Hallo zusammen..
Ich habe gerade frisch mein Abitur gemacht und möchte gerne ein Lehramtsstudium beginnen. Da es mir sehr wichtig ist, Unterrichtsfächer zu studieren für die ich auch brenne (in meinem Fall Geschichte und Politik), habe ich speziell für NRW in Erfahrung gebracht, dass ich mit diesen Fächern eher in der Sekundarstufe 1 Chancen auf eine Einstellung habe. Grundsätzlich kann ich mir das auch sehr gut vorstellen. Ich frage mich allerdings, woran es liegt, dass für Haupt- Real- und Gesamtschule so wenig Interesse bei Studierenden besteht. Warum sind die anderen Schulformen so viel beliebter? Was sind die besonderen Herausforderungen in der Sekundarstufe 1? Sind Lehrer dort insgesamt unzufriedener? Ist die Belastung größer? Ich wäre sehr dankbar, für diesbezügliche Anmerkungen und Ratschläge. Vielen Dank 😊
Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Viele Studierende kommen selbst vom Gymnasium, so dass diese Schulform für sie erst einmal der Standard ist.
Die anderen Sek I Schulformen genießen nicht gerade den besten Ruf, was SchülerInnenschaft betrifft und bis vor kurzem auch noch, was die Besoldung betraf.
Um herauszufinden, ob eine nicht-gymnasiale Schulform in der Sek I etwas für Dich ist, empfehle ich ein Praktikum an einer entsprechenden Schule.
Was Deine Fächer betrifft, so würdest Du in NRW mit dieser Kombi an einer Sek I Schule, sofern Du dort eine Stelle bekommst, sehr viel Lerngruppen haben und mit der Kombination nur Nebenfächer unterrichten, die viele SchülerInnen nicht ernst nehmen.
Überlege Dir vor dem Studium, welche Schulform für Dich infrage kommt, da ein Wechsel nicht so ohne weiteres möglich ist.
Mittlerweile ist auch an Gymnasien je nach Lage eine "herausfordernde Klientel" angekommen, so dass die Schulform (und die Lage) natürlichein Indiz für den Grad der Herausforderung sein kann, jedoch nicht der alleinige Faktor ist.