Beiträge von Herr_Wiedalla

    Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, dass dieses Thema eine solche Tragweite entwickelt ...

    Wenn der / die Schüler / in volljährig ist, kann er letztlich darauf bestehen, gesiezt zu werden. Das würde an mir als Lehrkraft allerdings eiskalt abprallen - ich würde ihn siezen und fertig. Wenn´s DAS nur ist. Ob ich Max duze oder Herrn Schneider sieze, wäre mir derart Banane - die Welt hat doch wohl andere Probleme.

    Und ICH habe andere Probleme, als mit Max Schneider über solche Banalitäten zu diskutieren - genau DAS will er ja - er bittet mich ja nicht, ihn zu siezen - bei Licht betrachtet ist es schlicht eine Provokation, bei welcher er nur testen will, wie ich reagiere, um sich hinterher als Sieger zu präsentieren und vor seinen Mitschülerinnen und Mitschülern den Macker zu machen und cool zu sein.

    Auf den Zug werde ich als Lehrer natürlich nicht aufspringen.

    Ein gebildeter Mensch steht über den Dingen ...

    nicht das Wollen oder Gleichgültigkeit oder geringe Wertschätzung oder oder…

    Das behauptet auch niemand !

    Dienstliche Verpflichtungen müssen sein, keine Frage ! Aber die wird es immer geben - also wird der Unterricht an dieser Stelle immer "leiden".

    Dann kann ich das - wie schon angemerkt - mit dem Unterricht auch lassen.

    Dann muss niemand ein schlechtes Gewissen haben - die Kolleginnen und Kollegen haben einen anderen Grund zum Ätzen und Meckern und der Rektor hat Zeit für seine Termine, ohne auf den Unterricht Rücksicht nehmen zu müssen.

    Nochmal : Niemand will pauschalisieren oder Dich persönlich "anmachen" - wahrscheinlich will auch niemand Deinen Job machen, weil jeder weiß, was dahintersteckt ...

    Trotzdem :

    Warum kannst Du denn zum Schulrat nicht sagen - sorry, da habe ich noch Unterricht ...

    Wenn Eltern um ein Gespräch bitten, muss ich auch sagen - sorry, bitte eine Stunde später - ich habe bis 14 Uhr Unterricht ...

    Wozu wird denn die SL in den Unterricht eingeplant, wenn sie ihn zu 50% (oder sogar mehr) sowieso nicht halten kann ? Dann wäre es doch logisch und konsequent, zu sagen, dass der Rektor / die Rektorin keinen Unterricht gibt. Dann muss er / sie auch nicht vertreten werden.

    McGonagall Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn sich in meinem Kollegium mal jemand über mein Verhalten aufregt. Die kennen mich. Und ich kenne sie. Aufregen, wegatmen - und wenn das nicht geht, ins Gespräch kommen und das Problem lösen.
    Mich ärgert es viel mehr, wenn im Forum pauschal gewettert wird, wenn alle Schulleitungen über einen Kamm geschert werden, wenn „dramatisiert“ wird - und wenn ich pauschal abgeurteilt werde von Menschen, die mich nicht kennen, die aber zu wissen scheinen, wie ich meinen Job ausübe.


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dich hier jemand verurteilen will. Du möchtest von den Kolleginnen und Kollegen verstanden werden - völlig nachvollziehbar ! Aber die Kolleginnen und Kollegen wollen das ja auch ...

    Den Lösungsweg gibst Du ja selbst vor : Im Zweifel einfach im Büro an einen Tisch, sich miteinander aussprechen und miteinander ein Lösung finden. Wenn es tatsächlich so läuft, ist schon viel gewonnen ...

    Ich glaube, das ist ein strukturelles Problem. Ich muss z.B. 12 Stunden unterrichten. Aber frei nach dem Motto „oben schlägt unten“ kann ich manchmal einfach in bestimmten Stunden nicht, weil es Termine gibt, die kollidieren. Das versteht mein Kollegium, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hier im Forum nicht verstanden wird. Schade, denn dann sind wir bei dem, was hier auch irgendwo auftauchte: dem „Feindbild Schulleitung“…

    Das mit dem "Feindbild Schulleitung" kann und will ich so nicht stehen lassen ... Ich kann mich über unsere SL wirklich nicht beschweren. Dennoch hat das Ganze zumindest ansatzweise das Odium einer Ungleichbehandlung.

