Beiträge von Tingelteacher

    Einen geraden Einleitungssatz schreiben ist dafür noch immer eine Herausforderung.

    "Der Text ... [blablabla] ... geht es um ..."

    Bei uns darf daher die PPP kaum benotet werden, entscheidend ist das Kolloquium.

    Laut Auskunft der hiesigen SL gab es angesichts der neuen Regelungen für die Oberstufe in NRW mit ihren verschiedenen neuen Prüfungsformaten die mündliche Empfehlung aus dem Ministerium, für die Erstellung der Prüfungen zur Arbeitserleichterung großflächig KI zu nutzen. Die Annahme, dass dies erfolgen werde, sei bereits bei der Planung berücksichtigt worden.

    Bei euch wären die 3 Stunden vergütet worden Tingelteacher ?

    Ja, korrekt. Die BASS sagt:

    Zitat

    5.1 Nach § 3 i.V. mit § 5 MVergV ist Mehrarbeitsunterricht nicht vergütbar, wenn die Zahl der Unterrichtsstunden im Kalendermonat weniger als 4 und soweit sie mehr als 288 im Kalenderjahr beträgt. Für die Berechnung der Mehrarbeitsvergütung ist die Zahl der wöchentlich geleisteten Mehrarbeits-Unterrichtsstunden ohne Belang. Erteilt ein Lehrer im Monat mindestens 4 Mehrarbeitsstunden, so wird der Mehrarbeitsunterricht von der ersten Stunde an vergütet.

    5.2 Nach Nr. 2.2.3 VwV i.V. mit Nr. 3 Satz 3 VwV zu § 3 MVergV ist Mehrarbeitsunterricht unter 4 Stunden im Kalendermonat auch dann vergütbar, wenn die Mindeststundenzahl wegen Verrechnung mit Arbeitsausfall unterschritten wird. Dies bedeutet, dass beispielsweise einem Lehrer, der in einem Kalendermonat 4 Mehrarbeitsstunden geleistet hat und bei dem 2 Pflichtstunden ausgefallen sind, nach der Gegenüberstellung der Ist- und Sollstunden die verbleibenden 2 Mehrarbeitsstunden gleichwohl vergütet werden.

    Vollzeit bedeutet hier bei uns drei Bereitschaften pro Woche. (Manche, ich auch, haben freiwillig mehr, um auf diese Weise Springstunden hin und wieder wenigstens bezahlt zu bekommen.) Im Monatsdurchschnitt wird etwa die Hälfte der Bereitschaften tatsächlich abgerufen.

    Die Vergütung richtet sich nach der Schulform und liegt für die meisten zwischen 30 und 42 EUR brutto. Wenn mehr als drei Mehrarbeitsstunden im Monat geleistet werden, werden alle vergütet (also auch die ersten drei), bei bis zu drei gibt es nichts. Wenn Mehrarbeit mit Minusstunden verrechnet wird, werden allerdings auch ein bis drei Stunden vergütet sobald vor der Verrechnung mindestens vier geleistet wurden.

    Eltern wollen Konflikte ihrer Kinder "selbst in die Hand nehmen", da die Schule nichts tut, usw...

    Haha, bei uns ist es umgekehrt: Eltern tragen die Erwartung ans uns ran, dass wir Konflikte in WhatsApp-Gruppen schlichten und Verhalten dort sanktionieren, denn die Kinder da sind schließlich in einer Klasse und damit ist offensichtlich die Schule zuständig... 🫠

    Mir hat es selbst über den kurzen Zeitraum Freude bereitet die verschiedenen Persönlichkeiten der Schüler zu sehen und mit ihnen zu interagieren.

    Wie andere hier schon gesagt haben, gehören Konflikte dazu. Nicht an allen Schulen sind sie unbedingt körperlich, aber das heißt nicht dass sie nicht stressig sein können. Das sind alles Menschen, und halt gerade welche die sich selbst finden und ausprobieren. Deinen Satz dort finde ich unbedingt wichtig und hilfreich, denn wenn du dich (weiter) für den Lehrberuf entscheidest, ist das dein Kraftzentrum in schwierigen Situationen. Du kannst eine fachlich exzellente Person sein, aber ohne Neugier für die vielen kleinen Universen die vor dir sitzen wirst du mindestens unglücklich. Umgekehrt kann diese Neugier aber den Antrieb liefern, mögliche handwerkliche Schwächen anzugehen. Ich gehe so weit, das für die zentrale Lehrkrafteigenschaft zu halten.

