Beiträge von Susannea

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich das verstehe. was bedeutet, dass man mehr habe? Meinst du, dass man als Lehrer seine Arbeit nicht mit 40h/Woche erledigt bekommt? Dann ist der Arbeitsumfang wohl systematisch zu hoch. Oder anders: man hat falsch geplant, es fehlt Personal.

    Häh?

    Ups, das passiert, wenn man noch nachträglich was einfügt, ohne es zu lesen. Gehört in den anderen Thread :autsch:

    Und klar ist es deutlich zu wenig Personal und genau darum geht es doch, man bekommt die Arbeit nicht in der Zeit erledigt und macht damit noch mehr Überstunden als eh schon, weil man sie z.T: gar nicht effektiv nutzen kann.

    Also ich würde anbeißen!

    Aber was ist eigentlich mit Teilzeitkräften? Von wann bis wann haben die denn ihre Kernzeit?

    Wie gesagt, an der genannten Schule genauso wie Vollzeitkräfte und das zeigt ja, wie unsinnig es ist.

    Geschichte ist ein kleiner Teil des Heimat- und Sachunterrichts in der Grundschule. Kann mir schwer vorstellen, dass in Berlin Geschichtslehrer für die Grundschule händeringend gesucht werden.

    Tja, du hast aber vergessen, dass Berliner Grundschule 6jährig ist ;) und somit einen großen Teil des GeWi Unterrichts in 5/6 ausmacht ;)
    Die werden genauso händeringend gesucht, wie die Physiker, Biologen und Chemiker für NaWi, mit dem Unterschied, dass sie eben nicht nur 1/3 des Unterrichtsstoffes haben, sondern die Hälfte.

    Stellen wir uns doch mal folgendes Modell auf Basis einer regulären 40h/Woche vor:

    • Während der Schulzeit tägliche Regelanwesenheit von 7:30-16:45 Uhr (Pause: 0,5h), an einem Tag der Woche von 9:00 - 18:00 Uhr
    • In dieser Zeit sind im Jahresdurchschnitt 25,5 UE pro Schulwoche zu halten.
    • Urlaub ist (nunja. nix Neues) in den Ferien zu nehmen
    • Außerhalb der Urlaubszeiten muss man in den Ferien 2x pro Woche von 8:00-15:30 Uhr (Pause: 0,5h) anwesend sein
    • Weitere 15 Stunden pro Jahr stehen zur Disposition der Schulleitung, welche jedoch bei der Anordnung der Ableistung die Höhstgrenze von 48h/Woche zu berücksichtigen hat.
    • Es werden den Lehrkräften geeignete Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt.
    • Alle Lehrkräfte sind Verpflichtet eine Halbjahresplanung und eine detaillierte 2-Wochen-Planung (inkl. Materialien für eine potentiell notwendige Vertretung) für jeden Klasse zu erstellen und fortzuschreiben, welche der Schulleitung zugänglich ist.

    Na, wer von euch würde bei einem solchen System anbeißen?

    Ich wäre schön blöd, wenn ich so etwas als toll empfinden würde, also ich wäre sofort weg von der Schule!

    Beides - Bereitschaftsstunde und Sprechstunde - sind zusätzliche Stunden und zählen nicht zum Deputat. (Würde mich wundern, wenn es woanders anders wäre.)

    DAnn wundere dich mal, bei Angestellten sind die immer zu bezahlen!

    Sei mir aber nicht böse, aber mit deinen Fächern musst du überhaupt froh sein, irgendwie einen Fuß in den Seiteneinstieg zu bekommen. Und inwiefern soll die Fächerkombination "Geschichte und Kunstgeschichte" für die Schulen relevant sein?

    Wie kommst du denn auf den Unsinn, Geschichte und Kunst wird hier händeringend gesucht, aber Kunstgeschichte gehört dann eben in Kunst in der Oberschule und nicht in die Grundschule. Aber man könnte das Fach auch daraus ableiten.

