Beiträge von PaPo

    Doch, du.

    Wo genau soll ich davon schreiben, dass "Seminare und ihre Ausbilder unterschiedlich gut" seien und dies und evtl. Versäumnisse, Fehlstellungen u.ä. "die dafür nicht ausgebildeten Kollegen an den Schulen [...] nebenher richten" sollen? Richtig. Nirgendwo.

    Zitat

    Dein Vorschlag war, dass man Studierende wie Quereinsteigende ohne Ref an die Schulen gibt und sie dort voll unterrichten.

    Dein Vorschlag war aber auch, dass es eine Art Mentoring geben müsste.

    Bis auf das "müsste" und das ich nicht von Studrnten, sondern Magister-/Diplom-/Staatsexamen- imd Masterabsolventen spreche: richtig.... und erkennnar eine komplett andere Aussage als diejenige von Kris24 .

    Ich finde es lustig, dass Referendariat abgelehnt wird, weil Seminare und ihre Ausbilder unterschiedlich gut sind und dann sollen die dafür nicht ausgebildeten Kollegen an den Schulen es nebenher richten?

    Das... ist ein Strohmann. So argumentiert hier absolut niemand.

    Ich schreibe ausschl. von Personen, die Absolventen ihrer Fachwissenschaften mit mind. Magister, Diplom, 1. Staatsexanen oder Master sind. Die werden bei Quereinstieg auch ohne Ref bei uns voll eingesetzt (Studenten als Vertretung zumimdest in der Sek I), machen das, was alle anderen auch machen. Und es klappt im Gros problemlos.Farum erstsunt micj dieses "begrenzt" so. Von "schuleigenen pädagogischen Mitarbeiter:innen" u.ä. Sonderfällen sprach ich ja nicht.

    So.. weiterkorrigieren. :(

    Du hättest nach dem Studium 28 Unterrichtsstunden erteilen wollen, samt Klassenleitung, Differenzierung und allem anderen, was neu hinzu kommt, zusätzlich zum Monitoring und zu einer Begleitung ... die du allerdings weitestgehend abzulehnen scheinst?

    "[W]ollen" ist das falsche Wort... will ich ja jetzt noch nichtmal (auch wenn ich am Gym ja 'nur' 25,5 Stunden habe und nicht zieldifferent unterrichte). ;)

    Aber prinzipiell: Ja, warum nicht?

    Wobei wir wohl ein Missverständnis bzgl. des 'vollen' Unterrichtens haben: "Schonfrist" beinhaltet bei mir ggf. durchaus ein reduziertes Deputat (dann geht dss mit dem Mentoring, nicht Monitoring, ggf. Hospitieren etc. noch einfacher).

    Wie kommst du darauf, ich würde eine "Begleitung" (i.S.v. Rat und Tat?) "weitestgehend ab[lehnen]"?

    Zitat

    Zum einen denke ich nicht, dass Prüfungen oder Unterrichtsbesuche entfallen können. Wann sollen sie denn stattfinden? Gar nicht? Wer soll sie vornehmen?

    Ketzeriscve Frage: Ja, warum denn eigtl. nicht? Ist doch die logische Konsequenz und mit das, worum es geht - weg mit diesen Prüfungen. D.h. nicht, dass die SL sich das nicht mal (zur dienstlichen Beurteilung etc.) ansieht und zum Fachgespräch lädt (wie bei der Revision halt).

    Zitat

    Zum anderen weiß ich von mir und anderen, dass gerade das Feilen am Unterricht, die Diskussion der Methoden, die Auseinandersetzung mit den Zielformulierungen, um auf den Punkt zu kommen, um noch genauer hinzusehen, um genauer darin zu werden, Ziel und Erreichen des Ziels zu schärfen, einer der Inhalte war, die mir in meinen Praktika, im Ref, als Lehrkraft und in der Ausbildung anderer Lehrkräfte wirklich wertvoll war ... und der Austausch mit den anderen Lehrkräften heute ist ähnlich, es geht nur schneller.

    Ich entwerfe hier in keiner Weise einen Gegenentwurf zum "Feilen am Unterricht", der "Diskussion der Methoden" oder gsr dem "Austausch mit den anderen Lehrkräften" (habe allenfalls Kritik geübt, dass das "[S]chärfen" der Lernzielformulierungen im Ref m.E. im Gros ein Schärfen hinsichtlich idiosynkratischer Anforderungen der Prüfer ist...sehe ich auch immer wieder bei dem, was die Fachleiter an den Stunden unserer Referendare so bemängeln).

