Beiträge von Djino

    Was genau wird denn in Französisch, in Latein passieren?

    Zitat von Kerncurriculum Französisch in NDS

    Sowohl die Durchführung jahrgangsübergreifender Kurse desselben Niveaus als auch die Durchführung
    kombinierter Kurse (erhöhtes und grundlegendes Niveau eines Jahrgangs) sind möglich, wenn Kurse
    desselben Niveaus und Jahrgangs nicht eingerichtet werden können.

    Es ist ausgeschlossen, jahrgangsübergreifende und kombinierte Kurse in einem gemeinsamen Kurs
    zusammenzufassen.

    Da ist also viel erlaubt. Entweder eA für 12/13 zusammen. Oder gA/eA für einen Jahrgang (12 oder 13). Reicht vielleicht auch aus.

    In Französisch haben die Vorgaben durchaus anpassbare / durchführbare Themen:

    Ist also im gA weniger als im eA. Mein Vorschlag für Latein würde auch in Französisch funktionieren: gemeinsamer 3-stündiger Kurs für alle, zusätzlicher Kurs nur für eA (hier z.B. zur Récit).

    Warum sind die Vorgaben vielleicht anders? Vielleicht, weil eine lebendige, gesprochene Sprache doch noch mehr Aspekte hat als eine Sprache über die (statt: mit der) gesprochen wird.

    Keine Ahnung. Wenn du willst, dann versuche jetzt Einfluss zu nehmen in Hannover. Da wird gerade viel überarbeitet. Bei den KCs arbeiten auch immer "normale" LuL mit (z.B. die Gewerkschaften entsenden häufig eine Person in die Kommission).

    Es ist in der Tat so , dass gA 3 stündig ist und eA 5 stündig!!

    Wichtiger wäre doch die Frage, ob die Unterrichtsinhalte sehr verschieden sind. In manchen Fächern gibt es verschiedene Lektürevorgaben für eA und gA. Das scheint in Latein nicht zu sein.


    Stattdessen heißt es im KC:

    Zitat

    Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau unterscheiden sich von Kursen auf grundlegendem Anforderungsniveau durch einen höheren Grad wissenschaftspropädeutischer Systematik, Vertiefung und Reflexion auf einer breiteren Basis von Original- und Sekundärtexten.

    Der Unterricht könnte also vielleicht in drei Stunden sich um die Literatur etc. kümmern. In den zwei zusätzlichen Stunden pro Woche würde die Wissenschaftspropädeutik etc. stattfinden. Oder vielleicht auch ein ganz anderes, zusätzliches Thema behandelt werden. Gedacht als zwei gänzlich verschiedene/voneinander getrennte "Kurse": 3-stündiger Lateinkurs und 2-stündiger Vertiefungskurs (letzterer mit kleinerer Gruppengröße).

    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verwundert,, wie dieser Thread durch die Decke gegangen ist. Er war eigentlich nur als kleiner Nostalgieflash auf den damaligen Thread "Mikael gesperrt" gedacht.

    Vielleicht lag das bei dem "alten" Thread daran, dass der User damals (meinem Empfinden nach) deutlich kontroverser war. Und somit deutlich mehr Zustimmung zur Sperrung vorhanden war.

    Ich weiß nicht, warum Antimon gesperrt wurde (es geht mich auch nichts an und ich will es nicht wissen). Ich habe Antimons Beiträge (anders als die von Mikael...) zumeist auch gern gelesen.

    Ich habe großes Vertrauen in die Moderatoren, die hier immer wieder sehr aktiv sind. Gäbe es eine Fehlentscheidung, traue ich dem Team zu, dass es nach einer Diskussion / einer berechtigten, begründeten und vernünftigen Nachfrage auch eine Entscheidung revidieren würde.

    Jetzt mal im Ernst: Mir fiel beim Lesen dieses Threads auf, dass mir hier im Forum etwas fehlt, das ich aus anderen Foren kenne. Nämlich ein "geschützter" Mitgliederbereich, in dem die Threads nur von Stammuser*innen eingesehen werden können/zugänglich sind. In solch einem Bereich kann man also nur Beiträge lesen und selbst welche verfassen, wenn man x Beiträge geschrieben hat (in einem Forum, in dem ich aktiv bin, ist zusätzlich noch eine x-monatige Mitgliedschaft an den Zutritt zum Mitgliederbereich geknüpft).


