Beiträge von Bolzbold

    Doch im Ministerium. A13 gibt es nur, wenn eine Stelle frei ist, sonst bleibt man auf der Stufe, wie die Stelle halt ausgeschrieben ist.

    So viel falsches Wissen hier ...

    Auch wenn man seinen Master nachträglich macht, bekommt man nicht automatisch A13 dann.

    Es gibt auch so genannte "Aufstiegsbeamte", die keinen Master hatten bzw. im gehobenen Dienst angefangen haben. Die kommen sogar bis A15.

    Tommi

    Wenn Du meine Angst lapidar mit der Angst vor "Überfremdung" konterst und darüber hinaus für übertrieben hältst, dann fühle ich mich nicht ernst genommen bzw. gelinde gesagt verarscht.
    Du spielst hier die Angst des einen gegen die Angst des anderen aus. Die eine hältst Du für übertrieben, die andere offenbar für berechtigt.

    "So ein Pech aber auch, dass Du Sorge darum hast, dass das Klima 'nicht-Arier-feindlicher' wird, aber Du musst halt auch die Leute verstehen, dass sie Angst um ihre Kinder haben bei den ganzen Ausländern hier. Da solltest Du die verbalen Übergriffe nicht persönlich nehmen und musst lernen damit zu leben."
    Darf ich mir das jetzt in etwa so vorstellen?

    Vor dem Hintergrund der Diskussion, die ich mit Dir bis jetzt geführt habe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du entweder ein Rechter bist oder zumindest deutliche Sympathien für entsprechende Positionen hegst.

    Das mag Dich vor dem Hintergrund des Threadtitels nicht zu einem Troll machen - für den Rest hast Du mit Deinen Einlassungen hier selbst gesorgt.

    PS:

    Ich würde der Person übrigens empfehlen, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren und nicht die Schreckensmeldungen aus den Medien als "Regelfall" anzunehmen - das tun diese Menschen bei Katastrophen, Autounfällen etc. nämlich auch nicht - und das obwohl jährlich eine vierstellige Anzahl an Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommt. Der Logik zufolge dürfte man dann ja auch kein Auto mehr fahren.
    Ich würde konkret darauf verweisen, dass Medien so funktionieren, dass schlechte Nachrichten sich besser verkaufen und die Sensationslust der Menschen besser befriedigen (vgl. Gaffer). Der Umstand, dass man so wenig "Gutes" über Migranten liest, hat nichts damit zu tun, dass es darüber nichts zu schreiben gäbe. Nein, es verkauft sich im wahrsten Sinn des Wortes nicht so gut - und es ist so normal wie Millionen von AutofahrerInnen, die jeden Tag sicher ihr Ziel erreichen.

    Und ich würde die Debatte dahingehend versachlichen, dass die Person konkret benennen soll, wo sie durch die Einwanderung abseits der befürchteten Kriminalität wirtschaftliche Nachteile hinnehmen muss. Dann zeigt sich nämlich, was echte Ängste sind und das Nachplappern von Phrasen ist.

    Tommi

    Nächster Versuch.

    Beziehe bitte Stellung zu dem, was ich weiter oben geschrieben habe:

    Zitat

    Sonst gerate ich eines Tages selbst ins Fadenkreuz als Deutscher mit sichtbarem Migrationshintergrund .

    Orientalisches Aussehen = Nicht Deutscher = möglicher Moslem = möglicher Messermann = möchte man nicht in seiner Nachbarschaft haben.

    Uninteressant dabei: Spricht besser Deutsch als die durchschnittliche AfD-Wählerschaft, hat in drei Fächern einen Hochschulabschluss, ist Beamter im ehemals höheren Dienst, meldet selbstverständlich seine Haushaltshilfe an.

    Ich habe große Sorge, dass die von Dir geforderte Toleranz gegenüber der AfD-Klientel früher oder später Ressentiments gegen Menschen wie mich hoffähig machen bzw. legitimieren. Schau Dir mal bei Focus, der RP, teilweise dem Spiegel und der Zeit bei den entsprechenden Themen die Kommentare der LeserInnen an. Wenn die auch nur zu 50% wirklich ernst gemeint wären, müsste ich mir allmählich überlegen auszuwandern.

    Bitte führe diesmal weder eine Meta-Diskussion noch eine Ablenkungsdiskussion.