    Zitat

    Wir begleiten Refs und Junglehrkräfte und Lehrkräfte, die darum bitten, in Elterngesprächen, gegenseitig oder mit SL, Refs und Junglehrkräfte gehen bei uns mit zu Elternabenden zum Hospitieren und Lehrkräfte gehen mit in die Elternabende von anderen Lehrkräften, um es gemeinsam zu machen.

    Bei entsprechenden Bitten und insb. "heiklen' Fällen machen wir das mit den Gesprächen auch... es ging aber darum, dass Refs, Vertretungslehrer, Quereinsteiger und Co.Gespräche prinzipiell im Regelfall alleine führen können.

    Hattest du nicht was gegen „ad hominem“?

    Das ist Empirie.

    BTT: Gehalt ist da, natürlich ca. 100 € zu wenig... mal gucken, wie lang sie für den wahnsinnig komplexen Prozess der Übertragung brauchen...

    Über die Qualitätskriterien der Prüfungen kann man gerne diskutieren. Unter der Voraussetzung, dass die Qualitätskriterien einer idealen Prüfung valide sind, würde ich dennoch lieber die Lehrer der Arbitrarität der Prüfer ausliefern als die Schüler der Arbitrarität ungeprüfter Lehrer.

    Gewagte Hoffnung, bedenkt man alleine einmal, was für (individuell) zeitgeistabhängige Modeerscheinungen die Ideen von wirksamer Didaktik und Pädagogik (dank Empiriedefizit), von 'gutem' Unterricht u.ä. sind. ;)

    Ich hatte 'nen sympathischen, als Lehrer sicherlich kompetenten Kernseminarleiter, der allerdings bona fide J. Hattie rezitierte und von "großen", "mittleren" und "kleinen" Effekten von diesem und jenem sprach, ohne das auf Nachfrage erläutern zu können (Deutsch und Musik - er wusste schlichtweg nicht, was Effektstärkemaße sind und wie das mit aufgeklärter Varianz abläuft). Sowas spielt dann aber ggf. in Bewertungen rein: 'Warum haben Sie XYZ gemachr, nach Hattie ist das nicht lernwirksam.'

    Und: Für das deinerseits benannte Problem gibt es Probezeiten. ;) Der Anforderungsrahmen, was im Job wie gemacht werden soll, ist ja recht klar gesteckt (uuund es gibt Dokumentation über Dokumentation).

    Stichwort: Ich begebe mich jetzt an den Korrekturstapel. :(

    Nein,

    sie machen sehr begrenzt das, wofür die Vertretungssituation ausgeschrieben ist.

    Die Aufgabe einer voll ausgebildeten Lehrkraft ist weit komplexer.

    Sie bereiten bei euch nicht vollumfänglich und eigenverantwortlich Unterricht vor und nach, prüfen, erteilen Noten, dokumentieren, diagnostozieren, beraten, erziehen, beaufsichtigen nicht, nehmen nicht an Konferenzen Teil etc. etc. etc.?! Aaaah... ha?

    Wie ist das "begrenzt" zu iverstehen? Qualitativ ja wohl kaum (z.B. halbe Notengebung geht ja nicht), also quantitativ? Wie... äh... Teilzeitkräfte? Sorry, verstehe deine Aussage nicht. Vielleicht auch an kleiner gruener froschals SL, der ja ein "Danke" erteilt hat (und wohl auch entsprechende Personen einstellt).

    Prüfungen kann es auch in deinem System geben, z. B. in Form von Unterrichtsbesuchen. Aus Gründen der Qualitätssicherung finde ich Prüfungen auch gut.

    Das ist btw einer der (impliziten) springenden Punkte meiner Position: Ich sehe das wie Saruman, dass es an Konkordanz zwischen der Qualität punktueller Showstunden und derjenigen des alltäglichen Unterrichts (über die Lebensarbeitszeit verteilt) mangelt (resp. dass die Qualitätskriterien für Ersteres für realen Unterricht nicht unbedingt valide sein müssen - zu groß die Gefahr, auf Gedeih und Verderb Arbitrarität ausgesetzt zu sein).

    Was soll das eigentlich genau sein? Etwa eine Phase, in der man noch nicht voll unterrichte, dabei unterstützt wird, woanders hospitiert, selbst hospitiert wird, Rückmeldungen bekommt, Hilfe bei der Lernzielformulierung erhält, Elterngespräche begleitet und sich mit anderen Berufsanfänger*innen austauscht?