    Solch ein Mitgliederbereich würde sich meiner Meinung nach gerade für Threads wie diesen anbieten, in dem es ja doch sehr "persönlich" wird (in dem Sinne, dass es um bestimmte Forumsmitglieder geht). Ich finde, Themen dieser Art müssen nicht unbedingt öffentlich einsehbar und von jeder/jedem, die/der "uneingeloggt" hier herumsurft, lesbar sein.

    Das Thema "geschützter Forumsbereich" wurde auch bereits in der Vergangenheit in diesem Forum diskutiert. Durch verschiedenste Mitglieder wurden auch gute Gegenargumente geschrieben (ich bin jetzt zu faul zum Suchen...).

    Ein Vorteil dieses Forums ist es doch, dass man als Lehrkraft (insbesondere als neue Lehrkraft) vielleicht erst mal still mitlesen und so eine tägliche "Fortbildung" machen kann. Und in alten Beiträgen recherchieren kann.

    Es ist immer noch ein Internetforum. Selbst wenn es einen "internen Bereich" gäbe. Alles, was wir hier schreiben, sollte mMn in der Regel soweit anonymisiert sein, dass nicht auf eine einzelne Person (ob Lehrkraft oder SuS) zurückgeschlossen werden kann. Und so professionell (wenn manchmal auch sicherlich persönlich - aber nicht persönlich angreifend!) formuliert sein, dass es für den Austausch in einem beruflichen Forum geeignet ist.

    Der Thread hier ist da sicherlich eine Ausnahme. Aber auch nicht der erste seiner Art. Diese Diskussionen mögen vielleicht was für einen internen Bereich sein. Und vielleicht die "Hilfen zur Rechtschreibung" (peinlich, wie man als Lehrkraft doch regelmäßig bei der Grammatik etc. daneben liegt). Darüber hinaus fällt mir kein Beispiel aus diesem Forum ein, dass einen internen Bereich benötigen würde.

    (PS: "Früher"TM gab es noch einen Lehrerforen-Chat, der freundlich-persönlicher werden konnte, aber, wenn ich mich richtig erinnere, nicht dauerhaft gespeichert wurde - war insofern vielleicht auch eine Art "interner Bereich".)

    Andere Frage:

    Wie absurd muss man hier formulieren, damit etwas nicht ernst genommen wird?

    Hey, wir sind Lehrer und lesen regelmäßig Klausuren. Das, was die "lieben Kleinen" da so an Kuriositäten schreiben, meinen die auch immer voll ernst.

    Schokobrownieeis!

    Ich habe da mal eine KI befragt. Erschreckend, wie präzise die da antwortet. Sogar den ersten Buchstaben des Namens hat sie richtig benannt. Und das Bild passt irgendwie auch fast ;)


    Stellen Sie sich eine Person vor, die gerne Schokobrownieeis isst. Wir nennen sie Charlotte. Charlotte ist eine Frau Mitte dreißig, die das Leben in vollen Zügen genießt – und das sieht man ihr auch an. Ihre Augen funkeln wie die Schokoladenstückchen in ihrem Lieblingseis, und ihr Lächeln ist so breit und einladend wie eine frisch geöffnete Eispackung.

    Aussehen

    Charlotte hat eine leicht rundliche Figur, was sie jedoch mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein trägt. Ihre Haare sind meist zu einem lockeren Dutt gebunden, aus dem sich ein paar widerspenstige Strähnen lösen – so ähnlich wie die Schokoladensauce, die sich manchmal aus dem Brownie löst und in das Eis fließt. Ihre Kleidung ist bequem und farbenfroh, oft mit einem Hauch von Retro-Charme. Sie liebt es, bunte Muster zu tragen, die so vielfältig sind wie die verschiedenen Geschmacksrichtungen in ihrem Eisbecher.

    Charaktereigenschaften

    Genussfreudig: Charlotte ist eine wahre Genießerin. Sie lässt sich keinen Bissen entgehen und kostet jede Sekunde aus, in der sie ihr Schokobrownieeis genießt. Ihre Freunde wissen, dass sie immer für ein spontanes Eis-Date zu haben ist.

    Optimistisch: Ihr Glas ist immer halb voll – oder besser gesagt, ihr Eisbecher ist immer halb voll. Charlotte findet in jeder Situation das Positive und lässt sich nicht so schnell unterkriegen.

    Gesellig: Sie liebt es, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ein gemütlicher Abend mit einem guten Film und einer großen Schüssel Schokobrownieeis ist für sie der Inbegriff von Glück.

