Beiträge von Susannea

    Kann es sein, dass das vielleicht alles nicht bundesweit einheitlich geregelt ist, sondern jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht?

    Das ist möglich, aber eigentlich sollte es dadurch ja vereinheitlicht werden.

    Ah, ok. Das war mir jetzt neu. Man braucht also am Ende trotzdem wieder einen "Staatsexamen-Abschluss", man kann nicht alleine einfach mit einem Master of Education in den Lehrberuf starten?

    Dann frage ich mich, wieso wurde bzw wird das Staatsexamen dann überhaupt abgeschafft und durch die neue Studienordnung ersetzt, wenn man am Ende dann doch wieder ein Staatsexamen daraus basteln muss? Das ergibt ja irgendwie nicht ganz so viel Sinn.

    Das frage ich mich schon lange, hängt aber vermutlich auch damit zusammen, dass der Abschluss eben nach dem Ref das 2. StEx ist und deshalb braucht man vermutlich ein 1.StEx.

    Die eigentliche Frage an euch ist nun allerdings: macht es denn einen Unterschied, ob Staatsexamen-Abschluss oder Master-of-Education-Abschluss?

    Ja, macht es. Bei dem Master hast du eine Rennerei mehr, du musst den nämlich als Staatsexamen anerkennen lassen, zumidnest ist das hier so und wir haben auch bei der Bewerbung in Berlin dann gleich eine Anerkennungsbescheinigung für andere Bundesländer erhalten.

    Als die neue Prüfungsordnung noch ganz neu war, gingen teilweise Gerüchte rum, dass man ohne Staatsexamen ja in BaWü kein Anrecht mehr auf einen Referendariatsplatz mehr hätte, beim Staatsexamen wäre das nämlich noch so, unabhängig der Uni-Abschlussnote. Aber auch hier haben mir bereits mehrere Instanzen gesagt, dass es noch gar nicht sicher sei, ob das beim neuen Studiengang nicht einfach ebenso weiterhin gehandhabt werden wird.

    Da es eh als Staatsexamen anerkannt werden muss, ist dann wieder alles beim Alten ;)

    Macht das einen grundsätzlichen Unterschied wenn's im Rest der Republik gang und gäbe ist?

    Ja, macht es, weil eben die Religionslehrer, die damit ja nicht beim Staat beschäftigt sind die kirchlichen Symbole tragen dürfen. Also eine Frau, die Islamunterricht gibt, darf mit Kopftuch erscheinen, die Deutschlehrerin aber nicht.
    Das sagt jedenfalls die Berliner AV dazu ;)
    Zumal das eben auch die Bundesländer sind, wo man kein Lehramt mit Religion studieren kann.

    Jupp ... und eben auch, wenn sie Kirchenbeamtin ist. Der deutsche Staat bezahlt also auch dafür, dass Lehrpersonen ganz speziell katholische oder evangelische Werte vermitteln.

    Äh nein nicht überall, die katholischen Religionslehrer in Berlin und Brandenburg werden von der katholischen Kirche bezahlt, die evangelischen von der evangelischen, der Islamlehrer von denen usw.

    Ich mag es prinzipiell nicht, wenn im Klassenzimmer irgendwer irgendwas auf dem Hirn hat und lasse alle Mützen und Capies ablegen. Kopftuch gibt es ja in der GS noch nicht.

    Naja, Caps lasse ich auch absetzen und Mützen auch, bei Kopftüchern geht das nicht und wie gesagt, die werden bei uns schon in Klasse 1/2 getragen.
    Aber die Schüler dürfen das eben im Gegensatz zu den Lehrern auch.

    Zum Glück sieht das Bundesverfassungsgericht das anders. Da ist es nämlich sehr wohl entscheidend was die Trägerin damit assoziiert. Die Behauptung Kopftuchträgerinnen würden im Widerspruch zum GG stehen, muss natürlich im jeden einzelnen Fall bewiesen werden.

