigeria; Shakespeare > Gender & Identity; Neuseeland > Kanada etc.), bei denen ich vermute, dass die zuständigen Kommissionen den eigenen Gusto zum maßgeblichen Orientierungspunkt ihrer Entscheidungen machen, immer neue Zusatzaufgaben (bspw. ZP10 auch an Gymnasien: neue VERA-Prüfungen etc.) etc. etc. etc. und Dezernenten, die auch k.A. haben, was das eigtl. alles soll...

    Massiv demotivierend und unnötig. Hinzu kommt, wie du ja selbst erwähnst, der absurde Korrekturaufwand und hier das Problem, dass die Fehler der Schüler in ihren Arbeiten auch in der Oberstufe inzwischen derart massiv sind, dass ich im GK kaum mehr Arbeiten (warum müssen die eigtl. alle schreiben?) korrigiere, wo nicht in quasi jedem einzelnen Satz mehrere sprachliche Fehler vorzufinden sind (von Textverständnis und Co. ganz zu schweigen), wovvon auch immer mehr die LK betroffen sind.*seufz*

    [...] weswegen Du hier bist

    Weil ich jetzt tatsächlich zur Schule muss, nur das vorab:

    Nein, Missverständnis. Ich bin hier um mich(!) anderen Meinungen, Perspektiven, Argumenten etc. auszusetzen. Ich habe nichts davon, in meiner Echokammer immer Zuspruch zu bekommen.

    Zitat

    Ich unterstelle einmal, dass die meisten UserInnen sich in ihrem Privatleben auch außerhalb dieses Blase bewegen und in einer persönlichen Diskussion anders auftreten.

    Ich bemesse die Kommentatoren hier an ihrem Verhalten hier, nicht an Spekulationen meinerseits, wie sie abweichend davon außerhalb dieses FOrums auftreten könnten.

    In meiner Fachschaft, die aus ca. 25 Englischlehrkräften besteht, ist das kein Thema, obwohl die Ansichten zum Gendern im Deutschen durchaus unterschiedlich sind.

    Persönlich akzeptiere ich es, wenn Menschen keine gendergerechte Sprache verwenden. Aber dann sollten sie einfach dazu stehen, dass sie es nicht für notwendig halten oder meinetwegen sogar einfach nicht mögen, anstatt die wildesten Diskussionen anzuzetteln.

    Ich sehe die Problematik übrigens so: Bestimmte Interessensgruppen haben sich des Themas angenommen und es dermaßen gehyped, dass es gefühlt in der echten Welt präsenter erscheint als es das tatsächlich ist.

    Da ich nicht nur nur mit Lehrkräften, die ähnliche Ansichten wie ich vertreten, verkehre, sondern mit sehr unterschiedlichen Menschen Kontakt habe, kann ich sagen, dass das Thema nur zur Sprache kommt, wenn jemand es selbst als vermeintliches Problem in die Runde wirft.

    Dass das Thema immer wieder gezielt von Gegner*innen gendersensibler Sprache aufgebracht wird, ergibt aber Sinn, denn das ist mMn. ein geeignetes Mittel einfacher gestrickten Menschen einzureden zu versuchen, dass der Gebrauch ein ganz, ganz großes Problem wäre und dass wir ohne diesen "Unfug" viel weniger Probleme hätten.

    So steht anekdotische Evident gg. Anekdotische Evidenz. ;)

    Es ist btw egal, wer in der Henne-Ei-Problematik zuerst da war, ob "[b]estimmte Interessensgruppen [...] sich des Themas angenommen und es dermaßen gehyped" haben, ob "das Thema immer wieder gezielt von Gegner*innen gendersensibler Sprache" oder ihren Gegenpart "aufgebracht wird", einem das Thema als "ganz, ganz großes Problem" oder Marginalität ist - einerseits alles für die (hier verstorbene) Sachdiskussion irrelavant, andererseits ist das Thema so oder so (auch) außerhalb von Schule kontroverses Thema und wir haben (nach meinem Verständis unserer Profession) damit die Pflicht, uns damit auseinanderzusetzen, wenn es unsere fachliche Sphäre betrifft. Ich unterrichte btw in eher ruraler Gegend, hier ist das auch unter Schülern durchaus ein Thema.

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