Beiträge von Bolzbold

    Mein Chef möchte gerne, dass ich Stellvertreter einer unserer Koordinatoren werde. Ich habe ihm aber direkt gesagt, dass ich dafür gerne entlastet werden möchte. Daraufhin hat er gesagt, dass eine Entlastung nicht üblich sei, aber damit eine A14-Stelle verbunden sei, auf die ich mich dann bewerben solle.

    Das klang für mich erstmal ganz gut - abgesehen davon, dass es nicht sicher ist, dass ich dann auch tatsächlich befördert werde. Dann kam aber die Ernüchterung, als ich die damit verbundene Besoldungserhöhung ausgerechnet habe. A14 bedeutet nach meiner Rechnung gegenüber A13 nur knapp 220 € netto mehr pro Monat.

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann bekomme ich mit A14 6408 € netto, während ich jetzt mit A13 6189 € netto bekomme. Das sind bloß 219 € Unterschied.

    Damit scheint sich für mich die Beförderung überhaupt nicht zu lohnen. Oder seht Ihr das anders? Das steht doch in keinem vernünftigen Verhältnis zum Arbeitsaufwand.

    Das ist das, was viele Schulleitungen erzählen. Teils sogar bei A15-Stellen. Das ist nur insofern unlogisch, weil die Schulleitung A16 und die Stellvertretung A15Z bekommen UND jeweils Entlastungen im Gesamtumfang von zwei vollen Stellen bei einem durchschnittlichen Gymnasium. Folgte man der Logik der Schulleitung, müssten diese sich ja auch mit Geld und Titel zufrieden geben...

    Die Entlastungsstunden für die Koordinatoren kommen aus dem Schulleitungstopf - muss ich dazu mehr sagen?

    Definiere "zu weit".
    Bisher waren es 35km, die als wohnortnah galten. Das Ganze wird ja jetzt im Rahmen des Lehrermangels auf 50km erweitert.

    Rein rechtlich würde ich behaupten, dass das möglich ist, da Du nach Rückkehr aus der Elternzeit Anspruch auf wohnortnahen Einsatz hast. Und wir wissen ja alle, dass die Kilometerzahl nichts über die tatsächliche Wegezeit aussagt. Insofern schwingt da immer ein Unsicherheitsfaktor mit.

    Wir sollten nicht vergessen, dass unsere aktuellen Lehrwerke auch voll von Ideologie sind - nur dass sie eben als "gute Ideologie" erachtet wird und damit per se legitimiert ist.
    Betrachtet man DDR-Lehrwerke historisch, dann heben sie sich funktional nicht sonderlich ab. Dass die Ideologie womöglich direkter, ungeschminkter zu Tage trat, ist gleichwohl der wesentliche Unterschied.

    Menschenrechts-, Werte- und Demokratieerziehung sind seit jeher die abstrakten Grundziele eines jeden Lehrplans. Inwieweit nun jedes Fach für sich konkret dazu beiträgt, ist natürlich eine andere Sache. Dass diese Grundziele Inhalten, Fähigkeiten und Wissen widersprächen, liegt nicht per se an der Kontrastierung dieser Begriffe sondern daran, womit insbesondere die zuletzt genannten gefüllt werden.

    Es würde mich nicht wundern, wenn es diese verbindlichen Tabellen mit Ausnahme der zentralen Prüfungen wie dem Abitur nicht gibt. Ansonsten wären sie so global an die Prüfungsordnungen oder an das Schulgesetz etc. angebunden, dass man sie finden müsste. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    Das wird dann vermutlich durch die Bezirksregierung - sprich der/dem zuständigen Dezernentin oder Dezernenten erfolgen.

    Das gilt zumindest für die Funktionsstellen am Gymnasium und für die Abteilungsleitungen an den Gesamtschulen.

    Die Revision für Koordinationsstellen bzw. Funktionsstellen besteht aus einer selbst gehaltenen Stunde, einer kollegialen Fallberatung, einer Konferenzleitung und einem Kolloquium.

    Alleine das macht mich schon wütend. Da haben Kopierer zu stehen, die frei verfügbar sind, ohne irgendeine kontengierte Karte.

    Wenn es nur dazu dienen würde, die Kontingente zu erheben und ggf. "gegenzusteuern", falls ein/e KollegIn es übertreibt, oder zu verhindern, dass Unbefugte die Geräte benutzen (das kam an meiner alten Schule tatsächlich vor), dann wäre das für mich OK. Da würde aber auch eine individuelle PIN am Gerät völlig ausreichen.

    Wieso sortierst du das? Verteil die sw-Kopien und gib die Farbseiten durch, so dass sich jeder ein Exemplar nehmen und selbst an richtiger Stelle einfügen kann.

    Man versieht das Ganze dann mit den entsprechenden Seitenzahlen und erläutert das den SchülerInnen. Ggf. die Diagramme "formal" als Anhang, dann kann man sie auch ganz hinten einsortieren.

    Ich wünschte, dem wäre so.

