Beiträge von Piksieben

    Aber Latein? Nee... da gab es das Aha-Erlebnis nie und ich habe mich ewig damit abgequält.

    Da bist du ja nicht der Einzige und man kann ja auch nicht erwarten, dass sich jedem jedes Fach in ganzer Schönheit erschließt. Aber immerhin hilft einem die Schule, sich selbst zu sortieren. Bei mir war es tatsächlich in den letzten Schuljahren relativ klar, wohin die Reise geht, was meine Interessen angeht. Daran hat sich auch nicht so viel geändert, wobei "Beruf" und "Interessen" ja auch nicht unbedingt immer zusammengehen.

    Also ich habe damals als Schüler nie verstanden wofür Latein gut sein soll und verstehe es auch heute nicht. Gedanke damals dabei: "Eine tote Sprache, die von Scheintoten unterrichtet wird."

    Ich hatte von der 5. Klasse an Latein und habe mich nie gefragt, wofür ich das brauche. Es hat mir einfach immer Spaß gemacht. Und noch heute gucke ich manchmal Vokabeln im Stowasser nach, um mir ein Wort zu erschließen.

    Sprachen erschließen Welten, und Mathematik ist auch eine Sprache. Leider fehlt schon jungen Leuten manchmal dieser Drang, sich die Welt zu erschließen. Oder er geht verloren, weil ... ja, warum eigentlich?

    Wie war das bei Dieter Nuhr: "Wenn es nach meinem Vater ginge, würden wir immer noch in der Ursuppe schwimmen. Zweite Zelle? Brauch ich nicht!"

    Ach ja: für die IT und den second level haben wir übrigens einen sehr guten IT-Dienstleister, bei dem alles prompt erledigt wird. Das sind daher nicht die Aufgaben des SVA. Es geht um Vertretungsplanung, Zeugnisdruck, Datenpflege in Schild, Sicherheitsbeauftragte, Haushalt. Das sind bei uns alles Tätigkeiten, die Lehrer gegen Ermäßigungen machen. Es ist viel sinnvoller, dass sich Lehrer auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. Dass man dafür 1/3 Stunden abgeben muss, ist dann ja auch eigentlich klar. Grundsätzlich gibt es noch viel mehr Tätigkeiten, die an solche Leute abgegeben werden könnten. In den Niederlanden an den BKS ist das übrigens auch so. Lehrer machen nur Lehre. Sogar fürs kopieren gibt es jemanden. Sehr logisch und sehr vernünftig.

    Sissymaus, was ist das für ein IT-Dienstleister und was genau macht der im Bereich der IT (insbesondere der Schulrechner)? Tauscht er Mäuse/Toner/Beamerbirnen aus, administriert er das pädagogische Netz? Das wäre für mich gerade ganz toll zu wissen. Gerne auch als PN.

    Wir haben schon eine Reihe von Hilfskräften und auch eine Schulverwaltungsassistentin gehabt. Auch 1-Euro-Kräfte, die in der IT beschäftigt waren. Insgesamt würde ich sagen: Wechselnde Qualität, aber im Zweifel immer besser, wenn überhaupt jemand da ist, und vor allem: Für längere Zeit. Praktikanten sind ja auch zuweilen da, aber was man braucht, sind Leute, die den Betrieb kennen. Das kann dann ziemlich gut funktionieren.

    Einen Informatiker kann man zu solchen Preisen natürlich nicht einkaufen. Aber es sind ja tatsächlich oft einfache Tätigkeiten, für die einem ständig die Zeit fehlt. Von daher: Gut auf den Zahn fühlen aber ansonsten freuen, dass die Stelle überhaupt da ist.