    Ich hoffe das ist nicht zu sehr am Thema vorbei. Wollte damit jetzt kein Fass aufmachen wieder. Es gibt viele Idioten in der Partei und um die Partei rum. Das ist völlig klar. Aber ich tue mich schwer damit immer alle über einen Kamm zu scheren. Was man bei Flüchtlingen oder Ausländern erwartet, gilt auch für Parteimitglieder und andere Gruppen. Ich begegne jedem Menschen immer offen. Und es gibt in der Afd noch normale Leute. Das ist ja nun mal so. Und gerade wenn man eine gespaltene Gesellschaft zusammenführen will sind solche...

    Aussagen wenig hilfreich. Denn man muss einfach differenzieren. Im Moment werden viele Menschen meiner Meinung nach weiter nach rechts gedrängt als sie eigentlich sind. Und nichts wäre besser als der Afd die konservativen und normalen rechten Wähler wieder abzuluchsen.

    Wie schön, dass Du so verständnisvoll gegenüber der AfD argumentierst, auf meine Sorgen hinsichtlich der langfristigen Entwicklung aber mit keiner Silbe eingehst und meine aus Deiner Sicht nicht hilfreiche Aussage isoliert und nicht im konkreten Kontext betrachtest. Selektives Verständnis?

    Wenn ich irgendwann ausgegrenzt werde, muss ich halt differenzieren.
    Wenn Ressentiments immer hoffähiger werden und ich ggf. davon betroffen bin, muss ich halt differenzieren.

    Das Zusammenführen einer "gespaltenen Gesellschaft" ist übrigens keine Einbahnstraße. Da dürfen die "nach rechts Gedrängten" gerne ein bisschen mithelfen.

    Lieber Tommi, das ist eben keine Form von miteinander reden. Das ist ein lapidares Wegwischen von Sorgen und Bedenken, um eine konkrete, begründete Aussage isoliert als wenig hilfreich zu etikettieren, weil sie einem womöglich nicht in den Kram passt - oder weil man womöglich eine solche Entwicklung gutheißt.

    Wieso bringst Du so viel Verständnis für die Position der AfD auf, aber eben nicht für meine Position?
    Ich würde mich freuen, wenn Du Dich hier nicht aus der Affäre ziehst, sondern Dich genau dieser Sache einmal stellst.

    Tommi

    Du kennst das Verhältnis zwischen Anstand, Intelligenz und Nazi, oder?

    Ich glaube, angesichts der Dominanz des ultrarechten Flügels in der AfD kann ein "rechts-konservativer" eigentlich nicht mehr guten Gewissens Mitglied in dieser Partei sein, denn die Hetzer haben ganz klar das Sagen. Was Gaulands Aussage angeht, so ist sie ja hinreichend analysiert und interpretiert worden. Es war mindestens ungeschickt und in grober Unkenntnis oder selektiver Deutung der deutschen Geschichte. Vielleicht war es aber auch bewusste Provokation und Relativierung. Die Aussagen einiger anderer prominenter AfDlerInnen sind ja bewusst so gewählt, dass man hinterher "Täter-Opfer-Umkehr" betreiben kann.

    Ich persönlich tue mich schwer damit, einer Person Respekt entgegenzubringen, die sich möglicherweise Thesen von Menschen, die keinen Respekt vor Menschenrechten haben, zu eigen machen oder zumindest den Anschein erwecken.

    Und jetzt schau Dir mal bei FB die geistigen Ergüsse der AfD-Wählerschaft an. Willst Du das allen Ernstes tolerieren oder respektieren? Es gibt Grenzen - und diese werden einerseits von der AfD-Klientel bewusst überschritten oder wahlweise immer weiter verschoben. Die AfD bedient sich ähnlicher Mittel wie die NSDAP vor der Machtübertragung - und einige Mitglieder wie Teile der Wählerschaft sprechen offen aus, dass sie Teile dessen, was die NSDAP früher verbrochen hat, wiederholen wollen. Sorry, aber da gibt es bei mir keine Toleranz, Tommi. Niemals.

    Sonst gerate ich eines Tages selbst ins Fadenkreuz als Deutscher mit sichtbarem Migrationshintergrund .

    Orientalisches Aussehen = Nicht Deutscher = möglicher Moslem = möglicher Messermann = möchte man nicht in seiner Nachbarschaft haben.