    Wir haben Kopierkarten mit einem Kontingent. Ich unterrichte ein Fach in der Oberstufe, in dem Farbkopien nötig sind als Klausuren. Wenn ich einen Klassensatz für einen Oberstufenkurs kopiert habe, ist mein Kontingent fürs Halbjahr leer. Ich hab aber mehrere Oberstufenkurse und mehrere Klassenarbeiten pro Halbjahr. Das Kontingent aufzuladen kostet jedes Mal Geld, das ich privat zahlen muss ohne es auch nur von der Steuer absetzen zu können.

    Also habe ich schon seit Jahren einen günstigen Farblaserdrucker und drucke die Klausuren daheim aus. Das ist günstiger als in der Schule zu kopieren und ich kann es wenigstens absetzen.

    Ich hab auch einen Kyocera und bin zufrieden damit. Ich will aber echt auch absolut keinen Stress damit. Ca. alle 5 Jahre kaufe ich mir einen neuen, nicht das neueste Modell, aber unbedingt mit günstigen, etablierten Ersatztonern, Duplex und vielen vernünftigen Rezensionen.

    Das wäre aber dringend ein Fall für eine LehrerInnenkonferenz, auf der man das entsprechend klärt.
    Stellen wir uns vor, eine Lehrkraft würde sich weigern (und ja, das darf sie!), auf privaten Geräten und mit privaten Mitteln ihre dienstlichen Aufgaben zu erfüllen. Dann muss die Schule reagieren.
    In der Behörde gab es alles gestellt - und für das neu eingerichtete Homeoffice mussten (!) wir alle Peripherie aus der Behörde verwenden und im Vorfeld nach Hause transportieren. Wir durften (!) keine eigenen Geräte verwenden.

    Ein solcher Missstand steht und fällt mit denjenigen, die ihn aktiv mittragen. Welche Alternative zu den dienstlich notwendigen Kopien schlägt denn Deine Schulleitung vor für den Fall, dass Du Dich weigern solltest, das aus eigener Tasche zu bezahlen?
    Wenn kein Geld für die Erledigung meine dienstlichen Aufgaben vorhanden ist, dann kann ich sie schlechterdings nicht erfüllen.

    Klar, ich halte das auch nicht zu 100% durch - aber seitdem ich mit ein Büro mit einem anderen Koordinator teile, kopiere ich fast alles (!), was ich dienstlich brauche, in der Schule. Was ich dennoch zu Hause drucke, dient meiner eigenen Arbeitsorganisation oder ist der vorherigen Schludrigkeit geschuldet, dass ich es nicht im Vorfeld in der Schule gemacht habe.

    Hallo:) Danke für die vielen Antworten. Dann werde ich mich dann erst einmal auf Beförderungsstellen in meinem Regierungsbezirk bewerben. Ihr wisst nicht zufällig, ob ein damit verbundener Laufbahnwechsel ein Problem darstellen könnte? Ich arbeite ja an einer Gesamtschule und der Wechsel zur Grundschule wäre ja ein Laufbahnwechsel, auch wenn es eine Beförderungsstelle ist.

    Laufbahnwechsel oder Schulformwechsel? Letzteres definitiv. Ersteres meines Erachtens nicht. Sowohl eine GS- als auch eine GE-Lehrkraft sind angehörige der Laufbahngruppe 2.1.

    Hallo ihr,

    leider bin ich im Internet nicht fündig geworden, vllt kann mir hier jemand weiterhelfen.

    Worin besteht der Unterschied zwischen einer Beförderungsstelle und einer Koordinationsstelle? Bei beiden handelt es sich um eine Stelle von A12 auf A13 (NRW).

    Über Antworten würde ich mich freuen.

    Das kommt darauf an. :)

    KoordinatorInnenstellen sind immer Beförderungsstellen - aber eben nicht umgekehrt.

    Mehr zur Systematik findet man in den einschlägigen Erlassen.

    BASS 2022/2023 - Zu den Schulformen im Allgemeinen (§§ 33 ff.)
    BASS 2022/2023 - Funktionsstellen an Gesamtschulen

    BASS 2022/2023 - Funktionsstellen an Sekundarschulen

    Danke für die Info,

    So habe ich es ehrlich gesagt auch verstanden. Wurde dann nur unsicher als manche meinten „im Sinne des Schülers“ kann man es machen.

    Finde es aber dann wiederum erschreckend und schwierig, wenn andere die Noten subjektiv betrachten und anders agieren als sie sollten.

    Danke dir

    Ja, das ist leider immer das Problem in Kollegien, wo es "Freigeister" (und -geisterinnen) gibt, die meinen, klare Regeln wären individueller Auslegung unterworfen. Da müssten Oberstufenleitung und Schulleitung klar intervenieren.

    Ich habe das neulich in meinem Koordinationsbereich bei einem weniger gravierenden Problem in der erweiterten Schulleitungsrunde gemacht und muss jetzt noch die Kollegen sensibilisieren.

Werbung