Beiträge von Friesin

    Zitat

    Die Noten trage ich in das Notenmanagement ein, die Lernenden können die Noten dort online einsehen - das reduziert die Aufregung bei der Rückgabe ganz erheblich

    wir wurden gebeten, die Noten dort erst einzutragen, wenn wir sie mit den Schülern besprochen haben, besonders bei jüngeren Klassen.

    Beiden Argumenten kann ich etwas abgewinnen.

    Klassenarbeitsblätter (in BY: die "Angaben" :D ) verteile ich immer in so, dass man von außen nichts einsehen kann, d.h. in linierte Blätte eingelegt. Die Schüler lassen sie dann so liegen, bis ich das Startsignal gebe.Klappt in 99,5 % der Fälle.

    Im Übrigen kommen bei mir, wenn, dann Beschweren über mündliche Noten. Bei KA höchstens von Eltern aus Klasse 5 in die Richtung:" Mein Kind hat aber das gemeint, was gefordert war, auch wenn es das nicht hingeschrieben hat."

    Okayyyy...

    Ich finde es ebenfalls sehr umsichtig von deiner SL, dich da ein wenig rauszunehmen.

    Als Lehrer geht man immer einen schmalen Grat zwischen Engagement und Selbstausbeutung, und offenbar sieht die SL dich zu Letzterem tendieren.

    Ich finde es toll, was du alles in Bewegung gebracht hast, aber --auch wenn es hart klingt -- niemand ist unersetzlich.
    Und wenn du an der Schule bleibst, wirst du "deine" Kids doch trotzdem weiter sehen und vll als Fachlehrer auch begleiten.

    umgekehrt gefragt:

    warum solltest du die Rechtschreibleistung aus solch einem Beispiel denn bewerten?

    Der Schüler schrieb einen ganzen Satz, statt dir nur die 9 Euro oder gar nur die 9 vorzusetzen.

    Man kann, wie schon jemand schrieb, die Worte erkennen.

    Er sollte rechnen, er hat richtig gerechnet.

    Dass sich jemand um die RS Probleme kümmern sollte, steht auf einem ganz anderen Blatt ;)

    Leider nennst du deine Fächer und den Jahrgang der Schüler nicht.

    Aus meiner Sicht als Sprachen- und Gesellschaftswissenschaftenkollegin kann ich dir bei freieren Aufgabenteilen nur raten, einen sehr ausführlichen Erwartungshorizont anzufertigen plus die genaue Bepunktung jeder einzelnen möglichen Antwort. Das erleichtert die Korrektur und erstickt solche Diskussionen wie bei Plattyplus zum größten Teil

    Soll dann irgendjemand auf Verdacht in irgendetwas angelernt werden? Merkste selbst oder

    wenn ich als Vertretungslehrkraft irgendwo eingestellt werde, erwarte ich nicht, dass ich angelernt werden muss. Ich bewerbe mich doch nicht als Vertretungslehrer und sage dann "nun zeigt mir mal, wie ich unterrichten soll". Entweder ich bin bereit, mich in die Materie hineinzufuchsen oder ich lasse die Finger davon, wenn ich mir das (oft durchaus zu Recht) nicht zutraue.

    Ich kann indidis Irritation schon verstehen

    Aber alle, die eine andere politische Meinung vertreten (und nein - ich meine nicht "AfD" oder Ähnliches), anzufeinden - das kann es doch nicht sein.

    soweit ich es verstanden habe, hat niemand davon gesprochen, politisch Andersmeinende anzufeinden. Maskentragen sollte im Übrigen keine politische, sondern eine medizinische, eine infektiologische oder eine soziale, kurz eine vernünftige Angelegenheit sein.

    Mir z.B. ist wurscht, warum jemand in meiner Nähe keine Maske trägt. Ich unterscheide da nicht sensibel zwischen "der hat Wehwehchen, wenn er sie trägt", "der steht auf Seiten der Partei XY" oder auch "Er hat keine Lust mehr auf Maske". Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man, nur weil es politisch erlaubt, ist, auf Vernunft pfeift.

    Es ist ja auch erlaubt, ohne Verhütung Sex zu haben. Aber ganz ehrlich: (je nach Zusammenhang):will ich das? Neee. Ist das vernünftig? Eben. Mach ich das ? ...neee. Eben.

    P.S. in meinen Klassen heute trugen ca. 70% die Maske. Vll lag es an den bevorstehenden Osterferien? Ich habe nicht gefragt.

    In der Klasse, in der die meisten Schüler eine Maske trugen, habe ich wieder eine Maskenpause gemacht mit den einführenden Worten: "Viele von euch tragen eine Maske, was ich persönlich übrigens sehr begrüße. Daher machen wir jetzt eine kurze Maskenpause".

    So viel eigene Meinung muss schon sein dürfen ;)

    Ja, das stimmt natürlich! Die von dir genannten Autoren und Schriftsteller hatte ich zu meiner damaligen Oberstufenzeit ebenfalls im Unterricht (Livius und Sueton ergänzend). Spannende Persönlichkeiten!

    In allen Jahrgängen, aber besonders in der Oberstufe, geht die "Behandlung" eines Autors weit über das Übersetzen hinaus. Und dann kann auch ein Machtmensch wie Caesar interessant werden. Parallelen zu lebenden Personen sind natürlich rein zufällig:pfeif:

    Latein ist ideal für Schüler, die

    -- gerne tüfteln

    -- strukturiert vorgehen (müssen)

    -- nicht gerne in einer Frenmdsprache (meist ist es ja Englisch) kommunizieren

    -- Angst haben, beim Sprechen in der FS etwas falsch zu machen und sich dehalb vorsichtshalber zurücknehmen

    -- neugierig auf historische Zusammenhänge sind

    -- Probleme mit englischer Aussprache haben

    -- LRS Probleme haben

    --- hab ich noch was vergessen? :tanz:

    OT: wenn ich so etwas lese, wie das, was Kris24 schreibt, denke ich, wir werden in unserem Beruf manchmal eben doch mit Samthandschuhen angefasst. In kaum einem anderen "Betrieb" kann ich mir vorstellen, dass man einem Mitarbeiter mitteilen muss, dass man ihm eine Mail geschikt hat, die bitte gelesen werden soll. Nicht mal in einer Behörde.

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