Tag der offenen Tür ist hier immer an einem Samstag, mit einer Dauer von etwa drei Stunden. Am Vortag endet der Unterricht nach der 4. Stunde, danach wird aufgebaut (mit einzelnen Klassen, der Rest kann nach Hause, ggfs. mit Aufgaben die dann natürlich hintenraus für Arbeit sorgen). Einen Ausgleich gibt es nicht, dafür jedes Jahr die Frage, warum wir das eigentlich tun, denn die Kinder hier können entweder zu uns kommen oder müssten mit dem Bus ein gutes Stück über Land fahren.
Beiträge von Tingelteacher
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Inoffizielle war die Schülerzeitung die vor dem Schulgelände nur verkauft werden durfte.
Wenn das in NRW war, sagt §45 Schulgesetz allerdings (Hervorhebung von mir):
Zitat(3) Die Schülerinnen und Schüler haben das Recht, Schülerzeitungen herauszugeben und auf dem Schulgrundstück zu verbreiten. Schülerzeitungen sind Zeitungen, die von Schülerinnen und Schülern einer oder mehrerer Schulen für deren Schülerschaft herausgegeben werden. Sie unterliegen nicht der Verantwortung der Schule. Herausgabe und Vertrieb der Schülerzeitung bedürfen keiner Genehmigung. Eine Zensur findet nicht statt.
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Zitat
Die Frau, die an einem Berufskolleg in Wesel angestellt war, soll allein in den Jahren von 2021 bis 2025 rund 250.000 Euro an Bezügen erhalten haben – und zwar zu Unrecht. Denn mit mehreren Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen soll sie versucht haben, ihren Dienstherren, das Land NRW, zu täuschen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Lehrerin zum Arbeiten eigentlich gesundheitlich in der Lage gewesen war. Ihr drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahren Haft.
Zunächst gingen die Ermittler auch Hinweisen nach, laut denen die Frau in ihrer angeblichen Krankheitsphase in Duisburg als Heilpraktikerin gearbeitet haben soll, auch ein Start-up soll sie gegründet haben. Konkrete Hinweise darauf, dass die Lehrerin diese Tätigkeiten tatsächlich ausgeführt hat, gibt es laut den Ermittlern aber nicht. [...]
Für den Zeitraum vor März 2021 war ein möglicher Betrug nicht Gegenstand der Ermittlungen, weil die möglichen Taten verjährt sind.
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Bei den ukrainischen SuS ist es "mal so, mal so" - bei einigen besteht eine gute (Deutsch-)Lernbereitschaft, bei anderen nicht (vermutlich weil sie davon ausgehen, nicht auf Dauer in D zu bleiben, und z. T. weil sie am ukrainischen Online-Unterricht teilnehmen).
Ja, wir hatten bei uns auch schon einzelne ukrainische Kinder, die in drei Jahren nicht über A1 hinausgekommen sind. Umgekehrt kommen allerdings auch ausnahmslos alle, die nach der Erstförderung bei uns geblieben und in die Oberstufe gewechselt sind, aus der Ukraine, was sicherlich damit zu tun hat dass sie vorher schon eine lückenlose Schulkarriere hatten. Der Online-Unterricht lief/läuft soweit ich das mitbekommen konnte analog dazu eher nicht anstelle von, sondern entweder ähnlich schlecht oder eben noch on top.
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Dass meine Kollegen sich munter vermehren, liegt eigentlich nicht wirklich in meinem Interesse.
Vermutlich aber mindestens im Interesse der Vertretungskräfte an deiner Schule.
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Der TV-L gilt in allen Bundesländern außer Hessen (da gibt's einen eigenen Tarifvertrag) und regelt bezüglich der Arbeitszeit, dass für angestellte Lehrkräfte die entsprechenden Regelungen der Beamten analog gelten (§44 Nr. 2 TV-L).
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Frau X kann darauf hinweisen, was Rente ist und dies wahrscheinlich kaum zum Leben ausreicht und der Willkür der Politik ausgesetzt ist.
Wahrscheinlich werden in allen Ländern im Lehrplan WP/SW/GL (oder wie auch immer es regional heißt) die Behandlung der Rente und ihrer Zukunftsprognosen sowie die verschiedenen Säulen der Altersvorsorge vorkommen. Es wird aber schwerlich zu den Aufgaben von Frau X gehören, in diesem Zusammenhang Ressentiments gegenüber Verfassungsorganen zu schüren...