    Ich denke, neben der Präsenszeit in der Schule ca. 1,5 Stunden für Vorbereitung und Korrekturen aufzuwenden, ist ganz vernünftig

    Es ist zweifellos vernünftig, neben der "Präsenszeit" als Deutschlehrkraft noch 1,5 Stunden aufzuwenden; ausreichen wird das aber nicht, egal um welche Sekundarstufe es geht. Auch als Lehrkraft (gerade mit Korrekturhauptfach) hast du eine 40-Stunden-Woche, davon stehst du nur ungefähr die Hälfte im Klassenraum. Und neben Vorbereitung und Korrekturen gibt es dann natürlich auch noch Dinge wie z.B. Klassenleitung, die regelmäßig Arbeitszeit füllen können.

    Das Problem bei Placebo ist, dass es unmöglich sein dürfte, sie zu verschreiben. "Ich gebe Ihnen nun ein Placebo gegen ihre Migräne" ist unmöglich, weil es dann kein Placebo mehr wäre.

    Verschrieben werden dürfen wie wohl schon, solange das nicht heimlich passiert, also dabei offen kommuniziert wird dass es sich um ein Placebo handelt.

    "Ethisch und rechtlich vertretbar ist eine Verordnung physiologisch untauglicher Medikamente aber nur dann, wenn der Arzt seinen Patienten umfassend aufklärt und dieser danach in die Behandlung einwilligt (informed consent)"

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/placebo…9c-070ba63443b0

    Der Wirksamkeit tut das offenbar keinen nennenswerten Abbruch:

    "Der systematische Vergleich von 13 Studien mit insgesamt 834 Teilnehmer*innen zeigte einen signifikanten Effekt bewusst eingenommener Placebos, solange diese von zusätzlichen Informationen flankiert wurden."

    https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html

    Homöopathische Mittel werden aber gerade nicht als Placebo verschrieben, da bleibt es bei der ethisch fragwürdigen Verarsche.

    Ich hatte schon Wegezeiten von fünf Minuten zu Fuß bis hin zu einer Stunde mit dem Auto (ein Weg), und verschiedene Varianten dazwischen. Kurze Wege sind sehr bequem, bringen aber natürlich den Effekt mit sich, dass man auch außerhalb der Schulzeit immer wieder der Schülerschaft über den Weg läuft. Eine gewisse Fahrstrecke kann da ganz nützlich sein, um buchstäblich Abstand zu gewinnen und auch gefühlmäßig runterzukommen und umzuschalten.

    Mit einem klaren zeitlichen Horizont sind in der Regel aber auch weite Strecken auszuhalten; ein Problem ist da gerade im Ref wahrscheinlich eher der Kostenfaktor als die Zeit.

    Na bei der genannten rechten Partei ist ein Landesverband gesichert rechtsextrem

    Drei Landesverbände: Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Für zwei weitere Landesverbände ist das anhängig (Brandenburg und Niedersachsen); vier weitere sind als Verdachtsfälle eingestuft (Bremen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern), ebenso wie die Jugendorganisation in NRW.

    Die Einschätzung der Bundespartei als gesichert rechtsextrem letztes Jahr wurde aufgrund laufender gerichtlicher Überprüfung vorläufig ausgesetzt.

    Ich habe mich bei Einständen bisher meist mit anderen Leuten zusammentun können, und wir haben für die erste Konferenz ein Frühstück oder ähnliches bereitgestellt. Manche stellen auch ein oder zwei Bleche Kuchen ins LZ oder eine große Schüssel mit Schokoriegeln. Zu Geburtstagen stellen eigentlich alle etwas für die Gemeinschaft hin, je nach Veranlagung gekauft oder gebacken. Bei runden Geburtstagen kauft auch mal jemand zur nächstgelegenen Konferenz belegte Brötchen oder Pizza, oder beim geselligen Abschluss des Schuljahres werden Getränke gesponsort.

    wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es neben dem selbstständigen Unterricht gar nicht so viel zeitliche Flexibilität bei vielen anderen Lehrkräften in den Ausbildungsunterricht zu gehen.
    Deswegen wurde pro Fach ein Mentor fest zugewiesen, der dann auch für Ausbildungsunterricht zur Verfügung stand

