Beiträge von Friesin

    wir müssen die Arbeiten zum Archivieren abgeben.
    Wenn nach ca.2 Wochen jemand die Arbeit nicht dabei hat, gibt's ne mail an die Eltern.
    Wenn dann immer noch keine Reaktion erfolgt, drucke ich die Mail aus und archiviere sie mit.

    Der betreffende Schüler bekommt dann keine Arbeiten mehr mit nach Hause, d.h. die Eltern müssen in der Schule antanzen zum Unterschreiben. :pfeif:

    Ein Wahnsinnsaufwand, und das, obwohl alle Eltern Zugang zu den Noten ihres Kindes haben :qualm:

    Und wenn ich mal eine Stunde verplant habe, sage ich: "Mensch Kinder, das habe ich wirklich nicht gesehen. Da war ich wohl schon müde beim Vorbereiten!" und die Kinder nehmen es total gelassen. Das stelle ich mir bei Pubertierenden unangenehmer vor.

    nein.
    meine Pubertierenden nehmens auch total gelassen und murmeln verzeihend:" Macht doch nichts, Frau Friesin, kann doch jedem mal passieren".

    Wichtig ist nur, dass man als Lehrer seine Schwächen auch zugibt.

    Was die Klassenarbeiten anbetrifft, so lege ich die Termine frühzeitig fest. Wenn dann noch jemand anderen Kram hat, muss der sich kümmern, dass es terminlich passt.

    ja, das mache ich auch. Anfang des Schuljahres stehe die Termine fest.
    Aber was machst du, wenn dann wegen einer Exkursion/ eines Austauschs einige Schüler fehlen? Genau. Du erstellst Nachschreibarbeiten. Du, nicht der exkursionskollege. Zusätzlich. Grrrrrr

    wie schon gesagt:
    du sitzt bei einer schriftlichen Prüfung an der Korrektur. Die fällt nun flach.

    Unsere Fremdsprachenkollegen berichten immer, dass die mündlichen Klassenarbeiten deutlich schneller erledigt sind als die schriftlichen mit der Korrektur. Also.... ;)

    @krababbel: was genau erwartest du von deinen Mitusern zu hören? :gruebel:
    Dass du ein winzig kleines Bömbchen auf die entsprechenden Familien werfen sollst? :schreck:

    Abgrenzung beginnt im Kopf, im eigenen, und da hilft oft nur, dass man sich selbst klar macht, dass einem bei allem Engagement auch Grenzen gesetzt sind.

    Dass das leicht ist, hat niemand behauptet, aber du wiegelst ja gerade solche Vorschläge glattweg ab...

    du bist als Schüler in Russland zur Schule gegangen, ja?

    Durch unseren Polenaustausch weiß ich, dass Schule in Polen (vll nicht überall) anders "läuft" als bei uns, und ich kann mir gut vorstellen, dass das in Russland ähnlich ist. (war?)
    Das würde sich aber auf alle Schularten beziehen, auch auf die Grundschule.

    Hast du denn mal eine Weile an einer deutschen Schule hospitiert oder gearbeitet?

    Also mit Latein hätte ich auch Bauchschmerzen bezüglich der Stellensituation. Ganz ehrlich, welcher Schüler wählt das denn heutzutage noch? Früher brauchte man Latein, wenn man später Medizin studieren wollte, was dann noch irgendwo eine Rechtfertigung war, aber jetzt... Ich würde mir wirklich überlegen, ob du nicht z.B. zumindest Bio dazunehmen könntest.

    wer das heute noch wählt? Alle die, die sich schwertun, aktiv eine Fremdsprache zu sprechen.
    Denen Sprachbetrachtung mehr liegt als Kommunikation.
    Die aus lauter Angst vor Fehlern in Englisch mündlich schwache Schüler sind, schriftlich aber gut zurechtkommen.
    Alle die, die weniger spontan als vielmehr systematisch an eine Sprache herangehen.
    Diejenigen, die Probleme mit der Aussprache haben.
    Diejenigen, denen die Rechtschreibung in einer modernen Fremdsprache regelmäßig das Genick bricht.

    Und natürlich alle die, deren Eltern ein Latinum wünschen, weil man das für diverse Geisteswissenschaften braucht. :aufgepasst:

    Aber der Bezug zu jener Sprache, die sie tagtäglich selbst sprechen, wird dadurch nicht hergestellt und wenn es doch versucht wird, gerät es regelmäßig zum Frustrationserlebnis. Ich spreche hier aus eigener leidvoller Erfahrung.

    damit habe ich im Anfangsunterricht der Fremdsprache auch stark zu kämpfen.

    Aber genau das ist auch meine Aufgabe:
    vom rudimentären Basicwissen zur spezielleren, differenzierteren Sprachbetrachtung zu führen.
    Das ist aber nicht Aufgabe der Grundschule, kann es auch nicht sein.

    Wo haben denn die Schüler ein Problem, den Bezug zu ihrer tagtäglich gesprochenen Sprache herzustellen?

    Vll verallgemeinerst du deine persönlichen Erfahrungen hier?

    @Buntflieger:
    deine Vorbehalte kann ich (teilweise) nachvollziehen, wenn es um ältere Schüler geht.
    Aber vergiss bitte nicht, dass es um Grundschüler geht !!!

    Sowohl schlafen wie auch träumen sind freilich Tätigkeiten, etwas, das man tut.
    Viel schwieriger aber wird die Frage nach der Tätigkeit bei Verben wie z.B. heißen, bei Modalverben oder gar bei sein als Vollverb.
    Aber das alles sind Fragen, die für den Anfangsgrammatikunterricht bei Grundschülern völlig überzogen sind.
    Du fängst an der GS ja auch nicht mit Prozentrechnung an ;)

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