Beiträge von Bolzbold

    Aha… wie gut dass das nicht DU entscheidest…

    Und ja… haben wir wie gesagt schon gemacht … bin ich nicht stolz drauf war aber ganz klar eine Geldentscheidung .. bei 15.000€ überlegt man halt …

    Das ist dann die klassische Täter-Opfer-Umkehr - quasi die Notwehr gegen den Staat, der ja Steuern haben möchte (von denen er unter anderem uns alimentiert, aber lassen wir das...)

    Die Frage ist, wo ich das überhaupt bei der Bez-Reg Köln machen kann mit der Beschwerde. Ich finde dazu nichts konkretes.

    Du reichst die Beschwerde bei der Abteilungsleitung ein - diese wird wohl wissen, wer das Ganze dann bearbeitet.

    Gleichwohl sollte man bedenken, dass, wenn zu viele Menschen gleichzeitig an einer zu kleinen Decke zerren, immer einige frieren müssen. Das hat chili ja anschaulich verdeutlicht.

    Die Klage oder auch die niedrigschwellige Beschwerde treffen obendrein leider immer die Falschen. Weder wird die Abteilungsleitung daraus konkrete Handlungsschritte ableiten, noch wird der/die RegierungspräsidentIn deswegen aktiv(er) werden.

    Mal eben so neue Leute einzustellen oder den "faulen MA" eins auf den Sack zu geben, funktioniert halt nicht. Innerhalb wie außerhalb des ÖD je nach Branche gleichermaßen.

    Nur mal für mich zum Verständnis:
    Wir sind hochnäsig, weil wir Dir sagen, dass Dein Vorgehen so nicht in Ordnung war und Du Dich besser vorbereiten sollst?
    Wir sind hochnäsig, weil wir nicht in dasselbe Horn wie Du tuten und skandieren, dass Noten nicht aussagekräftig sind?
    Wir sind hochnäsig, weil wir unsere Examina bestanden haben und wissen, wie es geht bzw. wie es nicht geht?
    Wir sind hochnäsig, weil wir, die wir in der Schule arbeiten, Dir dasselbe gesagt haben, was wir unseren SchülerInnen auch gesagt hätten?

    Gut, wenn das Deine Definition von hochnäsig ist, bin ich hochnäsig. Und dafür brauche ich mich nicht zu schämen.

    Allerdings muss ich auch eines sagen - und entschuldige mich im voraus für meine Offenheit: Wer aus dem Deutsch-Examen mit Bestnoten rausgeht, hat vermutlich großes Interesse am Fach und viel gelernt. Wer mit soliden Noten rausgeht, hat entweder großes Interesse am Fach ODER viel gelernt. Wer "gerade so" besteht, hat wahrscheinlich weder noch. Das ist fatal, auch für das spätere Unterrichten. Es wäre schade, wenn du dir eingestehen müsstest, dass du jahrelang die falschen Fächer studiert hast. In diesem Fall würde ich dir aber dringend raten, dir vor dem Antritt des Referendariats eine Alternative zu überlegen.

    Das kann ich unterstreichen. Auswendiglernen hätte mir auch nicht geholfen, dafür aber eine solide Vorbereitung, in der ich die Themen systematisch angehe und "verinnerliche". Dann kann ich auf Fragen flexibel reagieren.

    Dass das Staatsexamen nichts über die Kompetenzen aussagt, ist eine gefährliche Haltung. Für diejenigen, von denen man im Anschluss etwas, sagt es eben sehr wohl etwas aus. Es ist der in meinen Augen durchschaubare Versuch, das, woran man gescheitert ist, zu delegitimieren, um sein Scheitern schönzufärben.

    Hinsetzen - strukturiert lernen - und eben auch historische Grundpositionen kennen - dann wird das auch.

    Wegen etlicher Beispiele von Rufmord und Falschverurteilungen? Ich denke, das sind ausreichende Gründe, die MeeToo-Bewegung als unsäglich zu bezeichnen.

    Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Sexualvergehen aufgrund zum Teil immer noch vorhandener patriarchischer Strukturen bei Polizei und Strafverfolgung, sowie das gespaltene gesellschaftliche Klima, das einerseits endlich stärker zur Anzeige ermutigt (und zum "Nein"-Sagen), andererseits aber eben auch immer noch Vertuschung und Scham kennt, sollte hinreichend Grund sein, diese Bewegung eben nicht als unsäglich zu bezeichnen.

    Jedes Opfer ist eins zuviel - sowohl Opfer eines Rufmords als auch Opfer sexueller Belästigung, sexuellen Missbrauchs oder Vergewaltigung.
    Letztere dürften leider immer noch in der erschreckend erdrückenden Mehrheit sein. (Und wenn Männer sich in der Vergangenheit zu benehmen gewusst hätten, dann hätte es weder Anlass gegeben, sie berechtigterweise anzuzeigen, oder aber eben auch als unerwünschte Nebenwirkung unberechtigterweise anzuzeigen.)

    Ja, aber wenn es dich mal erwischen sollte, bist du erledigt und kannst auch direkt den Wohnort wechseln. Seit dieser unsäglichen meeToo-Bewegung und den ganzen Missbrauchsskandalen kann man sich als Mann sicherlich nicht mehr "normal" in der Schule bewegen. Es fängt schon damit an, dass es bei uns untersagt ist, den SuS die Hand zum Geburtstags-Beglückwünschen zu geben. Und das nicht erst seit Corona. Das ist doch völlig irre, wenn überall eine potentielle sexualisierte Übergriffigkeit vermutet wird. Ich habe da keinerlei Verständnis für und hüte mich vor allem, was mich nur im Entferntesten verdächtigen könnte. Wenn eine Gruppe Schülerinnen bauchfrei in Augenhöhe und mit weitem Ausschnitt vor meinem Pult steht, ist es gar nicht so leicht, in die korrekte Richtung zu schauen. Entweder aufs Pult, oder aus dem Fenster und tut so, als würde man nichts gesehen haben 🙈🙈

    Doch, kann man(n) (also sich frei bewegen.)

