Beiträge von Bolzbold

    Wer sucht eigentlich die Moderatoren aus, bzw. ist das irgendeine demokratische Entscheidung? Braucht man bestimmte Qualifikationen? Kann man sie rausschmeißen?

    Diese Fragen sind für ein Forum, bei dem alle UserInnen Gäste sind, irrelevant.
    Mit der Registrierung erkennt man (oder frau) die Nutzungsbedingungen an. Würde sich jede(r) daran halten, bräuchte man gar keine Moderation...

    Naja. In der Reisekostenverordnung sieht z.B. das Land NRW vor, dass man bevorzugt regelmäßig verkehrende Verkehrsmittel (also den ÖPNV) verwenden soll. Bei Abordnungen und Versetzungen soll es auf einmal das Auto tun, weil man weiß, dass man mit dem ÖPNV eh nirgends hinkommt. Das weiß das Land so genau, weil es nämlich für den ÖPNV verantwortlich ist und auf dessen Entwicklung seit Jahrzehnten scheißt.

     

    Nein. Du kannst wahlweise mit dem Auto oder dem ÖPNV fahren. Bei der Berechnung der Reisekostenerstattung wird dann der Preis für das ÖPNV-Ticket zugrunde gelegt. Eine Vorschrift, mit welchem Verkehrsmittel man von a) nach b) kommen soll, gibt es nicht.

    Zitat

    Da kann man sich jetzt auf einen Formalismus berufen, in dem man sich Wohnsitz und Verkehrsmittel „frei“ gewählt hätte. Oder man begreift die politische Dimension und versteht, dass hier mal wieder etwas verkackt wurde.

    So kann man die Mitarbeiterinnen drangsalieren, sogar sehr gut. Nur Klimaziele erreicht man so nicht.

    Natürlich wird hier etwas verkackt. Aber wir sind uns sicherlich einig darin, dass sich das primär auf diese Möglichkeit der Abordnung bezieht und nicht auf die Wahl des Verkehrsmittels. Die politische Dimension ist ja ganz leicht zu erklären. Nach außen wird sich gegenüber der Öffentlichkeit "gekümmert", gegenüber den Lehrkräften wird auf das Dienstrecht verwiesen.

    chemikus


    Volle Zustimmung. Bis es dann eines fernen Tages soweit ist, werden entsprechende Gruppierungen und politische Parteien bei 30+% an Unterstützung in diesem Lande erfahren. Spätestens dann werde ich mir Gedanken übers Auswandern machen.

    Der Föderalismus in seiner aktuellen Form ist der größte Bremsklotz. Mag er eine Zentralisierung der politischen Macht zu Recht verhindern, so verhindert er seit Jahrzehnten viele sinnvolle und notwendige Reformen. Angesichts der aktuellen und kommenden PolitikerInnengenerationen bin ich auf der anderen Seite wiederum froh, dass es so ist.

    Der hier öffentlich kritisierte Moderator ist derjenige, der mit Abstand (!) die meiste Arbeit in dieses Forum reinsteckt. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich moderiere das, was mir auffällt, wenn ich im Forum die Bereiche lese, die mich interessieren, oder einige Beiträge, die gemeldet wurden. Ich schaffe es nicht, auch nur ansatzweise so oft und intensiv hier zu moderieren.

    Ich befürworte eine klare Trennung zwischen Moderation und Diskussionsteilnahme - so versuche ich selbst mich auch konsequent daran zu halten. Das ist jedoch nicht immer durchhaltbar, wenn gerade kein/e anderer/e ModeratorIn anwesend ist oder Zeit hat und ggf. einige Inhalte so daneben sind, dass sie so nicht stehenbleiben können.

    Mit moralischem Erheben über andere hat das erst einmal weniger zu tun - aber diese Interpretation passt insofern gut in diesen Thread und das Anliegen des TE. Rassismus und/oder Menschenfeindlichkeit auf der einen Seite gegen Zensur und Selbsterhebung auf der anderen Seite.

    Ich habe es in den letzten Jahren immer wieder hier geschrieben: Wenn wir uns alle ein bisschen weniger wichtig nähmen - gerade hier in diesem Forum - hätten wir 90% weniger Konflikte.

    Bei aller Liebe, die Anschaffung eines PKws gehört nicht zu den Dienstpflichten und das Bestehen eines Führerscheins auch nicht. Zumindest nicht im Lehrerberuf, Plizeidienstfähigkeit wäre etwas anderes.

    Nein. Aber es ist nicht die Aufgabe des Landes, Dir die Konsequenzen einer Entscheidung, die Du selbst frei getroffen hast, zu ersparen. Gegenwärtig weißt Du, worauf Du Dich einlässt - oder nicht einlassen magst. Mit allen Konsequenzen.

    Lehrerinnenzölibat – Wikipedia

    Mit den Nazis hatte das nur bedingt zu tun. Die sind nur wieder auf einen bereits fahrenden bzw. ehemals fahrenden Zug aufgesprungen. Schaut man sich die Einlassung von 1955 dort an, dann belegt das doch recht plastisch, dass das keine Erfindung der Nazis war sondern schlichtweg jahrzehntealter Zeitgeist. Ebenso wenig war das Familien-, Rollen- und Geschlechtermodell der Nazis irgendwie neu. Es war rückständig und griff auf bereits vorhandene und leider damals auch überparteilich konsensfähige Werte zurück.