    Bist du dir sicher, dass du für den Lernbereich "Mathematik" an der Grundschule die Hochschulmathematik nachstudieren musst? Studierst du das schon?Ich habe Mathematik für die SekI studiert, das war z.T. mit den Diplom-Mathematikern zusammen und heftig, über 70% fielen durch's 1. Staatsexamen. Als ich dann auf Grundschullehramt wechselte, wollte ich D und Ma als Lernbereiche für die Grundschule wählen, aber die erkannten mir nichts an, weil sie ein anderes Niveau hatten.
    Bevor du jetzt noch lange Zeit Angst hast, erkundige dich doch über den Inhalt des Zusatzstudiums.

    Ich gucke das gerade mit der besagten Kollegin immer wieder an und nein, es ist nicht das, was wir für SekI teilweise hatten (weshalb sie mir das beim Wechsel zur Grundschule dann auch nicht anerkannt haben), aber für viele schon sehr hoch, Mengenlehrer, vollständige Induktion usw. lässt viele aussteigen. Aber eigentlich finde ich es alles machbar (aber eine andere Kollegin meinte, ich zähle nicht mit Mathe-Leistungskurs und Mathestudium, um das einzuschätzen.


    Bei uns machen es ja gerade zwei und die andere hat genau solche Probleme in Mathe, es aber trotzdem bestanden. Die redet sich auch immer nur panisch.

    Das sit die Kernarbeitszeit. Um auch z.B. 40h/Woche zu kommen, muss man schon 8h/Tag arbeiten.
    Mal andersherum: Wenn Lehrer die gleichen (durchschnittlichen) Arbeitszeiten hätten, wie andere Beamte oder Angestellte, warum sollten sie dann nicht auf die gleiche Jahresarbeitsleistung kommen wie jene?

    Also mein Beispiel hat 8-16:30 Uhr und eigentlich ohne Pause, gehen wir mal großzügig von 30 Minuten Pause aus, weil ja gesetzlich vorgeschrieben, dann hat man bereits 40h/Woche und eben alles außerhalb der Schule nicht erledigt und somit kann man nicht mehr auf die selbe Jahresarbeitsleistung kommen, wie andere, weil man immer mehr hat pro Tag ;)

    Bei uns machen es ja gerade zwei und die andere hat genau solche Probleme in Mathe, es aber trotzdem bestanden. Die redet sich auch immer nur panisch.

    Genau das ist der Punkt. Bisher wird sich über die Überstunden einfach hinweggelogen. Würden diese erfasst, würde das schon schwieriger. Wenn der Dienstherr allerdings sowieso erwartet, dass man die Überstunden verschenkt, kann man sich jedes Arbeitszeitmodell sparen. Da stimmen wir überein.

    Nein, ich rede nicht vom bisherigen System, sondern dem mit der Kernarbeitszeit. Da wird nämlich alles außerhalb einfach zusätzlich erwartet. Zumindest eben an der Schule, wo dies gerade von mir angesprochen wurde.

    Dann ziehe doch diesen falschen Schluss nicht. Was musst du denn mehr machen, nur weil eine Uhr mitläuft?

    Ich muss dann von 8-16 Uhr anwesend sein und das ist eben effektiv dann zusätzliche Zeit, weil eben der Rest nicht innerhalb der Zeit erledigt wird. Nicht ich ziehe hier falsche Schlüsse, sondern du, dass man dies immer alles innerhalb der Kernarbeitszeit erledigen kann oder der AG dann bereit wäre, diese Zeit auszugleichen. Davon ist nämlich bisher in dem System keine Rede ;)

    Damit Überstunden ausgeglichen/bezahlt/abgefeiert/whatever werden können, muss man sie erstmal erfassen. Da das in der Regel derzeit nicht geschieht, steht man enstprechend näse da.

    Na das finde ich doch deutlich zu allgemein gefasst und der Rückschluss, dass ich deshalb eben noch mehr machen soll, damit die anderen auch erfasst werden soll, wird von mir eindeutig nicht unterstützt.

    Was fällt „außerhalb des Schulgeländes“ an?

    Also oft sind es eben so Sachen, wie Bücher besorgen, Materialien besorgen, Muscheln sammeln, ein Museum schon einmal besichtigen, einen anderen außerschulischen Ort schon einmal testen usw. das geht alles nicht in der Schule und wird auch dort nie gehen.

    Und das sind alles Dinge, die in der Grundschule durchaus notwendig sind.

