Beiträge von jotto-mit-schaf

    Ich sag ja, ich kann die Gründe verstehen, habe aber für mich festgestellt, dass es mir nicht mehr gut tut, wenn ich mich bei solchen Blödsinnsaussagen ins Getümmel werfe. Ich finde, man müsste den "Gefällt mir nicht"-Knopf umbenennen in "dem stimme ich nicht zu". Das wäre eindeutig und in den meisten Fällen vermutlich das gemeinte. Für den Rest müsste man dann halt doch formulieren. Von dem "Du bist ein Idiot"-Knopf träume ich nur ganz leise in dem Wissen, dass er doch niemals kommt. ;)

    In einem Gespräch fände ich auch, dass "Stimmt" völlig ausreicht, "Stimmt nicht" aber nach einer Erklärung verlangt ...

    Ich kann die Abneigung gegen den Knopf verstehen, möchte aber auf diesen Punkt kurz eingehen, eben weil wir recht oft schon Situationen hatten, in denen etwas hahnebüchenes behauptet wurde (Hab´s spontan nicht greifbar, so in die Richtung "Migranten ziehen den Durchschnitt runter", "Nur dank Gott können wir uns ethisch korrekt verhalten",... whatever), wo ganz bestimmt nicht derjenige, der dem nicht zustimmt, in der Position ist, sich erklären zu müssen, sondern es völlig genügt, da ein "Stimmt nicht" drunter zu setzen.


    Edit: Thamiel war schneller, den Punkt auszuführen.

    Ländliche Gegend mit doch viel mehr verstecktem (emotionalen) Elend als man hoffen möchte. In meiner Klasse sind es sechs, sieben Jungs, die im Schlafanzug zur Schule kommen, zwei davon erzählen gerne, welche Unmengen sie für das "Ensemble" bezahlen mussten. Also, nicht sie, ihre Eltern. Sie kennen mich, schon im Entgegenkommen rufen sie mir zu "Frau M., das ist kein Schlafanzug!". Sagten es und schliefen halb auf den Tischen ein, weil sie die ganze Nacht gezockt/instagrammt haben. Soll heißen: Ja, gibt es, schulische Nichtleistung und Wunsch, sich an Schulregeln zu halten, sind direkt proportional dran gekoppelt.


    Meine eigenen drei sind noch im Grundschulalter, werden aber in meinem Leben niemals abseits von Bundesjugendspielen und Deichlauf im Schlafanzug/Jogginghose aus dem Haus gehen.

    Edit: Sollte sich da ein kleiner Punk, Emo, Metaller oder sonstirgendwas, was auch bei uns schon als abseits der Norm galt, dabei entwickeln, meinetwegen gerne. Es gibt bei uns kaum noch Kinder, denen man eine Art Subkultur ansieht. Die sehen alle gleich aus. Hören alle das gleiche. Bis auf die "Gangster". die haben ihren Schlafanzug-Dresscode und hören ihren ganzen Gangstermüll. Das wäre das, was ich, total arschig, zuhause nicht haben wollen würde. Da würde ich die "solange du deine Schuhe unter meinen Tisch..."-Karte ziehen. Ich bin gerne Spießer, jedenfalls was Bildung und offensichtliche Ablehnung (wie bei meinen oben beschriebenen sechs Leuten) angeht.


    Edit: Frag mich in drei Jahren nochmal. Wenn auch der Mittlere Richtung Teenie geht. :grimmig:

    Krass.
    Alle, die sich zu einer Meinung aufraffen und nicht Mainstream denken, sind brauner Mob .

    Ich habe mich auch zu einer Meinung aufgerafft. Die wurde mir nicht von den linksgrünversifften Medien aufgedrängt, sondern die habe ich ganz alleine mithilfe des ethischen Gebildes, in dem ich mich bewege, gebildet. Scheint aber ne andere als deine zu sein.
    Warum ich das schreibe? Dein Satz lässt glauben, dass nur (d)eine Meinung richtig sein kann. Vielleicht meinst du es nicht so, kommt aber hier so an.

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