    Uninteressant dabei: Spricht besser Deutsch als die durchschnittliche AfD-Wählerschaft, hat in drei Fächern einen Hochschulabschluss, ist Beamter im ehemals höheren Dienst, meldet selbstverständlich seine Haushaltshilfe an.

    Oh, wenn hier auf gleiche Art und Weise gegen "Kapitalistenschweine" oder die "Bourgeoisie" oder ähnliches gehetzt würde, dann würden User, die so etwas von sich geben, sicherlich auch ganz schnell gesperrt. Das passiert hier aber faktisch nie. In der Regel kommen die Beiträge, die "Shitstorms" nach sich ziehen, aus der rechten Ecke.

    @Frosch

    Ja, wenn das in der von Dir beschriebenen Form organisiert und durchgeführt worden wäre, dann wäre ich bei Dir. Wurde es aber nicht. Wie gesagt, ein Wochenplan, gefühlt 30 Arbeitsblätter zu allen Fächern, teils mit neuen Inhalten, die nicht erklärt wurden, teils mit Inhalten abseits des Grundschullehrplans. Hätte ich es nicht selbst begleiten dürfen, dann hätte ich es nicht geglaubt.

    Der Erfolg des Distanzunterrichts - im Sinne von Lernerfolg - steht und fällt mit zwei Komponenten. Das eine ist die Lehrkraft und ihre digitale Kompetenz, das andere ist die vorhandene bzw. eingesetzte digitale Infrastruktur.

    Wir haben von entsprechende gut organisierten Angeboten bis hin zu "hier ist der Stapel mit 30 Arbeitsblättern für diese Woche - leg los" alles erlebt. Und selten war das Engagement der Lehrkraft so sichtbar und so entscheidend. Die Beobachtung, DASS Lehrkräfte die Möglichkeit hatten, ohne Konsequenzen faktisch völlig abzutauchen, fand ich schon krass. Und ebenso krass waren SchülerInnen, die monatelang faktisch nichts getan hatten und sich am Ende gewundert haben, dass sie entsprechende Noten bekamen.

    pepe

    Das hört solange nicht auf, bis auch die Letzten bemerken, dass sich jedes Kultusministerium und jedes Finanzministerium der Bundesländer, in denen noch nach A12 besoldet wird, ins Fäustchen lachen, weil viele Lehrkräfte jenseits der A12 nicht wissen, wie man Solidarität buchstabiert.

    Wenn bestimmte Aussagen/Thesen ein entsprechendes Maß an Redundanz erreichen und der Autor dieser Thesen auf entsprechende Gegenrede nicht eingehen kann oder will, muss er sich schon selbst fragen, ob er MIT jemandem reden möchte.

    Darüber gehen die Meinungen ja sehr auseinander. Es gibt die, die finden, man darf so ein Geschwätz in einem öffentlich einsehbaren Forum nicht unkommentiert stehenlassen und es gibt eben die Ignoranz-Fraktion. Ich würde mich gerne konsequent letzterer anschliessen. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, es ist noch blöder, wenn sich darüber nicht alle einig sind und ein paar dann eben doch wieder kommentieren. Und wenn Du findest, das ganze Hin und Her hier bringt eh nichts, kann man sich auch fragen, worüber man im realen Leben noch diskutieren soll. Ich las mal irgendwo, dass nichts so unverrückbar sei, wie die politische Meinung, die man sich in jungen Jahren mal gemacht hat. Also, worüber reden wir überhaupt noch?


    Wenn wir Diskussion als eine aktive Interaktion begreifen, bei dem ich auf das, was mein Gegenüber sagt, eingehe, dann diskutiere ich oft auch über politische Themen. Wenn ich jedoch merke, dass mein Gegenüber augenscheinlich unreflektiert auswendig gelernt anmutende Thesen verbreitet, dann verabschiede ich mich innerlich aus der Diskussion und führe mehr oder weniger noch ein zeitlich begrenztes "Rückzugsgespräch". Bei Menschen, die mir wichtig sind, lasse ich es ggf. auch auf eine heftigere Auseinandersetzung ankommen - bei allen anderen ist es mir weitgehend gleichgültig.

    Was die politische Meinung angeht, so trifft dies auf mich definitiv nicht zu. Was ich in jüngeren Jahren "strammer SPD-Wähler", so habe ich selbst gemerkt, dass ich in mehreren Bereichen konservativer geworden bin - das mag mit zunehmendem Alter und der Familiengründung und sicherlich auch der "Besitzstandswahrung" zu tun haben.

