Beiträge von Friesin

    wir werden Ende des Schuljahres gefragt, welche Klassen wir gerne (weiterhin) in welchem Fach unterrichten möchten. Das wird dann mit der Sl/ dem Stundenplaner besprochen -- und nun, eine Woche bevor die Schüler wieder da sind, hat sich doch Einiges verschoben :D .
    Gut, dass ich mich noch nicht reingetresst hatte :D :D

    hat vielleicht jemand einen coolen Tipp für ein Stationenlernen zum Thema Perspektive ? (Ein Fluchtpunkt, gerne auch mehr). Habe das schon oft mit Erwachsenen gemacht, aber mir fehlen ein bisschen die Ideen für Klasse 8. Vielleicht muss ich ja nicht das Rad neu erfinden ;)

    Bin ich 80 - muss ich für jede vergessene Butter gleich meine Kinder anrufen, die mir das vorbeibringen. (Oder ich fahre noch Auto, was ich nicht hoffe)

    Darüber würde ich mir jetzt noch keine allzugroßen Gedanken machen.
    1. Wer weiß, ob es den jetzt vorhandenen Einzelhandel bis dahin bei dir im Ort noch gibt
    2. Wer weiß, ob nicht deine Schule geschlossen und du versetzt wirst
    3. Wer weiß, ob du überhaupt bis in alle Ewigkeit dort wohnen bleiben willst (auch aus anderen als den Einkaufsgründen)
    4. Wer weiß, wie du mit 80 noch drauf bist: 80 ist das das neue 70. :D --heute schon
    5. wer weiß, ob du überhaupt 80 wirst.

    nein, wenn ich etwas plane, dann mittelfristig für meine jetzigen Bedürfnisse. Ob ich in 30, 40oder gar 50 Jahren nicht etwas völlig Anderes brauche, möchte, plane, denke...... wie soll ich das vorhersehen können?
    Weiter als 10 oder 15 Jahre kann man m.E. nicht vorherplanen.

    Dafür ist bei mir in den letzten 10 Jahren viel zu viel völlig Unerwartetes, Lebensveränderndes passiert


    Mir fehlt es allerdings an, nennen wir es Routinen. Welches System benutze ich für vergessene Hausaufgaben und Unterrichtsstörungen? Wie setze ich Klassenregeln effektiv um? Wann prüfe ich Vokabeln? Welcher Wiederholungsrhythmus bietet sich in der Oberstufe an?

    Bitte entschuldigt mein umständliches Geplappere :D

    Da würde ich mich wirklich mal bei Kollegen umhören.
    An vielen Schulen gibt es genau dafür nämlich Konzepte,
    und wenn du Glück hast, sind sie sogar schriftlich festgehalten worden ;)

    Bei uns werden neue Kollegen mit solchen Dingen in der Vorbereitungswoche vertraut gemacht.

    Wann prüfe ich Vokabeln? Da entscheidet bei uns jeder Fachkollege individuell, meist abgestimmt auf die Lerngruppe. Hilfreich ist es bei dieser Überlegung, den Stundenplan vor sich zunhaben, denn ich brauche von Dienstag auf Mittwoch keine neuen Vokabeln aufzugeben ;)

    Ansonsten kann ich auch nur wiederholen:
    du musst nicht das Rad neu erfinden. Auch nicht für dich. Sprich dich mit (Fach) Kollegen ab, bzw. mit den KL der Parallelklassen

    bei uns nutzen die KL der jeweiligen 5.Klassen die Vorbereitungswoche, um den ersten Tag der Kinder in der neuen Schule vorzubereiten. Dabei bekommen sie Unterlagen der Kollegen aus dem Vorjahr weitergereicht. Im Prinzip verläuft der 1.Tag für die fünften Klassen also gleich ab.

    Vielleicht gibt es bei dir ja auch?
    Habt ihr auch eine Vorbereitungswoche?
    Vielleicht kannst du vor dem ersten Schultag in Erfahrung bringen, wer die Paralleklasse(n) als KL haben wird. Dann kann man sich zusammensetzen und sich absprechen.

    Ab dem 2.Schultag gilt dann für alle der neue Stundenplan.

