Beiträge von Tingelteacher

    Meine letzte Abrechnung sieht so aus:

    OK, danke! Ich hatte deine Daten in einen Brutto-Netto-Rechner eingegeben. Zudem kenne ich den Begriff "gesetzliches Netto" nur als Abzug von Steuern+Sozialabgaben. Du bist aber tatsächlich Steuerklasse 5, oder? Anders komme ich nicht auf einen solchen Lohnsteuerbetrag, hatte aber auch nicht direkt damit gerechnet dass jemand mit A14 in 5 ist, das war wohl mein Denkfehler.

    Als Beamter in der GKV zahlt man den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil komplett alleine. Man kann nicht 50% versichern und den Rest mit der Beihilfe abrechnen.

    Aber wenn du nicht gerade in Steuerklasse 5 bist sind die ca. 2.000 EUR Unterschied zwischen Brutto und gesetzlichem Netto, die du da angegeben hast, doch wahrscheinlich Steuern UND die GKV, oder? Warum ziehst du die GKV dann nochmal ab?

    Und natürlich machen auch Chinesen und Japaner Marketing um Tee, siehe z. B. den aktuellen Matcha-Hype

    Soweit ich das mitbekomme sind die eher genervt davon dass diese komischen Westler ihnen plötzlich die Bestände wegkaufen (und dann bereiten die noch nicht mal ordentlichen Tee damit sondern rühren es in Kuchen oder sonstige Späße).

    Von Gong Fu Cha oder Chado, von verschiedenen Kultivaren, von Oolong und Pu-Erh, von verschiedenen Tonarten für Kannen und ihren Effekten auf die Zubereitung, von echtem hochwertigen Tee (mehrere Euro pro Gramm)

    Das ist nicht Kultur, das ist Hochkultur. 😉

    Es ist zwar richtig, dass die reine Aufsichtstätigkeit nicht unbedingt von Personen mit Bezahlung A13 aufwärts vorgenommen werden muss und anderes Personal da geringere Stundensätze hätte. Dennoch wäre das Vorhalten des Personals rein für Aufsichtstätigkeiten in der Summe teurer, als wenn man auch einmal diese "einfache" Tätigkeit durch "Überqualifizierte", die ohnehin bereits vor Ort sind, mit abdeckt.

    Ich sehe durchaus auch einen pädagogischen Sinn darin; jedenfalls habe ich es als nützlich empfunden, die Schülerschaft in einem anderen und weniger strikten Kontext zu erleben. Es stärkt die soziale Bindung und hilft, andere Facetten der Persönlichkeit kennenzulernen als nur das Verhalten im eigenen Fach. (Das ist auch ein Grund, warum ich tatsächlich gerne Vertretungsstunden mache.)

    Es ist doch auch jedes Mal ein kleiner Stressfaktor, wenn man auf Abruf da sitzt, oder? Ich empfinde dieses Ungeplante bereits beim Lesen als anstrengend.

    Jein. Viele Vertretungen sind absehbar weil die Lehrkräfte wegen geplanter Veranstaltungen/Einsätze verhindert sind, da weiß man das dann ein oder zwei Tage vorher, und spontane Vertretungen werden in der Regel frühmorgens gesetzt. Ich empfinde es hauptsächlich als nervig, immer mal wieder eine Bereitschaftsstunde zu haben in der ich nur im LZ rumsitze weil ich die Zeit eben nicht sicher für sonstige Arbeiten vorplanen kann oder halt gerade keine geeigneten anfallen. Besonders wenn das dann in einer 1. Stunde ist...

    das heißt, Tingelteacher , dass du an einer Schule bist, die (trotz Ganztag?!) Stunden ausfallen lässt. Ich weiß, dass es Schulen gibt, die das tun (was soll ja passieren? Bei Beschwerden von Eltern bei der BR kommt vielleicht ein "du du du?!"), an der Schule der TE (und meiner) fällt aber eben nichts aus.

    Nein, kein Ganztag, das Bereitschaftssystem funktioniert aber genauso (ich war vorher an einer Ganztagschule). Und richtig, hier fallen Randstunden (erste und letzte) in der Sek I ab Stufe 8(?) aus. Meiner Wahrnehmung nach optimiert das Vertretungsteam den Einsatz auch danach, dass wenn möglich eher eine Stunde ausfällt als dass abrechenbare Mehrarbeit generiert wird, indem vorrangig Stunden verschoben werden. Im Extremfall erfährt man dann morgens in der Schule, dass man die 6b heute in der 3. hat und nicht erst übermorgen in der 1. die dann für alle entfällt...

    ...und wie oft finden die statt?