    Was ist schlimm daran, nicht dauerhaft über die eigene Belastungsgrenze arbeiten zu wollen und stattdessen eine Stelle bei einer Behörde mit echter Gleitzeit, Homeoffice, Freizeitausgleich und flexiblem Urlaub zu suchen? Wie genau nutzt man das aus?

    Welchen Mehrwert bringt es der Diskussion, dass du Beamte in Behörden offenbar grundsätzlich für faul hältst, weil diese sich an ihre Arbeitszeiten halten?

    Fragen über Fragen.

    Was viele "gemeine Lehrkräfte" nicht verstehen können (oder wollen) ist, dass die zentralen Entscheidungen ab bzw. oberhalb der AbteilungsleiterInnenebene getroffen werden. Das ist dann ein Personenkreis von nicht einmal zehn Leuten. Selbst die MinisterInnen sind selten frei von Einflüssen und Zwängen aus ihrer Partei, aus der Politik, die vom MP vorgegeben wird, oder den anderen MinisterInnen.

    Die Mär, dass da im MSB einige faule BeamtInnen sitzen und willkürlich irgendwelche Entscheidungen über (bzw. gegen) die Lehrkräfte treffen ist, was sie ist. Eine Mär. Gleichwohl sieht man hier auch denselben Effekt, den man auch auf der Ebene Eltern/SchülerInnen gegenüber LehrerInnen sieht.

    Der/die Machtlose kann seine/ihre eigene Position nur dadurch aufwerten, indem er/sie diejenigen in der mächtigeren Position moralisch diskreditiert.

    Stimmt es, dass wir Noten nach der Nasenform unserer SchülerInnen vergeben?
    Stimmt es, dass jemand, der/die etwas gegen eine Lehrkraft sagt, direkt eine schlechte Note bekommt?
    Stimmt es, dass jede Entscheidung, die wir "gegen" eine/n SchülerIn treffen, per se unfair ist (weil sie dem/der SchülerIn nicht gefällt?)

    Stimmt es, dass wir den Beruf nur deshalb ergriffen haben, weil wir (INSERT YOUR PREFERRED PREJUDICE HERE)?

    Die meisten von uns würden das entrüstet von sich weisen. Das gilt dann aber auch für die Ebenen über uns.

    Natürlich ändert das nichts daran, dass wir uns über Entscheidungen, die von oben kommen, ärgern, dass wir sie nicht nachvollziehen können und dass wir es (natürlich !) ganz anders gemacht hätten. Mein (zweifellos auch begrenztes) Wissen über tiefere Zusammenhänge hilft mir ungemein, eben diese Entscheidungen zu verstehen und nachzuvollziehen, warum die Dinge so sind wie sie sind - und warum sich daran langfristig auch nur begrenzt etwas ändern wird.

    Reininterpretiert habe ich gar nichts, der von dir zitierte Satz, dass ich es traurig finde, wenn Menschen unsere Geschicke leiten, die "deutlich weniger zu tun haben als im Schulalltag", so der Kollege, der es wissen muss, ist auf solche bezogen, die das wissen und ausnutzen und ist natürlich getrennt von der/dem TE zu sehen, den ich nicht kenne.

    Hier bitte ich darum, zwischen der Abordnung als pädagogischer Mitarbeiter (befristet!) und einer Versetzung im Zuge der Übernahme einer Referentenstelle zu differenzieren. Ersterer lenkt keine Geschicke - er bzw. sie ist sogar relativ am Ende der Nahrungskette im MSB. Ein/e ReferentIn lenkt in der Regel auch keine Geschicke. Die, die wirklich die Geschicke lenken, sind in der Besoldungsgruppe B4 oder B6 und darüber. Und hier ist das Arbeitsaufkommen in der Tat ein ganz anderes. Da möchte ich definitiv nicht tauschen.

    Um noch einmal den Vergleich zwischen Schulalltag und Behörde zu bemühen:

    Der zentrale Unterschied sind die zigtausend Mikroentscheidungen und die ständige Aufmerksamkeit, die in der Schule über mehrere Stunden gefordert werden - ohne Pause. In der Behörde kann ich in der Regel aufs Klo gehen, wann ich will, kann etwas trinken und essen, wann ich will (Ausnahme natürlich Dienstbesprechungen etc.) und kann auch mal fünf Minuten durchschnaufen, wenn es Not tut. Und ich habe eine Mittagspause, die ich nehmen muss. Tue ich das nicht, wird die Zeit auch nicht auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben.
    Alleine diese vier "Annehmlichkeiten", wobei es grotesk ist, das überhaupt thematisieren zu müssen, zeigen, wie heftig Schule sein kann - und wie normal (!) - Behördenalltag sein kann.
    Dass die Leute dort per se zu wenig arbeiten würden, habe ich nie behauptet, es wäre ferner sogar überaus anmaßend, dies so zu tun.