    Ich bewirtschafte einen Kleingarten und bediene darin zumindest Insekten, Vögel und kleine Säugetiere, gilt das auch? Weil ich außerdem noch musiziere (gelegentlich auch bei Feiern in der Schule, immerhin) und oft schwimmen gehe (um mich fit zu halten, auch das Nervenkostüm), bleibt einfach keine Zeit übrig. Mir ist es auch, wie oben schon beschrieben, zu anstrengend, außerhalb der Schule noch soziale Sachen zu machen. Aber ich unterstütze verschiedene Organisationen, in denen bezahlte Menschen für andere aktiv sind, z. B. PLAN.

    Ob man es jetzt "brennen" nennt oder einfach nur Interesse: Begeisterung kann man nur vermitteln, indem man sie selbst ausstrahlt.
    Ich könnte anders auch nicht arbeiten. Immer wieder irgendwelche tüfteligen Sachen machen oder mit Schülern gemeinsam etwas aufdröseln, was nicht zu funktionieren scheint und dann den Denkfehler finden - neugierig bleiben und neue Ideen aufgreifen - ohne das könnte ich nicht unterrichten, da würde ich vor Langeweile einschlafen. Ein Fach studieren, nur um das anderen beizubringen ... das finde ich zu wenig. Und ganz sicher merke ich das anderen an, auch den Kolleg*innen, ob sie ihr Fach lieben oder einfach nur unterrichten.

    Ich kann kaum eine Denksportaufgabe liegen lassen und programmiere für mein Leben gern. Dabei brenne ich nicht aus, im Gegenteil, das hält mich wach und, wie ich glaube, auch jung.

    Hier in NRW gibt es dafür die "Schule für Kranke", da sind die Lehrkräfte drauf spezialisiert, langfristig erkrankte Kinder zu unterrichten. Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich damit erst mal nicht so gut fühlst.

    Ich kann dir aber aus Sicht einer Mutter mit einem ehemals ebenfalls lebensbedrohlich erkrankten Kind Mut machen. In der Klinik wurde mir als erstes gesagt, dass die wichtige Botschaft, die dem Kind vermittelt wird, ist, dass man es nicht aufgibt. Der Besuch der Lehrerin hilft, den Tag zu strukturieren und entlastet die Eltern. Jede Hilfe von außen ist in so einer Situation ein Lichtblick. Von daher ist es eine nicht einfache, aber doch gewissermaßen sehr dankbare Aufgabe: Du kannst dir sicher sein, dass das sinnvoll und auch eine tiefgreifende Erfahrung ist. Die Besuche waren übrigens immer völlig undramatisch. Mehr gerne als pn.

    Das "Kind" hat übrigens heute seine Masterarbeit abgegeben :tanz:

    Strg + ".", also "Steuerung und Punkt" gleichzeitig ist ein Zeitstempel, bleibt also fix. Geht aber nur für das Datum, für die Uhrzeit weiß ich es auch nicht, aber die kann man ja auch so eintragen.

    Mit der Funktion ZEIT() kann man dann addieren, wieviel sich für die einzelnen Tätigkeiten ergibt.

    Eigentlich an Sek II Schulen gibt es mit der PE E12 und nicht E13.

    Habt ihr aber den Unterschied zwischen E12 und E13 aber angeschaut?

    Die E12/1 und E12/2 ähneln E11. E12/3 bis E12/6 ähneln eher E13. Ab Stufe 3 sind es ca. 50€ Unterschied ... netto.

    Dafür muss man keine Oberstufe korrigieren, keine Abiprüfungen abnehmen oder sonst was, weil man es nicht darf.

    Nicht schlecht, oder?

    Jepp, das war eben bei mir damals auch die Überlegung: Lohnt sich das überhaupt? Es lief da gerade nicht so rund und die Möglichkeit, die Ausbildung nach einem Jahr zu beenden (wäre bei mir damals so möglich gewesen), war verlockend.

    Auch die individuelle Stressbelastung und familiäre Situation ist unterschiedlich. Von daher würde ich auch nicht "auf jeden Fall OBAS" schreien wollen.