    Kreativ: Charlotte hat eine kreative Ader. Sie liebt es, neue Rezepte auszuprobieren und ihre eigenen Eis-Kreationen zu entwickeln. Ihre Küche ist oft ein Experimentierfeld für neue Geschmackskombinationen.

    Großzügig: Sie teilt ihr Eis gerne mit anderen. Obwohl sie es liebt, hat sie immer ein paar Löffel übrig, um ihre Liebsten daran teilhaben zu lassen.

    Entspannt: Charlotte lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Sie weiß, dass das Leben zu kurz ist, um sich über Kleinigkeiten zu ärgern. Ein Löffel Schokobrownieeis hilft ihr, den Stress des Alltags zu vergessen.

    Ein typischer Tag

    Ein typischer Tag in Charlottes Leben beginnt mit einem Lächeln und einem Becher Kaffee. Nach einem entspannten Morgen geht sie ihrer Arbeit nach, die sie mit Leidenschaft und Hingabe erledigt. Am Nachmittag gönnt sie sich eine kleine Pause und genießt ihr erstes Eis des Tages – natürlich Schokobrownieeis. Abends trifft sie sich oft mit Freunden oder verbringt Zeit mit ihrer Familie, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Löffel Eis in der Hand.

    Ich habe ein Problem mit dieser Frage: "Haben Sie das Gefühl, dass Sie ausreichend geschult sind, um digitale Technologien effektiv zu nutzen?"

    Geschult? Nein. Solche Fortbildungen gibt es nicht. Da gibt es immer wieder mal "Anfängerfortbildungen". Aber sobald es an fortgeschrittenere Themen geht, gibt es nichts. Jede einzelne Fortbildung , die ich zu dem Thema besucht habe, war nicht "brauchbar". Manchmal hat dann auch das "Publikum" (nicht nur ich) übernommen einiges mehr an Informationen, Hintergründen, Materialien etc. geliefert.

    Könnte ich schulen? Sicherlich. Die meisten KuKs kommen (u.a.) zu mir, wenn sie Hilfe mit Geräten oder Tipps zu digitalen Tools oder ... benötigen.

    Habe ich Schulungsbedarf? Sicherlich auch. Das hat wohl was mit Dunning-Kruger zu tun...

    Ich habe mich in der Antwort dann einfach für die Mitte entschieden.


    Noch ein Problem: "Was ist Ihr höchster Bildungsabschluss?" Da fehlt das Staatsexamen...

    Bereits erwähnt wurde als Problem, dass ein genauer Wohnort erzwungen wird. Da wird es hoffentlich keine ehrlichen Antworten geben.

    Wenn man Stundenkontingente, Entlastungsstunden etc. betrachtet, muss man auch immer die weiteren Rahmenbedingungen betrachten.

    Das ist ein Problem, das man auch immer wieder hat, wenn z.B. die Medien oder Politiker vergleichen, dass eine Gymnasiallehrkraft in NRW ein höheres Stundendeputat hat als eine vergleichbare Lehrkraft in NDS. Die Ausgangszahlen sind unterschiedlich. Die Zahlen der Entlastungsstunden, die einer Schule zur Verfügung stehen, die pauschal Lehrkräften zugewiesen werden, ebenfalls.

    Ähnlich ist es, wenn man die "Arbeitsbelastung", den Verdienst von Lehrkräften in Deutschland und im Ausland vergleicht. Da muss man sehr genau die verglichenen Systeme kennen, um zu wissen, wo es vielleicht zusätzlich zum "Arbeitslohn" Essensgutscheine bei Nachmittagsveranstaltungen (Dienstbesprechungen) in der Schule, tägliche zusätzliche beträchtliche Verdienste bei der Begleitung von Klassen- und Auslandsfahrten etc. gibt.

    "Gut" an der Fragestellung hier ist zumindest die differenzierte Frage nach Besoldungsstufe, Schulform und Funktion. Denn "Koordination" ist etwas, was jemand als ganz normale, nicht beförderte Lehrkraft für einen Bereich übernehmen könnte (ist unglücklich in der Wortwahl, da Missverständnisse möglich sind, kommt aber vor, z.B. "Europa-Koordinator"). Ohne Beförderung gibt es vielleicht Entlastungsstunden für diese Aufgabe. Ist jemand im ersten Beförderungsamt, dann gibt es vielleicht keine Stunden mehr, stattdessen eben etwas mehr Geld. Vergleiche sind also immer schwierig.

    Was im Bildungsplan steht muss man doch unterrichten können und wenn nicht, ab in die nächste Fortbildung!

