Beiträge von Tingelteacher

    § 187 BGB

    Zitat

    (2) Ist der Beginn eines Tages der für den Anfang einer Frist maßgebende Zeitpunkt, so wird dieser Tag bei der Berechnung der Frist mitgerechnet. Das Gleiche gilt von dem Tage der Geburt bei der Berechnung des Lebensalters.

    Der jährliche Geburtstag markiert also den Beginn des neuen Lebensjahres und gehört somit nicht mehr zum alten, damit vollendeten.

    Wir sind sogar alle ehemalige Refis. ;)

    Ich kenne mehrere Schulen mit Lehrkräften ohne Ref im Kollegium (Vertretungskräfte, Entfristungen).

    glaubt ihr auch, man kann ein gutes Kollegium relativ zeitnahe erkennen?

    Ich denke, dass allgemeines Duzen tatsächlich ein brauchbares Indiz (aber keine hinreichende Bedingung) ist. Jedenfalls habe ich Siezende Kollegien als stärker in Einzelgruppen zerfallend wahrgenommen. Es kann aber auch sein, dass das schlicht eine Generationenfrage mit entsprechend eingeübten Sozial- und Arbeitsformen ist.

    Die Frage hier ist doch jetzt, ob "Kurzstunden" quasi eine Teilmenge von "Hitzefrei" sind, also ob es "Hitzefrei" in verschiedenen Erscheinungsformen (mindestens zwei - Entfall und Kurzstunden) gibt. Dagegen spricht, dass der Begriff Hitzefrei im schon erwähnten Erlass ausdrücklich unter dem Punkt "Befreiung" genannt wird. Außerdem findet sich im aktuellen Erlass und den begleitenden Erläuterungen des Ministeriums[1] immer eine getrennte Nennung der beiden Maßnahmen; nirgendwo steht so etwas wie z.B. "Hitzefrei, etwa durch Kurzstunden" oder so.


    [1] "können die Schulen ... Kurzunterricht vorsehen ... Zudem kann ... Hitzefrei ... erteilt werden"
    https://www.schulministerium.nrw/en/node/26981

    "Hitzefrei" heißt aber gerade nicht zwingend, dass Stunden entfallen, sondern auch die mögliche Verkürzung von Stunden fällt unter diesen Begriff.

    Hmm, der Begriff "Hitzefrei" taucht im Erlass ja eben unter dem Punkt 4 "Befreiung von einzelnen Unterrichts- und Schulveranstaltungen" auf. Der Begriff "Kurzstunden" taucht dort jedenfalls nicht auf, und im aktuellen Erlass werden Kurzstunden als "Verkürzung der Unterrichtszeit am Vormittag" definiert. Ist eine Verkürzung eine Befreiung?

    Wir haben jetzt Kurzstunden ab 13:00 Uhr, vormittags ganz normaler Unterricht.

    Ich sehe da auch nur drei Möglichkeiten und das ist keine davon:

    1. Kurzstunden am Vormittag und normaler Unterricht am Nachmittag (am BK sicher nicht sinnvoll)
    2. Normaler Unterricht am Vormittag und kompletter Entfall des Nachmittags
    3. Kurzstunden am Vormittag und kompletter Entfall des Nachmittags

    Gibt es vielleicht die Möglichkeit einer belobigenden Zeugnisbemerkung? "XY hat sich regelmäßig und engagiert an der Singpause beteiligt."

    Das wäre ja auch schon ein gewisser Anreiz und hilft womöglich, wenn man das Kind an einer Schule mit musischem Schwerpunkt unterbringen möchte (mindestens könnte man interessierten Eltern das so verkaufen 😉).

    Dass die Ukraine in die NATO aufgenommen wird. Duh.

    Russland hat also einen Angriffskrieg gestartet, damit das angegriffene Land nicht Teil eines Verteidigungsbündnisses werden kann?

    Davon abgesehen hatte Janukowitsch die seit Mitte der 90er bestehende langsame Annäherung der Ukraine an die NATO bereits größtenteils wieder kassiert, aber dann hatte Russland nichts besseres zu tun als 2014 die Krim zu annektieren, wodurch sich die Ukraine dann doch wieder (und deutlicher als vorher) nach Westen orientierte, was 2022 nochmals beschleunigt wurde. Das Problem, das du da als Grund angibst, hat Putin also selber geschaffen.

    Bezogen auf NRW:

    1. Die Chancen hängen davon ab wie das konkrete Bewerberfeld aussieht. Leute ohne Lehramtsabschluss kommen in der Regel nur nachrangig zum Zuge, aber bisweilen gibt es schlicht keine anderen Bewerbungen und die Schule muss halt irgendwie eine Lücke stopfen.
    2. Vertretungsstellen werden nie ohne Bedarf ausgeschrieben. Vertretungsbedarf ist immer hochindividuell, sowohl fachlich als auch zeitlich.
    3. Immer wenn es auf eine ausgeschriebene Stelle keine besseren Bewerbungen gibt.
    4. Wenn die Person Interesse am Lehrerberuf und Neugier auf Menschen mitbringt: Ja.
    5. In aller Regel wird man auf sich alleine gestellt sein und je nach Vertretungsumfang ganz ohne Vorkenntnisse ein höheres Stundenkontingent haben als Referendare. Unterstützung (Tipps, kopiertes Material) wird es sicher geben wenn man danach fragt, aber mit einer Ausbildungssituation wird das meist nicht zu vergleichen sein.
    6. Keine Ahnung, ich schätze mal dass berufsbildende Schulen eher darauf eingestellt sind.