    Wie soll das denn gehen? Wie gesagt, Berlin hat es ganz einfach gemacht und eine AV erlassen, wonach keines der Symbole für irgendjemanden erlaubt ist, der als staatlicher Angestellter/Beamter in der Schule tätig ist.

    Das Herkunftsland scheint auch eine Rolle zu spielen - die Kopftuchträgerinnen sind meist türkischer Herkunft, bei anderen Herkunftsländern (Tunesien, Albanien, Ägypten, Libanon, Jordanien...) ist das auch eher selten der Fall.
    Ach ja... Grundlage: Meine Beobachtungen aus dem Ruhrpott, mitten in NRW. Migrantenanteil: ziemlich hoch.

    Naja, da wir ja über 50% der Migranten aus der Türkei oder Arabischen Ländern haben, ist das bei uns eindeutig anders.
    Anteil von nicht Mitgranten an der Schule bei vielleicht 10% ;)

    Ich kann ja meine Kollegen bitten mir bei den Sprachstandserhebungen zu markieren, welche Mütter ohne Kopftuch kommen. Ich hatte bisher erst eine dabei bei den neuen Schulanfängern.

    Ich hab kein Problem damit, soll doch jeder tragen was er will. Ob jemand aus religiösen Gründen ein Kopftuch trägt, oder weil sie nach einer Chemotherapie keine Haare mehr hat ist mir ehrlich egal. Wenn man es mit Überzeugung macht. Aber dann müssen auch Kreuze, Kippas etc akzeptiert werden.

    Wenn man religiöse Symbole/ Kleidung allerdings verbieten will, dann auch die aller Religionen. Hab ich auch kein Problem mit. Das sagt ja nichts über die Lehrenden oder die Lernenden aus. Wenn aber verbieten, dann für alle, Schüler und Lehrer.

    So wird es ja in Berlin gehandhabt, es sind keinerlei Dinge der Art bei staatlichen Lehrern erlaubt, bei Religionslehrern hingegen schon.
    Ich darf also die Kette, die ein Erbstück meiner Großmutter ist, mit dem Kreuz nicht sichtbar tragen, die Religionslehrerin, die sie klar als Glaubenssymbol nutzt, aber schon!

    Nein, erstmalig ist das nicht - jedenfalls nicht die generelle Teilnahme. Allerdings weiß ich nicht, ob die SuS erstmalig verpflichtet wurden. Und das mit der Benotung ist mir auch neu, was aber nicht heißt, dass es vorher schon war.
    Der Wiederholungsfall macht die Sache aber nicht rechtmäßig, wenn sie es vorher nicht schon war. Und genau das wüsste ich halt gern.

    Naja, es muss ja eine Lösung geben, wenn jemand nicht da ist. Die Frage ist doch nur, welche Entschuldigungen gelten. Und es darf niemand fehlen, kann es ja nicht geben, denn krank kann man immer sein. Ich finde es bisher doch recht eindeutig, der Schulleiter kann solche Termine festlegen und das hat er scheinbar gemacht. Und der Schulleiter kann auch Schüler beurlauben ;)

    Es handelt sich um einen "Volkslauf".
    Die SuS müssen teilnehmen; es wird eine reguläre Note gegeben. Insofern spricht einiges für O. Meiers Annahme, dass es sich also nicht um eine außerunterrrichtliche Schulveranstaltung, sondern um Unterricht handelt.
    Mich wundert, dass dieser Fall für NRW tatsächlich nicht eindeutig geregelt zu sein scheint (es sei denn, §8 Abs. 1 SchulG käme hier zur Anwendung). Und es fuchst mich immer noch. :sauer: ;)
    Wie lange die SuS im Vorhinein informiert waren, weiß ich nicht genau - ein paar Wochen waren es auf jeden Fall. Es gab aber nicht wie etwa bei Theaterkursen die Möglichkeit, einen anderen Kurs zu wählen. Die Teilnahmepflicht betrifft sämtliche SuS der Sportkurse der Jahrgangsstufe.

