Beiträge von Friesin

    Das bayrische System ist schon skurril.

    Das beginnt bei den verschiedenen Einsatzorten im Ref und hört bei Begriffen wie "Unterschleif" noch lange nicht auf.
    Dazu nehme man eine ordentliche Prise Hierarchiedenken, viel Auswendiglernen und das ständig vorhandene Gefühl, "die" Schüler seien faul, respektlos und überhaupt ein Feind der Lehrerschaft --voilà. Nein: ecce!

    Im Übrigen finde ich es schon erstaunlich: Ich werde als Lehrer zweiter Klasse bezahlt, aber es wird für selbstverständlich gehalten, dass ich genau die gleichen Aufgaben erfüllen muss wie die Lehrer erster Klasse. Meines Erachtens muss der, der erheblich mehr verdient, auch mehr Aufgaben übernehmen. Freunde, die in der freien Wirtschaft arbeiten, können diese Ungleichbehandlung immer nicht fassen, wenn ich das erzähle... Nur um das klarzustellen, ich habe ein Einser-Examen, wurde nicht deswegen nicht verbeamtet...

    Find's immer toll, wenn viele Lehrer selbst so unsolidarisch sind, sorry...

    1. du prangerst Umstände an, für die die Forenuser nichts können.

    Hier wurde dir lediglich Antwort gegeben auf deine Fragen. Ganz ohne Wertung.

    2. Nichts war hier persönlich gemeint.

    3a. "In der freien Wirtschaft ist aber xy viiiel besser als an Schulen." Ja. Ist es bestimmt. Aber was soll der Vergleich?

    3b. Wieso kommt mir gerade der Spruch meines Vaters in den Sinn: "Dann geh doch nach drüben,(=DDR), wenn es dir hier nicht passt" ?

    Hat jemand Erfahrungen damit, direkt nach dem Referendariat das Bundesland zu wechseln?

    -Stellt eine Anrechnung des Referendariats in anderen Bundesländern ein Problem dar?

    -Macht man sich mit diesem Vorgehen bei Schulleitern/Vorgesetzten/Schulamt/etc. in dem Bundesland des Referendariats unbeliebt?

    ja, ich. Ist aber schon wieder 15 Jahre her. Ich wwollte von Norddeutschland nach BY

    Frage 1: ja, das tat es. Ich musste schriftlichndarlegen, wie mein Ref organsisiert und strukturiert war, welche Klasenzu unterrichten vorgeschrieben war, in welchen ich eingesetzt gewesen war mit eigenvenantwortlichem Unterricht, wie die Seminare abliefen.

    Hinzu kam, dass es meine Kombi damals in BY nicht gab.
    Bayern erteilt Bewerbern mit Ref aus anderen BL einen Malus. Damals zumindest.


    Ja, ich denke schon. Ist aber persönliche Erfahrung.Einer meiner Fachleiter äußerte sich sehr abwertend über eine ehemalige Referendarin, die nach BY habe wechseln wollen. Die habe man ja nicht ernst nehmen können. :) Aber wie gesagt, poersönlcihe Erfahrung.

    Haubsi, in genau derselben Situation war ich letztes Jahr auch.

    Ein Kurs wurde in der Schule unterrichtet, der andere bekam für zu Hause Aufgaben/Material, und das im wöchentlichen Wechsel.

    War sch..., ging aber personell nichts anders.

    Und ja, es waren doppelte Korrekturen, in jeder Hinsicht.

    Aber in diesem Jahr hatte ich sozusagen einen Bonus, d.h. ich wurde weit weniger vollgepackt. Ganz ehrlich: mir hätte im letzten Jahr eine höhere Vergütung nichts gebracht, wohl aber 28 statt 24 Std/Tag. Oder so :)

    Natürlich müssen in einer Fremdsprachen Vokabeln aufgegeben und -so spiegeln es mir Klassen immer wieder- auch abgefragt werden.
    Ich persönlich habe dafür ein bestimmtes System entwickelt, das für mich und meine Schüler gut passt.

    Da ich die Vokabeln immer in ganzen Sätzen abfrage, handelt es sich hierbei um ein schriftliches System, denn im Prinzip läuft es auf eine kleine Übersetzung hinaus.

    In Geschichte jedoch würde ich im Leben nie eine mündliche Abfrage zu Beginn einer Stunde machen. Wie soll differenziert werden, wenn mehr als AF I abgefragt wird?

