Beiträge von Bolzbold

    Natürlich freue ich mich auch, dass ich dieses "Ziel", das ja keins mehr war, doch erreicht habe. Klingt widersprüchlich, ist es vielleicht auch.

    Irgendwann geht es nach dieser Zeit an die Schule zurück - und vermutlich müsste ich jetzt einen neuen Thread starten mit der Überschrift "Warum Schulleitung für mich kein Karriereziel mehr ist" - auf die Gefahr hin, dass ich - ohne das direkt zu verfolgen - dann in fünf Jahren doch dort lande. Dann lasse ich mich aber gerne hier im Forum dafür virtuell steinigen.
    (Ich bin jedoch mit meiner Frau verheiratet und meine Kinder stehen an erster Stelle - bei der Verabschiedung meines ersten Schulleiters wurde gesagt, er sei mit der Schule verheiratet gewesen. DAS kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.)

    Es waren keine vier Jahre und es ist nur die Stellvertretung.

    Ihr dürft mich aber dann wohl trotzdem ab dem neuen Schuljahr steinigen. Manchmal frage ich mich, wie solche Dinge passieren. Vielleicht frage ich mich aber auch besser nicht mehr. Es war doch ursprünglich kein Ziel mehr...

    Ausfall wegen Erkrankung ist neutral, d.h. es wird nicht von einem eventuellen Guthabenkonto abgezogen - das wäre ja noch schöner.

    Schau Dir die Modelle in anderen Arbeitsfeldern des ÖD an. Da gibt es reichlich Erfahrung. Das einzige, was die Länder unbedingt erreichen wollen werden, ist, dass es kein Minusgeschäft für sie wird. Und das wird vermutlich hässlich werden.

    Die Drohung mit dem Anwalt ist reines Säbelrasseln, um Dich einzuschüchtern. Umgekehrt sind Anwälte bei Ordnungsmaßnahmen in der Schule gar nicht beteiligt. Man darf sie sogar des Gebäudes verweisen, wenn sie bei einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz dabei sein wollen.

    Die Beleidigung, sofern sie überhaupt erfolgte, ändert ja auch nichts daran, was Du gesehen hast bzw. ändert nichts an dem Fehlverhalten des Kindes. Letzteres wäre ganz unabhängig von einer vorhandenen oder erlogenen Beleidigung zu sanktionieren.

    Für NRW spezifisch ist es ärgerlich, dass es für die Sek II kein zugelassenes Lehrwerk gibt. Wir nutzen zwar Connect als Steinbruch, aber anschaffen und austeilen können wir das Lehrwerk leider nicht. Auf meine Nachfrage bei den drei großen Verlagshäusern ist derzeit auch kein neues bilinguales Lehrwerk in der Pipeline und auch keine Zulassung von Connect für NRW geplant.

    Immerhin gibt es jetzt die Modulreihe "Changes", die als Materialsammlung durchaus brauchbar ist. In der Sek I ist "Exploring History" eingeführt - damit kann man ordentlich arbeiten.

    Mich würde interessieren, wie viele von euch bilingual unterrichten und generell welche Fächer an eurer Schule bilingual unterrichtet werden, insbesondere in den Bereichen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Wie ist euer Eindruck vom bilingualen Unterricht? Wo habt ihr eventuell auch Herausforderungen und Hürden gehabt? Welche Materialien und Ressourcen verwendet ihr für den bilingualen Unterricht und wie kommen diese bei SuS an?

    Ich unterrichte bili.
    Die klassischen Fächer in NRW sind dabei Biologie, Erdkunde und Geschichte, zum Teil auch Politk/SoWi.

    Material und Ressourcen gibt es über Verlage und über den Tausch mit KollegInnen. Die Materialien kommen genauso gut oder schlecht an wie die deutschen, wenn sie sprachlich entlastet sind.

    Ein Widerspruch, der mitunter angeführt wird, ist, das deutsche Geschichte auf Englisch unterrichtet wird. Das mutet erst einmal merkwürdig an. Gleichwohl findet man dann über authentische Quellen aus den USA oder Großbritannien auch noch einmal einen erweiterten Zugang zur geschichtlichen Perspektiven.

