Interessant in eurem BL. Da scheint es in RLP deutlich höhere Anforderungen an Fachleiter zu geben. Hier werden es Leute, die gute Examina hatten und fachdidaktisch positiv auffallen.
Ich denke nicht, dass man als "Vollversager" an eine Fachleitung kommt. Darauf muss man sich bewerben und eine Revision machen.
Meine Erfahrung mit Fachleitungen war die, dass die Generation an Fachleitungen, die ungefähr Jahrgang 1950 waren, allesamt "harte Knochen" waren - nicht zuletzt, weil sie selbst durch eine harte Schule gegangen waren. Die Fachleitungen ab Jahrgang 1975 und später waren in der Regel ganz andere Leute - da habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Ausbildungslehrer fast ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht.
Was wohl vorkommt, ist die Unart, sich in den Kommissionen profilieren zu müssen - durch überzogene Härte. (Kritik als scheinbares Indiz für Kompetenz.)
Gleichwohl denke ich, dass Fachleitungen, wie auch Lehrkräfte, mitunter merkwürdige Metamorphosen durchmachen. Vielleicht steigt ihnen die Macht zu Kopfe und sie vergessen ihre (pädagogische) Verantwortung? Ich wage zu behaupten, dass die wenigsten MenschenschinderInnen sind und deswegen Lehrkräfte oder später FachleiterInnen geworden sind. Ab dem Moment, wo es faktisch niemanden mehr gibt, der einem Einhalt gebietet, scheint es mit dem einen oder der anderen durchzugehen - das ist von den Rahmenbedingungen bei Fachleitungen noch öfter so als bei Lehrkräften.