    Die LAAs rennen also immer nur mit den Mentoren mit? Ich kenne es so, dass LAAs in Sachen Unterricht sowas wie Wanderpokale sind, die nacheinander bei mehreren Lehrkräften pro Fachschaft einige Zeit hospitieren und eigenen Unterricht zeigen, einerseits weil eine einzelne Person gar nicht immer viele unterschiedliche Stufen abdeckt und andererseits um verschiedene Unterrichtsstile und Perspektiven erleben zu können. Die ABB-Lehrkraft hält dann noch ein wöchentliches(?) Kolloquium mit allen Refis um Eindrücke zu reflektieren.

    Ich nehme mal an, ihr seid im Kontakt mit abgebenen Grundschulen im Umkreis. Ist dir bekannt, dass an diesen die Schüler (m/w/d) schon einmal in Klasse 4 auf die anstehenden Veränderungen in Klasse 5 vorbereitet werden?

    Das weiß ich nicht. Die Klassenleitungen der 5 haben jeweils ein- bis zwei Gesprächstermine mit GS-Lehrkräften, da geht es aber meines Wissens eher um individuelle Bedürfnisse und Erkenntnisse (Förderbedarf, Sozialverhalten usw.) als um die generelle pädagogische Ausrichtung. Inwieweit die Stufenleitung darüber hinaus noch Gespräche führt, ist mir nicht bekannt.

    Ich habe diese Erfahrung aber auch an anderen Schulen gemacht.

    Oder was meint ihr mit: Aufstehe und herumlatschen?

    Ein Kind geht zum Mülleimer, ein anderes möchte ein Fenster öffnen, ein drittes sich irgendwas von einem Freund ausleihen oder zurückholen, womöglich alles gleichzeitig, von Kommunikation begleitet und auch nicht in einer ausdrücklichen Arbeitsphase sondern während ich etwas erkläre oder wir im Plenum etwas besprechen. Dem eigenen unmittelbaren Bedürfnis wird gegenüber der Gruppe Priorität eingeräumt.

    Meiner Wahrnehmung nach war das vor zehn Jahren bei Fünftklässlern noch eine völlige Ausnahme, heute nicht mehr. Ich werde auch öfter geduzt als früher.

    Wenn man etwa jedes zweite Jahr einmal wiederholt hat man mit 18 den Hauptschulabschluss und kann direkt zum Militär.

    Wir haben einen 18jährigen Schüler, der gerade die Versetzung in die Oberstufe knapp geschafft hat. Ein Betriebspraktikum im Handwerk hat ihm Spaß gemacht, aber er hat in der Stufe Freunde gefunden und will Abi machen. Dem Vernehmen nach sind die Eltern froh darüber, dass er sich ein Ziel gesetzt hat. 😶

    Am Gymnasium in NRW schulen wir nach der sechsten Klasse ab und in den höheren Klassenstufen fallen Wiederholer kaum ins Gewicht. Die gehen in der 7 und 8 nach einer Klassenwiederholung und weiterhin ausbleibendem Erfolg an die nächste Schulform. Also, wenn die überhaupt Plätze hat, die staatliche Realschule eröffnet hier nämlich nicht einfach so neue Klassen, nur weil Kinder wechseln möchten. Letzter Ausweg wäre die private Realschule (wenn die noch Plätze hat), aber in der Regel müssen die Kinder dann an die Gesamtschule.

    Das Ende der Erprobungsstufe (also Klasse 6) ist hier praktisch der einzige Ausgang, denn wer da nicht versetzt wird kann notfalls amtlich irgendwohin zugeteilt werden (aber auch nicht beliebig viele!), ansonsten ist die Meldung eigentlich immer "kein Platz!", auch wenn interessierte Eltern sich ohne Zwang auf die Suche begeben. Wer in die 7 versetzt wird, bleibt in aller Regel bis zum Ende der Schulpflicht und lernt auf dieser Reise dann mehrere Klassen kennen. Ich habe nur manchmal auch schon von Tauschgeschäften zwischen Schulleitungen gehört, weil beide irgendwen loswerden wollen, das stelle ich mir dann ein wenig vor wie auf der Glienicker Brücke. Der sicherste Weg, die Schule zu wechseln, lautet hier: Umziehen.

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