    Nun, dann weißt Du jetzt, dass jede Schulleitung froh ist, wenn jemand für seine Zusatztätigkeit möglichst wenig bis gar keine Entlastungsstunden erhält.


    Die einzigen, die überhaupt spürbare Entlastungsstunden erhalten, sind Schulleitung und Stellvertretung, weil diese einen eigenen (Leitungs)Topf haben. Daraus müssen sie aber auch einen Teil für die KoordinatorInnen abgeben - und, soweit sie bestimmte Aufgaben delegieren, ebenfalls dann an diese Personen.

    Meinem Kenntnisstand nach erhalten die Koordinatoren zwischen einer und fünf Entlastungsstunden - das ist von Schule zu Schule unterschiedlich.


    Meiner Meinung nach sollte das Gros der Entlastungsstunden an die KollegInnen gehen, die mit Korrekturen stark belastet sind - das neben dem vollen Deputat ohne Burnout zu erledigen, ist schon eine dickes Brett.

    Entlastungsstunden sind immer Verhandlungssache - gleichwohl bergen sie mitunter auch erhebliches Konfliktpotenzial, da es immer KollegInnen geben wird, die sich als besonders belastet erachten und daher einen Anspruch auf X Stunden erheben.

    Angesichts des oben geschilderten Zeitumfangs der Tätigkeit sollte man sich gut überlegen, ob man das mit einer Beförderung pauschal abgegolten haben möchte - dann dürfte die Legitimation der Entlastung schwieriger werden, oder ob man mit dem Verweis auf das Drangeben der Tätigkeit entsprechend mehr Entlastung bekommt.

    Klar muss aber sein, dass das Tischtuch oder wahlweise die Bettdecke immer chronisch zu klein sein werden und das Ganze dann eine Frage dessen ist, wer am stärksten dran zieht und gegenhält, wenn andere daran ziehen. Das kann die Atmosphäre in einem Kollegium nachhaltig und unwiderruflich vergiften. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.

    Ich meinte mit der Inverssuche eher mich als Dich. Wenn Du das Bild kanntest, dann bist Du, was das angeht, sehr bereist. Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die überhaupt wissen, wo Hyderabad liegt.

    Kann an anderen Schulformen oder in anderen Bundesländern aber natürlich anders sein. Und für mündliche Prüfungen ist der Fall wie gesagt natürlich sowieso anders gelagert, da prüfe ich dann natürlich auch zu Lektüren usw.

    Im Zeitalter der Poolaufgaben dürfte das nicht mehr so krass divergieren.

    Was Du darüber hinaus geschrieben hattest, skandiere ich schon seit Jahren, da ich nie verstanden habe, wieso meine LK-SchülerInnen immer so inhalts"geil" waren und Gott-weiß-was für Inhalte für das Englisch-Abitur gelernt haben. Dieses Jahr haben sie mich augenscheinlich ernst genommen - ich hatte noch nie vier 15-Punkte-Klausuren in einer Rutsche - und alle vier wurden von den KoreferentInnen bestätigt. (OK, aber die vier Prüflinge waren einschlägig benotet, wenngleich die Top-Note nicht zwingend zu erwarten war. Man darf sich ja nur sieben Fehlpunkte leisten von insgesamt 150 Punkten, um die 1+ auch wirklich zu erhalten.)

    Sollten wir nicht die Inverssuche von Bildern verbieten? Ansonsten ist das eigentlich relativ witzlos.

    Mein Foto hätte nicht zwingend Hyderabad sein müssen sondern hätte auch das Viertel Colaba in Mumbai sein können.

    Ist dir eigentlich bewusst, dass Russland ganz offiziell Europa als sein Interessenbereich sieht. Wäre es für dich denn ok, wenn wir später dein Bundesland zum Schutze russischer Interesse an Russland abtreten. Wir wollen nur den Frieden erhalten.

    Das hatten wir ja nach 1945 schon einmal...

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