Maylin, das versucht die CDU seit Jahren und statt versprochener Halbierung gab es eine Verdoppelung. Die AfD wird einfach mehr versprechen und mehr und mehr.
Zu den Daten, es gibt viel weniger Asylsuchende als früher, vermutlich weniger Illegale als vor 40 Jahren, die genauen Zahlen kennt niemand. Hat es geholfen? Manchem ist einer zuviel.
Für billigen Wohnraum müsste mehr billig gebaut werden, von welchem Geld? Steuern hoch? Da sind dann alle dagegen.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind vor allem Romafamilien aus Rumänien in Duisburg problematisch. Also Rumänien aus der EU? Oder Deutschland wie es die AfD will? Und hilft das der Wirtschaft?
Und billiges Gas aus Russland gibt es nur so lange, wie es Putin nutzt. Also z. B. keine Unterstützung der Ukraine mehr (und das dann deutlich mehr Flüchtlinge kommen, gut, einige der AfD haben kein Problem damit, auf Frauen und Kinder zu schießen).
Ich sprach vorher mit einer Deutschen, die mit einem seit Geburt Deutschen verheiratet ist, dem man aber die indischen Vorfahren ansieht. Sie überlegen, in welches Land sie im Fall der Fälle auswandern. Gut Gebildete und Gutverdienende nicht deutsch Aussehende werden also auswandern. Gut für uns?
AfD hält sich nicht an Regeln und Gesetze, sie weiß, dass es nicht besser wird, sie will nur an die Macht und dort bleiben. Und dazu hat sie auch Vorbilder wie Trump, Orban, Putin... Freie Wahlen stören da nur.
Und wer an das immer noch glaubt, ist entweder unwissend, naiv oder will die Welt einfach brennen sehen. Intelligent ist es sicher nicht.
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EIn Teil deines Kommentars demonstriert m.E., warum auch berechtigte Kritik an der AfD eben bei der Klientel, die man eigtl. erreichen möchte, also der wachsenden Gruppe derjenigen, die diese Partei wählt u./o. potenziell wählen könnte (Predigten vor Bekehrten, um diesen ggü. zu reüssieren, sind js redundant), komplett verhallt:
Es gibt eine Menge an Dingen, die man an der AfD kritisieren kann, egal ob bzgl. ihrer sozio-politischen, -ökonomischen oder -kulturellen Agenden u.ä. oder der Art und Weise, wie sie oftmals Wahlkampf resp. Politik betreibt, d.h. auch bzgl. ihrer Rhetorik, die rote Heringe utilisiert, das Gegenüber ridikülisiert, devalviert, die agressiv ist, polemisch, populistisch etc.
Und es gibt viele Errungenschaften einer liberalen Demokratie und insb. offenen Gesellschaft, die unter einer AfD-Ägide zur Disposition stünden. Dies gälte es auch sachlich-inhaltlich, also argumentativ und daten-/faktenbasiert zu benennen und entsprechende Behauptungen, Forderungen und sonstige Äußerungen der AfD entsprechend zu dekonstruieren, egal ob es die volkswirtschaftlichen und damit letztlich individuell sozio-ökonomisch verheerenden Folgen eines Dexit betrifft, diejenigen der Einschränkung von Schwangerschaftsabbrüchen, der Annäherung an Russland, drohender kultureller Stille infolge der Einstellung von Kulturförderung, der......... etc. etc. etc.
Nur hat man es viele Jahre versäumt, dies zu tun:
Man hat einerseits vielfach Themen wie sie z.B. Maylin85 skizziert und welche durchaus ein Gros der Menschen betreffen - z.B. negative Effekte von Migration und (auch in diesem Zusammenhang) Kriminalität - tabuisiert und gleichzeitig Personen, die derartiges problematisierten, versucht zu verunmöglichen (s. "Stadtbild"). Personen, die von diesen Phänomenen negativ betroffen sind, wurden diese Erfahrungen in Abrede gestellt oder sie wurden als 'rechtsaußen', dumm, ungebildet u./o.ä. diffamiert. Manchmal sollten diesen Personen dann ihre vermeintl. Unzulänglichkeiten, ihre vermeintl. Ahnungslosigkeit ostentativ vorgehalten werden, da gibt es dann Statistiken, 'Faktenchecks' u.ä., die aber ersichtlich an der Problematik vorbeigehen (da wird dann z.B. beklagt, dass es von Tat XYZ ca. 5000 Fälle gäbe, aber Mimikama und Co. tönen dann lauthals, dies sei falsch, weil es ja nur 4900 Fälle seien, wird beklagt, dass vor Ort diese und jene Situation herrsche, was dann damit negiert werden soll, dass ja bundesweit die Statistik etwas anderes aussage etc.). Damit hat man viele Menschen verprellt, die dann eben andernorts Gehör fanden.
