Das nennt man Statistik. Wenn ich in ein schwarzafrukanisches Land ghe ist das auch so.
"Also statistisch gesehen kannst Du nicht von hier kommen, daher die Frage, wo kommst Du her?"
Echt jetzt?
Das nennt man Statistik. Wenn ich in ein schwarzafrukanisches Land ghe ist das auch so.
"Also statistisch gesehen kannst Du nicht von hier kommen, daher die Frage, wo kommst Du her?"
Echt jetzt?
Ich bin verwirrt: Ich darf entschuldigte Fehlzeiten doch nicht in die Notengebung einfließen lassen?
In der Unterstufe konnte man die Minderjährigen noch mit Attestpflicht und Anrufe bei den Eltern einfangen. In der Oberstufe sind fast alle Volljährig (meine zwei 17 jährigen sind absolut problemlos) und entschuldigen sich, das bekommen die erstaunlich gut hin.
Also um noch einmal direkt darauf zu antworten:
Nein, Du darfst entschuldigte Fehlzeiten nicht in die Note miteinfließen lassen. Eine "Leistungsfeststellung durch Prüfung" dürfte jedoch für viele Schüler mit hohen Fehlzeiten gar nicht zu bestehen bzw. mit "ausreichend" abschließbar sein, so dass über diesen Weg dann die entsprechenden Noten und Konsequenzen zustande kommen.
O. Meier
Da ich gerade nicht alle APO-BK Anlagen auswendig kenne: Steht dort auch zu den Leistungsfeststellungen durch Prüfung der Passus "im Einvernehmen mit der Schulleitung"?
Das wäre nämlich der ganz erhebliche Pferdefuß bei der Sache. Die Schulleitung muss hier mitziehen.
Take it or leave it. Wenn ich in anderen Ländern bin ist es auch so.
ich zahle hier wie du die gleichen Steueren und Abgaben ich bin dem gleichen Recht unterworfen. Was genau sind meine Privilegien!!!
Und jetzt komm mir bitte nicht mit der Optik.
Aha, also wenn ich damit nicht einverstanden bin, soll ich gehen? Wohin denn bitte? In das Land des ausländischen Elternteils, wo ich das Ganze dann von der anderen Seite erfahren darf? (Interessanterweise fühle ich mich dort überhaupt nicht ausgegrenzt, obwohl ich politisch, gesellschaftlich und von der Sozialisation her klar Ausländer bin.)
Deine Privilegien sind, dass Du in Deutschland in der Regel keine Diskriminierungserfahrungen machen musstest, die sich auf Dein Aussehen beziehen. Die anderen Privilegien wurden ja erst neulich in Potsdam wieder aufgewärmt...
Natürlich kann jemand, der nicht weiß ist, "von hier" sein. Das ist mittlerweile gar nichts besonderes mehr. Trotzdem interessieren sich Menschen dafür, welche Wurzeln die Familie hat. Das ist übrigens auch bei Weißen der Fall. Irgendwann redet man immer darüber, aus welcher Ecke die Familie kommt.
DAS ist etwas anderes. Da fragt man aber anders - und dann wird die Frage auch anders aufgefasst.
"Wo kommen Deine Vorfahren her?" ist eine reflektiertere Frage, weil sie der befragten Person nicht per se ihr Deutschsein abspricht.
Der Punkt ist, dass derartige Nachfragen bei Menschen mit anderer Hautfarbe oder sichtbaren, anderen kulturellen Wurzeln selbst wenn diese nicht einmal mehr der Definition nach einen Migrationshintergrund haben regelmäßig gefolgt sind von der Frage, wo diese denn WIRKLICH herkommen würden, weil es Heidelberg, Freiburg, Tötensen angesichts des Aussehens schließlich nicht sein können, selbst wenn diese Person einen deutschen Pass hat und in der 3. oder 4. Generation nur in Deutschland lebt. Das führt für davon Betroffene häufig zu Ausgrenzungserfahrungen. Auch das wurde schon mehrfach in diesem Forum von Betroffenen genau so geschildert, wie auch jetzt wieder. Ich finde, das kann man einfach auch akzeptieren, statt es wegdiskutieren zu wollen, wie sich das für davon Betroffene anfühlt, die das dann eben nicht im Rahmen eines netten Smalltalks erleben, sondern teilweise mehrmals täglich und in durchaus aggressiver Weise.
Das meinte ich mit "mir mein Deutschsein absprechen".
Es ist in Deutschland im Jahre 2024 immer noch nicht selbstverständlich, dass auch Menschen anderer Hautfarbe Deutsche sein können, weil "der/die Deutsche" ethnisch eben weiß ist bzw. zu sein hat.
Kannst Du oder willst Du das nicht verstehen?
Es gibt doch sogar von Haribo vegane Gummibärchen, die nehme ich immer zu Freunden mit.
Mittlerweile ja. Damals noch nicht .
