Beiträge von Piksieben

    Dieser Schwänzen-Verdacht trifft meist spezielle Kolleg*innen. Bei einigen weiß man, dass sie das nie tun würden und man macht sich Sorgen, wenn sie fehlen, bei anderen wundert man sich nicht und ist schon ein bisschen misstrauisch. Das ist wie bei den Schüler*innen. Wenn man das hier so allgemein schreibt, klingt es rasch nach Unterstellung. Da sollte man auch vorsichtig sein, klar - zumal man selbst dann rasch so ein blödes Gefühl hat, die anderen würden einem nicht glauben, dass man echt was hat. Und vielleicht stellt man sich ja auch nur an? Ich muss das immer erst eine Stunde verdauen, wenn ich mich krank melden muss, bevor ich mich entspanne und sage: So, ich bin krank, echt jetzt.

    Ich fand den Manfred Spitzer immer so ein bisschen alarmistisch, aber da ist was dran mit der digitalen Demenz. Das ist mehr als Ablenkungsrauschen.

    Zusätzlich wird uns Unterrichtszeit durch nicht funktionierende Technik bzw. nicht vorhandenen Support geklaut.

    Ich merke selbst, wie mich beides nervös und unzufrieden macht. Neulich musste ich ein paar Tage ohne funktionierendes Handy sein. Nach der ersten Schockstarre habe ich das sehr genossen.

    Tja, was wollen wir? Irgendwer muss jedenfalls die KI programmieren, denn wir brauchen viele Assistenzsysteme für all die Personen mit, sagen wir vorsichtig, eingeschränkter Aufmerksamkeit.

    Und dann muss noch jemand den Ärzten sagen, dass Faxgeräte nicht mehr Stand der Technik ist ...

    Mich stört, wenn neue (nicht notwendig junge) Kolleg*innen großspurig auftreten und erst mal mit "Verbesserungsvorschlägen" kommen und überhaupt alles besser wissen. Und ja, Besserwisserei stört auch bei Älteren.

    Aber wenn ich irgendwo neu anfange, dann halte ich mich doch erst mal zurück und schaue und frage. Das ist doch eigentlich Jobknigge Regel 1. Wird aber auffällig oft nicht beachtet.

    Irgendwie stört es mich, wenn jemand so ein teures, aufwendiges Studium einfach hinwirft, zumal Ärzte gesucht werden und das ja nun wirklich nicht jeder kann (für mich ist es immer schon eine schreckliche Vorstellung gewesen, mich über innere Organe zu unterhalten, Spritzen zu setzen und mir Adern anzuschauen). Man muss mit einem Medizinstudium ja auch nicht unbedingt praktizieren, man kann ja auch als Gutachter arbeiten oder Gesundheitsminister werden :lach:

    "Ein paar Wochen" ist definitiv zu wenig Zeit, solch eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Aber du fragst ja hier und überlegst noch.

    Ich möchte daran erinnern, dass in mancher Hinsicht der Lehrerberuf dem Arztbesuch ähnlich ist: Wenn man mit Patienten, Kindern, Eltern, Mandanten, Klienten, Kunden etc. zu tun hat, muss man sich immer auf alle möglichen Persönlichkeiten einstellen, mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Gerade die Elternarbeit ist für Grundschullehrer ja ziemlich wichtig und oftmals nicht einfach. Ich denke, da können Kinderärzte auch ein Lied von singen. Auch von dieser Hilflosigkeit gegenüber manchen Situationen und Verhältnissen, wie sie nun mal sind. Es sind nicht nur gesellschaftliche Verhältnisse, die einen manchmal irre machen können. Es sind auch Schicksale, mit denen man so zu tun hat und die man mitunter eben doch mit nach Hause nimmt.

    Was ich sagen will. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, als Arzt zu arbeiten, dann könnten dieselben Gründe dir das Lehrersein schwer machen. Nun weiß ich nicht genau, was diese Gründe sind, aber ich möchte das zu bedenken geben.

    Mich auch, mehr braucht man wirklich nicht.

    Ganz meine Meinung, habe die Nachfolgermodelle. Vor allem ist der mit Solarzelle unschlagbar billig im Unterhalt - der GTR liegt nur noch rum, wer will denn ständig drölfzig Batterien nachfüllen.

    Und die meisten Leute kennen von dem noch nicht mal alle Funktionen, die wären schon auch nützlich, aber das ist ja mit Word und Excel auch nicht anders.

    Und viel besser im Handling als ein Handy.