    Wir hatten Kollegen (aus BY :teufel:), die solche Abfragen zu Beginn einer jeden Unterrichtsstunde durchführten. Die Schüler, die noch nicht dran waren, hatten Angst, dranzukommen und vor der ganzen Klasse zu versagen. Sie fühlten sich vorgeführt.
    Mehr als das, in den Stunden vor den Abfragestunden waren die Schüler dermaßen aufgeregt, dass sie dem aktuellen Unterricht kaum folgen konnten, schlimmer als vor einer KA.

    Und in großen Klassen kam eh jede(r) nur einmal dran. Dann konnte man sich bequem zurücklehnen.

    Ähnliches trat in BY auf, wenn ich zweimal in dichterer Folge jemanden mit Vokabeln abfragte; empörter Aufschrei: "Aber ich war schon dran!"

    Nein, so möchte ich nicht arbeiten.

    Antimons Ausdrucksweise würde ich nicht wirklich unterstützen, aber im Prinzip stimmt es schon:

    In der Oberstufe sitzen die Schüler freiwillig.

    Wenn ihnen in der Zeit alles wurschtegal ist, ist das ihr Problem. Genau daraus resultierende schlechte Noten. Sie sind für ihren Lernprozess selbst vernatwortlich.
    Natürlich unterstütze ich als Lehrer, biete verschiedene Möglichkeiten an.

    Aber irgendwo sind unsere Möglichkeiten auch begrenzt. Das gilt übrigens genauso für Pubertierende:

    wenn sie partout sich nicht anstrengen wollen, dann eben nicht.

    Letztendlich kann ich nichts in sie hineintrichtern.
    Und für einen gescheiten Schulabschluss muss man evt auch etwas tun.

    Das führt allerdings von der Frage weg,ob Notenangst zum Lernen beflügelt. Vordergründig vielleicht.

    An "meiner" Schule wurde lange dafür gekämpft, unangekündigte Tests abzuschaffen.
    Undenkbar für die Kollegen, die aus BY kamen. Das Argument war: Dann lernen die Schüler nicht mehr.

    Hat sich nicht bewahrheitet. Anekdotische Evidenz hin oder her

    Dass es das in anderen BL gar nicht gibt und es von manchen als höchst sonderbar angesehen wird, wäre mir nie in den Sinn gekommen

    das merke ich immer, wenn man mit Bayern über die Ferienregelungen spricht. Vielen Bayern scheint nicht bekannt zu sein, dass die anderen BL rotieren bei den Ferienterminen, sie gehen davon aus, dass in anderen BL die Ferientermine jährlich dieselben sind.

    Was sagst du zu den momentanen Lehrplanzielen im Kunstunterricht und Leistungsbewertung durch Noten? Würdest du deinen Unterricht anders gestalten, wenn du nicht bewerten (benoten) müsstest?

    ich habe damit kein Problem.

    Benotet wird wie in anderen Fächern auch kriteriengestützt. Auch Kreativität kann ein Kriterium sein.

    Die Kompetenzorientierung lässt da viel Spielraum, und wie in allen anderen Fächern auch geht es in Kunst nicht darum, dass die Schüler Arbeiten anfertigen, die mir als Lehrkraft gefallen. Bilder oder Arbeiten, die mir gefallen, erarbeite ich selbst oder kaufe sie mir.

    Auch im Fach Religion wird nicht die persönliche (oder familiäre --Grusel!- ) Frömmigkeit benotet, sondern der Umgang mit den im Unterricht erworbenen Kompetenzen.

    zur zweiten Frage: nein.

    Andere künstlerische Aufgaben kann ich in Projektwochen zum Einsatz bringen, jedoch nicht wegen der wegfallenden Benotung, wondern weil ich dann ganz andere Zeitvorgaben habe

    Entsprechend hätten sie als Fachlehrer meinen Sohn, meine Tochter /mich nachschreiben lassen müssen. Da sie es versäumt haben mich nachschreiben zu lassen, müssen sie jetzt alle Klassenarbeiten, die ich nicht nachschreiben durfte, mit der Note 1,0 werten."

    ???

    Schreibt man bei euch nicht automatisch nach?

    Und warum eine 1,0?
    In den Ferien zum Nachschreiben bestellen--fertig

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