Andererseits bekommt man es nach wie vor irgendwie nicht hin, rhetorisch und datentechisch durchaus versierten AfD-Politikern und deren politischem Vorfeld im Rahmen von z.B. öffentlichen Debatten irgendwie Personen gegenzuhalten, die auch ihrerseits rhetorisch und in der jeweiigen Materie versiert sind und sich eben gleichzeitig nicht darin verlieren, dem AfDler mit roten Heringen zu begegnen (denn in diesem 'Spiel' ist die AfD eindeutig besser) - wer hier mal ein eindringliches Beispiel dafür sehen will, was ich meine und wie so ein kontraproduktives Vorgehen gg. die AfD aussieht, der solle sich nochmal den Teil von "Prozess gegen Deutschland“ (ZDF) anschauen, wo Feroz Kahn als "Zeuge" von Gabriele Heinecke und Andreas Speit unter "Richterin" Herta Däubler-Gmelin befragt wurde... Hatte was von einem Schauprozess, bei dem die Richerin parteiisch war, die Ankläger uninformiert waren und ad hominem 'argumentierten' - man hat sich damit keinen Gefallen getan. Bei der Gruppe derjenigen, die die AfD wählt u./o. potenziell wählen könnte, wurde das regelrecht gefeiert und auf der anderen Seite haben diejenigen, die diesen Bärendienst geleistet haben, das nichtmal bemerkt. Das wirkt selbstgerecht. Und das macht wie ein Lauffeuer seine Runde, denn mit social media und Co. kennt sich die AfD aus.
Ähnlich kontraproduktiv ist auch so ein Sommerinterview mit Alice Weidel bei Markus Preiß, dessen Schadenfreude und 'Hinnehmen' der Störaktionen durch das Zentrum für politische Schönheit einzig der AfD in die Karten spielt. Oder der inzwischen aus gutem Grund immer weiter entschärfte Correctiv-Bericht über das vermeintl. (Gar nicht so geheime) "Geheimtreffen", das man zu einer zweiten Wannseekonferenz verklären wollte, obwohl jmd. wie der Remigrationsvordenker Martin Sellner darüber ganz offen publiziert,w as er mit Remigration meint ()eben nicht Deportation u.ä., was da vorgeworfen wurde... kann man immer noch kritisieren, nur wenn die eigene Interpretation der Ausgangspunkt der Kritik ist und nicht das tatsächlich Gesagte, dann wird auch das am Ende eher von der Seite der Kritisierten instrumentalisiert, was ja auch der Fall war).
Ließe sich endlos fortsetzen.
Nicht hilfreich sind hier insb. auch die immer wieder gezogenen vermeintl. Parallelen mit dem Ende der Weimarer Republik: Da rollen sich mir als Historiker die Zehennägel auf, eine Nachkriegsgesellschaft, die von bürgerkriegsähnlichen Zuständen geprägt sit, ein ddysfunktonales polit. System hatte, in der Menschen im Gros in der militaristischen, antidemokratischen kaiserzeit sozialisiert wurden, die von amssivsten Wirtschaftskrisen geplagt wurde etc. etc. etc. mit unserer aktuellen Situation zu vergleichen. Völlig daneben. Und am Ende genau die 'Wölfe!' Wölfe!'-Rufe, die mit dazu geführt haben, dass auch berechtigte Kritik an der AfD verhallt.
Und da bin ich dann bei deinem Kommentar: "Ich sprach vorher mit einer Deutschen, die mit einem seit Geburt Deutschen verheiratet ist, dem man aber die indischen Vorfahren ansieht. Sie überlegen, in welches Land sie im Fall der Fälle auswandern." So ein Plan kommt ja ggf. nicht von irgendwo, sondern beruht darauf, dass man hier ein Bild zeichnet, als wolle die AfD als Ganze (lassen wir mal einige Rechtsextreme in der Partei Außen vor) irgendwie die "Remigration" von allen, denen man nicht-biodeutsche "Vorfahren ansieht", obwohl das dem Konzept der "Remigration" nicht entspricht, sich in der Örogrammatik der Partei nichts entsprechendes finden lässt, solche Menschen auch innerhalb der Partei aktiv sind und diese auch wählen (bspw. ebenfalls aus den von Maylin85 genannten Gründen). Kurz: Es ist irgendwie auch ein Strohmann, an dem man sich im Kampf gg. die AfD abarbeitet, die dann aber auf das verweisen kann, das ich gerade bemerkte, und wieder punktet.
Auch so ein "AfD hält sich nicht an Regeln und Gesetze [...] Freie Wahlen stören da nur" ist für den Diskurs kontraproduktiv, wenn man es nicht mit entsprechenden Äußerungen relaevanter AfD-Politiker, offizieller oder auch nur hinter vorgehaltener hand artikulierter Agenda o.ä. belegen kann. WIe einfach will man es der AfD eigtl. machen?
Zudem braucht es einmal einen theory of mind-Ansatz, warum Menschen die AfD wählen, der auch deren Erwägungsgründe als rationale Entscheidungen wahr- und enst nimmt. Indignation, ein sich Echauffieren darüber, dass diesem oder jenem dieses oder jenes Thema wichtig ist, dass er dieses oder jenes Thema aus dieser oder jener Warte wahrnimmt, bringt eben nichts und ist am Ende lediglich überheblich, verhindert jede Annäherung: 'Wie? Der Feroz thematisiert Ausländerkriminalität und macht seine Wahlentscheidung davon abhängig, welche Partei da seines Erachtens die vermeintlich besten Lösungen anbietet... boaaah is' der doooooooof! Hihihi!' ist zwar 'ne Einstellung diesem potenziellen AfD-Wähler ggü., wird diesen Aber wohl alles andere als von dieser Wahl abhalten. Und so steigen und steigen die Werte für die AfD.