    Das ist im Fachbereich Sport sicherlich anders. Da stehen ja auch Surfen, Segelfliegen und Skifahren im Plan. Und vieles anderes. Das kann man nicht alles selber können - und nicht für alles den notwendigen "Schein" zum Unterrichten haben.

    Wenn ich im Studium bei Göte nicht aufgepasst habe, ist das ungünstig. Habe ich beim Schwimmen nicht aufgepasst / kenne die Sicherheitsregeln nicht, kann das deutlich schwerwiegendere Folgen haben.

    Und genau deshalb ist ein Tanzkurs für 30 Euro in der Schule sicherlich eine gute Idee, weil er allen die Möglichkeit bietet ihn zu besuchen (oder sie sogar dazu verpflichtet) und er nicht das viele Geld kostet, wie außerhalb der Schule.

    Wenn das als möglicher Sportkurs angeboten wird. Dieser freiwillig gewählt werden kann. Allen bei der Wahl bewusst ist, dass sie hierfür bezahlen müssen. Andere kostenlose Angebote zur Verfügung stehen (in ausreichender Anzahl).

    Dann könnte das durchaus eine gute Idee sein.

    Zur Vorbereitung des Abiballs (für eine kurze "Showeinlage") trainieren manche Jahrgänge nachmittags tatsächlich über einige Tage freiwillig. Das ganze stattdessen vorbereitet in einem Sportkurs im letzten Halbjahr könnte durchaus hilfreich sein.

    Zum Thema Geld noch ein weiteres Argument: Der Tanzkurs muss sicherlich zu Beginn des Halbjahres bezahlt werden (30 Euro). Zudem angeschafft werden die Pflichtlektüren in Deutsch und der Fremdsprache (insgesamt 20 Euro?). Die Arbeits-/ Themenhefte in Geschichte, PoWi, Erdkunde, Religion ... (weitere 20 Euro?). Das läppert sich zu dem Zeitpunkt beträchtlich. Hinzu kommen ggf. die bereits benannten Kosten für "Kultur". Und sicherlich für das Abitur, wenn man an Feiern etc. teilnehmen möchte.

    Pädagogische Konferenzen sind bei uns Anfang Mai, damit einhergehend die Versetzungswarnungen.

    Hm, die Versetzungswarnungen heißen manchmal auch "Aprilwarnungen", weil sie bei den Erziehungsberechtigten spätestens am 30. April eingehen sollen.

    Es gibt dann noch einen weniger bekannten Nachwarntermin, der laut Erlass 6 Wochen vor den Sommerferien liegt. Genutzt werden soll der für die Fälle, bei denen sich unerwartet eine Leistungsverschlechterung nach dem Apriltermin eingestellt hat.

    Und ich sehe es so:
    Ein Absolvent der Hauptschule, der wegen einer 5 in Religion (zusätzlich zu 5 in Mathe und Englisch und ohne Ausgleich) eine "Ehrenrunde" dreht, zeigt Schulunlust. Er kommt ein Jahr später in den Beruf und wird sich bei einer Wiederholung im folgenden Jahr nicht unwesentlich verbessern - vermutlich sogar zur Belastung der Klasse, in die er geworfen wird - oder zum Schulabbrecher. Er hätte bereits in der GS oder zu Beginn der HS in eine Förderschule umgeschult werden müssen.
    Da sehe ich ihn lieber mit Abschluss in einer Metzger-, Maurer- oder Gipserlehre, in der er sein eigenes Geld verdient, Sozialabgaben bezahlt und seinen Lebensunterhalt verdient. Falls irgendwann der Schalter kippt, kann er über den Meisterbrief immer noch zum Studium an die Uni und Bauingenieur werden oder den eigenen betrieb führen.

    Für viele Bereiche würde ich ein "Like" verteilen. Denn es gibt viele Wege in eine Ausbildung, einen Beruf, ein Studium. Manchmal eben mit Umweg. Oder besser gesagt: mit mehr Zeit, individuelleren und passenderen Wegen.

    Eine Umschulung an eine Förderschule aufgrund von Schulunlust zum Beginn der 5. Klasse halte ich (aus meiner Perspektive) im Allgemeinen für unangemessen. [Andererseits ist eine 5 in Religion bzw. Ethik / Werte und Normen / Philosophie / ... oftmals ein Ausdruck von Faulheit. Wie übrigens auch in Englisch (oder Latein), wo man mit Vokabellernen viel bewirken könnte (zumindest eine 5 in niedrigeren Jahrgängen verhindern könnte).]