    Damals bei der Deutschen Wiedervereinigung wurde Michael Gortbatschow versprochen, dass sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnt.

    Das ist nur die halbe Wahrheit. Baker und Genscher hatten das Gorbatschow gegenüber zwar zunächst einmal im Kontext der DDR angesprochen, es wurde aber von Bush direkt wieder kassiert und war in den eigentlichen Verhandlungen nie ein Thema, auch nicht von sowjetischer Seite aus.

    https://www.bpb.de/themen/europa/…en-versprechen/

    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/n…europa-101.html

    Inwiefern ist denn die Erweiterung eines Militärbündnisses bis an die Grenzen des größten Rivalen keine Bedrohung?

    Insofern als diese Erweiterung dem Antrag und freien Willen der betroffenen souveränen Staaten auf Beitritt zu diesem Bündnis folgt und mit Zusicherungen über Art und Umfang von Stationierungen einherging. Im Übrigen gab es während der Erweiterungsphase auch militärische Kooperationen zwischen der NATO und Russland, speziell bei der IFOR in Bosnien.

    Die Umstellung der Kopierer auf Responder und Kontingent hat übrigens nicht funktioniert. Also wurden sie erstmal komplett abgebaut.

    Nanu, hätte es nicht gereicht, einfach den Stecker zu ziehen? Oder hat man bei euch Angst, dass sich im Lehrerzimmer eine Kopier-Guerilla bildet, die vermummt und unter Abgesang der "Internationalen" eigenmächtig zwei Dutzend Kopien von Kästners "Märchen von der Vernunft" anfertigt?

    Ich finde es ehrlich gesagt problematischer, dass fast die Hälfte aller Menschen aus Afghanistan und Syrien nicht arbeiten gehen kann. Bei den Ukrainer*innen geht es offenbar wesentlich schneller in Lohn und Brot zu kommen und ich frage mich eben, woran das liegt.

    Ukrainer haben einen Schutzstatus nach §24 AufenthG (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz, Basis EU-Richtlinie 2001/55/EG, pauschal), die anderen nach §25 AufenthG (Aufenthalt aus humanitären Gründen, Basis Asylgesetz, individuell).

    Naja, obendrüber steht "Anteile", und dann sieht man viele hohe rote und einen kleinen blauen Balken. Der spontane Eindruck geht damit in die Richtung "rot = viel mehr" (vielleicht sogar irrig "rot = fast alle"). Dass der kleine blaue Balken in absoluten Zahlen für die knapp 1,7-fache Anzahl Personen steht wie alle roten zusammengerechnet ist nicht ersichtlich sondern lässt sich erst mit zusätzlicher Recherche in anderen Quellen herausfinden. Es ergibt sich der Verdacht, dass dies billigend in Kauf genommen wird oder sogar beabsichtigt sein könnte. Um das zu vermeiden, bräuchte man mindestens ein ergänzendes Kreisdiagramm mit eben den prozentualen Anteilen an der Gesamtgruppe der Bürgergeldempfänger.

    Ich notiere mir seit einiger Zeit gelegentlich bestimmte Begriffe zu denen im Unterricht Verständnisfragen kamen wenn sie in Buchtexten o.ä. auftauchten. Ich möchte mein Gefühl dafür schärfen, welche Art von Begriffen ich ggfs. von vornherein durch Fußnoten erklären oder im Unterrichtsgespräch direkt erläutern könnte/sollte.

    Auf meiner Liste stehen so Wörter wie: Bittsteller, zweckmäßig, zuversichtlich, Boykott, Schlagzeile, skizzieren, bagatellisieren, objektiv, dynamisch. (Alles gefragt in Stufe 9 aufwärts.) Eine Mischung aus Fachbegriffen, eventuell leicht altmodischen Wörtern aber auch solchen die ich für völlig banal (<- das dürfte wohl ebenfalls erklärungsbedürftig sein) oder längst etabliert (<- das auch) halten würde.

    Ich nehme an, dass hier - ähnlich wie bei der Rechtschreibung - ein Teil der Ursache in fehlendem Freizeitlesen liegen dürfte?

    Werden die Kinder wirklich schlechter, oder kommen einfach immer mehr Kinder ans Gymnasium ohne dafür geeignet zu sein? Wir sind nächstes Jahr in der fünften Klasse übrigens wieder vierzügig.

    Hier fünfzügig, und fast alle mit Gymnasialempfehlung.

    Was ich definitiv merke (ob Gym oder Gesamtschule) in der Oberstufe, ist, dass das Schreiben lesbarer, kohärenter und auf die Aufgabenstellung bezogener Texte überhaupt nicht mehr funktioniert.

    Ich habe es quer durch die Jahrgänge bei schriftlichen Aufgabenstellungen regelmäßig mit der Nachfrage zu tun, ob es ganze Sätze sein müssen oder ob Stichpunkte nicht auch reichen.

    Ich ertappte mich neulich bei der Frage, ob ich in Stufe 8 das Erstellen einer Tabelle vielleicht künftig vorbereiten sollte, weil bei einer ganzen Reihe von Personen das simple Aufmalen von zwei gekreuzten Linien erstaunlich lange gedauert hat und zudem erkennbar keinerlei Vorstellung für den inhaltlich benötigten Platz vorhanden war.

    Daneben verwende ich schon seit Jahren in der Oberstufe regelmäßig quasi fachfremd Zeit dafür, Grundlagen und Aufbau einer Erörterung zu wiederholen und systematisch zu üben, weil ich in Klausuren sonst Stream of Consciousness bekomme. (Von so Späßen wie Konjunktiv und das/dass-Fehlern gar nicht zu reden.)

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