    Achso und diese Begründung...

    ...kombiniert mit einer Bewerbung ins Ministerium ist für meinen Geschmack auch äußerst unklug.

    In dieser Kombination ist das in der Tat auf dem Papier unklug.
    In der Realität ist es so, dass man als pädagogischer Mitarbeiter, falls es sich um eine solche Stelle handeln sollte, deutlich weniger zu tun hat als im Schulalltag. Und selbst wenn es einmal stressig werden sollte, kann man aufgrund der Arbeitszeiterfassung entsprechende Überstunden auch durch Freizeitausgleich wieder kompensieren. Bis zu 50% Arbeit im Homeoffice sollte man auch nicht unterschätzen - das senkt das Stresslevel - und erhöht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - ganz erheblich.

    Falls es sich um eine Referentenstelle handeln sollte, dürfte das Arbeitsaufkommen zwar höher sein, aber auch hier gilt das oben Gesagte zur Arbeitszeiterfassung etc. Gleichsam gibt es auch im MSB Phasen, in denen weniger los ist und in denen man dann etwas zur Ruhe kommt.

    Hallo zusammen,

    kann ich mich - ohne meine Schulleitung zu informieren - auf eine Stelle im Schulministerium bewerben?

    Die Voraussetzungen erfülle ich; es geht mir nur darum, ob ich mich ohne Wissen der SL bewerben darf oder sollte. Ich denke, sobald die Bewerbung bearbeitet wird, wird die Schulleitung ja sowieso kontaktiert und erfährt davon. Oder? Kann sie ein Veto einlegen?

    Bekomme ich ein Problem, wenn ich eigentlich gerade in einem Beförderungsverfahren an meiner Schule stecke (Stelle ist noch nicht ausgeschrieben)?

    Vielen Dank für eure Anmerkungen!

    Ja, Du kannst Dich dort ohne Information an die SL bewerben. Falls Du für das Auswahlgespräch freigestellt werden müsstest, könntest Du spätestens dann Dein Vorhaben nicht mehr so fortführen.
    Falls Du genommen wirst, wird irgendwann eine Abordnungsverfügung an die SL geschickt.

    Die Info an die SL, dass man sich dort bewerben möchte bzw. beworben hat, kann ja theoretisch auch ein Schuss vor den Bug sein, weil die SL dann spätestens weiß, dass Du im Zweifelsfall bereit bist zu gehen, wenn sich für Dich nichts ändert.

    Effektiv verhindern kann die SL eine Abordnung ans MSB in der Regel nicht - das wäre auch bis auf extreme Situationen mit Mangelfächern stategisch nicht klug. Letztlich entscheidet das ohnehin die BR.

    Nur am Rande: Solange eine A14-Stelle nicht ausgeschrieben ist, steckst Du auch in keinem Beförderungsverfahren - das ist alles solange heiße Luft, bis Du Dich formal bewerben kannst und die Revision ansteht.

    Gerne wiederhole ich, dass du rechtlich keinen Anspruch darauf hast an deine alte Schule zurückzukommen.

    In "der Regel" mag stimmen ist aber nichts verbindliches.

    Es ist überhaupt kein Problem auch in der Probezeit nach der Elternzeit versetzt zu werden.

    gerne wiederhole ich die alte Story...eine Kollegin wollte nach der Elternzeit zurück zu uns..man wollte sie aber nicht zurück..End vom Lied sie wurde gegen ihren Wunsch nach der Elternzeit an eine andere Schule hier in der Stadt versetzt.

    Gerne kannst Du wiederholen, was Du magst.

    Meine Auskunft basiert auf dem, was mir das Personaldezernat der BR seinerzeit mitgeteilt hat. Gerne wiederhole ich die alte Story meiner Frau. Sie war zwar im Zuge der dreijährigen Elternzeit auf einer Nullstelle, konnte aber an ihre alte Schule zurückkehren. End vom Lied: Sie hat beim dritten Kind in der Elternzeit von sich aus an einer anderen Schulform gearbeitet und ist dann ebenso von sich aus an eine andere Schule ihrer ursprünglichen Schulform gegangen.

    In Deiner Geschichte kommt ein entscheidender Faktor dazu - "man wollte sie aber nicht zurück".


    Was hier in jedem Fall sinnvoll und wichtig ist, da ist, rechtzeitig Kontakt zur BR oder je nach Zuständigkeit dem Schulamt aufzunehmen und die eigenen Wünsche sowie die aktuellen Möglichkeiten abzugleichen - dann kommt es zu keinen bösen Überraschungen.

    Dieses Problem hatten wir schon häufiger angesprochen. Lehrkräfte, die aus einer Elternzeit zurückkehren und den Wunsch äußern, an ihre alte Schule zurückzukehren, werden in der Regel nicht versetzt. Ausnahmen wären extreme Mangelfächer und ein höherer Bedarf an anderen Schulen.

    Frag bei der Personalstelle nach und teile ihnen mit, dass Du an Deine alte Schule zurück möchtest. Das klappt in der Regel.

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