    In "meinem Bundesland" könnte ein solcher Schüler nach der Hauptschule (ohne Abschluss) statt einer Wiederholung auch an eine BBS wechseln und dort in einem entsprechendem Bildungsgang den Hauptschulabschluss erwerben. Dann sich bei Interesse zu höherwertigen Schulabschlüssen "hocharbeiten". Oder eben eine betriebliche Ausbildung (mit Berufsschulpflicht) absolvieren.

    [PS: Ich schreibe natürlich aus der Perspektive Gymnasium. Andererseits haben wir am Gymnasium durchaus schon SuS als Wechsler von der Realschule, Hauptschule, Gesamtschule aufgenommen. Und (erfolgreich!) auch von der Förderschule.]

    Danke, aber ich finde das nicht humaner als in NRW zum Gegenteil. Es sind zweimal in gleichwertigen Fächern Note 3 notwendig. (Nur mit Vieren und einmal 5 ist es bei euch auch eine Versetzung nicht einfach möglich.)

    Ähm, nein, das ist ein Missverständnis.

    Einmal die Note 5, der Rest 4 => versetzt ohne weitere Diskussion.

    Der gesamte beschriebene "Prozess" startet erst dann, wenn SuS 2x Note 5 haben (und einen eventuell möglichen Ausgleich).

    Interessehalber, welche Bundesländer sind humaner?

    In NDS ist eine Versetzung mit 2x Note 5 (oder 1x Note 6) möglich.

    Voraussetzung: Es gibt zwei gleichwertige Ausgleichsfächer mit mindestens Note 3. UND: Die den Schüler unterrichtenden Lehrkräfte stimmen einer Versetzung zu. Es muss geprüft werden, ob eine erfolgreiche Mitarbeit im nächsthöheren Schuljahrgang zu erwarten ist. Der Ausgleich ist somit kein Automatismus, wird durchaus immer wieder verweigert. ("Gleichwertige" Fächer sind EN, DE, MA, 2. Fremdsprache untereinander; die zweistündigen Fächer untereinander. Man kann also z.B. nicht Latein mit Kunst ausgleichen.)

    Ist die Versetzung mit Ausgleichsregelung nicht möglich, dann wird geprüft, ob eine Nachprüfung zulässig ist. Zum Beispiel: Nichtversetzung aufgrund von max. 2x Note 5. Bisher (Jahrgang 5-9) noch keine Nachprüfung durchgeführt (nur eine ist zulässig). Maximal möglich bis Jahrgang 9 (nicht 10). Keine mehrfach wiederholten nicht ausreichende Leistungen auf den Zeugnissen in den "schlechten" Fächern. Dann wird abgestimmt, ob eine Nachprüfung ermöglicht werden soll. Ggf. wird das Fach der Nachprüfung festgelegt (Prüfung nur in einem der zwei Fächer). Die Erziehungsberechtigten müssen der Nachprüfung zustimmen. Die Nachprüfung besteht aus einem schriftlichen Teil (aka Klassenarbeit) und einer mündlichen Prüfung. Wird schon der schriftliche Teil nicht bestanden (Note 5/6), dann findet der mündliche Teil nicht statt. Nachträgliche Versetzung nur dann, wenn beide Teile mindestens ausreichend sind.

    Erfahrungswert: Manche nutzen die Zeit über die Sommerferien, um zum Ende derselbigen in der Nachprüfung zu bestehen. Andere nicht.

    In dem gesamten "Prozess" sind immer wieder verschiedene "Schranken" eingebaut. Es ist also kein "Verschenken" einer Versetzung. Sondern tatsächlich ein Abwägen. Und ggf. eine Motivation, sich doch endlich mit den Lerninhalten auseinanderzusetzen, um im folgenden Schuljahr erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können.

    Beim Vergleich der verschiedenen Bundesländer vielleicht auch beachten: In NDS werden in allen Fächern (außer Sport) schriftlich Klassenarbeiten geschrieben. Ich weiß, dass es in manchen BLs in "Nebenfächern" keine KAs gibt. Da kann vielleicht leichter der Eindruck entstehen, dass SuS durch strategisches "Labern" die Note 4 erreichen können. Werden Arbeiten geschrieben, dann hat man das Versagen den Entwicklungsbedarf "blau auf weiß".