    Und auch Fortbildungen müssten ja in der Arbeitszeit liegen und sind sicher in der Regel auch nicht in der Schule.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da nichts zu tun gibt.

    Die Impilakation, dass die kumulierte Jahresarbeitszeit von Lehrern bisher also geringer sei, als die vorgeschriebene Arbeitszeit von Beamten, ist den Kollegen gegenüber, die sich den Buckel wund schuften, eine ziemliche Unverschämtheit.

    Wie kommst du denn auch auf die?!?

    Ganz im Gegenteil, es gibt eben soviel, was man gar nicht in dieser Kernarbeitszeit erledigen könnte, weil die Sachen nun mal außerhalb des Schulgeländes besorgt werden müssen usw. so dass bei dem Modell mit der Arbeitszeit es viel viel mehr Überstunden als bisher schon sind. Denn viele Arbeiten, die wir eben jetzt außerhalb dieser Zeiten und der Schule erledigen würden trotzdem anfallen. Somit wäre das schon wieder eine Arbeitszeiterhöhung. Denn ja, ich fange z.B. in der Regel erst um 10 Uhr an und mache deshalb noch lange keine Minusstunden und wenn ich nun um 8 Uhr anfangen müsste hätte ich vermutlich dann eben diese 2h am Tag mehr gearbeitet. Also noch mehr Überstunden.

    Du meinst also tatsächlich man hätte Schwierigkeiten, die volle Arbeitszeit auszufüllen? Ehrlich? Lehrer sind doch faule Säcke?
    Wäre es so ungewöhnlich, dass Lehrer auch in der unterrichtsfreien Zeit arbeiten? Wenn keine Schüler da sind, ist eh nichts zu tun? Man kann natürlich auch mit Überstunden hantieren, die man entsprechend abfeiert. Ich bin mir einigermaßen sicher, dass bei einer korrekten und vollständigen Erfassung der Arbeitszeiten die meisten Kollegen besser fahren würden, als mit der Selbstausbeutung, die so manche betreiben.

    Ich meine tatsächlich, dass man mit dem Modell, wo man angeblich dann wirklich immer Feierabend hat, dann nicht auf die volle Stundenzahl kommt, weil dies ja nur die Schulzeit betrifft. Und wenn man eben dann doch nicht Feierabend hat, man noch mehr Überstunden als mit anderen Modellen macht.
    Also ich finde so ein Modell keineswegs wünschenswert!

    Deshalb sind es ja Kernzeiten. Um auf die volle Stundenzahl zu kommen, muss man etwas früher kommen, etwas später gehen oder die Pause durcharbeiten. Mit 8,5 h am Tag kommt man schon auf 42,5 Stunde in der Woche. Da kann man sogar Freitags früher flitzen.
    Das größere Problem dürfte sein, allen Kollegen entsprechende Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Da dürfte schon in den meisten Fällen die Architektur dagegen sprechen. Von der Ausstattung fange ich schon gar nicht an.

    Das würde trotzdem nicht hinhauen, denn das wird es ja in den Ferien eher nicht geben und dann fehlen ein paar Stunden.

    @Susannea
    Es ging mir eher darum, dass die das schulterzuckend hingenommen haben. Hinterfragt wurde das gar nicht.

    Meine Aussage war dabei auf alle Eltern bezogen, bei der der Mann nicht (allein) in Elternzeit geht. Ich finde es einfach sehr kurzfristig gedacht. Letztendlich muss es jede Familie für sich selbst wissen.

    Genau das ist eben oft das Problem, dass viel nicht hinterfragt wird, sondern das schon so sein wird, wenn das so erzählt wird.

    Was findest du daran ungünstig, dass der Mann nicht alleine in Elternzeit geht? Haben wir auch nicht gemacht und das dreimal nicht und sind und waren damit sehr glücklich. Wir hatten die Elternzeit immer parallel.

    @Susannea die Kinder werden in Hessen bei der Höhe des Beihilfesatz berücksichtigt, haben aber, solange sie in der Familienversicherung des anderen Elternteils versichert sein können, keinen eigenen Beihilfeanspruch! Haben wir hier gerade durch.

    Wie gesagt, ich habe keinen Punkt in der Beihilfeverordnung gefunden, der dies hergibt. Aber gut, wenn ihr euch damit abgefunden habt, dass dies so gesagt wurde, dann ist das eben so bei euch.