    Andererseits eben: Keine Prüfungen abnehmen dürfen, das ist schon komisch. Das ist ja gerade das, was einen letztlich anspornt. Jede Abschlussfeier ist so ein Schlusspunkt: Geschafft! Super! Und auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe.

    Das muss man selbst wissen. Man muss gar nichts, auch nicht Karriere machen.

    Was machst du denn im Moment? Willst du noch studieren? Wie hat dir das Studieren bisher gefallen? Und was sollte es denn überhaupt werden, Sport und -?

    Irgendwie klingt das chaotisch und als seist du ernsthaft gefährdet, weil du keinen Stress vertragen kannst. Wie kann man denn so geschafft sein von etwas, was man gut kann und gerne macht? In welcher Weise warst du im FSJ überfordert, wenn du alles im Griff hattest, so wie du es schilderst? Wie reagierst du erst, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll?

    Für etwas talentiert sein heißt doch eigentlich, dass es einem nicht schwer fällt, hm? Und trotzdem dann der Absturz, dieser ständige Stresszustand? Ich versuche es zu verstehen, fällt mir aber schwer. Ich glaube auch nicht, dass dir ein paar Tipps zur Stressbewältigung helfen. Ich denke, da solltest du dir professionelle Hilfe suchen. Ich glaube, dass da deine Selbstwahrnehmung nicht mit der Wahrnehmung anderer übereinstimmt. Was sagen denn andere zu dir? Raten sie dir, Lehramt zu studieren?

    Ich schätze an Leuten, die anderen etwas beibringen, vor allem die innere Ruhe, die Geduld, die Zuversicht. Nicht die tausend kreativen Einfälle und das Sichnichtaufhaltenlassen. Du hältst dich für "sehr gut darin" - finden das die anderen auch? Von einem Nervenbündel möchte ich nicht unterrichtet werden. Du kommst aber so rüber, sorry. Das ist kein Ratschlag, etwas zu tun oder zu lassen. Ich kenne dich ja nicht. Nur meine Wahrnehmung.

    OBAS lohnt sich, weil du mehr Geld bekommst und auch befördert werden kannst. Ich habe damals ein Jahr PE gemacht und auch überlegt, es damit gut sein zu lassen. Ich habe weitergemacht, weil ich noch mehr lernen und nicht als "Lehrkraft zweiter Klasse" dastehen wollte. Verbeamtet bin ich nicht, wurde dann aber nach einiger Zeit befördert. Ich weiß, die Verbeamtung wird immer als alleinseligmachend verkauft und tatsächlich sind die angestellten Lehrkräfte in mancher Weise benachteiligt. Aber ich fühle mich als Angestellte ganz wohl. Was soll's. Gibt auch viele an meiner Schule, die "nur" angestellt sind. Warum soll sich das nicht lohnen?

    Du kannst die Ausbildung auch in Teilzeit machen, das habe ich damals gemacht mit dem Minimum an Stunden, die ich für die Ausbildung brauchte, so um 75% glaube ich. Ich hatte aber auch schon etwas Unterrichtserfahrung. Von daher ging das auch mit zwei Kindern - die allerdings schon ein bisschen älter waren.

    Kommt halt drauf an, was du auf lange Sicht willst. Wenn du dich mit weniger Gehalt zufrieden gibst und dir den Stress mit den Prüfungen nicht antun willst, mach halt nur PE. Aber es könnte sein, dass du dich später ärgerst.

    Im Katalog hast du doch sicher schon geschaut, oder? Sind da die Bücher, die dich interessieren, zu finden?

    Ich leihe mir auch oft Bücher online (Städteverbund) aus, sind immer mehr verfügbar als ich lesen kann. Das ist sogar besser als bei den "echten" Büchern. Seit man die online verlängern kann, sind die öfter ausgeliehen. Also jedenfalls wenn ich von mir auf andere schließe. Gerade nicht griffbereit, was ich zurückbringen wollte? Klick - nochmal vier Wochen verlängern. Bei der elektronischen Ausleihe ist nach einigen Wochen Schluss, und man kann auch vorzeitig zurückgeben, was natürlich auch viel bequemer ist als zur Bücherei zu laufen. War ja in letzter Zeit auch schwierig.