    Wenn man sich die eine oder andere politische Meinung so anhört, dann ist diese immer auch ein Spiegel des Bildungsgrads und des eigenen "Frustrationslevels". Bei den Schreihälsen auf FB und Konsorten ist das Verhältnis zwischen diesen beiden Größen ja offensichtlich.

    Faszinierend finde ich hier am Rande, dass die sozialen Netzwerke einerseits tatsächlich für eine Art "Waffengleichheit" zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten gesorgt haben. Einerseits.
    Andererseits kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie aus Kompensationsbedürfnis nun besonders heftig um sich ballern.

    Und wenn man die Diskussionen in den einschlägigen FB-Gruppen betrachtet, dann sind wir hier tatsächlich im Vergleich dazu noch im Paradies.

    Ein Forum ist so beschaffen, dass es keine Möglichkeit gibt, sein Gegenüber von einer Sache so zu überzeugen, dass er/sie das öffentlich eingesteht und ggf. sein/ihr Verhalten ändert. Wenn das dennoch ab und an hier vorkommt, fällt mir das besonders positiv auf - weil es eben unglaublich selten ist.

    Es wird nicht für verbale Entgleisungen um Entschuldigung gebeten - Schuld trägt alleine die EmpfängerInnenseite.
    Es wird nicht nachgegeben - man (frau) hat schließlich immer Recht.

    Man wird ja auch noch XYZ sagen dürfen - Meinungsfreiheit sei Dank. Eigentliche Botschaft: Ich will sagen dürfen, was ich will, ohne Gegenwind zu erhalten/ erzeugen.
    Und schließlich noch: Endlich habe ich durch soziale Netzwerke als kleine unbedeutende Wurst die Möglichkeit, mit den großen Hunden mitzupinkeln - und wenn ich das Bein nicht hoch genug bekomme, dann ist es meine Meinung (sic!), dass ich das doch schaffe. Wahlweise sind alle anderen total gemein - und schließlich sind "die da oben" für alles verantwortlich.

    Wer den "Niveauabstieg" in der Aufzählung des (oft unter)bewussten Kommunikationsverhaltens hier im Forum bemerkt hat, muss sich definitiv täuschen. :)

    Dieses Forum ist, was wir aktiv daraus machen. Ein Rechter (bzw. rechter Troll) läuft auch hier ins Leere, wenn man ihm konsequent mit Ignoranz begegnet. Beiträge, die gegen geltenden Gesetze oder die Forumsregeln verstoßen, bleiben hier ja nicht lange stehen. Aber die "legalen" Beiträge muss man nicht immer kommentieren oder aus der nichtrechten Position kontern. Das ist vergebene Liebesmüh in einem Forum. Und ja, in diesem Fall haben die Antwortenden eine Mitverantwortung. Der Troll fühlt sich bestätigt - er hat Macht - er treibt uns vor sich her. Im realen Leben würden wir alle von uns weisen, dies mit uns machen zu lassen. In diesem Forum funktioniert es jedoch ganz im Sinne der Trolle. Sie haben im wahrsten Sinn des Wortes ein Forum gefunden.

    PS: Meine Beitragszahlen trotz langer, langer Forumstätigkeit sind nicht so hoch wie bei anderen Usern, da ich mir immer häufiger den imaginären Schlag auf die Finger gebe und selbige stillhalte. Ja, es gibt viele Menschen, die im Internet Unrecht haben. Aber dafür bin ich nicht zuständig.

    Spontan würde ich sagen, dass Du im FSJ viel zu früh viel zu viel Verantwortung übernehmen durftest. Als FSJlerin warst Du ja vermutlich gerade einmal 20 Jahre oder so alt. Ich würde also nicht per se die Möglichkeit ausschließen, dass Du damals für diese Belastung noch zu jung warst.
    Gleichwohl hast Du ja für Dich Möglichkeiten gefunden, dem Stress ein bisschen zu entgehen.

    Einen unbestreitbaren Vorteil hatte Dein FSJ jedoch. Du hast im Grunde "alles mitgenommen" an Möglichkeiten (Freude, Erfüllung) und Risiken (beginnender Burnout, Stress bis ins Privatleben hinein), die der Beruf als Lehrkraft so mit sich bringt. Viele Lehrkräfte machen diese Erfahrungen erst, wenn sie im Referendariat sind, andere nach Antreten der vollen Stelle.