    Warum nicht? Mentoring halt. Wobei: Voll unterrichten schon. Und Hilfe bei der Lernzielformulierung kann man streichen, das interessiert nur für Prüfungen des Unterrichts, die ja entfallen. Und Elterngespräche gehen auch solo (ich hätte btw noch nie davon gehört, dass Refs bei diesen bzgl. ihres BDU begleitet würden oder entsprechend hospitierten).

    Man kann es eigentlich kurz machen: ein Drittel der Quereinsteigenden bricht ab. Ganz offensichtlich reicht es nicht, irgendwas studiert zu haben.

    1/5 bis 1/4 dee Berufsanfänger mit Ref wirft in den ersten fünf Jahren hin. Ganz offensichtlich reicht es nicht, idas Ref absolviert zu haben?!

    Quereinsteiger sind schlichtweg flexibler und haben oftmals reslistischere Wechselperspektiven. Wenn die aus der freien Wirtschaft iommen umd dann mit eigenen Augen sehen, wie desolat die Schulsituatation i.d.R. wirklich ist, klar sind die dann weg.

    Ist jetzz inwiefern ein Beleg der Unverzichtbarkeit des Refs (außer aus Planungsgründen des Dienstherrn, der schon mit dem Lehramtstudium Alternativen reduziert)?

    PaPo Was unterscheidet bei dir konkret das Referendariat von deinem Vorschlag der begleiteten Praxis beim Direkteinstieg?

    Gute Frage!

    Einerseits das generelle Dienstverhältnis mitsamt Besoldung etc. (s.o.).

    Andererseits die Nicht-/Abhängigkeit von punktuellen Prüfungen, wie gut man regelmäßig idiosynkratische Erwartungen unterschiedlicher Fachleiter umd Prüfungskommissionen erfüllt, die all zu oft Trends, Gusto und Co. verantwortet sind. Augenhöhe.

    Studierende als Vertretungslehrkräfte sind genau das - Vertretungen und Aushilfen.

    Und sie machen dennoch gezwungenermaßen all das, was sie ja eigtl. erst nach dem Ref können sollten. Ein paar Schwierigkeiten, ein "an die Hand genommen"-Werden etc. widerspricht dem ja nicht und trifft auch auf mehr oder weniger alte Hasen bisweilen zu.

    Was soll der Zwinker-Smiley? Hat was von Überheblichkeit.

    Äääh... der Smiley ist eigtl. nett (mutmachend zuzwinkernd halt) gemeint gewesen. Ich meine das exakt so, wie ich es geschrieben habe: Als ausgesprochene Wertschätzung auch 'bereits' examinierter (i.d.R. junger) Akademiker (und als solche sollten sie auch behandelt werden) - es braucht nicht erst das Ref zur 'Persönlichkeits-' oder 'Lehrerwerdung' (frohe Botschaft und so).

    Zitat

    Ich hätte mich damit nicht so intensiv beschäftigt. Das kann ich doch wohl am besten beurteilen.

    Hab ich dir das abgesprochen? Nein. Im Gegenteil.

    Am besten kann man die Wirksamkeit eines Refs übrigens an denen sehen, die beratungsresistent sind und die Zeit des Refs nicht als Beratungszeit nutzen. Sie fallen durch oder bestehen irgendwie und nach dem Ref wurschteln sie sich irgendwie durch. Es kommt zu Problemen mit Klassen oder bei der Notengebung. Klassen beschweren sich.

    Ist kein Einzelfall am BK mit den vielen Quereinsteigern.

    Halte ich für proto-anekdorische, unzulässige Generalisierungen und non sequitur-Fehlschlüsse. Und Überheblichkeit ggü. Quereinsteigern (die in unsrer Profession leider sehr verbreitet ist). :(

    Doch. Das sind die Inhalte, die man neben dem Studium noch können muss, BEVOR man alleine in die Praxis gelassen wird.

    Du weißt schon, dass die Referendare auch schon alleine in den eigenverantwortlichen BDU entlassen werden, BEVOR sie diese wahnsinnig raketenwissenschaftlchen Inhalte und Fähigkeiten, die sie garantiert nur im Ref und nicht bspw. in der (begleiteten) Praxis beim Direkteinstieg lernen können sollen, im Ref gelernt haben? Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Wie machen das eigtl. Quereinsteiger ohne Ref, Studenten als Vertretumgslehrer umd Co.?

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