Dann könnten sich demzufolge GrundschulrektorInnen auch nicht zurückstufen lassen.
Hier geht es nicht um die Besoldungsgruppe sondern um die Stelle an sich. Eine Zurückstufung aus einer Funktionsstelle ist bei Dir m.E. durchaus möglich.
OK, also wenn § 53 Abs. 4 letzter Satz SchulG nicht infrage kommt, dann geht es nur über § 48 Abs. 4 SchulG.
Letzteres wäre zumindest im ersten Jahr ziemlich hart, dürfte aber die Fehlzeiten ganz schnell drücken, wenn man das konsequent durchzieht. Dann dürften die SchülerInnen in der Regel notentechnisch so absacken, dass sie ganz schnell merken, dass das so nicht geht.
SchülerInnen gehen immer so weit, wie man sie lässt.
Die Bezirksregierungen haben darüber hinaus mittlerweile festgelegt, ab wann ein/e SchülerIn überhaupt noch bewertbar ist. Die Nichtbewertbarkeit führt ggf. zur Wiederholung oder zur Entlassung von der Schule.
Jetzt braucht es nur ein Kollegium wie eine Schulleitung, die das konsequent durchzieht.
Du kannst Dich zurückstufen lassen. Es gibt einige Fälle, die ich selbst kenne. In zwei Fällen haben die Personen im Anschluss die Schulen gewechselt, was aufgrund der jeweiligen Funktionen, die die Personen vorher eingenommen hatten, sinnvoll war.
Das Ideal für die Muslime - exemplarisch - wäre vermutlich ein muslimisches Deutschland, das wirtschaftlich und innenpolitisch stabil ist.
Das gibt es aber eben leider nicht, weil sich das zum größten Teil ausschließt. Die überwiegend autokratischen Regierungen in den arabischen Staaten sollten das hinreichend belegen.
Das ist eine eurozentrische Sichtweise.
Dann klär Du mich auf, wenn Du es besser weist.
Integration sollte nicht als gelungen gelten, wenn man sich Fragen muss, ist der schon assimiliert oder noch gut integriert. Wenn jemand seine Steuern zahlt, nicht straffällig ist, in der Nachbarschaft hilft, dann soll er noch auch ,,ursprünglichen‘‘ Traditionen nachgehen können dürfen.
Wenn ursprüngliche Tradition bedeutet, patriarchalische Strukturen aufrechtzuhalten und seinen Töchtern nicht die selben Lebenschancen und Freiheiten zuzugestehen, dann erachte ich das nicht als gelungene Integration.
Weswegen kommen Muslime zu uns? Sie hoffen auf ein besseres Leben in Wohlstand, Freiheit, Sicherheit und Frieden. Das ist ein legitimes Ansinnen.
Das gibt es hier. Und das gibt es hier unter anderem (vielleicht sogar vor alllem) WEIL unsere Kultur auch den anderen 50% der Bevölkerung diese elementaren Freiheiten zugesteht.
Ein Patriarch der sich heutzutage mit Verweis auf Religion und Tradition diesen Werten verwehrt, gilt für mich nicht als integriert. Da kann er meinetwegen nicht straffällig geworden sein und immer seine Steuern bezahlt haben und meinetwegen in der Nachbarschaft helfen.
Das Christentum ist auch nicht nur eine Religion, was man u.a. daran erkennen kann, dass z.B. in vielen Teilen Europas "Ungläubige" Traditionen und Bräuche pflegen, die uns das Christentum gebracht hat. Im Prinzip kann man doch über die Christenheit insgesamt nur sagen, dass sie sich auf einer anderen Entwicklungsstufe befindet als die Umma.
Und deshalb möchte ich auf Differenziertheit bestehen. Diese sehe ich keineswegs als Totschlagargument. Wenn wir nämlich nicht ausreichend differenzieren, dann passiert das, was RosaLaune passiert ist, immer und immer wieder.
Was RosaLaune passiert ist, steht auf einem ganz anderen Tablett. RosaLaune berichtete von einem jovialen Verhalten eines Einheimischen, der Integration mit Assimilierung verwechselt. Assimilierung darf meiner Ansicht nach nicht als Maßstab für gelungene Integration gelten. Gleichwohl ging es hier aber um die Integrations(un)willigkeit von Menschen aus dem muslimischen Kulturbereich - ungeachtet dessen, dass dies nicht auf diesen Kulturbereich beschränkt ist.
Die Forderung nach Differenzierung ist im Kern selbstredend berechtigt. Dennoch: Wann darf ich die Integrationsunwilligkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen konkret thematisieren - insbesondere dann, wenn es keine Einzelfälle mehr sind sondern das Ganze zunehmend zu einem Problem wird?
Warum nicht Gummiteilchen ohne Gelatine für alle? Die gibt es doch. So würde ich es handhaben.
Weil das damals, als das Thema aufkam, für mich, der vor dem Süßigkeitenregal stand, die praktikabelste Lösung war.