    Wäre das wirklich auch dann so, auch wenn alle Zahlenden zum Beispiel ein Bändchen ums Handgelenk bekämen, und die nicht-zahlenden Lehrer nicht, und diese dann zur Zeugnisübergabe anwesend sind, aber keine "Buffett-Berechtigung" haben?

    Ich meine nur, wenn den Schülern die Anwesenheit der Lehrer wichtig ist, dann müssten doch Möglichkeiten gefunden werden können.

    Was bisher wenig Erwähnung gefunden hat: Über den Preis wird nicht nur das Buffet finanziert. Sondern auch die Location. Der DJ. Der Fotograf. Andere Aktivitäten, die im Vorfeld des Abiturs stattgefunden haben.

    Vielleicht sogar: Geschenke an die ehemaligen(!) Lehrkräfte für die Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren. Wobei manch ein Jahrgang das vielleicht auch nutzt für eine sehr peinliche "Abrechnung" und deshalb z.B. einen Kaktus oder Kondome oder ... verschenkt (mit entsprechender persönlich verletzender Kommentierung).

    Aber unsere Schüler wünschen sich einen festlichen Rahmen, sie hätten lieber wie früher ein 3-Gänge-Menu.

    Offtopic: Da fällt mir ein: Wir hatten früher hier im Forum doch mal einen Thread zu Ohrwürmern.

    Die Rolling Stones hatten schon vor vielen vielen Jahren eine Antwort auch "ich hätte lieber":

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    Tja, mag es in deinem Bundesland geben, hier leider nicht, alleine die Disko neulich hat mit der GEMA-Abgabe und der Abgabe an die Technik (50 Euro für Techniknutzung) fast den kompletten Eintritt wieder aufgefressen. Damit aber damit unter anderem die Lehrerkarten finanziert werden konnten hat die ca. 150 Euro GEMA der Förderverein übernommen.

    Das Zitat, auf das ich mich bezog, sprach von einer reinen, schulischen Zeugnisübergabe. Die Party sollte ohne Lehrer, ohne Eltern stattfinden.

    Bei der feierlichen Zeugnisübergabe in der Schule mit ganz klarem Rahmen über drei Stunden (Reden, Theaterstücke, Auftritt Chor oder klassische Solomusik am Klavier) kommt das eher nicht zum Tragen.

    Für schulische Veranstaltungen im GEMA-Rahmenvertrag gibt es eine Grenze, wie viel Eintritt erhoben werden darf. Nimmt man mehr Eintritt, dann gilt der Rahmenvertrag nicht mehr. Es lohnt sich also, vorab zu klären, wie sich evtl. GEMA-Gebühren im Vergleich zum Eintritt entwickeln. [Aus der sehr schwammigen Erinnerung heraus: Eintritt für z.B. Konzert der Schulbands unter 2,96 € => keine zusätzlichen GEMA-Gebühren. Darüber: gebührenpflichtig. Man nimmt also nur 2,5 € Eintritt und hat dies somit zu 100%. Ist natürlich von verschiedensten Rahmenbedingungen abhängig.]

    Das Problem ist ja nicht, in einem einzelnen Fach mal ein Auge zuzudrücken. Problematisch ist es, wenn das 5 Kollegen machen. Und nicht einmal, sondern über Jahre. Und nicht bei einem Schüler, sondern 5 oder 8 oder ... pro Klasse.

    Wichtig ist an dieser Stelle die langfristige Kommunikation zwischen allen (oder fast allen) Fachlehrkräften einer Klasse. Vielleicht ungefähr zu Ostern? Damit alle einen Blick haben auf die "Problemfälle" - und diese ggf. sogar fördern / anspornen können, damit sie noch eine ehrliche (wenn auch knappe) Versetzung erarbeiten können. Für die Kolleg*innen sich andererseits vielleicht aber auch angebliche Problemfälle relativieren. Z.B. ist ein SuS in einem Fach bei der Klassenlehrkraft eine "Vollkatastrophe" - und so in der Kommunikation immer dargestellt. In vielen anderen Fächern aber unterrichtstragend und vorbildlich. (Das ist kein theoretisches Beispiel, sondern genau so erlebt).

    Eine solche pädagogische Dienstbesprechung verhindert auch, dass SuS versuchen, jede einzelne Fachlehrkraft zu manipulieren ("In allen anderen Fächern habe ich [nicht wirklich, aber so die Behauptung] ausreichende Leistungen. Bitte geben Sie mir noch [diese Note], damit ich versetzt werden kann. Ich weiß jetzt, wie ich in Zukunft arbeiten muss. Ich werde mich ändern, versprochen.")

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