Beiträge von Friesin

    *gähhhn*

    langsam wird es arg ermüdend zu wiederholen, dass niemand etwas gegen sinnvoll eingesetzten und gut gemachten Frontalunterricht hat. Genausowenig wie gegen sinnvoll eingesetzte und gut durchgeführte andere Unterrichtsformen.

    Können wir damit das leidige Thema beenden, oder soll da in alle Ewigkeit weiter drauf rumgeritten werden? Vll könntet ihr eure persönlichen Steckenpferde anderswo reiten, per PN oder mail?

    Mit Filzern auf Wachsmalern, das dürfte schwierig werden. Wachskreiden sind wasserabstoßend, da würden die Filzstifte dran abperlen.
    Würde ich, wenn, dann großflächig ausprobieren.
    Aber du könntest die Umrandungen mit Filzstiften arbeiten und dann das Innere mit Wachskreiden ausfüllen lassen. So rum gehts ;)

    Eine Bekannte von mir hat das Thema in Kl. 4 gemacht. Wenn du magst, kann ich dir die Unterlagen mal raussuchen. Soll ich?

    Ich will den thread nicht mit Einzelfachbetrachtungen kapern, aber wie in jedem anderen Fach auch würde ein Wandersmann genau wie jeder andere Referendar lernen, dass es auch bei Latein verschiedenste Methoden des Unterrichtens gibt, die je nach Lernziel und nach Schülergruppe spezifisch angewandt werden sollten. Wie gesagt, das würde er in jedem Fach erleben. Und auch nach dem Ref würde die Realität ihn ganz schnell einholen, wenn er nur Vortragsunterricht hielte. In jedem Fach. Das funktioniert nämlich so nicht. In keinem Fach.

    Nein, der Korrekturaufwand in Latein ist nicht vergleichbar mit dem in Deutsch. Eine Übersetzung ist schneller korrigiert als ein Aufsatz. Und der Aufsatzteil in einer Lateinklausur hält sich sehr in Grenzen.
    :daumenrunter:


    Sicherlich ist der Aufwand nicht mit dem bei einer Deutscharbeit-Korrektur vergleichbar, aber sehr in Grenzen hält sich da gar nichts. Das ist genauso ein Vorurteil wie folgendes

    Zitat

    Man sollte aber auch - oder vielleicht gerade - im Lateinunterricht auf einen Methodenmix Wert legen. Gerade dieses Fach läuft Gefahr, schnell sehr eintönig zu werden. Und da sich überproportional viele konservative Frontalpauker in Latein-Fachschaften finden, hat das Fach auch den entsprechenden Ruf.

    Das zeigt mir nur, dass von der modernen Lateindidaktik einfach nichts weißt.
    Tut mir Leid, das ist reine Vorurteilspolemik. Stammtischniveau. :daumenrunter:

    umindest an weiterführenden Schulen halte ich nichts davon, Bemühungen in Form von besseren Noten zu honorieren. Wenn ich sehe, dass sich ein Schüler anstrengt, kann ich das verbal loben oder entsprechende Kommentare ins Heft schreiben. Aber wenn bei all den gut gemeinten Bemühungen letztlich gemessen an der Sachnorm trotzdem keine guten Leistungen erbracht werden, dann ist die Note eben weiterhin schlecht.

    ich stelle mir das ebenfalls sehr schwierig vor.
    In meinem Fach: wenn ein Schüler statt in der letzten Arbeit 47 beim nächsten Mal "nur" 27 Fehler macht, hat er seine Leistung um ein Beträchtliches verbessert.
    Dennoch hat er den Text nicht verstanden, also das Ziel des Hauptteils der Arbeit nicht erreicht.
    Ihm schreibe ich natürlich unter die Arbeit, dass er sich toll gesteigert hat, und ich gebe ihm diese Rückmeldung auch noch mal im persönlichen Gespräch. Aber ich kann ihm doch kein Ausreichend geben, geschweige denn eine bessere Note.

    Wäre wahrscheinlich auch anfechtbar.

    Und wie das bei Abschlussprüfungen aussehen könnte, daran mag ich gar nicht denken.