    Ist denn das erstmalig? Oder ist bekannt, dass sie Sportkurse da immer dran teilnehmen? Dann hätte man sich ja zumindest rechtzeitig darum kümmern können, wenn man nicht kann.

    In Berlin darf ab KLasse 5 im Bezirk angefangen werden, d.h. ich lasse die Kidner alleine zur Schwimmhalle kommen und sie gehen von dort nach Hause. Das haben die Eltern unterschrieben.

    In Brandenburg ist es ähnlich. Ich wollte ja schon einmal, dass sie in Klasse 5 zur Schule gehen und nicht am Bahnhof entlassen werden, das Schulgesetz gibt es aber her, wenn sie die Schüler für reif genug halten (was ich anzweifle, aber gut), am Bahnhof zu entlassen.

    die dürfen deine Schwangerschaft eigentlich nicht als Hinderungsgrund nehmen sonst kannst du nach dem AGG klagen. Wie das in der Praxis aussieht weiss ich nicht. Ich kenne aber einen Fall bei dem eine Verbeamtung stattfand in dem die Betroffene zwei Wochen später in Mutterschutz ging. Sie hatte hochschwanger eine Listenstelle ergattert und fing dann erst ein Jahr später an der Schule an

    Ich kenne leider den Fall, wo wirklich das ganze dann nur mit Klage ging bis die Verbeamtungsurkunde kam, Zusage zur Verbeamtung war vorher sogar schriftlich da.

    Also eigentlich ist der Fall klar, in der Praxis ist es leider manchmal nicht so. Ich würde also so lange wir möglich den Mund halten und gucken, was kommt.
    Und jetzt soll mir keiner mit der Moral kommen, wenn der AG moralisch vertretbar handeln würde, dann müsste man da gar nicht den Mund halten.

    In der GKV berechnen sie den vollen Beitrag, das müssten ca. 180 Euro im Monat pro Kind sein. Dein Mann verdient mehr als du und über der Beitragsbemessungsgrenze?

    Mein Mann ist in der PKV aber ohne Beihilfe. Die Kinder müssen also so oder so unabhängig von mir in die PKV denn wenn ich freiwillig in der GKV bleibe zwingt diese sie aufgrund der PKV und des Einkommens meines Mannes in die Private.

    Dazu zwingen sie sie nie, nur zur eigenen Versicherung, welche dies aber ist, entscheidet ihr.

    Ich glaube aber, das war gar nicht die Frage. Ich habe es so verstanden, dass sie jetzt schon wieder an ihrer alten Schule ist und es nur darum geht, dass sie nächstes Jahr unbedingt eine Klassenleitung möchte, oder? Ich fürchte allerdings, darauf hat man kein "Anrecht". Nun bin ich nicht in Hessen, aber ich kenne es nur so, dass man zwar Wünsche äußern kann, wie man eingesetzt wird, aber merh auch nicht.

    Ich verstehe das aber eher so, dass sie Angst hat, dass sie bei Überhang gehen muss. Und das kann ja eigentlich nicht sein, wenn noch jemand da ist, der der Schule gar nicht zugehört.

    Bei uns in NRW gilt: Wenn man am 1. Geb. seines Kindes wieder kommt, hat man ein Anrecht darauf an seine alte Schule zurück zu kommen. Versuch dich mal zu erkundigen, ob es eine solche Regelung auch bei euch gibt. (ggf. Seiten der Gewerkschaften, Stichwort Elternzeit)

    Das ist wirklich total unterschiedlich, in Berlin und Brandenburg z.B. bist du immer der Schule zugeordnet, wo du vor der Elternzeit warst, wenn du nicht versetzt wurdest. Da musst die TE also wirklich mal gucken, was es für ihr Bundesland gibt. Aber die Dame scheint ja eben auch nicht der Schule zuzugehören.

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