Beiträge von Friesin

    Überspitzt gefragt: Ist Schule seit Jahrzehnten völlig unfähig oder gibt es andere Gründe dafür, dass sehr viele Menschen rauchen?

    ich finde schon deine Ausgangsfrage entweder naiv oder provokant, ganz zu schweigen von der (überspitzten) Aussage oben.

    Meine Antwort:

    nein, Schule versagt absolut nicht.

    Aber Schule ist nicht der Retter der Nation.

    Das müsste als Antwort reichen. Auf Rechtfertigungen oder weitere Erklärungen lasse zumindest ich mich nicht ein

    Solche paradiesischen Zustände, wie du sie beschreibst - mit 35-Stunden-Verträgen, Abfeiern von Überstunden etc. -, habe ich seit Jahrzehnten von niemandem mehr gehört. Das kenne ich tatsächlich nur noch aus der Generation meiner Eltern.

    in mittleständischen Betrieben vll weniger. Großbetriebe wie Siemens sind da vorbildlich, allerdings darf man nicht vergessen, dass der Druck dort ein anderer ist: jedes Jahr x % einsparen, also müssen die Angestellten (!) Ideen einbringen, wie ein jeder dazu beitragen kann. Das wird natürlich festgehalten und überprüft.Jedes Jahr wird die Zitrone gequetscht. Und immer noch scheint was drin zu sein.

    Auftragslage wackelt? Arbeitsplatz in Gefahr.

    Günstigere Herstellungkosten im Ausland? Arbeitsplatz in Gefahr.

    Als Beamte im ÖD kann man das vll doch nicht nachvollziehen. Da ist ein Gespräch in einer 15 Minuten-Pause doch noch ganz nett :D

    vll spiegelt sich deine eigene Unsicherheit in bezuig auf deinen Unterricht auch bei den Schülern wieder. Viele Schüler haben dafür extrem feine Antennen.

    Du bist die Chefin.

    Deine Rolle ist festgelegt (erziehen und Wissen vermitteln)

    Nur weil die Kiddies ihre Grenzen austesten (müssen), ist dein Unterricht noch lange nicht schlecht.

    Ihr müsst offenbar noch euren Umgang miteinander lernen, bei dem du den Weg vorgibst.

    Es ist herausfordernd, hat aber nichts mit der Qualität deines Unterrichts zu tun.

    Schmink dir das bitte ganz ab.

    Sonts landest du tatsächlich an einem Punkt, an dem du jede schlechte Note, die ein Schüler sich erarbeitet, auf dein persönliches Konto schiebst.

    Bitte kein mea culpa mehr.

    die SL gewährt den Dienstunfallschutz??

    Wenn die SL wünscht, dass nur 4 Kollegen an der FoBi teilnehmen, dann nehmen 4 Kollegen daran teil. Fertig.

    Und warum müsst ihr die Kosten selbst tragen? So eine FoBi käme für mich nie in Frage: entweder die Schule will, dass ich mich im entsprechenden Thema fortbilde, dann werden mir die Kosten ertstattet.

    Oder sie sieht als nicht sinnvoll/ notwendig an-- dann wars das eben.

    Erinnert mich fatal an die Diskussion im Klassenfahrtenthread:schreck:

    Ich finde es übrigens irgendwie auch ein bisschen erschreckend, dass scheinbar gerade die Kids mit allen möglichen Viren, also nicht nur Covid, komplett flach liegen, weil das Immunsystem durch Lockdown etc. pp. überhaupt nicht trainiert werden konnte.

    das verstehe ich nicht.

    Trainieren des Immunsystems heißt doch gerade, dass man sich ansteckt und der Körper lernt, mit Viren, Bakterien usw umzugehen.

    Wenn sich Kinder jetzt also wieder vermehrt bei anderen anstecken können, wird jetzt das System trainiert. Nicht vor einem Jahr, jetzt.