    Dass die SL viel Arbeit und immer einen überfüllten Schreibtisch hat, streitet niemand ab - abgesehen von Terminen, Terminen, Terminen ...

    Das haben die Kolleginnen und Kollegen an der Basis aber auch - vielleicht von anderer Qualität - vielleicht in anderem Umfang. Dennoch bekommen sie (mit sehr wenigen von der GK beschlossenen Ausnahmen) dafür keine Abminderung. In B liegt das volle Deputat in der Grundschule bei 28 Stunden. Eine Abminderung bekommt man als Klassenleiter, was auch durch die GK muss, meist jedoch anstandslos durchgeht.

    Selbst wenn Du (rein fiktiv) 3 Abminderungen hättest, hättest Du noch 25 Wochenstunden. Alles außerhalb des Unterrichts Anfallende musst Du auch außerhalb des Unterrichts erledigen - vorrangig alles, was mit Elternarbeit zu tun hat - aber auch das Schreiben der Zeugnisse, Aktenpflege oder das Auswerten / Ausdrucken / Abheften irgendwelcher Tests, bspw. Vera 3 ...

    Man macht es gern, weil man seinen Job gern macht und weil es halt dazu gehört. Wie gesagt - ich habe nicht wirklich Grund zum Meckern.

    Andererseits kann ich aber Kolleginnen und Kollegen verstehen, die grummelig oder säuerlich sind, wenn sie einen Rektor / eine Rektorin haben - gleich, welche Schulform - gleich, welches Bundesland - der / die selbst bei 3 oder 4 Stunde (pro Woche !) Probleme hat, diese regelmäßig zu geben.

    Das weckt streckenweise Unmut im Team.

    Das hat m. E. nichts mit Feindbild zu tun, sondern schlicht mit Fairness und mit kollegialem Miteinander. Wie gesagt - der / die Chef / in hat permanent den Kopf voll und eine immense Verantwortung - keine Frage, das zweifelt niemand an.

    Es geht hier nicht darum, dass er / sie "nur" 5 Stunden wöchentlich gibt / geben muss ... Es geht darum, dass nicht mal diese 5 Stunden sicher gehalten werden können und sehr oft irgendwas dazwischen kommt, was eine Vertretung erfordert. Wozu also Doppelbesetzung ? Wenn ich (Beispiel) mit meinem Rektor (z. B. 5 Stunden wöchentlich) doppelt gesteckt bin und ich muss wegen seiner Termine / Verpflichtungen mindestens 3 davon sowieso allein machen - dann kann ich auch alle 5 machen ! Unter´m Strich sieht es nur sehr gut und gewissenhaft aus, wenn der Dienstaufsicht gemeldet wird, dass der Rektor wöchentlich 5 oder 6 oder ... Stunden gibt. Dass davon ein Drittel regelmäßig vertreten werden muss oder gar ausfällt, erfährt die Dienstaufsicht natürlich nicht.

    Es kann nämlich nicht sein, was nicht sein darf ...

    In NRW hat der Schulleiter eines Berufskollegs eine Unterrichtsverpflichtung von 3 Wochenstunden. Aber er ist es auch, der über die Verteilung der Ermäßigungsstunden entscheidet. Wenn er sich selber da jetzt 3 Ermäßigungsstunden genehmigt, unterrichtet er gar nicht mehr.

    Die Frage ist halt, ob es bei einer Schulleitung rechtlich sauber ist, dass sie (die Schulleitung) sich selbst Ermäßigungsstunden gönnt. Aber es wird natürlich keiner fragen Sag mal, Chef, darfst Du das eigentlich ... ?

    Bei uns muss es von der Gesamtkonferenz abgesegnet werden. Aber auch da hebt natürlich keiner den Finger bei nein - maximal bei Enthaltung ...

