Beiträge von Bolzbold

    Australien hat geografisch doch gewisse Vorteile. Davon abgesehen, dass es viel einfacher ist eine riesige Meeresgrenze zu verteidigen, sind auch die Länder aus denen die Menschen kommen deutlich weniger und vor allem ist der Weg schwieriger. Dazu gibt es auch weniger Bilder, wenn man Flüchtlingsboote alleine auf hoher See abdrängt als wenn Menschen an der Deutschen Grenze stehen.

    GB ist anscheinend auch noch nicht wirklich erfolgreich. Nach einigen Toten Flüchtlingen rumort es dort auch. Dazu haben sie ein viel größeres Problem mit dem Fachkräftemangel.

    Davon mal abgesehen. Die Leute hungern in ihren Heimatländern. Sie müssen teilweise damit rechnen überfallen und ermordet zu werden. Du glaubst ernsthaft, dass es das Problem löst, wenn wir Ihnen sagen, dass sie hier nicht willkommen und illegal sind? Was machen wir denn mit den dann illegalen Flüchtlingen hier? Die USA haben das Problem auch. Ok, wir zahlen weniger Bürgergeld etc. Dafür haben wir mehr Armut und Kriminalität. Und was sagt wohl die Bevölkerung und die Gerichte, wenn die Bundespolizei dann kleine Kinder aus ihren Verstecken holt um sie abzuschieben? Oder wenn die Leute betteln, weil sie nichts zu essen haben?

    Da hätte ich gerne von den KritikerInnen eine überzeugende Antwort.

    Schauen wir uns einmal die Behörde an. Auch die Gruppenleitungen (B4) und die Abteilungsleitungen (B6) haben offiziell eine Arbeitszeit von 41 Wochenstunden. Diese überschreiten sie regelmäßig in dreistelliger Höhe. Da ein Abfeiern aber bedeuten würde, dass die jeweilige Vertretung (also eine Referatsleitung (B2) oder eine Gruppenleitung dann die Vertretung übernehmen würden, verschöbe sich der Berg an Überstunden lediglich innerhalb des Systems.

    Die genannten Führungskräfte haben daher ihre Überstunden zum Teil verfallen lassen. Bei dieser Besoldungshöhe sei das "eingepreist", hieß es.

    Es ist völlig klar, dass ein volles Deputat plus Koordination - nehmen wir einmal die Oberstufenkoordination - selbst bei einem Höchstmaß an Effizienz und der von Palim angesprochenen Höchstleistung der Freifahrtschein in den Burnout wäre. Sprich: Die Arbeit muss machbar sein. Die höhere Besoldung geht mit mehr Verantwortung für das Gesamtgefüge des jeweiligen Aufgabenbereichs einher - und eben nicht damit, dass man die ganze Arbeit selbst macht. Das sollte aber eigentlich evident sein, denn so funktioniert Führung.

    Dein Denkfehler ist, dass die Schulleitung nicht EINE Person ist. Die Schulleitung besteht durchaus aus mehreren Personen.

    Ich weiß es jetzt nicht von meiner aktuellen Schule, aber an meier alten Schule hat sich die Schulleitung (3 Personen) z.B. die Ferien aufgeteilt und der Bezirksregierung mitgeteit wer in welche Ferienwoche erreichbar ist. (Das heißt nicht, dass die die ganze Zeit in der Schule sind, aber sie können zumindest Post und E-Mails morgens einmal kurz prüfen (lassen) und notfalls bearbeiten).

    Wir sind zehn Personen in der eSL und haben das entsprechend aufgeteilt. So konnte letztlich auch jede/r seinen/ihren Urlaub nehmen wie in der Regel lange im Voraus geplant.

    Ich erwarte eigentlich schon, dass eine SL jeden Tag zumindest über eine gewisse Zeit, muss also nicht 1.-8. Stunde sein, um Haus erreichbar ist.

    Was Du erwartest (sic!) ist hierbei völlig unerheblich. Es gibt Vorgaben, die ja bereits angeführt wurden. Und es gibt dienstliche Verpflichtungen, die dazu führen, dass eine Schulleitung nicht im Haus ist. Das ist auch völlig OK. Und deswegen gibt es ja auch eine Stellvertretung.

    Ich kann es jetzt nur von mir sagen:

    Ich habe nicht gegen das Urheberrecht verstößen, ich melde mich nicht unberechtigt krank, ich beschäftige keinen Arbeiter schwarz, ich hinterziehe keine Steuern, ...

    Ein paar meiner oben genannten Beispiele sind nicht ausgedacht, sondern habe ich so erlebt. Das ist keine Unterstellung. Ich kenne auch Lehrer, die mir auf den Kopf zugesagt haben, dass die blau gemahct haben. Und jetzt? Was soll ich deiner Meinung nach machen?

    Dann geht es doch gar nicht um Dich. Weiter oben habe ich ja gefragt, ob es sich um anekdotische Evidenz handelt. Dann ist das bei Dir so - und dann braucht Du Dir den Schuh doch auch gar nicht anzuziehen.

    Naja, hindern könnten zum Beispiel solche Sätze sein wie das mit dem Urheberrecht, ...

    Oder einfach der Gedanke "Wenn man im Glashaus sitzt ...".

    Oder einfach "Ich will keinen Ärger. Ich weiß es zwar, aber ich übersehe es mal. ..."

    Das war so herum doch gar nicht gemeint. Mir ging es darum, wieso man einer Schulleitung unlautere Machenschaften unterstellt und bei sich selbst andere Maßstäbe anlegt.