    Würdet ihr so eine individuelle Beurteilung eigentlich auch z.B. beim Führerschein anwenden wollen?

    und die individuelle Bezugsnorm (wie hat das Kind sich für seine Verhältnisse verbessert, was hat es dazu gelernt?).

    heißt das dann, dass ein Kind, das schon viel kann, das kognitive Kompetenzen mitbringt, schlecht abschneidet?
    Eines, dem der Lenrstoff "zufliegt", das sich also kaum anstrengen muss, bekommt schlechtere Noten?

    Ich tue mich schwer damit, diese individuelle Bezugsnorm für die stärkeren Schüler mir vorzustellen.

    Und nein, 100% objektiv können Leistungsmessungen nie sein. Vielleicht bei Zeiten und Weiten im Sport??

    bei Klassenarbeiten und Kurzarbeiten hole ich auch die Unterschriften ein.
    Wer länger als 2 Wochen keine Unterschrift anschleppt (die Arbeiten werden auch archiviert), bekommt ein Schulschreiben mit heim. Zur Unterschrift. :D
    Ansonsten melde ich mich per mail bei den Eltern.
    Wenn Schüler zwei solcher Zettel bekommen haben (in allen Fächern zusammen), werden die Arbeiten nicht mehr mit heim gegeben. Die Eltern müssen dann in der Schule antanzen zum Unterschreiben.

    Die meisten Eltern können die Noten auch auf der Schul HP einsehen.

    Bei Vokabeltests ist mir das zu mühsam. ich schreibe so viele davon.....

    Wenn du magst, kann ich dir das Schulschreiben mal zusenden.

    ich möchte mich doch gegen eines verwehren:
    längst nicht alle, die religiös oder gläubig sind, teilen diese menschenverachtende Ansicht zum Thema Homosexualität und Sexualität!

    Ich kenne sehr viele katholische und evangelische Christen, die keinerlei Homophobie und keinerlei verkrampftes Weltbild oder gar Probleme mit Sexualität haben.
    Nur mal angemerkt, um den Blick nicht zu einseitig in die "andere" Richtung zu lenken

    Es geht hier aber um die ethisch-moralische Bewertung von sexuellen Verhaltensweisen. Und da gibt es nunmal höchst unterschiedliche Standpunkte und Argumente in unserer Gesellschaft.

    Aber allein die Existenz von verschiedenen Meinungen zum Thema Homosexualität verletzt keinen Homosexuellen in seiner Würde.

    Wandersmann, du begreifst es nicht. Oder du willst es nicht begreifen.

    Zitat

    Wie oft muß ich noch explizit darauf hinweisen, daß ich hier mit keiner Silbe behauptet habe, der Frontalunterricht sei der "einzig wahre Weg"? Wie oft muß ich noch betonen, daß ich sehr wohl interessiert bin ein breites Spektrum an Methodik zu erlernen und auch in der Praxis auszuprobieren, bis dies hier zur Kenntnis genommen wird?

    weil du dich so falsch verstanden fühlst, darf ich mal zitieren:

    Zitat

    Ich habe mich immer gefragt, ob die Referendare ihre Unterrichtsgestaltung frei gewählt haben, oder ob diese Unterrichtsfom von ihnen verlangt wurde. Als Schüler haben mir diese Unterrichtsmethoden nie so recht zugesagt und von gutem Unterricht hätte ich auch in der Funktion als Lehrer eine andere Vorstellung.

    Zitat

    Ich muß ehrlich sagen, daß es vorallem ältere Lehrer waren, die mich als Schüler am meisten geprägt haben. Diese Lehrer haben auch maßgeblichen Anteil an der Bildung meines Berufswunsches gehabt, sind sozusagen in Sachen Lehrerberuf meine Vorbilder. Die haben aber nicht diesen "modernen" Unterricht gemacht, wie die Referendare, die frisch von der Universität an unsere Schule kamen.

    Deswegen bewegt mich nun etwas die Frage, ob ich in meiner Ausbildung sozusagen "gezwungen" bin meinen Unterricht nach diesem modernen "Schema F" auszurichten, oder ob ich mehr oder weniger frei in meiner Unterrichtsgestaltung bin.

    Zitat

    Mein Lieblingslehrer stand immer vorne an der Tafel, hat sehr gute Vorträge gehalten und die Tafel vollgeschrieben. Ich kam mit diesem Unterricht sehr gut zurecht, habe viel gelernt und mich für den Stoff interessiert. Dann kam ein Referendar in unseren Kurs und hat den Unterricht übernommen. Der fing dann an mit Gruppenpuzzle, Rollenspielen und bunten Pinnwandmoderation. Diese Art Unterricht hat mir dann die Freude an diesem Fach verdorben.

    wenn das nicht arg einseitig wirkt, solltest du als angehender Germanist doch ein bisschen am Ausdruck feilen, damit man versteht, was genau du denn meinst.