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Die Schulleitung hat mich auch schon paarmal gefragt, wie es bei uns läuft. Ich traue mich nicht vor der Schulleitung die Wahrheit zu sagen, weil ich ja niemanden vor der SL schlechtreden will...
Nüchtern und sachlich ein paar Tatsachen aufzuzählen (z.B. die mehrfache Unterbrechung deines Unterrichts) ist kein Schlechtreden. Wenn die Tatsachen sie schlecht aussehen lassen, hat sie sich das selbst zuzuschreiben.
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Einen geraden Einleitungssatz schreiben ist dafür noch immer eine Herausforderung.
"Der Text ... [blablabla] ... geht es um ..."
Bei uns darf daher die PPP kaum benotet werden, entscheidend ist das Kolloquium.
Laut Auskunft der hiesigen SL gab es angesichts der neuen Regelungen für die Oberstufe in NRW mit ihren verschiedenen neuen Prüfungsformaten die mündliche Empfehlung aus dem Ministerium, für die Erstellung der Prüfungen zur Arbeitserleichterung großflächig KI zu nutzen. Die Annahme, dass dies erfolgen werde, sei bereits bei der Planung berücksichtigt worden.
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Bei euch wären die 3 Stunden vergütet worden Tingelteacher ?
Ja, korrekt. Die BASS sagt:
Zitat5.1 Nach § 3 i.V. mit § 5 MVergV ist Mehrarbeitsunterricht nicht vergütbar, wenn die Zahl der Unterrichtsstunden im Kalendermonat weniger als 4 und soweit sie mehr als 288 im Kalenderjahr beträgt. Für die Berechnung der Mehrarbeitsvergütung ist die Zahl der wöchentlich geleisteten Mehrarbeits-Unterrichtsstunden ohne Belang. Erteilt ein Lehrer im Monat mindestens 4 Mehrarbeitsstunden, so wird der Mehrarbeitsunterricht von der ersten Stunde an vergütet.
5.2 Nach Nr. 2.2.3 VwV i.V. mit Nr. 3 Satz 3 VwV zu § 3 MVergV ist Mehrarbeitsunterricht unter 4 Stunden im Kalendermonat auch dann vergütbar, wenn die Mindeststundenzahl wegen Verrechnung mit Arbeitsausfall unterschritten wird. Dies bedeutet, dass beispielsweise einem Lehrer, der in einem Kalendermonat 4 Mehrarbeitsstunden geleistet hat und bei dem 2 Pflichtstunden ausgefallen sind, nach der Gegenüberstellung der Ist- und Sollstunden die verbleibenden 2 Mehrarbeitsstunden gleichwohl vergütet werden.
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Vollzeit bedeutet hier bei uns drei Bereitschaften pro Woche. (Manche, ich auch, haben freiwillig mehr, um auf diese Weise Springstunden hin und wieder wenigstens bezahlt zu bekommen.) Im Monatsdurchschnitt wird etwa die Hälfte der Bereitschaften tatsächlich abgerufen.
Die Vergütung richtet sich nach der Schulform und liegt für die meisten zwischen 30 und 42 EUR brutto. Wenn mehr als drei Mehrarbeitsstunden im Monat geleistet werden, werden alle vergütet (also auch die ersten drei), bei bis zu drei gibt es nichts. Wenn Mehrarbeit mit Minusstunden verrechnet wird, werden allerdings auch ein bis drei Stunden vergütet sobald vor der Verrechnung mindestens vier geleistet wurden.
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Eltern wollen Konflikte ihrer Kinder "selbst in die Hand nehmen", da die Schule nichts tut, usw...
Haha, bei uns ist es umgekehrt: Eltern tragen die Erwartung ans uns ran, dass wir Konflikte in WhatsApp-Gruppen schlichten und Verhalten dort sanktionieren, denn die Kinder da sind schließlich in einer Klasse und damit ist offensichtlich die Schule zuständig... 🫠
Mir hat es selbst über den kurzen Zeitraum Freude bereitet die verschiedenen Persönlichkeiten der Schüler zu sehen und mit ihnen zu interagieren.