    Warum sollte man bei 30 Tage Urlaubsanspruch nicht Überstunden abbauen können? Das Überstunden-Frei käme dann halt noch on top zu den 30 Tagen, wie in anderen Branchen eben auch. Sehe das Problem nicht.

    Das schrieb ich ja. In der Behörde meldest Du dann einen "FAZ"-Tag an (FlexibleArbeitsZeit) oder kommst später oder gehst früher, wenn keine dringenden Dienstgeschäfte dagegen sprechen.
    Bei uns Lehrkräften läuft das alles Pi mal Daumen, passt schon irgendwie bzw. hat schon irgendwie zu passen.

    Deswegen schrieb ich "fast".

    Mit deiner Argumentation könnte man übrigens Gerichte schließen. Wofür braucht man die dann?

    Bei Lehrern würde ich eher wetten, dass sich mehrere einfach mal krank melden, obwohl sie gar nicht krank sind. (Ich habe mich übrigens an meiner aktuellen Schule noch nie krank gemeldet.)

    Geschenkt.
    Ich finde es dennoch faszinierend, wie eng "mangelnde Transparenz" und das Vermuten "krimineller Energie" hier beisammen sind.

    Naja, dass hört sich schon fast nach einer Schulleiterantwort an, die versucht die Lehrer einzuschüchtern. Würde bei mir nicht ziehen. Ich habe nie jemanden schwarz beschäftigt noch habe ich gegen das Urheberrecht verstoßen.

    Nein, denn ich bin kein Schulleiter und werde es auch sobald nicht sein. Ich will damit nur zeigen, wie schnell man auf "die da oben" zeigt - vermutlich weil sie da oben sind und bei sich selbst ganz andere Maßstäbe anlegt. Das finde ich zwar psychologisch erklärbar, aber OK ist es in meinen Augen trotzdem nicht.

    Egal, ob man einmal oder zweimal liest, die Korrekturvorgaben und das Bewertungsraster sind ja immer gleich. In Englisch (ich nehme an, in den anderen Fremdsprachen ist es gleich) hat man in Oberstufenklausuren allein auf der Sprachebene 15 Einzelkriterien, die bepunktet werden müssen (Teil A und B zusammen genommen), dazu kommen noch die Inhaltskriterien (in meiner letzten Klausur z.B. 8). Oben drauf kommt die Vorgabe, positiv mit Verbesserungsvorschlag zu korrigieren.

    Würde man den letzten Aspekt streichen und beispielsweise nur Abitur-Korrekturzeichen verwenden müssen, ließe sich wohl viel Zeit einsparen.

    Ich korrigiere an den Stellen positiv, wo ich davon ausgehe, dass der Prüfling die richtige Variante nicht kennen kann. 3. Person -s, falsche Verbformen etc. korrigiere ich nicht mehr im Einzelfall positiv.
    Ich lese die Klausur in der Regel nur noch einmal, bei längeren Klausuren muss auch ein zweites Mal sein, aber wenn ich offiziell nur grob 15 Minuten pro Klausur an Zeitanrechnung bekomme, kann man da von mir auch nicht mehr erwarten.


    Was bei uns bei der Zeiterfassung zu einem Problem werden wird, das ist die Effizienz unserer Arbeit sowie die Gründlichkeit. Da wird man über die Arbeitszeiterfassung mittelbar einen härteren Standard definieren, damit wir nicht plötzlich wahlweise alle offiziell Überstunden schieben - oder aber - und das halte ich für sehr wahrscheinlich - zu Anwesenheit oder Homeoffice in den Ferien angewiesen werden. (OK, aus meiner Zeit in der Behörde kenne ich ja die 30 Tage Urlaubsanspruch und ansonsten eben Dienst tun. Aber da brauchte ich auch nicht so viel Erholungszeit wie bei einer vollen Stelle an der Front...)

    Ich finde die Vergabe der Stunden bei der Schulleitung und der erweiterten Schulleitung vollkommen undurchsichtig. Ich kann in die Stundenpläne schauen, kann aber absolut nicht nachvollziehen, wie sich das Ganze "zusammensetzt". Vertretungsstd. macht dort keiner. Unterrichtet wird dort auch kaum.

    Du kannst doch rechnen und lesen - dann nimm Dir die Ausführungsverordnung von § 93 und rechne das Ganze an Deiner Schule durch. Dann schaut Du, wie viele Stunden die Schulleitung und die erweiterte Schulleitung und ggf. Gefahrstoffbeauftrate(r) etc. unterrichten und Du bekommst einen Näherungswert, ob die Rechnung stimmen kann oder nicht.

    Es ist faszinierend zu lesen, wie viel kriminelles Potenzial man in Schulleitungen zu sehen vermag. Selbstverständlich läge es den Schreibenden völlig fern, selbst an solchen Mauscheleien teilzunehmen.
    Ist das eigentlich anekdotische Evidenz, bösartige Unterstellung oder schlichtweg der Argwohn, den man jeder Person in einer übergeordneten Person entgegenbringt?

    Man möge mir jetzt Whataboutism vorwerfen, aber ich frage mich, wie viele Lehrkräfte ihre Haushaltshilfe wie selbstverständlich schwarz beschäftigen und das als Kavaliersdelikt erachten, oder wie viele tagtäglich da Urheberrecht ignorieren und ganze Werke kopieren, weil - und das trifft ja oft zu - das entsprechende Material nicht vom Land bzw. der Schule gestellt wird...
    Glashaus... Stein...

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