    :/

    Also wir haben auch diese Buddys in unserem Grundschulzweig.

    Bei uns schaut unsere UBUS Kraft immer das es keiner macht der den Hang hat andere gerne zu verpetzen für Kleinigkeiten oder gerne "Macht" ausüben will.

    ...

    Ja, solche Tendenzen sehen wir auch. Die Buddys ziehen bei uns während ihres Dienstes immer eine rote Warnweste an, um alle Kinder erkennbar zu sein. Wir achten auch darauf, dass die Buddy-Teams jahrgangsübergreifend gemischt werden, damit eben nicht jede / r ständig mit seinem / seiner besten Freund / in unterwegs ist. Ganz nebenbei sollen sie ja auch lernen, mit anderen Menschen fair umzugehen und konstruktiv zusammen zu arbeiten.

    Ein Kind mussten wir sehr arroganten Auftretens und übermäßiger Machtspielchen aus dem Projekt exmatrikulieren. Solche Extreme sind aber zum Glück sehr selten ...

    Ich habe mein Thema bereits gepostet, bin jedoch (glaube ich) in der "Vorstellungsecke" statt in der "Primarstufe" gelandet ...


    Sorry


    Einen herzlichen Gruß in die Runde ...


    Gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin betreue ich an unserer Schule das Buddy-Projekt. Im Projekt mitwirken können / dürfen bei uns Kinder der 5. und 6. Klassen. (Berlin > Grundschule bis Klasse 6) Aufgabe der Buddys ist in erster Linie, währen der Hofpausen Rundgänge über den (bei uns sehr großen) Schulhof zu machen, bei (kleineren) Verletzungen Erste Hilfe zu leisten und bei Streitigkeiten schlichtend einzugreifen / zu vermitteln. Die "offizielle" Aufsicht haben natürlich die jeweils verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen, an welche sich die Buddys bei größeren Problemen zu wenden haben.


    Mich interessiert, wer von Euch an der Schule (unabhängig vom Schultyp) ein ähnliches Projekt hat und wie Eure Erfahrungen sind. Ganz besonders interessiert mich die Frage, nach welchen Kriterien ihr die Buddys aussucht - von "Zuverlässigkeit" mal abgesehen. Bei uns z. B. müssen sich Buddys "bewerben" und ihre Bewerbung begründen. Dabei lassen wir z. B. Dinge wie bspw. "Ich will Buddy werden, weil meine beste Freundin auch Buddy ist ..." nicht gelten.


    Vielleicht hat der Eine oder die Andere von Euch auch noch ein paar kluge, wertvolle Tipps für die Buddy-Arbeit ...


    Freue mich über einen kleinen Austausch und über tolle Ideen ...

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, vielleich könnt ihr mich bei meinem Entscheidungsprozess etwas unterstützen. Ich überlege, die Schule zu wechseln. Zur Zeit bin ich an einer reinen Realschule tätig. Sie läuft Halbtags von 8-13:10 Uhr. Ich bin dort seit 10 Jahren angestellt, das Kollegium und die Schulleitung sind super. Ich fühle mich insgesamt wohl. Nun aber die Krux: Ich fahre morgens 60 Minuten hin mit Stau und zurück 50 Minuten. Bei mir in der Umgebung gibt es beispielsweise eine Oberschule, eine IGS und eine KGS. Bei diesen Schulen bin ich in 20 Minuten da. Ich spare also 70 Minuten Fahrtzeit pro Tag. Nun habe ich aber etwas Sorge, dass ich bei den anderen Schulen ins Fettnäpfchen treten könnte: Z.B.- Ich habe wenig Erfahrung mit Hauptschülern (schwieriger zu unterrichten? Umstellung schwierig?)- Die anderen Schulen laufen alle Ganztags: Hat man hier lange Mittagsaufsichten, die man nicht angerechnet bekommt? -Meine derzeitige Schule ist human in Punkto Dienstbesprechungen: Eine DB alle 2 Monate für ca. 90 Minuten. Könnte das an anderen Schulen auch deutlich umfangreicher werden? Das waren jetzt meine Gedanken bisher. Ich wäre dankbar, eure Meinung einmal zu dem Thema zu hören. LG

    Ich arbeite an einer Grundschule in Berlin - auch innerhalb Berlins kann man 1 Stunde Fahrweg haben, erst recht, wenn man öffentlich unterwegs ist. Aber das ist für mich sekundär.