In NRW ist es § 23 Abs. 5 der ADO. Gleichwohl kann man diesen Passus wie von Maylin85 dargestellt durchaus "missbrauchen".
Wer hat denn dieses Restaurant ausgesucht... Bei uns wird überhaupt nicht drüber diskutiert, dass es Veggi und ohne Schwein geben muss. Manchmal wundere ich mich schon, welche Stories sich hier auftun. Mir ist es in 11 Jahren ein eigenes Mal passiert, dass ich mit einer Klasse einen Arbeitseinsatz auf einer Alm organisiert hatte und der Bauer zum Mittag nur Würste von den eigenen Schweinen hatte. Das war dem sehr peinlich und ich bin sicher, das wird ihm nie wieder passieren. Hier ist unterdessen auf jeder verdammten Wurstpackung per Piktogramm gekennzeichnet, welches Tier da drin ist. Ich hatte tatsächlich schon den absurden Fall, für vier von fünf Weltreligionen und eine Vegetarierin ein Grillen organisieren zu sollen. Es gab dan Raclette.
Das geht in der Schule schon los, dass Lehrkräfte Gummibärchen zur Belohnung ihrer SchülerInnen mitbringen und die muslimischen Kinder dann oft lange Gesichter machen, weil sie Haribo und Co. nicht essen dürfen. Das ist mir genau einmal passiert, weil ich schlichtweg nicht daran gedacht hatte. Beim nächsten Mal gab es dann für die muslimischen SchülerInnen eine andere Marke, die halal war. Die gibt es in jedem größeren Supermarkt zu kaufen - ist also auch kein Mehraufwand.
Beispiel: Weihnachtsfeier im Restaurant, ich bestelle ein vegetarisches Gericht, weil alles andere Schweinefleisch enthält. Kollege: "Ach, dich kriegen wir auch noch integriert. Das Bier trinkst du ja auch schon." Wenn sich das Deutschsein am Schweinefleischkonsum bemisst, wenn das die Bake der Leitkultur ist, ja, dann kann man darauf wirklich verzichten.
Ach Du Scheiße. Wie herablassend. Da hat jemand den Unterschied zwischen Integration und Assimilation nicht verstanden oder legt einen sehr hohen Maßstab an.
Wenn jemand einen hörbaren bayerischen oder sächsischen Akzent hat, dann fragen viele Menschen auch, wo die Leute herkommen. So ist das im Zwischenmenschlichen eben. Warum sollte man dabei Menschen ausschließen?
Nicht ausschließen. Unterscheiden dazwischen, wer von hier sein kann und wer nicht. Aber wie gesagt, dass verstehst Du vermutlich schlichtweg nicht.
Was ist an der Frage schlimm? Ich werde auch gefragt, wo ich herkomme, so, wie viele andere Menschen auch. Ich selbst sehe nicht 100% biodeutsch aus, aber auch sehr weiße und sehr deutsche Menschen werden nach ihrer Herkunft gefragt, bspw. meine Frau.
Antworten wie "Ich bin in Frankfurt geboren, meine Eltern sind in den 60ern aus xy nach Deutschland gekommen." tun doch wirklich nicht weh.
Du hast Recht. Ich sollte mich als Mensch mit sichtbarem Migrationshintergrund mal nicht so anstellen, wenn man mir mittelbar mit dieser Frage mein Deutschsein abspricht. Meine Hautfarbe hat trotz des Umstands, dass ich geschliffenes Hochdeutsch spreche sicherlich nichts damit zu tun. Noch weniger mit dem persistierenden Klischee, dass ein nicht weißer Deutscher kein solcher sein kann (oder gar sein darf.)
Ich glaube, das können Weiße schlichtweg nicht verstehen - insbesondere wenn man in einer Welt aufwächst, in der "white privilege" eben immer noch kultiviert wird.
Das ist aber eine ziemlich undifferenzierte Betrachtung. Es gibt nicht DIE Europäer und auch nicht DIE Muslime. Das ist doch gerade das, was Populisten tun. Nämlich komplexe gesellschaftliche Gefüge derart pauschalisierend zu vereinfachen, dass es ihrer Wählerschaft passt. Die gut Integrierten fallen gar nicht mehr auf, weil sie eben gut angekommen sind. Und so wie es in jeder Religion der Fall ist, gibt es verschiedene Vertreter und Strömungen.
Nein. Die Kritik an mangelnder Differenziertheit ist ein Totschlagargument (insbesondere dass es nicht "die" Europäer" und "die Muslime" gebe - einmal abgesehen davon, dass es darum gar nicht ging) und sorgt letztlich dafür, dass man Missstände nicht benennen darf.
Der Islam ist in meinen Augen keinesfalls nur eine Religion - es ist eine Kulturgemeinschaft mit klaren Normen und Werten. Ich empfehle einmal die Lektüre der Weltgeschichte aus muslimischer Sicht - das war für mich sehr erhellend.
Werbung