Wie andere hier schon gesagt haben, gehören Konflikte dazu. Nicht an allen Schulen sind sie unbedingt körperlich, aber das heißt nicht dass sie nicht stressig sein können. Das sind alles Menschen, und halt gerade welche die sich selbst finden und ausprobieren. Deinen Satz dort finde ich unbedingt wichtig und hilfreich, denn wenn du dich (weiter) für den Lehrberuf entscheidest, ist das dein Kraftzentrum in schwierigen Situationen. Du kannst eine fachlich exzellente Person sein, aber ohne Neugier für die vielen kleinen Universen die vor dir sitzen wirst du mindestens unglücklich. Umgekehrt kann diese Neugier aber den Antrieb liefern, mögliche handwerkliche Schwächen anzugehen. Ich gehe so weit, das für die zentrale Lehrkrafteigenschaft zu halten.
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sowohl du in NRW als auch der Kollege in Hessen habt eine 41-Stunden-Woche

Je nach Alter, Beschäftigungsart und Bundesland bewegt sich das irgendwo zwischen 39 und 41 Stunden (für Beamte in BY und TH glaube ich 42?), ich wollte da einen groben Mittelwert nehmen. 🙂 Pi mal Daumen halbe-halbe zwischen Klassenraum und Rest.
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Ich denke, neben der Präsenszeit in der Schule ca. 1,5 Stunden für Vorbereitung und Korrekturen aufzuwenden, ist ganz vernünftig
Es ist zweifellos vernünftig, neben der "Präsenszeit" als Deutschlehrkraft noch 1,5 Stunden aufzuwenden; ausreichen wird das aber nicht, egal um welche Sekundarstufe es geht. Auch als Lehrkraft (gerade mit Korrekturhauptfach) hast du eine 40-Stunden-Woche, davon stehst du nur ungefähr die Hälfte im Klassenraum. Und neben Vorbereitung und Korrekturen gibt es dann natürlich auch noch Dinge wie z.B. Klassenleitung, die regelmäßig Arbeitszeit füllen können.
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weniger Korrekturaufwand in der Freizeit
Welche Vorstellung genau hast du von der zu erwartenden Freizeit?
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Das Problem bei Placebo ist, dass es unmöglich sein dürfte, sie zu verschreiben. "Ich gebe Ihnen nun ein Placebo gegen ihre Migräne" ist unmöglich, weil es dann kein Placebo mehr wäre.
Verschrieben werden dürfen wie wohl schon, solange das nicht heimlich passiert, also dabei offen kommuniziert wird dass es sich um ein Placebo handelt.
"Ethisch und rechtlich vertretbar ist eine Verordnung physiologisch untauglicher Medikamente aber nur dann, wenn der Arzt seinen Patienten umfassend aufklärt und dieser danach in die Behandlung einwilligt (informed consent)"
https://www.aerzteblatt.de/archiv/placebo…9c-070ba63443b0
Der Wirksamkeit tut das offenbar keinen nennenswerten Abbruch:
"Der systematische Vergleich von 13 Studien mit insgesamt 834 Teilnehmer*innen zeigte einen signifikanten Effekt bewusst eingenommener Placebos, solange diese von zusätzlichen Informationen flankiert wurden."
https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html
Homöopathische Mittel werden aber gerade nicht als Placebo verschrieben, da bleibt es bei der ethisch fragwürdigen Verarsche.
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Mein Favorit ist Oscillococcinum C200.
Meiner ist "Murus Berlinensis".
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Ich hatte schon Wegezeiten von fünf Minuten zu Fuß bis hin zu einer Stunde mit dem Auto (ein Weg), und verschiedene Varianten dazwischen. Kurze Wege sind sehr bequem, bringen aber natürlich den Effekt mit sich, dass man auch außerhalb der Schulzeit immer wieder der Schülerschaft über den Weg läuft. Eine gewisse Fahrstrecke kann da ganz nützlich sein, um buchstäblich Abstand zu gewinnen und auch gefühlmäßig runterzukommen und umzuschalten.
Mit einem klaren zeitlichen Horizont sind in der Regel aber auch weite Strecken auszuhalten; ein Problem ist da gerade im Ref wahrscheinlich eher der Kostenfaktor als die Zeit.
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