    Letztendlich sind es nur einige wenige Kolleginnen ohne Kinder im Haushalt, die so viel Vergnügen daran haben, den Schülern etwas Gutes zu tun und gerne eigenes Geld mitbringen.

    stopp

    ich bin generell kein Fan von Klassenfahrten, halte sie für ziemlich überbewertet.

    Bereit zu Überstunden bin ich dafür auch nicht, und eigenes Geld würde ich schon gar nicht beisteuern.

    Ach ja: habe keine Kinder (mehr) im Haus. :gruss:

    Ich stimme dir voll zu Friesin , aber sie tun es nicht.

    sie werden es tun, wenn du immer wieder, z.B. durch Gesten, gerne auch mit Symbolen, deutlich machst, dass sie anders sprechen müssen. Zeit brauchen sie natürlich schon zur Umgewöhnung.

    Deine Anspruchshaltung sollte sein: ich erwarte, dass ihr euch so und so verhaltet, und das setze ich durch. Weil es auch gar nicht anders geht.

    Nicht: mal schauen, ob sie mir den Gefallen zun.

    (Dr.-Titel sicherlich auch hilfreich)

    Kleine Zwischenbemerkung:

    die Erfahrungen an "meiner" Schule lassen Schüler wie Kollegen zusammenzucken, wenn ein Seiteneinsseiger mit Dr.-Titel kommt.

    Erst mal gibts einen Staun-Effekt und dadurch einen Vertrauensbonus, doch wenn dann das Didaktisch-Pädagogische nicht stimmt, erweckt das bei den Schülern doch den Eindruck "Sie/ er kann nichts"

    Also bitte nicht drauf ausruhen ;)

    mit einer einzigen speziellen Doppelstunde wird man nicht wirklich weiterkommen.

    Ich baue solche Themen immer in den Unterricht mit ein, NACHDEM ich mit den Hauptbetroffenen gesprochen habe. Einzeln. Ich lasse mir von jedem seine Sicht der Dinge schildern. Das protokolliere ich, frage nach, aktives Zuhören eben. Die Schüler unterschreiben die Protokolle.

    Und zwar gegenüber beiden Parteien.

    Ich selber bin dann erst mal kein (Schieds)Richter, sondern versuche zusätzlich zu diesen Einzelgesprächen eine Mediation mit den Hauptbetroffenen. Denn nicht immer der, der aggressiv agiert, war der Hauptauslöser. Die aggressive Handlung ist oft nur die Spitze des Eisbergs.

    Das dauert aber und verlangt auch, dass ggf Kollegen bereit sind, die Hauptkontrahenten aus dem aktuellen Unterricht zu entlassen, damit sie mit mir sprechen können.

    Wenn es "nur" um händische Gewaltausübung geht, kann man auch eine klare Ansage mit Bezug auf die Schul- und Hausordnung machen. Dauert nicht lange. Macht den Standpunkt der Schule klar, hilft aber nicht für länger.

    Zum Alter der Schüler: warum eierst du rum? Nenne doch einfach die Klassenstufe. Dann können Andere gezielter antworten und nehmen dich auch ernster ;)

    Von daher finde ich es schwierig, ihnen etwas zu erklären, das sozusagen nicht dem Schema F entspricht.

    aber dein beruflicher Werdegang entspricht ja nun mal nicht dem, was du "Schema F" nennst. Vielleicht wird es dann mal Zeit, dass die Schüler lernen, dass es viele verschiedene Wege gibt, um z.B. Lehrer zu werden.

    Deine Fächer müssen dir ja in irgendeiner Form anerkannt worden sein. Ich würde es formulieren, wie es ist. Ohne zu lügen und rumzueiern. Wenn das Kultusministerium beschließt, dass du als Lehrer arbeiten kannst, dann ist das gesetzt. Du könntest doch sagen: "Studiert habe ich X und Y, als Fächer hat mir das Ministerium ABC anerkannt".

    Je unaufgeregter du solche Frgen beantwortest, desto überzeugender wirst du wahrgenommen.

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