    Nun weiß ich, dass ich richtig liege, wenn ich in meiner 12. Klasse manchmal sage, ich käme mir vor wie im Kindergarten :pfeif:

    Ich habe diese "Vorgaben", die es ja auch für den Kindergarten gibt, immer eher so gedeutet, dass sie das Arbeiten für Erzieher*innen und Lehrer*innen überhaupt möglich machen. Zwanzig Kindern die Schuhe zubinden zu müssen hält ja den Betrieb ziemlich auf. Und dass man mit Kindern mal übt, dass sie sich selbst beschäftigen und auch mit Frust mal allein klarkommen - das hilft ja auch den Eltern. Von daher fand ich das als Mutter gar nicht so schlecht, einige Hinweise zu bekommen, die mir auch das Loslassen etwas leichter machten.

    Aber wie das halt immer so ist: Manche machen sich auch Stress daraus. Bei manchen Eltern möchte man ja auch nicht so gerne Kind sein...

    "Sie können mich bis 22 Uhr erreichen".

    Wie verfolgungswahngesteuert denkt man, wenn man darin eine Missachtung, ein Unterstellen ("Lehrer arbeiten nichts Richtiges") etc. sieht.

    Typischer Fall von 4-Ohren-Modell. Schulz von Thun lässt grüßen.

    Manchmal ist es einfacher, Dinge abends zu machen (mal abgesehen davon: Am BK hat man sogar abends Unterricht :schreck:) - und dafür haben wir ja oft tagsüber Freiheiten, die andere einfach nicht haben.

    Und nein, es haben nicht "alle anderen" Berufe feste Dienstzeiten. Von so zuverlässig planbaren Zeiten wie "Unterrichtsschluss" und "Ferien" können andere nur träumen.

    Mir kommt es eigentlich auch entgegen, dass man nicht mehr so viel telefonieren muss. Aber manches lässt sich auf diesem Weg trotzdem am schnellsten klären und es kann auch sehr gemütlich sein an verregneten Sonntagnachmittagen.

    Eltern oder Schüler rufe ich nur von der Schule aus an. Das kostet mich nicht so viel Überwindung, ich mache ja nur meinen Job.

    Andere Anrufe schiebe ich gern vor mir her.

    Liebe Petalie, du bist wirklich, wirklich erwachsen. Deine Eltern sollten schon längst nicht mehr das Maß aller Dinge für dich sein. Ich selbst würde "niemals nicht" meinen Kindern sagen, was sie tun sollten. Es ist dein Leben. Auch ohne Verbeamtung kannst du Lehrerin sein, und niemand kann in die Zukunft sehen und dir sagen, wie alles sich entwickeln wird.

    Du möchtest weiter studieren und deinen Weg verfolgen. Trotz allem. Man kann sich alle Meinungen anderer Leute, auch der Eltern, anhören, aber entscheiden muss man immer allein. Du hast dich doch längst entschieden und so wie du schreibst, würdest du es für immer bereuen, das Studium abgebrochen zu haben.

    Alles Gute für dich!!

    Ist das denn so?

    Ich habe schon von vielen Bädern gelesen, dass insbesondere die beheizten Außenbecken nicht mehr verwendet werden. Die, die im Winter bei Kälte so schön dampfen. :(

    So ist es. Das Freibad bei uns, das mit Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage läuft, schließt für die Wintersaison. Das war eigentlich immer das Schönste, bei Schnee unter dem Sternenhimmel zu schwimmen. Das ist schon bitter, nachdem wir durch Corona schon so lang verzichten mussten.

    Die städtischen Saunen sind ohnehin schon länger zu und die Wassertemperaturen wurden gesenkt (was mir allerdings gut gefällt, ist halt auch Empfindungssache, aber Sauna wäre halt auch nett gewesen).

    Definiere Verschwendung. Es ertrinken immer wieder Menschen. Schwimmunterricht kann Leben retten. Und auch Erlebnisbäder sind Stätten der Wassergewöhnung und des Lernens. Klar, Winterdraußenschwimmen ist mehr für Ältere, aber gerade für die ist Schwimmen oft der einzige beschwerdefreie Sport. Mal abgesehen von der Geselligkeit, die da wieder mal verloren geht.

    Ich kann das alles nachvollziehen - aber traurig ist das schon.

    Ja, das ist sehr stark Empfindungssache. Das ist aber auch ein Grund, weshalb ich erst mal aufs Thermometer schaue. Ich denke, ein bisschen kann man sich schon gewöhnen, aber es gibt trotzdem so Frostbeulen, die frieren halt schnell. Ich bin eigentlich wirklich keine, aber auch mir fröstelt es gerade etwas. Ich möchte aber auch auf keinen Fall in einen Wettstreit darüber kommen, wer das größte Weichei ist. Das wäre ja komplett die falsche Debatte.