    Ich habe mit meiner 6.Klasse Gipsmasken gearbeitet (Abdrücke vom Gesicht), und jede Maske soll nun auf einer Pappplatte befestigt werden.
    hat das schon mal jemand gemacht?
    Die Auflagefläche ist ja sehr schmal, sollte man dann besser ein Podest für den Hohlraum unter der Maske bauen, auf dem sie festgeklebt wird?
    Oder geht das Kleben auch ohne Untegrund, z.B. mit Heißklebepistole?
    Hatte auch schon an Acrylspachtelmasse gedacht, in die die Maske eingebettet wird.
    Draht steht auch zur Verfügung.
    Wer hat Tipps aus der Praxis?

    Enn ich die Posts vom Wandermann lese, bin ich doch leicht schockiert darüber, dass jemand, der gerade erst mit dem Beruf anfängt, schon so konkrete "ich- will- dies- oder-das-auf-gar-keinen- Fall"- Vorstellungen hat.
    Ich vermisse da das Interesse an dem Beruf selbst, die Neugier auf das, was man in der Ausbildung lernen wird, die Bereitschaft, sich selbst mit den steigenden Anforderungen weiterzuentwickeln.
    Statt dessen lese ich hier von jemandem, der aus seinen wenigen persönlichen Erfahrungen sehr festgelegte Vorstellungen hat und zudem jegliche Bereitschaft des Dazulernens schon im Vorfeld kategorisch ablehnt.

    Ich wüsste jetzt keinen Beruf, in dem eine solche Haltung von Vorteil wäre, aber der Lehrerberuf ist es ganz sicher nicht :schreck:

    Oft wählen die Kinder ihre (zweite) Muttersprache, weil sie meinen, damit ohne Aufwand gute Noten zu bekommen. Das tut dein Sohn ja auch, eine zwei ist doch "gut".
    Zu den Akzenten wurde schon einiges geschrieben. Warum soll er die nicht lernen können? Andere müssen das auch, da bildet er keine Ausnahme.

    Noch etwas aus eigener Anschauung:
    meine Freundin ist Andalusierin. 4 Töchter. Mit der Mama wurde Spanisch gesprochen, der Papa ist Deutscher. Wie in vielen Familien, war der Papa nicht gar so oft zu Hause, die Kinder sprachen also viel Spanisch. Alle Sommerferien wurden komplett in Andalusien mit der Großfamilie verbracht. Dann, als die Mädels zwischen 10 und 15 Jahre alt waren, zog die Familie endgültig nach Spanien. Und plötzlich merkten die 4 Kinder, dass zwischen dem, was man mit Mama tagtäglich und mit der Familie in den Ferien so redet und dem, was in der Schule verlangt wurde, ein Riesenunterschied bestand.
    Will damit sagen, auch im Fremdsprachenunterricht geht es ja (zumindest auf dem Gymnasium) bald auch über Umgangssprachliches, über "my name is... and my hobbies are..." hinaus. Das ist durchaus vergleichbar mit dem Deutschunterricht für deutsche Kinder: sie sprechen es, schreiben es auch (leidlich :D), aber dennoch haben sie Deutsch als Schulfach. Kein überhebliches Beispiel, sondern schlichte Tatsache ;_)

    Auch die schlechtere Notengebung zum Halbjahr im Grenzfall ist so unsinnig nicht, je nach "Fall". Aber das führt jetzt zu einem anderen Thema.

    Ich würde an deiner Stelle tatsächlich mal mit der Lehrerin reden. Dann wird ihre Notengebung sicher transparenter. Eigen- und Fremdwahrnehmung der Kinder können sehr differieren ;)

    Wie soll er aber nun zu jedem Wort den Akzent lernen, es scheint xtausende zu geben.

    der Akzent geht doch im Spanischen immer in dieselbe Richtung. Hat was mit der Betonung zu tun. Den muss er dann mitlernen, wie man es im Französischen auch macht. Da dein Sohn die Vokabeln nicht mehr als neue Wörter lernen muss, hat er es ja eh schon leichter ;)

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