    Das kommt ein wenig darauf an wo sie liegen. Wenn die Bereitschaft in einer Randstunde liegt, ist der Einsatz etwas unwahrscheinlicher da diese für die höheren Sek-I-Klassen bei genug Vorwarnung entfallen. Und wenn man eine Bereitschaft hat die an dem Tag nicht abgerufen wird, darf man nach 15 Minuten Wartezeit gehen (das entfaltet aber eigentlich nur praktische Wirkung wenn sie am Ende des eigenen Stundenplanes liegt).

    Ich hatte in diesem Schuljahr auf diese Weise bislang 42 Unterrichtsstunden Mehrarbeit, das ist meinem Eindruck nach (es gibt aber keine einsehbare Statistik dazu) im normalen Bereich für Vollzeitkräfte...? Mal schauen, ob ich bis zum Sommer noch die 60 knacke.

    Die hiesige SL berichtete mal, dass über jede physische Abwesenheit an Unterrichtstagen - egal ob privat oder dienstlich bedingt, egal ob stundenweise oder ganztägig - immer vorher/direkt die Bezirksregierung informiert werden müsse, auch wenn die stv SL für diese Zeit da ist, und erst recht wenn beide ausfallen da dies automatisch eine notwendige Verfügungsbereitschaft des Dezernenten auslöse.

    Bei einer Grundschule dürfte das dann doch vermutlich analog gelten, nur halt mit Schulamt statt Bezirksregierung...?

    Eine zentrale Stelle, bei der ich einen Sprachmittler bekommen kann

    Gibt's hier auf Kreisebene, funktioniert so lala. Die Anforderung (dreiseitiges Formular mit Unterschrift und Schulstempel) muss mindestens eine Woche im Voraus erfolgen, dann wird geschaut ob entsprechende Kräfte zur Verfügung stehen. Im Ergebnis führt das dann gerne dazu, dass a) es einen Termin mit den Eltern gibt, aber keine Sprachmittler verfügbar sind, b) ein Termin mit Sprachmittlung steht, aber die Eltern nicht können oder kurzfristig absagen, c) die Sprachmittlung kurzfristig absagt. Dann geht die Terminfindung/Anforderung von vorne los und wir sind im Kalender gerne mal direkt zwei Wochen weiter.

    außer es hat jemand Geburtstag und möchte unbedingt seine oder ihre Geburtstagsmuffins mit der Klasse teilen. Dann aber schnell am Anfang der Stunde

    Lieber am Ende der Stunde, damit die Klasse nicht laufend damit beschäftigt ist sich mit Krümeln oder knisternd verpackten Süßigkeiten (statt Selbstgebackenem scheinen mir zunehmend Potpourri-Tüten zum Standard zu werden) zu bewerfen und außerdem den Zuckerschub in der Pause austoben kann.

    WANN WANN WANN?

    Dauert noch.

    Zitat

    Sollte das Gesetz wie geplant bis zur Sommerpause in den Landtag eingebracht werden und das Parlament bis Jahresende passieren, würde die neue Regelung ab dem kommenden Jahr greifen. Das hieße dann, dass ein erster Effekt der Arbeitszeitverkürzung erst in etwa 13 Jahren eintreten würde und dann zu einem vorgezogenen Ruhestand von zunächst um etwa drei Wochen führen könnte.

    https://rp-online.de/nrw/landespoli…n_aid-145913795

    Wen fragst du?

    Ich meinte, dass es inhaltlich da im Kern keinen großen Unterschied gibt zwischen Ethik und Religion. Der wesentliche Unterschied ist struktureller Natur, eben dass letzteres als Schulfach Verfassungsrang hat und mit externem Input passiert.

    Dreieinigkeit und so... gelle.

    Ja schon, aber das Stellvertretertum ist durchaus spezifisch auf Christus ausgelegt ("Vicarius Iesu Christi"), also den Sandalen-Hippie der mal kurz Kippen holen ist, während Gott Vater keinen Stellvertreter braucht weil er rund um die Uhr im Dienst ist wie so'n Beamter... ;)

    Unterwerfung unter einen allwissenden, unfehlbaren Vertreter Gottes auf Erden

    Ich nehme an, du meinst den Papst, aber der ist nicht "allwissend", nur unter sehr spezifischen Bedingungen (und bisher genau ein Mal) unfehlbar, und außerdem auch nicht Vertreter Gottes sondern Vertreter Christi (in dessen Eigenschaft als irdischer Hirte der Glaubensgemeinschaft).

    Der wesentliche Unterschied ist für dich ( Quittengelee) also, dass Ethikunterricht zur Urteilsbildung, Orientierungskompetenz und verantwortlichem Handeln führt, wohingegen der Religionsunterricht lediglich den religiösen Grundsätzen folgt.

    Was du aufzählst sind alles auch religiöse Grundsätze...?

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