    Ich hatte neulich eine Diskussion mit einer, die zu Hause nur kalt duscht, dafür sich aber im Sportverein stundenlang unter eine heiße Dusche stellt, um das auszugleichen. Da habe ich recht verärgert reagiert. Was soll ich sagen: Es hat schon etwas genutzt.

    Ich beobachte auch im Schwimmbad, dass tatsächlich einige jetzt das Wasser beim Shampoonieren abstellen. Immerhin.

    Der Spruch "wenn das jeder machen würde ...!" bekommt auf einmal eine ganz andere Bedeutung.

    Wir geizen eigentlich jedes Jahr ein bisschen herum mit dem Heizung anstellen. Zusätzliche Hürde ist die Leiter zum Dachboden, die dafür ausgezogen werden muss. Und das Thermometer zeigt zum Teil 19 Grad. Das muss doch jetzt reichen -?

    War aber auch ein ziemlicher Temperatursturz diesmal. Aber man kann doch jetzt auch nicht mit Heizdecken anfangen! Schreckliche Vorstellung. Bisher müssen Wolldecken und Socken und mehrere Pullover reichen, sind auch nötig am Schreibtisch.

    Kaltes Wasser auf den Kopf :schreck::schreck: Da bin ich erklärtes Weichei.


    Wenn ich dafür belohnt werden möchte, besonders effizient zu arbeiten, dann mache ich mich selbstständig (oder mache Meditationsübungen zwischen zwei Klausurstappeln)

    Wie meinst du denn das *kopfkratz*

    Natürlich belohne ich mich selbst für mein effizientes Arbeiten. Nämlich mit freier Zeit. Deshalb muss ich mich doch nicht selbstständig machen. Auch nicht meditieren oder so.

    Ich will nur nicht, dass jemand mich dafür *bestraft*.

    Naja, aber wie will man festlegen, wie lange man für eine Arbeit brauchen darf? Wenn einer schneller und routinierter arbeitet und deshalb früher Feierabend macht, soll der dann seine Arbeitszeit aufpumpen, um auf dieselbe Stundenzahl kommt wie jemand, der für alles ewig braucht und sich auch bei Besprechungen nicht kurz fassen kann? Oder findet man da irgendwie ein Maß, ähnlich wie in der Pflege, wo ziemlich minitiös vorgeschrieben ist, wie lang man für was zu brauchen hat?

    Irgendwie scheint man davon auszugehen, dass sich alles irgendwie ausgleicht. Mal habe ich eine große Klasse mit vielen Problemen, die entsprechende Maßnahmen erfordern, die mich und andere viel Zeit kosten. Und mal habe ich kleine Klassen, die rundlaufen und mir in Arbeitsphasen Zeit lassen, die nächste Stunde vorzubereiten. Die Anzahl der Stunden im Stundenplan sagt nicht alles über meine Belastung.

    Ich habe auch den Eindruck, dass die Arbeitszeit sehr unterschiedlich verteilt ist und dass sich daran schwer etwas ändern lässt. Manchen möchte man ja auch gar keine Extraaufgabe geben.

    Aber bei dem Urteil denke ich auch eher an Pflegekräfte, Beschäftigte in der Gastronomie oder im Einzelhandel usw. Der Umsetzung an der Schule sehe ich sehr gelassen entgegen.

    Hey Master, setz dich mal irgendwo in Ruhe hin und atme eine Viertelstunde ganz langsam ein und aus. Wer wird denn so kurz vor dem Ziel aufgeben??

    Auch mit einer 4 bist du zugelassen. Du hast also gute Chancen zu bestehen und dann ein neues Leben ohne Prüfungsstress zu beginnen.

    Wenn es nicht klappt, hast du die Möglichkeit zu wiederholen oder in deinen erlernten Beruf zurückzukehren.

    Aber jetzt im Moment sind das nicht die richtigen Gedanken. Konzentrier dich auf die Prüfung - alles andere kann warten. Nur eins: Eine Prüfung nicht bestehen ist kein Weltuntergang. Das Leben geht danach einfach weiter, echt.

    Im Moment überwiegt dein nervliches Problem, das ist verständlich nach dem, was du schreibst. Aber es ist eben auch am Wichtigsten, das jetzt zu überwinden, damit du den Kopf für die Prüfung frei hast.

    Mach mal Ommmm: Es wird sich alles finden.

    Viel Erfolg!!!

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