    Was die sexualisierte Übergriffigkeit angeht, gebe ich Dir Recht.

    Die Entwicklung hat meines Erachtens aber ihren Ursprung darin, dass wir jahrzehntelang genau das Gegenextrem hatten, d.h. dass sich beispielsweise Lehrkräfte lange keine Sorgen machen mussten, was Übergriffigkeiten unterhalb des Strafbaren oder im Graubereich desselben betraf, solange ihnen keine Affären mit SchülerInnen nachgewiesen werden konnte.
    Ich habe die Hoffnung, dass sich das mittelfristig einpendelt, d.h. dass Männer einerseits insgesamt sensibler sind und dass andererseits nicht hinter jedem individuell als nicht genehm empfundenen Verhalten reflexhaft ein sexuelles Fehlverhalten herausgelesen wird.

    Und natürlich, dass es künftig ausschließlich diejenigen "trifft", die sich falsch verhalten.

    Ich würde mir ferner wünschen, dass in Zweifelsfällen die unterschiedlichen Wahrnehmungen zwischen den Beteiligten ehrlich kommuniziert werden können, ohne deswegen Angst vor Kriminalisierung oder Bagatellisierung haben zu müssen.

    Ich wundere mich darüber, dass Eltern ihre Kinder bei diesen Temperaturen sparsamst bekleidet in die Schule schicken.

    Manche Eltern bekommen gar nicht mit, was Töchterchen unter der Jacke trägt. Manchen ist es gleichgültig.
    Und andere erachten das als die persönliche Freiheit eben jener Tochter (so wie die Tochter selbst übrigens auch.)

    Ich muss die Erkältung oder die Blasen- oder Nierenbeckenentzündung ja nicht bekommen und erleiden. Insofern kümmert es mich wenig.

    Wir leben in seltsamen Zeiten. Frauen und Mädchen kleiden sich in hautengen Glitzer-Leggins mit bauchfreiem Top. Wenn man sich als Mann kurz vor Weihnachten darüber verwundert die Augen reibt, wird sexuelle Belästigung unterstellt.

    Deswegen reibt man nur das innere Auge, denkt sich seinen Teil und schweigt dazu.

    Die jungen Mädchen sind in der Ausprobierphase und sich gerade in jüngeren Jahren der Wirkung ihres Outfits nicht vollständig bewusst.

    Dazu gehört eben auch, sich aufreizend zu kleiden und/oder durch seinen Kleidungsstil bewusst oder unbewusst dazu beizutragen, dass es zu einer entsprechenden Wahrnehmung kommt, gleichzeitig aber sich Blicke von nicht genehmen Personen (in der Regel "ältere Männer" wie wir männlichen Lehrkräfte) zu verbitten. Als Lehrkraft glotzt man selbstredend nicht, nimmt bestenfalls wahr, dass das vielleicht etwas kühl um diese Jahreszeit ist, denkt sich, dass die Mädchen das schon selbst wissen müssen, und geht seiner Wege.

    OK, offenbar gibt es ja auch über den Begriff "mündliche Mitarbeit" sehr unterschiedliche Auffassungen (auch wenn ich jetzt noch keine Beispiele dafür gehört habe, in unserem Kollegium ist es im wesentlichen die Häufigkeit des Sich-Meldens zusammen mit mit der Qualität der dann geäußerten Beiträge.)

    Ich denke daher, es ist einfacher, aus der anderen Richtung zu fragen, über die Definition von "Klausur" bzw. "Klassenarbeit" dürfte ja mehr Einigkeit bestehen...

    Ich werde also nachher mal mit einem neuen Thread mit klarer Frage

    "Wie groß ist in eurem Fach an Eurer Schule (Konferenzbeschluss) der Anteil der Klausur am der Zeugnisnote." zu versuchen, der Sache besser auf den Grund zu kommen.

    Wäre das besser?

    Nein, das ist insofern nicht besser, da letztlich in allen Ländern, in denen die Verordnungen keine prozentuale Quotelung vorsehen, das inverse Element (heißt das so?) gebildet wird. Wenn es heißt "ungefähr denselben Stellenwert" oder "werden angemessen berücksichtigt", dann erhältst Du für die Klausuren oder Klassenarbeiten keine verlässlicheren Werte.

    Du kannst dich noch so überkorrekt verhalten, gegen Schülerinnen, die dir was wollen, hast du keine Chance, sobald Gerüchte gestreut werden. Die Gefahr solcher Vorwürfe sind ein veritables Problem für männliche Kollegen, da man im Zweifel eher der Schülerin glaubt.

    Das sind aber glücklicherweise die wenigsten. In 20 Jahren habe ich das noch nicht erleben müssen. Die Ansätze davon hingegen schon - aber da betraf es dann auch mehrere Kollegen zwischen jung und alt, so dass man dann wusste, was davon zu halten war.

    Wenn die islamischen Kinder schulfrei zum Zuckerfest bekommen, kann ich dann als Protestant auf dem Reformationstag am 31. Oktober bestehen?

    Ich dachte alle Religionen sollen gleich behandelt werden.

    Das würde, wenn Du noch SchülerIn wärst, genauso über einen Antrag auf Beurlaubung laufen wie beim Zuckerfest. Die Muslime sind hier keinesfalls privilegiert. Aber vielleicht sind sie so schlau, eben diese Anträge zu stellen.

Werbung