    Mal abgesehen davon, reizt es dich denn nicht, mal wieder stundenlang in einer größeren Bibliothek herumzustöbern? An deiner Stelle würde ich Dortmund eine Chance geben :wink2:

    1. Überquellende Ordner mit Arbeitsblättern im Lehrerzimmer, gefühlt aus den 90ern, aus denen Jahr für Jahr eifrig kopiert wird (Wie kann man immer das Gleiche machen?)

    Oh, man macht nicht immer dasselbe. An den Schnipseln am Kopierer sehe ich: Man kopiert sich jedes Jahr eine neue Kombi zusammen. Wird jedes Jahr fleckiger und grauer? Na wurscht.

    Die Kontaktnachverfolgung ist ohnehin reine Augenwischerei.

    Das habe ich auch gedacht, als ich gestern die Sitzpläne schredderte, die ich so sorgfältig geführt habe. Im Ernstfall hat man, wenn überhaupt, die betroffenen Schüler gefragt, wer mit wem Kontakt hatte. Die saßen in so vielen verschiedenen Räumen, und alles wurde mit solcher Verzögerung nachverfolgt, das war ziemlich sinnlos.

    Auf Island gibt es auch überall Schilder, dass man sich vor dem Baden bereits mit Duschgel waschen soll. Und auch in BW habe ich schon in mehreren Schwimmbädern entsprechende Schilder im Duschraum gesehen. Ich dachte eigentlich, das sei Allgemeinwissen, auch wenn sich viele aus verschiedensten Gründen nicht daran halten.

    Ja, das ist nicht nur in Island so. Das steht eigentlich überall und sollte selbstverständlich sein. In meinem Lieblingshallenbad habe ich mich mal trocken dem Beckenrand genähert, weil ich etwas ablegen wollte. Da wurde ich direkt angesprochen, ich wollte doch nicht etwa ...?!

    Manchmal ist es echt ein bisschen eklig, was da nach einem Tag, vor allem wenn viele Schulklassen da waren, so an Schwebteilen im Wasser ist :uebel:

    Wenn es nur das Formelumstellen wäre! Ich finde das mangelnde Textverständnis noch viel schlimmer.

    Wenn man auf die FHR vorbereiten soll und jemand versteht einfach den Aufgabentext nicht, wo soll man denn da noch ansetzen?

    Ich frage mich aber, wenn doch diese Klage so allgegenwärtig ist, warum passiert eigentlich nichts? Warum wird weiter durchgewunken, jetzt in Coronazeiten erst recht? Was läuft da schief?

    Oder ist das eine Frage der Wahrnehmung? Der Klientel z. B. am BK in den Vollzeitklassen, wo viele sitzen, die nicht so recht wissen, wo sie denn sonst sitzen sollen und die für das, was sie bei uns lernen sollen, weder geeignet sind noch sich dafür interessieren? Sind die schlauen Kinder vielleicht einfach woanders? Es gibt sie ja.

    Ich sehe nicht, dass ich in Sek II für Bruchrechnen zuständig sein soll und meinen Unterricht in "einfacher Sprache" abhalten soll. Und mich schlecht fühlen soll, weil sich Schüler nicht konzentrieren können (vielleicht ist mein Unterricht langweilig?), sich nicht benehmen können (vielleicht kann ich mich nicht durchsetzen) oder schlechte Noten bekommen (wahrscheinlich war die Klausur "nicht fair").

    ARC7L, man kann Dinge erst wirklich, wenn man sie auch im Ernstfall und unter Stress kann. Das gilt nicht nur für Rettungssanitäter und Feuerwehrleute, auch für Pianisten und Fußballspieler.

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