    Für die oberen Klassen:
    Ich würde mich nicht verrückt machen.
    Schau in die Lehrpläne für den jeweiligen Jahrgang, sprich dich mit den Fachkollegen ab (du musst ja nicht das Rad neu erfinden;) ), und wenn das vor der ersten Stunde noch nicht möglich sein sollte:

    Überlege dir, was deine Schüler über deinen Fachunterricht wissen müssen:
    was benötigen sie (Arbeitsheft, Hefter, evtl.Klassenarbeitsheft), wie wird dein Unterricht aussehen, was wird es bei dir an Abfragen, Vokabeltests geben, wie hältst du es mit den Hausaufgaben, wie sieht (in der Fachgruppe) die Notengewichtung aus, wieviele Klassenarbeiten werden geschrieben (Fachschaftsbeschluss), was erwartest du z.B. mündlich von ihnen?

    Und dann kannst du Wiederholungen in Form von Spielen machen (Englisch)
    oder gleich mit dem Schuljahresthema loslegen (Geschichte).

    Ich photographiere neue Klassen in der ersten Stunde übrigens immer, zum Namenlernen.

    ist bei mir wie beim Marlboro Man: ich laminiere nie, auch nicht in Klasse 5.

    Für das Fach Kunst sammeln wir am Schuljahresbeginn Geld ein für Verbrauchsmaterial wie Farben, festeres Papier usw.
    Allerdings geben wir das auch recht genau den Eltern bekannt.

    Warum darf denn die Schule keine Plakatpapiere zur Verfügung stellen?

    ich würde das "Einfache" und das" Komplizierte" genau anders herum sehen:

    die Arbeitsbelastung hängt von sehr vielen Faktoren ab, die hier und heute niemand vorhersagen kann.
    In allererster Linie hängt sie -nach der Stundenverteilung- aber damit zusammen, wie du dich organisieren kannst.
    Damit ist es anfangs auch nach dem Ref naturgemäß nicht so weit her. Gehe aber ruhig mal von deutlich mehr Wochenarbeitsstunden aus, als du jetzt vermutest ;) . Mit 50 Stunden pro Woche liegt meine Schätzung eher noch im unteren Bereich, bei voller Stelle.

    Einfacher dürfte tatsächlich die Berechnung der Besoldung sein:
    Es gibt ja Besoldungsrechner. Und selbst wenn du z.B. dein zukünftiges Bundesland noch nicht absehen kannst, kannst du ja mal eine worst case und eine best case Rechnung anstellen ;)

    Im Großen und Ganzen würde ich aber nicht unbedingt Dozenten an der Uni als Gewährsleute für den Lehrerberuf wählen. :neenee: Deren Praxiserfahrung im schulischen Bereich ist oft ..... sagen wir: realitätsfremd

    Geh mal an eine Schule, versuche dort ein Praktikum zu machen und rede mit Referendaren und jungen Kollegen.

    ganz ehrlich: das dürfen sie auch bei uns auf dem Dorf!

    Die Frage ist eher die eigene Einstellung. Wenn man sich beobachtet fühlt, egal ob in der Stadt oder auf dem Dorf, und sich daran stört --- dann kann man nirgendwo glücklich werden.

    ich unterrichte z.Zt. in der Mittel- und Unterstufe und habe mir ein paar Stempel selbst angeschafft. Normalerweise zahle ich kaum etwas aus eigener Tasche, aber ich nutze die ja völlig freiwillig.
    Bei einem Kind mit besonderem Förderbedarf mag das anders sein.

    Die Stempel, die ich im Einsatz habe, sind für besonders gute Leistungen gedacht und sagen daher sowas wie "super" o.Ä., und selbst meine coolen Achtklässler sind noch interessiert an denen :D .
    Ansonsten habe ich noch Stempel in der Fremdsprache, daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen.

    Einen Stempel für schwache Leistungen vergebe ich nicht; entweder die schwache Leistung spricht für sich und deprimiert schon genug, oder ich schreibe handschriftlich darunter, woran es lag und was der Schüler künftig besser machen kann. Dafür gibts dann eh keine Stempel ;)

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