    Vor diesem Hintergrund und Deiner Reflexionsfähigkeit hast Du im Grunde ein paar "Trümpfe", die Dir auf einem potenziellen Weg ins Lehramt hilfreich sein können und werden.

    Nebenbei: Ich habe mich bis ich 25 Jahre alt war immer mit dem Gedanken geplagt, doch noch Musik zu studieren. Damals war ich im Hauptstudium mit meinen beiden anderen Fächern und verspürte eine tiefe Unzufriedenheit. Es war nicht klar, ob ich das alles schaffe, ob ich die Aufnahmeprüfung schaffe etc. etc. Aber ich habe diesem unbedingten Wunsch nicht entsagen können (und wollen). Heute bin ich unter anderem auch Musiklehrer und habe viele tolle Erfahrungen im musikalischen Bereich machen dürfen. Deine Gedanken um Stundenvorbereitungen etc. klingen ein wenig nach diesem Wunsch - in Deinem Fall eben Lehrerin zu werden.

    Mach es.

    Falls der Körper nicht mehr mitmacht gibt es Alternativen. Eine davon mache ich gerade, wobei ich wieder in den Schuldienst zurück möchte. Es gibt aber auch Wege aus dem aktiven Frontdienst heraus in die Schulverwaltung.

    Was konkret möglich ist und was nicht, kann Dir nur Deine für Dich zuständige Bezirksregierung (o.ä. je nach Bundesland) erläutern.

    Erkundige Dich mal nach einer Beurlaubung aus familienpolitischen Gründen - die kann man bekommen, bis das jüngste Kind 12 Jahre alt ist. Während dieser Beurlaubung ist auch eine Teilzeitbeschäftigung möglich - und man ist dabei relativ flexibel.

    Aus meiner Wahrnehmung ergibt sich folgendes Bild:

    Linke und AfD sind für mich aufgrund ihrer Ideologien unwählbar.

    Die SPD ist für mich nicht wählbar, weil sie einerseits an der Macht beteiligt sein möchte, andererseits aber ein innerparteiliches Problem mit selbiger hat - keine Partei hat so viele Vorsitzende in den letzten Jahren verschlissen wie die SPD. Sie wirkt irgendwie immer mehr wie aus der Zeit gefallen.

    Die FDP ist für mich DIE Lobbyisten und Klientelpartei - mithin unwählbar.

    Die Grünen haben einerseits ein paar gute Ideen für die Zukunft, scheitern aber daran, sie überzeugend (!) und konsensfähig zu verkaufen. Ich nehme sie trotz ihrer guten Ansätze auch als "Verbotspartei" wahr. Schwer wählbar.

    Die CDU wird zunehmend unwählbarer, weil sie zu lange im eigenen Saft gekocht hat und das Innehaben der Regierungsmacht als selbstverständlich ansieht. Sieben Jahre Opposition nach 16 Jahren Kohl waren womöglich zu wenig. Und Merkel hat es verstanden, seit 2005 jede innerparteiliche Konkurrenz rechtzeitig zu erkennen und zu neutralisieren. Laschet ist der MP meines Bundeslandes - sein Auftreten während der Corona-Pandemie war geprägt zwischen landespolitischen Notwendigkeiten und der Profilierung als Kanzlerkandidat. Das Ergebnis war - gelinde gesagt - in beiden Fällen wenig überzeugend.

    Wenn ich also im September zur Wahl gehe, habe ich das Gefühl, mich nur noch für das geringste Übel, aber nicht aktiv FÜR eine Partei entscheiden zu können. Das passt eigentlich nicht zu mir als im Kern optimistischen Menschen.

    Kommen wir nun zu einem anderen Aspekt:

    Als 1998 rot-grün an die Macht kam, war da eine Wechsel- und Aufbruchstimmung. Ich habe mich damals gefreut. Wenig später kam das Chaos von politischen Vorstößen, Dementi, neuen Vorstößen, neuen Dementi. Es fühlte sich so an, als wäre rot-grün damals letztlich an sich selbst gescheitert.

    2021 könnte nun erstmals schwarz-grün eine Option auf Bundesebene sein.
    Das kann nun schwarzer Filz mit grünem Aufbruchschaos werden - oder beide Parteien profitieren voneinander - wenn sie fähig und willens sind. Allein dazu fehlt mir der Glaube.

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