    Eine Kollegin hat sich letzten Sommer umsetzen lassen, weil sie mit der Chefin nicht konnte, welche 2023 neu zu uns kam. Die Kollegin war dann in der letzten Phase nur noch am Meckern, Sülzen, Nörgeln ... Seit sie nun weg ist, versucht sie auf mich einzureden, dass ich doch auch einen Umsetzungsantrag stellen müsse - die Chefin wäre doch furchtbar, unmenschlich, unerträglich ... Meine kurze Antwort darauf lautet : Sie tut mir nichts - Sie behandelt mich freundlich, sachlich, korrekt - Sie hat mich noch nie abgewiesen und hilft mir, falls es ein Problem gibt ...

    Warum sollte ich denn wechseln ?

    Ich bin seit 12 Jahren an dieser Schule und im Team fest etabliert.

    Ich kann vernünftig und in Ruhe meine Arbeit tun.

    Es geht mir gut ...

    Warum sollte ich das aufgeben ?

    Ich bin jetzt 56 und weiß, was ich hab !

    Eine neue Schule heißt auch immer neues Team, neue Leitung, neue Gepflogenheiten ...

    Mit 56 habe ich noch ein paar Jahre - aber nochmal von vorn anfangen ? Darauf habe ich keine Lust - mir geht´s doch gut, da wo ich bin ...

    Man muss immer abwägen : Habe ich, was ich brauche und will ??? Wenn ja, möchte ich das aufgeben ???


    In Niedersachsen ist das inzwischen rechtlich zulässig.
    Der Schulleiter kann sich selber Entlastungsstunden für bestimmte zusätzliche Aufgaben oder Belastungen zuweisen, so dass er bei der Unterrichtsverpflichtung bei 0 landet. Er muss das nur transparent rechtlich einwandfrei machen, das ist im eingangs vorliegenden Sachverhalt nicht gegeben.

    Das kann er / sie in Berlin meines Wissens auch - 9 Stunden MUSS er / sie allerdings machen ...

    Wie wär's es mit einfach mal Vertrauen haben, dass die SL sich nicht übervorteilt.

    Solche Schulleitungen gibt es sicher auch. Es dürften derer allerdings nicht besonders viele sein.

    In B liegt die wöchentliche Stundenzahl bei voller Stelle bei 28 Stunden. Unsere SL hat 6 Stunden - nicht mal die schafft sie. Wie viel Vertrauen soll man denn da zu einem Schulleiter / einer Schulleiterin haben ? Der "normale" Kollege hat seine Termine (z. B. Elterngespräche) gefälligst außerhalb des Unterrichts zu legen ...

    Hallo zusammen,


    Wie ist damit umzugehen, dass eine SL sich regelmäßig aus dem Unterricht "entschuldigt" ...

    Dies Problem kenne ich ! Macht unsere SL auch. Permanent ! Sie hat 6 Stunden pro Woche - mindestens 50% davon lässt sie vertreten. Auch die Ausrede mit Terminen usw. sind m. E. inakzeptabel. Auch wenn es "nur" 6 Stunden die Woche sind - auch die Schulleiterin / der Schulleiter hat eine Unterrichtsverpflichtung ! Was macht man dagegen ? Man kann es ansprechen - wenn man bei der Leitung in Ungnade fallen will. Man kann auch anonym an die Dienstaufsicht schreiben ... Man kann es auch einfach hinnehmen, weil man merkt, man es (mit hoher Wahrscheinlichkeit) sowieso nicht ändern kann ...

    Die interessanteste Frage wäre an dieser Stelle, wie am Ende die Benotung zustande kommt, wenn 30% ausfallen und 20% fachfremd vertreten werden.

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