    Dann formuliere ich es mal um: Es ist bundeslandabhängig, ob Beihilfe für das Kind in der PKV gewährt wird. Als Lehrkraft verdienen wir in Hessen in der Regel unterhalb der JAEG. Ich bin in der PKV und verdiene mehr als mein Mann (GKV pflichtversichert) Das Kind ist beim Papa familienversichert; das Kind bekäme keine Beihilfe, wenn es in der PKV wäre.

    Wonach sollen denn in Hessen Kinder nicht beihilfefähig sein (und die Beihilfefähigkeit liegt nicht an der Art der KK)? Nach der Beihilfeverordnung des Landes Hessen sind Kinder unter 18 Jahren bei Beamten mit beihilfefähig:

    Da scheinst du also etwas falsch verstanden zu haben, wenn du Beamtin bist.

    Als Frau sind die Reaktionen auch nicht ganz einfach. Ich war fünf Monate in Elternzeit, dann habe ich meine Ausbildung begonnen und mein Mann war zu Hause. Wenn ich dann erzählt habe, dass ich ein so kleines Kind habe, kam ganz oft die Reaktion: "Ach, und wo ist der jetzt? Beim Vater? Und das kriegt der so hin?" Als hätte ich den im Wald ausgesetzt.Da liegt noch richtig viel im Argen. Ein befreundetes Paar hat uns auch mal erklärt, dass der Vater keine EZ nehmen kann, weil das bei denen per Betriebsvereinbarung ausgeschlossen sei. :staun:
    Neben dem emotionalen Mehrwert für Kind und Eltern frag ich mich immer, wie solche Eltern klar kommen wollen, wenn Mama mal länger ausfällt...

    Du meinst die, wo es angeblich ausgeschlossen ist? Die nutzen dann endlich Gesetze, die solchen Ausschluss untersagen und gehen trotzdem in Elternzeit ;) Aber ja, es ist ein harter Kampf. Ich kenne gerade eine Familie, wo der AG sich da komplett quergestellt hat, auch mit Pflegezeiten für die Frau usw.

    Dürftest du eigentlich nicht, weil der Vertrag ja auch in der Schwangerschaft nicht kündbar ist, aber ich weiß, dass meine Kollegin gerade ähnliche Befürchtungen hat, weil sie ihre Mathe-Klausur im 1. Anlauf nicht bestanden hat und sagt, wenn sie die nun nicht besteht, ist der Arbeitsplatz weg.

    Das ist doch ein neues (selbst gemachtes) Problem, oder nicht? Ich habe 2000 Abi gemacht und keine meiner Sportklassen bzw. in der Oberstufe meiner Kurse war nach Mädchen und Jungen sortiert. Der einzige Kurs war Standardtanzen (da hat sich einfach kein Junge gemeldet und der Lehrer war männlich).

    Ich hatte mal Männer, mal Frauen als Sportlehrer und es war nie ein Problem. Bzw. wenn war es für mich gleich peinlich berührt zu werden.

    Bei uns war es noch alberner, in der 7. bis 11. Klasse gab es getrennten Sportunterricht, dann eben jeweils mit der Parallelklasse, ab der 12. Klasse gab es das dann wieder alles zusammen. Was soll denn der Unsinn. Gerade in Ballsportstunden haben wir liebend gerne bei den Jungs mitgespielt (und das auch des Öfteren getan), denn wir wollten z.B. Handball und nicht Hallenhalma spielen.

    Kontrolliert keiner - wie erwähnt, ich mache dann meistens Rechtschreibübungen o.ä., "dass/das", nominalisierte Adjektive usw, kann man auch bei uns noch problemlos in der 10. Klasse machen. Und ich bin kein Deutschlehrer. Halte das aber für sehr sinnvoll.
    Wenn man sich zuhause einmal 30 Minuten hinsetzt und googelt, hat man recht zügig direkt 20 Arbeitsblätter, die man sich auf den Tisch im Lehrerzimmer legen kann.

    DAs mag ja in einer 10. Klasse gehen, aber bei Klassen 1-6 muss man dann doch noch etwas mehr differenzieren, denn was sollen denn die 1.Klässler z.B. damit ;)

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