Beiträge von Friesin

    Okay, also letztlich gibst du den Schwächeren Lernhilfen und Übematerial an die Hand, weil sie zu Hause nicht unterstützt werden. Das ist natürlich sehr nett von dir, aber ich glaube trotzdem, dass das nicht der Normalfall ist.

    Die meisten Kolleg*innen am Gymnasium, die ich kenne, erwarten, dass die Jugendlichen selbständig lernen oder sie müssen eben die Schulart verlassen.

    Edit: 5/6 ist hier Orientierungsstufe, ist das nicht überall so?

    die wenigsten Schwächeren werden in den Problemfächern am Gymnasium von den Eltern unterstützt. "Das kann ich selbst nicht (mehr), heißt es immer von Elternseite.
    Nachhilfe wird oft gegeben, ja, doch über deren Sinn zu debattoieren wäre ein anderes Kapitel.
    Unsere Schule bietet eine preisgünstige Nachhilfebörse von Schülern für Schüler an.

    Friesin , wie differenzierst du in Latein oder Kunst? Würde mich ernsthaft interessieren. Und wie kommen die SuS in den Klausuren klar, wenn im Unterricht differenziert wurde? Bei uns gab es das früher tatsächlich nicht und ich sehe es bei meinen Kindern auch nicht, daher: klärt mich gerne auf.

    Indem ich den Leistungsschwachen mehr und andere Hilfen gebe, Texte anders vorentlaste, andere Texte bearbeite. Im sogenannten Huckepackkurs (Grund- und Leisutngskurs gemeinsam mit einer Extrastunde für den LK) in Klasse 11 und 12 differenziere ich immer, anders kämen die unterschiedlichen Niveaus nicht jedes zu seinem Recht. Da werden auch unterschiedliche Klausuren geschrieben.

    In Kunst läuft es ähnlich:
    in der Mittelstufe sieht die Differenzierung so aus, dass ich mehr oder andere Hilfestellungen /Arbeitsaufträge gebe, bei kunsthistorischen Themen sind die Differenzen ähnlich gering wie im Geschichtsunterricht.
    Warum sollte das nicht möglich sein?

    bei allen Fremdsprachen ist das Problem:
    wer irgendwann im zweiten/dritten Lernjahr geschludert hat, hat schnell den Faden verloren, weil die Progression auf die vorherggehenden Bausteine aufbaut. Das dann aufzuholen, ist mühsam und erfordert viel Willen.
    In meinem zweiten Fach Geschichte ist das anders: hat jemand beim 30 jährigen Krieg gepennt, kann er immer noch locker beim Absolutismus frisch einsteigen.

    Und vll könnte jetzt mal das Fächerbashing unterbleiben-- es wird langsam albern

    bei den Abibällen der letzten Jahrgänge konnte man als Lehrer, wenn man kein Essen wollte (und die Ausgaben dafür sparen wollte) nach einer bestimmten Uhrzeit antreten, wenn der Essensteil beendet war. Das gab man bei der Anmeldung an, hatte also trotzdem einen Sitzplatz. Fand ich ne gute Lösung für die. die wollten

    In den oberen Klassen sind auch die Korrekturen in Geschichte sehr zeitraubend, doch sicher nicht vergleichbar mit Deutsch.

    Wenn du dich jedoch ausschließlich für Neueste Geschichte interessierst, stelle ich mir das Unterrichten mühsam vor. Die wenigsten Themen gehören ja zur neuesten Geschichte, das ist schon etwas anderes als "ich mag das Thena XY in meinem Fach nicht so gerne".
    Du musst ja auch das Studium wuppen. Wie das, wenn dich die meitenEpochen nicht interessieren?

    Wie wärs mit Geo`? einem MINT Fach?

    ein Kollege, den sich keine Schule und kein Kollegium wünschen, weil er dauerhaft (wichtig!) mehr Arbeit verursacht, als er selbst erledigt, aber ebenfalls auch mehr Schaden"

    So einer ist mir einmal in 15 Jahren vorgekommen. 7 Schulen in den letzten 5-6 Jahren oder so, nach zwei Wochen wussten wir alle, warum, meine Klasse erzählte mir und anderen Sachen, die sich einfach nicht gehören, die Chancen à la "Kommt, jede Lehrkraft hat ihre Persönlichkeit, er muss sich auch umstellen, das ist eine neue Schule" verpufften sehr schnell, die Berichte waren in allen Klassen deckungsgleich, mit sexistischen Äußerungen, grenzwertigen bzw. übergriffigen Handlungen, Sprüche gegen alle Mädchen und generell SuS, die nicht in der Lage waren, das zu machen, was er wollte, mit dem kleinen Problem, dass er den Stoff von 1-2 Stufen drüber unterrichtete oder generell das, was ihm passte, also eher Oberstufen- und Uni-Stoff in der Mittelstufe.

    Ja, SOLCHE Kolleg*innen gibt es. Er war ein Jahr bei uns in der Schule, es reicht, um viele Klassen in einem Hauptfach kaputt zu machen.

    Für diese Aussagen kann ich gar nicht genug danken.

    Das ist der Nachteil mitten im Schuljahr anzufangen.

    nein, das ist nicht automatisch so. Wir haben ständig Einsteiger mitten im Scvhuljahr, und immer gibt es Fachkollegen, die die Betreuung übernehmen.
    Lass dich nicht so schnell abspeisen, auch nicht "zwischen Tür und Angel". Gesprächstermine ausmachen mit Fachkollegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gar niemand jemals für dich zu sprechen sein kann.
    Ansonsten: schriftlich um einen Gesprächstermin bei der SL bitten.

    Wer hatte denn jetzt gesagt, du sollest den Ausflug machen?

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